Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Martin Alioth – mit «Brexit»-Gesetz zu langwieriger Scheidung
    Noch fehlt dem «Brexit»-Gesetz die Unterschrift der britischen Queen. Dann jedoch beginnt die Scheidung Grossbritanniens von der EU: Ein Streit um Geld, Recht und Familienmitglieder. SRF-Grossbritannien-Korrespondent Martin Alioth ist Gast von Susanne Brunner.Schottland und Nordirland, wo eine Mehrheit für den Verbleib in der EU stimmte, wollen England nicht in eine Zukunft ausserhalb der EU folgen. In Schottland soll nochmals über den Austritt aus Grossbritannien abgestimmt werden. Haben die Separatisten eine Chance? «Rational müsste man sagen, Nein. Wegen möglichen wirtschaftlichen Problemen. Aber die Brexit-Abstimmung selbst war auch nicht von ökonomischen Motiven geleitet.» Die Abstimmungsankündigung sei derweil wie «ein Backstein, den die Schotten durch das Fenster der Premierministerin May geschmissen haben». Denn May habe mit dem Brexit bereits genügend Probleme am Hals.
    24 min
  • Natalie Rickli und Edith Graf-Litscher – Service Public
    Wie soll die Medienlandschaft in der Schweiz im Zeitalter von Internet und Fake News aussehen? Zwei Nationalrätinnen und Medienpolitikerinnen – Natalie Rickli von der SVP und Edith-Graf Litscher von der SP – diskutieren darüber bei Susanne Brunner.Der Nationalrat hat über den Service-Public-Bericht des Bundesrats diskutiert. Im Zentrum der Diskussion stand die Rolle der gebührenfinanzierten SRG – und die Frage, wer ihr in Zukunft die Konzession erteilt: der Bundesrat wie bis anhin oder neu das Parlament? Bedrängt die SRG mit ihrem Angebot private, kommerzielle, elektronische Medien und mit dem Internet-Angebot sogar die Zeitungen? Gäbe es medialen Service Public auch mit einer kleineren SRG? Natalie Rickli von der SVP ist Präsidentin der Nationalratskommission für Verkehr und Fernmeldewesen; Edith Graf-Litscher von der SP ist die Vizepräsidentin. Die zwei Politikerinnen haben völlig unterschiedliche Vorstellungen zur Medienlandschaft der Zukunft.
    23 min
  • Marie-Claire Graf und Lorenz Keysser – Nachhaltigkeitswoche
    Die Nachhaltigkeitswoche der fünf grössten Zürcher Hochschulen hat einen Publikumsrekord erzielt. 80 Studierende haben sie mitorgannisiert. Zwei von ihnen – Marie-Claire Graf und Lorenz Keysser – sind die Gäste von Susanne Brunner.Der Erfolg begann mit einem Video im Internet: In diesem gingen Studentinnen und Studenten der Frage nach, wie der Mensch die Lebensgrundlage des Planeten erhalten und dabei glücklich werden kann – konkret, wie man mit weniger auskommen und trotzdem glücklich werden kann. Schnell wurde das Video über 10'000 Mal angeklickt, und der Publikumsandrang zu den über 40 Veranstaltungen war manchmal so gross, dass zusätzliche Räume organisiert werden mussten. Wie nachhaltig ist der Erfolg der Zürcher Nachhaltigkeitswoche, die zum fünften Mal stattfand und letztes Jahr sogar mit einem Preis ausgezeichnet wurde?Marie-Claire Graf vom Schweizer Verband der Studentischen Organisationen ist 20 Jahre alt, Lorenz Keysser ist 21 und engagiert sich für verantwortliche Hochschulpolitik. Beide studieren Umweltnaturwissenschaften an der ETH Zürich, beide haben die Nachhaltigkeitswoche zum zweiten Mal mitorganisiert und sind im Vorstand von «project21», dem Verband Studierender der ETH für Nachhaltigkeit. Das heisst, sie setzen sich dafür ein, dass die Forderungen und Ideen der Nachhaltigkeitswoche nicht einfach versanden.
    25 min
  • Cyber Security Experte Guido Rudolphi über Wikileaks und CIA
    Die von Wikileaks veröffentlichten Dokumente über die CIA-Überwachungstechniken lösen Verunsicherung aus. Nicht bei Guido Rudolphi. Der Cyber Security Experte kennt viele der Techniken und ist Gast von Susanne Brunner.Hacker war Guido Rudolphi schon mit 16, noch lange bevor es das Internet überhaupt gab. Er weiss, wie man im Internet Kriminellen auf die Spur kommt. Er sieht auch, wie schlecht sich viele schützen und es Kriminellen und Überwachern damit einfach machen.Wie schätzt er die neuesten Enthüllungen von Wikileaks ein? Müssten wir zurück zur Schreibmaschine und zum Telefon mit der Wählscheibe, um überhaupt noch eine Privatsphäre zu haben? Und ist aus dem Internet eine Überwachungsmaschine geworden, statt - wie ursprünglich erträumt - ein Ort für den freien Austausch von Wissen?«Wir hatten in der Schweiz den Fichenskandal. Verglichen mit den Informationen, welche man heute von einzelnen Personen herausfinden kann, ist der Fichenskandal Nasenwasser», sagt er.
    27 min
  • Susanne Ruoff, CEO der Post
    Die Post hat in den letzten Wochen und Monaten vor allem mit Negativschlagzeilen von sich reden gemacht. Die Verunsicherung ist gross – sowohl beim Personal, als auch bei den Kunden. Die Post durch diese schwierigen Zeiten führen muss Postchefin Susanne Ruoff. Sie ist Gast von Elisabeth Pestalozzi.Poststellenschliessungen, Sparprogramme, mögliche Entlassungen: Nach wie vor ist unklar, wo bei der Post weiter abgebaut werden soll. Die Angestellten bangen um ihren Job - die Kundinnen und Kunden wissen nicht mehr, wo sie in Zukunft ihre Pakete aufgeben werden.Heute nun hat die Post ihre Zahlen vom letzten Jahr präsentiert. Und auch die sind nicht mehr so rosig wie noch im Vorjahr. Der Gewinn ist nicht mehr gestiegen, sondern gesunken. Die Post durch diese schwierigen Zeiten führen, muss Susanne Ruoff. Sie nehme Job-Ängste von Mitarbeitenden sehr ernst, sagt sie. Denn: «Die Mitarbeitenden sind das, was die Post ausmacht.»Die 58-jährige Postchefin ist nun Gast bei Elisabeth Pestalozzi.
    24 min
  • Valentin Vogt und Anita Vogel – mehr Frauen in Teppichetagen
    Über den kaum steigenden Frauenanteil in Verwaltungsräten diskutieren Valentin Vogt, Präsident des Arbeitgeberverbands und Verwaltungsratspräsident und Miteigentümer der Firma Burckhardt Compression, und Anita Vogel, Chefin des Personalamts des Kantons Zürich. Sie sind Gäste von Iwan Lieberherr.In den Geschäftsleitungen der 100 grössten Unternehmen der Schweiz ist der Frauenanteil im vergangenen Jahr von sechs auf acht Prozent gestiegen. Vor allem bei Neueinstellungen werden viel häufiger Frauen berücksichtigt. Das zeigt der neue «Schilling-Report». Alles gut also? Nein! Um ganz nach oben zu kommen, braucht es aber Erfahrung im operativen Geschäft, sagt Valentin Vogt. Nicht unbedingt, meint Anita Vogel, auch die Erfahrung etwa im Personalbereich könne eine Führungskraft für operative Aufgaben rüsten.Anders als in den Geschäftsleitungen sieht es in den Verwaltungsräten aus: Hier steigt der Frauenanteil kaum. Auch das zeigt der «Schilling-Report». Die von der Politik geforderte Quote von 30 Prozent liegt in weiter Ferne. Auch im internationalen Vergleich hinkt die Schweiz hinterher. Valentin Vogt findet das nicht so tragisch und sieht die Schweiz auf gutem Weg. Anita Vogel stimmt dem zu, der Weg sei aber noch weit.
    27 min
  • Stefan Wiemer – nach dem stärksten Erdbeben seit Jahren
    Am Montagabend, kurz nach 21 Uhr, hat in der Schweiz die Erde gebebt. Das Beben erreichte die Stärke 4.6 auf der Richterskala. Stefan Wiemer, Direktor des Schweizerischen Erdbebendienstes der ETH Zürich ist Gast von Susanne Brunner.«Die vielen Zugriffe haben unsere Homepage abstürzen lassen»So stark hat die Erde in der Schweiz seit langem nicht mehr gebebt. Zuerst wurde das Beben im Kanton Schwyz, unweit des Klausenpasses registriert; wenig später wurde Linthal im Kanton Glarus als Epizentrum angegeben. Das Beben war in der ganzen Schweiz zu spüren, am stärksten im Kanton Glarus und in der Zentralschweiz.Stefan Wiemer, Direktor des Schweizerischen Erdbebendienstes der ETH Zürich, überraschte das nicht. «Die Schweiz ist ein Erdbebengebiet.» Die ETH registrierte unmittelbar nach dem Beben tausende von Zugriffen auf ihre Erdbeben-Seite.Viele Menschen sind erschrocken, verletzt wurde aber niemand. Trotzdem fragen sich viele, ob mit weiteren, grösseren Beben gerechnet werden muss. Und wenn Ja, was würde das bedeuten?
    23 min
  • Olga Cieslarová – Basler Fasnacht und samtener Prager Karneval
    Die Tschechin Olga Cieslarová hat sich als Theater- und Kulturwissenschaftlerin mit der Basler Fasnacht auseinandergesetzt – und sie dann als friedliche Protestform nach Prag gebracht. Susanne Brunner hat sie nach dem «Morgestraich» in Basel getroffen.Für Olga Cieslarová ist Fasnacht mehr als nur ein Fest. «Die Basler Fasnacht ist ein Beispiel, wie sich die Leute politisch beteiligen», sagt Cieslarová, sie sei ein humorvolles Ventil für Frustrationen mit der Politik. Besonders faszinierend findet sie die Basler Fasnacht, über die sie ihre Masterarbeit geschrieben hat – und dank der sie vor fünf Jahren den «Samtenen Karneval» nach Prag gebracht hat. Dieser findet am 17. November statt, am Jahrestag der Samtenen Revolution, mit der 1989 in der Tschechoslowakei die demokratische Wende herbeigeführt wurde. Darüber, wie Humor und Satire der Basler Fasnacht zu einer Art Ventil für politischen Unmut in Prag geworden sind, hat eine tschechische Filmstudentin einen Dokumentarfilm gedreht, der am Sonntag in Basel gezeigt wurde. Olga Cieslarová ist mit ihrer «Schluuchgugge Prag» auch an der Basler Fasnacht mit dabei.
    26 min
  • Christian Mihr: Pressefreiheit in Gefahr
    Mit der Inhaftierung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel hat die Türkei international für Empörung gesorgt. Doch unliebsame Journalisten und Medien stünden weltweit unter zunehmendem Druck, sagt Christian Mihr, Leiter von Reporter ohne Grenzen, im Tagesgespräch bei Marc Lehmann.Der Fall Yücel belastet die ohnehin schon schwierigen deutsch-türkischen Beziehungen noch zusätzlich. Und er wirft ein Schlaglicht auf die triste Lage von Medien und Journalisten in der Türkei: Viele Medienschaffende sitzen im Gefängnis, die kritische Presse wird mundtot gemacht. Aber nicht nur im Erdogan-Staat stehen unabhängige Medien zunehmend unter Druck: Die Organisation Reporter ohne Grenzen stellt in allen Weltregionen einen dramatischen Rückgang der Freiräume fest, auch im vermeintlich offenen Westen. Journalisten werden überwacht, bedroht, inhaftiert und gar ermordet. Wie kann der Meinungs- und Pressefreiheit wieder mehr Geltung verschafft werden? Christian Mihr ist Geschäftsführer der deutschen Sektion von Reporter ohne Grenzen in Berlin und Gast im Tagesgespräch.
    28 min
  • Josef Hader und sein Film «Wilde Maus»
    Ein Mann wird entlassen, sagt seiner Frau nichts davon und sinnt auf Rache. Tragisch, und trotzdem komisch, denn die Geschichte erzählt der österreichische Kabarettist Josef Hader. Susanne Brunner hat ihn in Zürich getroffen.Er ist der wohl erfolgreichste Kabarettist Österreichs und auch als Schauspieler in Kino- und Fernsehfilmen bekannt: Josef Hader, Bauernsohn aus Waldhausen im Strudengau, und Lehrer – bis er eben Kabarettist wurde. Nächste Woche kommt «Wilde Maus» ins Kino, der erste Film, für den er das Drehbuch geschrieben, die Hauptrolle gespielt und Regie geführt hat. Der Film war im Februar an der Berlinale im Rennen um den Goldenen Bären, die Plakate dazu sind bereits in Schweizer Kinos zu sehen, der Film ist es nächste Woche. Josef Hader ist aus diesem Grund für zwei Tage in die Schweiz gekommen. Die Geschichte, die er erzählt, hat etwas ganz Alltägliches. Die Hauptfigur ist eine typische Hader-Figur – ein ziemlich unbeholfener Mann, der nicht sprechen kann über das, was ihn frustriert, demütigt und wütend macht.
    23 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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