Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Abstimmungskontroverse: «Grüne Wirtschaft»
    In Zukunft sollen wir in der Schweiz nur noch so viele Ressourcen verbrauchen, wie die Erde hergibt. Das will die Initiative für eine grüne Wirtschaft, über die wir am 25. September abstimmen. Im Moment leben wir auf zu grossem Fuss. Um den Bedarf zu decken, bräuchten wir dreimal den Planeten Erde.Die Vorgaben der Initiative seien viel zu rigid und würden die Schweizer Wirtschaft ins Abseits katapultieren, sagt Nationalrat und Vizepräsident der FDP, Christian Wasserfallen. Er lehnt die Initiative ab. Dem hält Befürworter Bastien Girod, Nationalrat und Vizepräsident der Grünen, entgegen: Auch andere Staaten seien auf diesem Weg, er sei gangbar. Die beiden diskutieren das Für und Wider bei Christian von Burg.
    27 min
  • Adrian Käser, der Schwingerkönig von 1989
    Nun sind die Bösen die Guten: Am Wochenende wird in Estavayer-le-Lac wieder ein Schwingerkönig erkoren. Das «Eidgenössische» erreicht immer grössere Dimensionen. Wo führt das hin? Fragt Marc Lehmann im Tagesgespräch den ehemaligen Schwingerkönig Adrian Käser.Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Estavayer bricht haufenweise Rekorde: ein höheres Budget, mehr Zuschauer, umfassende Medienpräsenz. Schwingen boomt, und ein Ende des Booms ist im Zuge der Swissness-Welle nicht abzusehen. Neuerdings ist viel Geld drin in diesem Sport, der sich doch so ursprünglich und traditionsreich gibt. Was heisst das für die Zukunft des Schwingens, das sich vom Feierabend- zum Leistungssport entwickelt hat?Adrian Käser wurde 1989 nach einem denkwürdigen Schlussgang jüngster Schwingerkönig aller Zeiten. Dem Sport ist er bis heute eng verbunden – nicht zuletzt durch seinen Sohn Remo, der inzwischen selbst zu den Königsanwärtern zählt.
    27 min
  • Alexander Golovin, Botschafter Russlands in der Schweiz
    Ob wegen Syrien oder der Ukraine, wegen Hackerangriffen oder Demokratieverständnis: Der Westen hat Mühe mit Russland. Und umgekehrt. Alexander Golovin, Botschafter Russlands in Bern, ist Gast von Susanne Brunner.Golovin trat fast 20 Jahre vor dem Fall der Berliner Mauer in den diplomatischen Dienst der damaligen Sowjetunion ein; seit vier Jahren ist er Botschafter der Russischen Föderation in Bern.Aus der Sicht des Westens gibt es in Syrien keine Zukunft mit Präsident Assad. Aus russischer Sicht gibt es keinen Frieden ohne Assad. Für den Westen ist Russlands Vorgehen auf der Krim und in der Ukraine eine machtpolitische Provokation. Für Russland war die Krim-Annexion eine Korrektur eines Fehlentscheids der Sowjetunion, die die Krim 1954 der Ukraine zuschlug. Die Kritik an seinem Land findet Golovin oft unfair und einseitig. Unterschiedliche Weltanschauungen und Missverständnisse prägen das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen. Heute mehr als früher? Ja, sagt der erfahrene russische Diplomat und nennt ein Beispiel: Der Westen habe ein Versprechen gebrochen, als der die Nato-Präsenz in den Oststaaten erhöhte.
    27 min
  • Daniel Neuenschwander, ESA-Chef vor dem Start einer Ariane-Rakete
    Daniel Neuenschwander ist der erste Schweizer Direktor bei der Europäischen Raumfahrt-Agentur ESA. Heute verantwortet er erstmals den Start einer Ariane-Rakete. Kurz vor dem Abheben meldet er sich direkt aus dem Weltraumbahnhof Kourou im Tagesgespräch bei Marc Lehmann.Die Schweiz, eine Raumfahrt-Nation: Seit der Gründung der ESA vor 40 Jahren macht unser Land an vorderster Front mit bei der Entwicklung von Raketen- und Forschungsprogrammen und leistet einen wesentlichen Teil ans ESA-Budget. Doch erst seit einem Monat stellt die Schweiz auch erstmals einen ESA-Direktor: Der 41-jährige Westschweizer Daniel Neuenschwander ist neu zuständig für Trägersysteme. In dieser Funktion leitet der ehemalige Chef der Schweizer Raumfahrtbehörde die für heute Abend geplante Mission einer Ariane-5-Trägerrakete. «Die Schweiz darf stolz sein, welche Position sie innehat und was sie alles aufgebaut hat», sagt Daniel Neuenschwander. Direkt aus dem Kontrollzentrum des Weltraumbahnhofs in Französisch Guyana gibt er Auskunft über Sinn und Zweck der Raumfahrt, über die Ziele der Europäer und die Rolle der Schweiz in diesem globalen Wettbewerb – und erklärt, warum er als ehemaliger Swissair-Pilot bei den Astronauten gelandet ist.
    27 min
  • Christoph Bartmann: «Die Rückkehr der Diener»
    Die Putzfrau. Der Einkäufer. Die Altenbetreuerin. Billige Arbeitskräfte, die den gestressten Mittelstand entlasten. Christoph Bartmann, Leiter des Goethe-Instituts New York, hat über sie ein Buch geschrieben. Er ist Gast von Susanne Brunner.Eine Bekannte habe ihm einmal gesagt, ihr einziges Küchengerät sei das Telefon, schreibt der Autor. Damit meinte sie, dass sie keine Zeit habe zum Kochen und deshalb alles bestelle. Wenn Mann und Frau arbeiten, Karriere machen, dann bleibt für den Haushalt immer weniger Zeit. Entsprechend gross ist der Bedarf nach Hilfe beim Putzen, Einkaufen, Kochen, bei der Kinder- und Altenbetreuung.Die Menschen, die diese Arbeiten für die gestresste Mittelschicht erledigen, sind häufig Migrantinnen und Migranten. Sie verdienen wenig, haben keine feste Verträge, sie sind ständig auf Abruf und Aufstiegschancen haben sie meist keine. In seinem Buch «Die Rückkehr der Diener. Das neue Bürgertum und sein Personal», das diese Woche in die Buchhandlungen kommt, zeigt Christoph Bartmann die dunkle Seite unserer Dienstleistungsgesellschaft.Bemerkenswert findet Bartmann zum Beispiel, dass mittlerweile sogar die Bestellung der Dienste eine Dienstleistung ist. So gibt es in den USA Apps, die einem innert kürzester Frist eine Person vermitteln, die Botengänge unternimmt, einkauft oder eine Glühbirne auswechselt. Bartmann hält diese Entwicklung für fragwürdig, denn die neuen DienerInnen würden oft ihre eigene Familie vernachlässigen. Er ist deshalb der Meinung, dass es richtig ist, wenn in Zukunft Roboter zumindest einen Teil der dieser Arbeiten übernehmen würden.
    26 min
  • Ruedi Leuthold, Journalist in Rio über Olympia
    Zum Schluss eine pompöse Show – und nun ist Olympia zu Ende. Die Spiele hinterlassen ein Gastgeberland, das in der Krise steckt. Was wird nun aus Brasilien? Das fragt Marc Lehmann im «Tagesgespräch» den Luzerner Journalisten Ruedi Leuthold, der seit zehn Jahren in Rio lebt.Den Menschen in Rio wurden die Sommerspiele als Versprechen auf ein besseres Leben verkauft. Aufschwung dank Olympia! Doch bleiben vor allem künstliche Welten zurück. Zwar hat das krisengeschüttelte Riesenland die ersten Olympischen Spiele in Südamerika mit grossen Kraftanstrengungen und viel Improvisationstalent irgendwie gemeistert. Doch zurück bleibt ein fahler Nachgeschmack. Die Stimmung hat nicht so richtig gezündet, die restliche Welt hat vor allem ein unfaires Publikum und organisatorische Mängel registriert. Was bleibt nun für Brasilien? Und wie geht es weiter mit dem Land, das jetzt mit seinen vielfältigen Krisen wieder alleine zurande kommen muss?Der Journalist Ruedi Leuthold lebt seit Jahren in Brasilien und hat für sein Buch «Der Traum vom Aufstieg» das Land kreuz und quer bereist. Was sieht er für Perspektiven?
    26 min
  • Roger Schnegg, der Direktor von Swiss Olympic zieht Bilanz
    Zweimal Gold, einmal Silber, zweimal Bronze: Das Schweizer Olympia-Team hat bisher die Mindestanforderungen erfüllt. Warum die Präsenz im Medaillenspiegel wichtig ist und was sie den Steuerzahler kostet, erklärt Swiss Olympic-Direktor Roger Schnegg im Tagesgespräch bei Marc Lehmann.Der Gewinn von fünf Medaillen war die Zielvorgabe von Swiss Olympic, der Dachorganisation der Schweizer Sportverbände. Schon bei Olympia-Halbzeit wurde das Soll erreicht. Seither sind keine weiteren Medaillen dazu gekommen, die Schweiz verliert im Medaillenspiegel an Terrain. Generell gerät sie gegenüber anderen Nationen punkto Spitzensport ins Hintertreffen. Warum? Muss die Talentförderung, das Training, die Infrastruktur besser werden? Spitzensport ist teuer, und die öffentliche Hand scheint immer weniger bereit, in diesen zu investieren. Ein Fehler, meint Roger Schnegg: Der Direktor von Swiss Olympic fordert von der Politik ein stärkeres Bekenntnis zum Sport – das komme der ganzen Gesellschaft zugute. Eine Schweizer Olympia-Bilanz kurz vor Ende der Spiele in Rio.
    27 min
  • Tessiner Polizeidirektor Norman Gobbi zur Flüchtlingssituation
    Die Situation an der Schweizer Südgrenze macht seit einigen Wochen Schlagzeilen. In Como harren Flüchtlinge aus, die die Schweiz nicht durchreisen oder einreisen lässt. Der Tessiner Lega-Polizeidirektor Norman Gobbi ist Gast von Susanne Brunner.Im italienischen Como sitzen einige hundert Flüchtlinge fest. Wer nicht ganz klar in der Schweiz um Asyl bittet, wird von den Schweizer Behörden zurück nach Italien geschickt. Einige würden auch abgewiesen, ohne dass sie überhaupt eine Chance gehabt hätten, ein Asylgesuch zu stellen, hiess es in den letzten Tagen von Hilfswerksvertretern. Auch der Tessiner Polizeidirektor Norman Gobbi schien das zu bestätigen, beim Schweizerischen Grenzwachkorps dementierte man eine solche Praxis. Was passiert genau an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien?
    27 min
  • Antonia Zemp, Pflegefachfrau auf MSF-Rettungsboot
    Die Dignity 1 ist eines von drei Schiffen, mit denen die Organisation Ärzte ohne Grenzen MSF auf dem Mittelmeer Flüchtlinge retten. Susanne Brunner sprach mit der Pflegefachfrau Antonia Zemp aus Wattwil SG, die auf diesem Boot arbeitet.Seit dreieinhalb Jahren arbeitet Antonia Zemp als «Field Nurse» für MSF. Einsätze geleistet hat sie unter anderem in Jemen, Sierra Leone und Äthiopien, das heisst, im Krieg, in einem Ebola- und Maserngebiet und in einem Land mit einer Hungersnot. Seit Juli arbeitet sie auf einem Schiff, mit dem MSF Flüchtlinge rettet, die übers Mittelmeer nach Europa zu gelangen versuchen. Alleine in diesem Jahr hat MSF nach eigenen Angaben mit seinen drei Schiffen rund 3500 Menschen gerettet.Wie erlebt die Pflegefachfrau diese Rettungen? Was passiert mit den Geretteten? Was, wenn Schlepper fest mit diesen Rettungen rechnen und noch mehr Menschen in noch untauglicheren Booten übers Meer schicken?
    25 min
  • Tatjana von Steiger, Ministerin der Schweiz bei der UNO New York
    Drei Tage lang treffen sich Schweizer Fachleute für internationale Zusammenarbeit in Bern. Mit dabei ist Tatjana von Steiger, Ministerin der ständigen Mission der Schweiz bei der UNO in New York. Sie ist jetzt Gast von Susanne Brunner.Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten und das Wirtschaftsdepartement haben in über 40 Länder Frauen und Männer entsandt, die sich für die internationale Zusammenarbeit engagieren. Am meisten internationale Zusammenarbeit an einem einzigen Ort findet man wohl in New York, am Hauptsitz der UNO. Vertreten sind dort 193 Länder, seit 14 Jahren auch die Schweiz.«Wir verhandeln, dass unsere Positionen verstanden und gehört werden», erklärt von Steiger. «Oftmals sind wir aber auch Verhandlungsführer, wir vermitteln also zwischen den Polen.» So hat die Schweiz mitunter zur Agenda 2030 beigetragen, in der sich alle Länder der Uno auf 17 Nachhaltigkeitsziele geeinigt haben. Diese Agenda sei nicht nur eine bürokratische Utopie, sondern eine «Vision, auf die sich die Länder geeinigt haben».
    26 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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