Tagesgespräch

Tagesgespräch

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)NewsDaily News
Download on the App Store
  • Favorites

    62

    Followers

  • Typical duration

    26 min

    per episode

Based on Podcast App listening data

Tagesgespräch episodes

  • Die heutige Situation der Jenischen in der Schweiz
    30 Jahre nach der bundesrätlichen Entschuldigung für die menschenverachtende Verfolgung der «Kinder der Landstrasse»: Wie geht es den Schweizer Jenischen heute? Angela Mattli und Sandra Gerzner diskutieren die Frage im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann.Bis 1973 wurden Hunderte jenische Kinder ihren Familien entrissen – mit dem Einverständnis des Bundes. Das Hilfswerk «Kinder der Landstrasse» der Stiftung Pro Juventute verfrachtete die Kinder in Heime, Anstalten, Pflegefamilien, mit dem Ziel, sie sesshaft zu machen. Am 3. Juni 1986 entschuldigte sich der damalige Bundespräsident Alphons Egli bei den Jenischen für das unmenschliche Vorgehen. Die Volksgruppe wird inzwischen als nationale Minderheit anerkannt. Doch zufrieden ist Angela Mattli nicht. Die Kampagnenleiterin bei der Gesellschaft für bedrohte Völker sagt, auch heute stehe es um die Kenntnisse über die jenische Kultur schlecht.Ihr Lebensstil schafft Probleme im bürgerlichen Schweizer Alltag: So sehen sich die Jenischen nicht nur mit einer immer umständlicheren Suche nach Durchgangs- und Standplätzen konfrontiert. «Diskriminierung gegenüber Jenischen ist immer noch Alltag», sagt die Fahrende Sandra Gerzner. Wenn man sich als Jenische zeige, würden sich im Land viele Türen schliessen, sagt sie. Mattli sagt: «Die Jenischen haben in der Schweiz keine Lobby.»Angela Mattli und Sandra Gerzner sind bemüht, das Image der Jenischen in der Schweiz künftig in einem anderen Licht darzustellen und deren Position in der Gesellschaft zu verbessern.
    28 min
  • Was darf Entwicklungshilfe kosten und was nützt sie?
    In den nächsten vier Jahren gibt der Bund gut 11 Milliarden Franken für die Entwicklungshilfe aus. Das hat der Nationalrat nach einer emotionalen Debatte entschieden. Bei Susanne Brunner diskutieren SVP-Nationalrat Peter Keller und SP-Nationalrätin Mattea Meyer.«Die reiche Schweiz kann sich diesen Betrag leisten», findet Mattea Meyer. Doch Peter Keller stellt den effizienten Einsatz der Gelder in Frage. Nicht immer komme unten raus, was man oben reingebe. «Mit dem Geld, das wir afrikanischen Staaten geben, zementieren wir ausserdem Strukturen, die wir eigentlich gar nicht wollen.» Meyer wiederum betont, dass die Bevölkerung schliesslich doch profitiere.
    22 min
  • Die Neat-Väter Adolf Ogi und Moritz Leuenberger
    Sie gelten als Väter des Gotthard-Basistunnels: Ohne das beharrliches Engagement von Adolf Ogi und Moritz Leuenberger wäre die Neat nicht zustande gekommen. Die beiden früheren Verkehrsminister sind Gäste von Marc Lehmann im «Tagesgespräch».Ogi plant, Leuenberger bohrt, Leuthard eröffnet – nach einer langen Planungs- und Bauzeit wird der Gotthard-Basistunnel endlich eingeweiht. Es war ein steiniger Weg bis dahin, und er hat den Neat-Initiatoren Stehvermögen abverlangt und schlaflose Nächte bereitet. Das Volk, das Parlament, die Sparpolitiker und die Skeptiker in der EU mussten vom Sinn der Verkehrsverlagerung auf die Schiene erst mühsam überzeugt werden. Im «Tagesgespräch» blicken die Alt- Bundesräte Ogi und Leuenberger zurück auf die turbulente Neat-Entstehungsgeschichte.Adolf Ogi erzählt, wie er die Verkehrsminister Europas nach Wassen einlud und sie dort davon überzeugen konnte, dass ein Tunnel und nicht der Ausbau der Autobahn die Lösung für Europas Güterverkehrprobleme sei. Und an Moritz Leuenberger war es, die EU auf die Schwerverkehrsabgabe LSVA einzustimmen, die einen Teil zur Finanzierung des Tunnels beitrug.
    28 min
  • Jutta Sommerbauer: Kein Frieden in der Ukraine
    Offiziell gilt in der Ostukraine eine Waffenruhe. Es wird trotzdem geschossen. Und der Druck auf die Medien steigt. Das erlebt die österreichische Journalistin Jutta Sommerbauer. Sie ist Gast von Susanne Brunner.Vor ein paar Wochen stellte das Informationsministerium in der ukrainischen Stadt Donezk gehackte Daten von Journalisten ins Internet. Darunter auch die von Jutta Sommerbauer. Ein Einschüchterungsversuch. Die österreichische Journalistin berichtet immer wieder aus der Ukraine, von beiden Seiten der Front, die Dörfer und Familien spaltet. Im Frühling hat sie ihre Beobachtungen im Buch «Die Ukraine im Krieg» veröffentlicht. Sie arbeitet für die österreichische Tageszeitung «Die Presse» und kennt die russische und die ukrainische Seite des Konflikts, in dem in den letzten zwei Jahren mehr als 9000 Menschen umgekommen sind.Viele wollen endlich ein Ende der Gewalt. Aber nicht alle. Paradoxerweise ist der von russischen Separatisten beherrschte Osten der Ukraine zu einer Art unerwünschtem Land geworden. Weder will es sich Russland einverleiben, noch will es Kiev wirklich zurück. Opfer dieser Politiken ist die Zivilbevölkerung; die Versorgung ist prekär, die Preise sind hoch und immer wieder gibt es Opfer wegen der andauernden kleinen Scharmützel.
    24 min
  • «Versagt der Staat, MUSS jeder Einzelne helfen»
    Das wilde Flüchtlingslager Idomeni ist geräumt. Doch es gibt neue wilde Lager, und im Mittelmeer ertrinken wieder Hunderte. Wieviel Verantwortung tragen wir dafür? Die Philosophin und Autorin Svenja Flasspöhler ist Gast von Susanne Brunner.Das Flüchtlingslager Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze machte das Flüchtlingselend mitten in Europa sichtbar. Monatelang war das Lager in den Schlagzeilen, auch weil weder die griechischen Behörden noch die EU dafür irgendwelche Verantwortung übernahmen. Neben ein paar Hilfsorganisationen waren es vor allem Freiwillige, die dafür sorgten, dass die rund 15‘000 Gestrandeten Kleider, Zelte, Nahrung und Hygieneartikel bekamen. Sie übernahmen Verantwortung. «Das ist gut so», sagt die Philosophin Svenja Flasspöhler. Denn in solchen Fällen gehe es nicht bloss um Barmherzigkeit, sondern um eine moralische Pflicht.Und was ist mit jenen, die gesagt haben und auch jetzt sagen, das alles gehe sie nichts an? «Natürlich gibt es die Freiheit, Verantwortung abzulehnen», sagt Flasspöhler. «Aber diese Position ist nicht plausibel - auch in der Tradition des Liberalismus nicht.»Svenja Flasspöhler ist stellvertretende Chefredaktorin des Philosophie Magazins, und Verantwortung ist das Thema der aktuellen Ausgabe.
    25 min
  • Fussballreporter Marcel Reif und die Champions League
    Der Starkommentator tritt ab: Fussballreporter Marcel Reif geht nach dem morgigen Champions League-Final in Pension – nicht, ohne aber vorher im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann noch über den Fussball und das Fernsehen von gestern und heute zu sinnieren.Unvergessen, als vor einem Champions League-Spiel in Madrid das Tor einstürzte und Marcel Reif den Unterbruch mit Kollege Günther Jauch über eine Stunde lang mit viel Witz und launigen Sprüchen überbrücken musste – und dabei Traumquoten erzielte, höhere als der Match selbst. Reif gehört zu den beliebtesten, aber auch meistkritisierten Fussballreporter im deutschsprachigen Raum. In seiner 30-jährigen Karriere hat der eingebürgerte Schweizer für das öffentlich-rechtliche, das private sowie für das Bezahlfernsehen gearbeitet – den Champions League-Final in Mailand kommentiert er zum Abschluss für Sky. Dass gerade die Bezahlsender mit ihren horrenden Zahlungen für Übertragungsrechte den Wettbewerb verzerren, betrachtet Reif als marktwirtschaftliche Logik. «Auch Fussballer verdienen obszöne Summen»,stellt er fest. Und er sieht die Zukunft nüchtern: Die Topklubs werden noch grösser und reicher, den kleinen bleibt die Rolle des Talentlieferanten. «Fussball ist Darwinismus». Daran werde sich nichts ändern.
    28 min
  • Christoph Reichenau über die Berner Reitschule
    Die Berner Reitschule ist ein Reizthema über die Bundesstadt hinaus. Das alternative Kulturzentrum macht immer wieder durch Krawalle in seinem Umfeld von sich reden. Nun legt die Stadt Bern ein neues Sicherheitskonzept vor. Christoph Reichenau analysiert es im Tagesgespräch.Nach der Gewalteskalation vom vergangenen März, bei der mehrere Polizisten von Reitschul-Chaoten mit Steinen beworfen und verletzt wurden, musste die Berner Stadtregierung ihr Sicherheitskonzept verschärfen. Heute wird es im Stadtparlament diskutiert. Doch kann man das Gewaltproblem rund um die Reitschule mit einem Vertrag lösen? Bisher haben die Reitschul-Betreiber wenig Interesse gezeigt, die Chaoten in ihren Reihen in die Schranken zu weisen. Die Stadtbehörden ihrerseits zeigen wenig Lust, es sich mit dem weitherum geschätzten Kulturzentrum zu verscherzen, und der Polizei sind die Hände gebunden. Was kann in der verfahrenen Situation die Lösung sein? Nur die Schliessung, wie bürgerliche Kreise verlangen?Christoph Reichenau hat als Kulturjournalist die Anfänge der Reitschule in den bewegten 80er Jahren miterlebt, als städtischer Kultursekretär hat er zwischen den Behörden und den Reitschulbetreibern vermittelt. Und als ehemaligem Vizedirektor im Bundesamt für Kultur ist ihm auch der manchmal verwunderte Blick von aussen auf dieses Berner Phänomen nicht fremd. Er sieht die Reitschule als «Ort anderen Rechts»: Im Innern funktioniert sie basisdemokratisch und mit grosser gegenseitiger Toleranz, nach aussen jedoch ist sie dem gängigen Recht unterworfen. Das kann zu unterschiedlichen Ansichten führen, wie zum Beispiel mit Krawalltätern umzugehen ist. Dem neuen Sicherheitskonzept steht Reichenau kritisch gegenüber. Er hält es für falsch, dass die Polizei nicht in das Konzept eingebunden ist.
    27 min
  • Felix Stingelin und die Schweizer Kunsturner an der EM in Bern
    In Bern beginnen die Europameisterschaften im Kunstturnen. Den Auftakt machen die Männer, die auf die allererste Team-Medaille an einer EM hoffen. Felix Stingelin ist Chef Spitzensport beim STV und Gast von Susanne Brunner.Die Schweizer Kunstturner sind so gut wie schon lange nicht mehr: Zum ersten Mal seit 1992 sind sie mit einer Riege an den Olympischen Sommerspielen dabei, und sie haben jetzt gute Chancen auf eine erste Team-Medaille an einer EM. Dass sie so gut sind, liegt nicht nur an ihrem Talent, sondern auch an der Professionalisierung von Training und Nachwuchsföderung. Den Weg bis zu den Europameisterschaften hat Felix Stingelin mitgestaltet. Er war selber Kunstturner, danach internationaler Kampfrichter, und seit 2008 ist er der Chef Spitzensport beim Schweizerischen Turnverband. In dieser Funktion ist er verantwortlich für Kunstturnen Frauen und Männer, Rhythmische Gymnastik und Trampolin.
    27 min
  • Thomas Nierle - MSF-Kritik am UNO-Gipfel in Istanbul
    Der erste UNO-Gipfel für Humanitäre Hilfe geht in Istanbul zu Ende. Die «Ärzte ohne Grenzen» erwarten kein Resultat. MSF hat nicht daran teilgenommen. Gast von Susanne Brunner ist Thomas Nierle, Präsident von MSF Schweiz und medizinischer Direktor der Spitäler Moutier und St.Imier.Eine der bekanntesten Organisationen für humanitäre Hilfe, die «Médecins sans Frontières», haben nicht am ersten UNO-Gipfel für Humanitäre Hilfe teilgenommen. Warum? Immerhin hat MSF monatelang mitgeholfen, den Gipfel in Istanbul vorzubereiten. Doch dann hat die Organisation die Hoffnung verloren, dass am Gipfel wirklich über akute Notstände gesprochen würde - und über die internationalen Reaktionen darauf. Thomas Nierle geht so weit zu sagen, der Gipfel sei eine «tragische Farce». Mehr als einmal pro Woche wurde im letzten Jahr ein Spital angegriffen, das MSF betrieben oder unterstützt hat. Die Genfer Konventionen verbietet gezielte Angriffe auf Spitäler und medizinisches Personal. Das kümmert viele Staaten aber kaum. «Weil die humanitäre Hilfe nicht werteorientiert gesprochen wird, sondern von Interessen geleitet», beklagt Nierle und sagt, das humanitäre Völkerrecht stehe nur noch auf dem Papier. Die Staatengemeinschaft und die UNO stünden nun in der Verantwortung, dies zu ändern.
    24 min
  • Josef Haslinger - geteiltes Österreich
    Europa blickt gebannt nach Österreich – bei der Präsidentschaftswahl liegen der grüne und der freiheitliche Kandidat gleichauf. Was diese Spaltung für das Land bedeutet, erklärt der Schriftsteller Josef Haslinger im Tagesgespräch bei Marc Lehmann.Erstmals könnte ein Rechtspopulist Staatsoberhaupt eines EU-Landes werden. Der als moderat geltende «Volksversteher» Norbert Hofer ist für die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher wählbar. Verhindern kann dies noch der Kandidat der Grünen, der unabhängige Alexander van der Bellen – ein spröder Wirtschaftsprofessor, der die gut Gebildeten und die «Anständigen» repräsentiert. Österreich ist am Scheideweg: Die heruntergewirtschaftete grosse Koalition aus Sozial- und Christdemokraten sowie das Hin und Her in der Flüchtlingspolitik haben das Land gespalten. Eine entscheidende Rolle spiele dabei auch die EU-Frage, sagt der Wiener Schriftsteller und politische Essayist Josef Haslinger, der an der Universität Leipzig literarische Ästhetik lehrt und dem deutschen Pen-Zentrum vorsteht. Auch er spricht von einem geteilten Land: «Der neue Bundespräsident muss Gräben überbrücken.»
    27 min

About Tagesgespräch

From the publisher's feed

Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

Best of Tagesgespräch

Ranked by our users in the last 21 days

More shows like Tagesgespräch

Echo der Zeit by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Echo der Zeit

98 Listeners

HeuteMorgen by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

HeuteMorgen

11 Listeners

Input by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Input

21 Listeners

Persönlich by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Persönlich

11 Listeners

Wissenschaftsmagazin by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Wissenschaftsmagazin

6 Listeners

Radio 1 - Roger gegen Markus by Radio 1 - Die besten Songs aller Zeiten.

Radio 1 - Roger gegen Markus

6 Listeners

Focus by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Focus

12 Listeners

100 Sekunden Wissen by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

100 Sekunden Wissen

3 Listeners

Kontext by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Kontext

2 Listeners

International by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

International

21 Listeners

Espresso by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Espresso

6 Listeners

Geschichte by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Geschichte

10 Listeners

Rehmann by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Rehmann

1 Listeners

Einfach Politik by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Einfach Politik

1 Listeners

Alles klar, Amerika? by Tamedia

Alles klar, Amerika?

17 Listeners

News Plus Hintergründe by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

News Plus Hintergründe

5 Listeners

Sykora Gisler by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Sykora Gisler

8 Listeners

News Plus – das Thema des Tages in 15 Minuten by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

News Plus – das Thema des Tages in 15 Minuten

16 Listeners

NZZ Akzent by NZZ

NZZ Akzent

32 Listeners

Debriefing 404 by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Debriefing 404

2 Listeners

Sternstunde Philosophie by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Sternstunde Philosophie

33 Listeners

Apropos – der tägliche Podcast by Tamedia

Apropos – der tägliche Podcast

24 Listeners

Literaturclub Interview by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Literaturclub Interview

3 Listeners

NZZ Geopolitik by NZZ

NZZ Geopolitik

9 Listeners

Sternstunde Philosophie: Zimmer 42 - mit Barbara Bleisch by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Sternstunde Philosophie: Zimmer 42 - mit Barbara Bleisch

21 Listeners