Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Die 68er-Bewegung: Weltweite Proteste
    Das Jahr 1968 steht eigentlich am Ende einer ganze Reihe von Ereignissen. Und doch ist es vor allem dieses eine Jahr, das ausschlaggebend war dafür, dass wir heute rückblickend von der 68er-Bewegung sprechen. Weshalb? Dem gehen wir nach in unserer Serie «100 Jahre Weltgeschichte im Radio».
    1968 - das ist auch das Jahr der freien Liebe, der Proteste, des Aufbruchs und des Neuanfangs. Aber es gibt nicht einfach ein 1968, sondern viele. In den USA, in Europa, weltweit, verläuft die Bewegung ganz unterschiedlich und doch zeitgleich. Wie verlief das Jahr 1968 genau? Wer waren die Gesichter dieser Bewegung? Und war es tatsächlich eine politische Bewegung - oder vielleicht doch eher eine kulturelle? Diesen Fragen gehen wir nach - in unserer Sommerserie «100 Jahre Weltgeschichte - was Sie und uns bewegt».
    Mitarbeit: David Simonetti von Recherche & Archive.
    25 min
  • Okkupation der Tschechoslowakei: Die Reaktion der Schweiz
    Nach der Besetzung der Tschechoslowakei, fordern Demonstrierende vom Bundesrat einen sofortigen Abbruch der Beziehungen zur Sowjetunion. Der Historiker Thomas Bürgisser spricht von einer durchaus intensiven Reaktion hierzulande - in unserer Serie «100 Jahre Weltgeschichte im Radio».
    Der 21. August 1968 war ein schicksalhafter und düsterer Tag für die Tschechoslowakei: Innert kürzester Zeit gelang es den Truppen des «Warschauer Paktes» bis in die Hauptstadt Prag vorzurücken und diese zu besetzen. Der Überfall ist Moskaus unmissverständliche Antwort auf die progressiven Entwicklungen in der Tschechoslowakei unter der Führung von Alexander Dubcek, der damaligen Lichtgestalt des Prager Frühlings. In Prag schossen die sowjetischen Besatzer mit scharfer Munition auf Demonstrierende, die sich den Panzern unbewaffnet in den Weg stellten. Dutzende Menschen kamen dabei ums Leben. Sogar die Schweizer Botschaft in Prag wurde Zeugin der sowjetischen Gewalt. Weltweit war der Schock gross, auch in der Schweiz. Bald darauf erreichen über 12'000 geflüchtete Tschechoslowakinnen und Slowaken die Schweizer Grenze. Darunter auch Irena Brezna. Die damals 18-jährige lebt seither in der Schweiz und hat als Schriftstellerin mehrere Bücher über ihre Migrationsgeschichte, ihre Suche nach Heimat und das Vorgehen der Russen in ihrer Heimat verfasst. Dieses ist in ihren Augen kaum zu unterscheiden vom Vorgehen in der Ukraine im Februar 2022.
    Mitarbeit: David Simonetti von Recherche & Archive.
    22 min
  • Der Prager Frühling und seine Niederschlagung
    In den frühen Morgenstunden des 21. August 1968 berichtet Radio Prag über den Einmarsch sowjetischer Truppen in die Stadt. Die Nachricht verbreitet sich rasend. Was sich damals in der Tschechoslowakei ereignet hat, ist Thema dieser Folge «100 Jahre Weltgeschichte – was Sie und uns bewegt».
    In der Tschechoslowakei kommt es ab Januar 1968 zu einer schrittweisen Liberalisierung der Sozialistischen Verhältnisse. Bald ist in westlichen Medien vom sogenannten «Prager Frühling» die Rede. Doch er sollte nur von kurzer Dauer sein.
    In der Nacht auf den 21. August 1968 beginnt in Europa die grösste militärische Offensive seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Innerhalb weniger Stunden überqueren fast eine halbe Million sowjetische, ungarische, polnische und bulgarische Soldaten des «Warschauer Paktes» die tschechoslowakischen Grenzen.
    Die damals 18-jährige Irena Brezna war gerade in einem Ferienlager in Frankreich, als in ihrer Heimat die russischen Panzer auffuhren. Sie und ihre Familie entscheiden in die Schweiz zu fliehen. Wie erging es ihnen auf ihrer Flucht? Und wie ging es nach der Okkupation weiter in der Tschechoslowakei?
    Mitarbeit: David Simonetti von Recherche & Archive.
    18 min
  • Die Reise zum Mond: «Wir werden einen anderen Mond vorfinden»
    55 Jahre ist es her, seit die ersten und bisher einzigen Menschen den Mond betreten haben. Nun beginnt ein neuer Wettlauf zum Mond. Ein Schweizer Experiment machte damals Furore, auch heute steht eine Entwicklung der ETH Zürich am Start. «100 Jahre Weltgeschichte im Radio, was Sie und uns bewegt.»
    Noch vor 2030 werden wieder Menschen auf dem Mond landen. Davon ist Thomas Zurbuchen, Professor für Weltraumwissenschaft und -technologie an der ETH Zürich, überzeugt. Ein Laufroboter, der Lunar Leaper, wurde von Anna Mittelholz an der ETH Zürich entwickelt, er soll möglichst bald auch mit auf den Mond: Er könnte herausfinden, ob sich ein vulkanisches Röhrensystem auf dem Mond als Unterschlupf für kommende Astronauten eignen würde. Bereits bei der Mondlandung vor 55 Jahren flog ein Schweizer Experiment mit. Der Physiker Johannes Geiss entwickelte an der Universität Bern ein Instrument, um den Sonnenwind einzufangen. Mit dem Sonnenwind wurde unter anderem Helium 3 eingefangen, einer der Gründe, weswegen auch heute wieder Menschen und Firmen auf den Mond fliegen wollen: Dieses Helium 3 könnte für die Energiegewinnung auf der Erde von grosser Bedeutung werden. Wir blicken in der Sommerserie «Hundert Jahre Weltgeschichte im Radio, was Sie und uns bewegt» zurück und nach vorne. Diese Serie ist Teil des SRF-Themas «Faszination Medien».
    Mitarbeit: David Simonetti von Recherche & Archive.
    26 min
  • Die Reise zum Mond: Sinatra in Huston mit «Fly Me to the Moon»
    Jedes Kind konnte rückwärts auf Englisch von 10 auf 0 zählen, Frank Sinatra sang in Huston «Fly Me to the Moon», Neil Armstrong gelang es kaum, die Flagge in den Boden zu stecken. Die Töne zu und die Erinnerungen an 55 Jahre Mondlandung in «100 Jahre Weltgeschichte im Radio, was Sie und uns bewegt».
    Ausser einem Teil der Tonspur ist von der Live-Übertragung zum Mond des Schweizer Fernsehens nichts mehr erhalten. Wohl aber die Radio-Liveübertragung mit Peter Wyss und Josef Stemmer aus dem Radiostudio Basel. Sie sind sich einig, dass es sich gelohnt hat, für die Mondlandung wach zu bleiben. Auch wenn die legendären Worte von Neil Armstrong beim Betreten des Mondes im Kommentar untergehen, öffnet dieses Zeitdokument ein Fenster in die Vergangenheit. An diese erinnert sich der Radiohörer Bernhard Vögeli noch glasklar. An die Simultanübersetzung von «Voice of America» oder den Spruch: «Heute fahren wir, morgen fliegen wir.» Im Rahmen des SRF-Themas «Faszination Medien» schauen wir auf 100 Jahre Weltgeschichte im Radio zurück.
    Mitarbeit: David Simonetti von Recherche & Archive.
    25 min
  • Die Friedensbewegung: «Give peace a chance»
    Frieden statt Krieg. Miteinander statt gegeneinander. Wie kommen wir wieder auf einen anderen Weg als den aktuellen, der geprägt ist von Aufrüstung, Drohung, Gewalt und Krieg? Darum geht es in dieser Folge «100 Jahre Weltgeschichte im Radio - was Sie und uns bewegt».
    Der Krieg lässt Menschen verrohen. Das betrifft auch Menschen, die nicht direkt und unmittelbar von einem Krieg betroffen sind. Wer von Frieden in Gaza oder in der Ukraine spricht, wird schief angeschaut. Pazifistinnen und Pazifisten scheinen heute weltfremd. Nicht anders war das der Fall mit Bertha von Suttner, einer wichtigen warnenden Stimme. Trotz Friedensnobelpreis konnte sie den Ersten Weltkrieg nicht stoppen und blieb eine politische Aussenseiterin. Ist Friede nur ein Traum? Ist ein Denken, das sich auf ein friedliches Miteinander ausrichtet in einer Zeit der Aufrüstung und militärischen Abschreckung sinnvoll? Mit dieser Frage beschäftigt sich die heutige Folge. Historische Radiotöne des Schweizer Radios kommentiert der Journalist Pascal Beucker. Ende Juli erscheint sein Buch: «Pazifismus – ein Irrweg?»
    Mitarbeit Recherche und Archive (R&A): David Simonetti
    25 min
  • Gefahr des Dritten Weltkriegs: Auch heute?
    Seit der Drohung des russischen Präsidenten Putin, notfalls Atomwaffen einzusetzen, ist die Angst vor einem nuklearen Krieg wieder da. Zu Recht? Wir fragen den bekannten Politologen Herfried Münkler, der mehrere deutsche Bundeskanzler beriet, in unserer Serie «100 Jahre Weltgeschichte im Radio»
    Wie gross ist die Gefahr eines Dritten Weltkriegs? Die Frage treibt viele um. Eine Umfrage aus dem Jahr 2023 zeigt, dass über 70 Prozent der Befragten in 32 Ländern die Gefahr eines solchen nuklearen Grosskriegs für wahrscheinlich halten. Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine und demjenigen im Gazastreifen, äussert sich auch der Politikwissenschaftler Herfried Münkler ähnlich: «Es gibt Gründe zu befürchten, dass ein Krieg, der in irgendeinem Winkel der Welt ausbricht, schnell globale Dimensionen annimmt und dann in die Nähe einer nuklearen Konfrontation oder gar in eine solche einmündet.» Wie konnte es nach dem Ende der Sowjetunion und nach dem Ende einer in zwei Blöcke geteilten Welt soweit kommen? In Münklers Augen bestimmen heute nicht zwei, sondern fünf Mächte das Geschehen. Was also wäre zu tun, damit es nicht zu einem Dritten Weltkrieg kommt?
    Mitarbeit Recherche und Archive (R&A): David Simonetti
    26 min
  • Gefahr des Dritten Weltkriegs: die Jahre des Kalten Kriegs
    Schon mehrmals ist die Welt an einem Dritten Weltkrieg vorbeigeschrammt. Mit dem Politologen Herfried Münkler, der mehrere deutsche Bundeskanzler beraten hat, beleuchten wir die heiklen Situationen in der Serie «100 Jahre Weltgeschichte im Radio - was Sie und uns bewegt». 
    Kaum war Nazi-Deutschland 1945 besiegt und die Erleichterung über den Frieden überall auf der Welt spürbar, begann die Einigkeit unter den Siegermächten zu bröckeln. 1946 kam der Bruch in eine Westallianz unter den USA und eine Ostallianz unter Russland. Der Kalte Krieg begann und damit ein atomares Wettrüsten. Mit Originaltönen aus dem Radio von damals wird Winston Churchill mit seiner berühmten Rede wieder lebendig, in der er vom "Eisernen Vorhang" spricht, der sich über Teile Europas gesenkt habe. Der Politologe und deutsche Regierungsberater Herfried Münkler ordnet die heissen Phasen des Kalten Krieges ein, in dieser Folge der Serie «100 Jahre Weltgeschichte im Radio – was Sie und uns bewegt», unserer Serie zum Thema Faszination Medien mit historischen Originaltönen aus dem SRG-Archiv.
    20 min
  • Das Ende des Zweiten Weltkriegs: die Schweiz hilft
    Die Schweiz hilft und spendet Millionen Franken an die kriegsversehrten Länder des Zweiten Weltkriegs. Ein weiterer Meilenstein der Menschheitsgeschichte, als Europa in Trümmern lag, in der Serie «100 Jahre Weltgeschichte im Radio – was Sie und uns bewegt».
    Die Schweiz hat den Zweiten Weltkrieg verhältnismässig gut überstanden. Während andere Länder Europas schätzungsweise 75 Millionen Tote zu beklagen haben und ihre Fabriken und Unternehmen am Boden sind, bleibt die Schweiz unversehrt. Die Landesregierung teilt den Kantonen schon wenige Tage vor der Kapitulation Deutschlands mit, die Glocken dürften bei Kriegsende zwar geläutet werden, doch von einer Beflaggung der Gebäude und von grossen Feiern sei abzusehen – «aus neutralitätspolitischen Gründen». Für das Schweizervolk handele es sich nicht um eine Siegesfeier. Die Bevölkerung sieht das anders, es wird gefeiert, getanzt, und einige Geschäfte von Nazi-Sympathisanten gehen in Flammen auf, in der Zürcher Bahnhofstrasse gehen die Scheiben des deutschen Reisebüros unter Gejohle zu Bruch. Das grundsätzliche Gefühl im Land ist aber Dankbarkeit, von Tod und Elend verschont geblieben zu sein. Am 9. Mai sammelt die «Schweizer Spende» zu Gunsten der Kriegsgeschädigten Geld; der Bund spendet 150 Millionen Franken, Private weitere 50 Millionen – nach heutigem Wert etwa eine Milliarde Franken.
    Wie das Geld eingesetzt wurde, zum Beispiel in Italien, erfuhr die Hörerschaft des «Echo der Zeit» über Reportagen vor Ort. Dank dieser Solidarität mit den Nachbarländern konnte die Schweiz ihr Image als Nazikollaborateurin korrigieren, sagt der Schweizer Historiker, seinerzeit Mitglied der Bergier-Kommission und Experte für den Zweiten Weltkrieg, Jakob Tanner.
    Mitarbeit Recherche und Archive (R&A): David Simonetti
    22 min
  • Das Ende des Zweiten Weltkriegs: die grosse Erleichterung
    «Hitler-Deutschland hatte bedingungslos kapituliert!» Das Ende des Zweiten Weltkrieges, ein Meilenstein der Menschheitsgeschichte. Eine weitere Folge in unserer Sommerserie «100 Jahre Weltgeschichte im Radio – was Sie und uns bewegt».
    Im Laufe des 8.Mai 1945 kam die frohe Kunde aus Washington, London und Moskau: Hitler-Deutschland hatte bedingungslos kapituliert! Europa feierte ausgelassen, die Staatsmänner meldeten sich zu Wort, aus Frankreich De Gaulle, aus Grossbritannien Churchill, aus den USA Truman, aus Russland Stalin, in der Schweiz Bundespräsident Eduard von Steiger und zwei weitere Bundesräte. Aus den Reaktionen und der Tonalität der Reden lässt sich heute viel herauslesen, zb wie De Gaulle den Sieg als Sieg Frankreichs anpries und darauf die Marseillaise spielen liess, Grossbritannien, das die Würdigung dem König überliess – oder die Schweiz, die der Bevölkerung und der Schweizer Armee dankte, aber kein Wort an die Alliierten richtete. Der Bundesrat suchte nach dem Krieg eine Haltung, die niemanden vor den Kopf stossen sollte, sagt der Schweizer Historiker Jakob Tanner. Tanner war in den 1990er Jahren auch Teil der Bergier-Kommission, die den nachrichtenlosen Vermögen nachging.
    In der ersten Folge zum Ende des Zweiten Weltkriegs lassen wir die ersten Stunden Revue passieren, als der Sieg schon verkündet wurde, aber der Friede noch nicht in ganz Europa und in Asien Einzug gehalten hatte.
    Mitarbeit Recherche und Archive (R&A): David Simonetti
    25 min

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