Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Wie Rätoromanisch gefördert und weitergegeben wird
    Seit über 85 Jahren ist Rätoromanisch als vierte Landessprache der Schweiz in der Verfassung verankert. In der Serie «100 Jahre Weltgeschichte im Radio: was Sie und uns bewegt» blicken wir in dieser Folge auf die Herausforderungen und Wünsche der Rätoromanischen Gemeinschaft.
    Die Aufnahme des Rätoromanischen als Landessprache im Jahr 1938 war nicht nur ein politischer Akt, sondern auch ein Symbol der Wertschätzung und Anerkennung der rätoromanischen Kultur und Identität. Doch was hat sich seither für die Rätoromanen verändert? Welche Hürden mussten und müssen sie überwinden, um ihre Sprache lebendig zu halten? Und welche Unterstützung benötigen sie, um ihre Kultur auch für zukünftige Generationen zu bewahren?
    Die Herausforderungen sind vielfältig: In einer zunehmend globalisierten und digitalisierten Welt stehen Minderheitensprachen wie das Rätoromanische unter immensem Druck. Der Einfluss der dominanten Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch ist stark, und der Erhalt der rätoromanischen Sprache erfordert kontinuierliche Anstrengungen in Bildung, Medien und öffentlichem Leben. Zudem spielen demografische Veränderungen und Migration eine Rolle, die das sprachliche und kulturelle Gefüge der rätoromanischen Gemeinschaft beeinflussen.
    Mitarbeit Recherche und Archive (R&A): David Simonetti
    21 min
  • Rätoromanisch wird 1938 vierte Landessprache der Schweiz
    In unserer Serie «100 Jahre Weltgeschichte im Radio - was Sie und uns bewegt» blicken wir in dieser Folge auf die Annahme des Rätoromanischen als vierte Landessprache im Jahr 1938. Wie kam es dazu, dass über neunzig Prozent der Stimmberechtigten Schweizer Männer zur Vorlage Ja sagten?
    In der Serie «100 Jahre Weltgeschichte im Radio - was Sie und uns bewegt» widmen wir uns in dieser Episode der Annahme des Rätoromanischen als vierte Landessprache im Jahr 1938. Dieses Kapitel der schweizerischen Geschichte zeichnet sich durch den überwältigenden Zuspruch von über neunzig Prozent der stimmberechtigten Schweizer Männer aus, die dieser Vorlage ihre Zustimmung gaben. Doch wie kam es zu dieser aussergewöhnlichen Entscheidung, und welche Faktoren trugen zu dieser breiten Unterstützung bei?
    Wir blicken auf die historische und kulturelle Entwicklung des Rätoromanischen. Diese Sprache, die tief in den Traditionen und der Identität der Region Graubünden verwurzelt ist, stand lange Zeit im Schatten der drei anderen Landessprachen: Deutsch, Französisch und Italienisch. Trotz dieser marginalisierten Stellung lebt das Rätoromanische in den Herzen und im Alltag vieler Menschen weiter und ist ein wichtiger Bestandteil ihrer kulturellen Identität.
    In den 1930er Jahren, einer Zeit grosser politischer und sozialer Umwälzungen in Europa, erkannte die Schweiz die Notwendigkeit, ihre kulturelle Vielfalt und Einheit zu stärken. Die Anerkennung des Rätoromanischen als Landessprache war ein symbolischer Akt, der weit über die sprachliche Ebene hinausging. Es war ein Zeichen der Anerkennung und des Respekts gegenüber einer wichtigen Sprachgemeinschaft und deren Beitrag zur schweizerischen Kultur und Geschichte.
    Mitarbeit Recherche und Archive (R&A): David Simonetti
    19 min
  • Der Untergang der Titanic: Der Hochstapler
    «100 Jahre Weltgeschichte im Radio – was Sie und uns bewegt.» Die Sommer-Serie zum Thema Faszination Medien. Der Österreicher Johann Bergmann behauptete 1957 in einem Interview mit dem Schweizer Radio, er habe als Schiffsoffizier den Untergang der Titanic überlebt. Alles gelogen.
    Die Titanic war der grösste Ozeandampfer ihrer Zeit, sie galt als unsinkbar und sank. Rund 1500 Menschen kamen ums Leben, in einer sternenklaren Nacht im Jahr 1912. 45 Jahre später interviewte der Reporter Arthur Welti im Radiostudio Zürich den Österreicher Johann Bergmann. Dieser gab sich als dritter Schiffsoffizier der Titanic aus. Die Aufzeichnung von 1957 aus dem Archiv von Radio SRF hat jedoch einen bitteren Nachgeschmack: Für den Titanic-Spezialisten und Autor Günter Bäbler ist klar, dass dieser Johann Bergmann lügt.
    Mitarbeit Recherche und Archive (R&A): David Simonetti
    19 min
  • Der Untergang der Titanic: Die Überlebende
    «100 Jahre Weltgeschichte im Radio – was Sie und uns bewegt.» Eine Sommer-Serie zum Thema Faszination Medien. 1937 erzählte Emma Arnold-Sägesser aus St. Gallen im Schweizer Radio wie sie den Untergang der Titanic überlebte. Das Gespräch ist das älteste mündliche Zeugnis dieser Katastrophe.
    Vor 112 Jahren ist die Titanic untergegangen. Im Archiv von Radio SRF befindet sich die älteste Tonaufnahme einer Überlebenden. Was Emma Arnold-Sägesser aus St. Gallen in jener Nacht auf dem Atlantik erlebt hat, das erzählte sie am 14. April 1937 dem Radioreporter Arthur Welti. Das Gespräch, aufgezeichnet im Radiostudio Zürich, ist ein historisches Dokument.
    Mitarbeit Recherche und Archive (R&A): David Simonetti
    16 min
  • Daniel Voll: Politisches Erdbeben in Frankreich?
    Am Sonntag findet in Frankreich die entscheidende Stichwahl statt. In Umfragen liegt das rechtsnationale Rassemblement National vorn. 30000 Polizisten sollen die Sicherheit am Wahlsonntag gewährleisten. Einschätzungen von Frankreich Korrespondent Daniel Voll.
    Das politische Klima in Frankreich ist rauer geworden, seit dem Wahlerfolg des rechten Rassemblement National vor einer Woche. Für den zweiten Wahlgang am Sonntag versuchen die Mitte und die Linke einen Schulterschluss gegen die Rechte. SRF-Frankreich Korrespondent Daniel Voll berichtet im Gespräch über den rauen Schlussspurt im Wahlkampf. Und: Daniel Voll wird Ende Juli pensioniert und seine Zeit als Korrespondent endet. Im Tagesgespräch zieht er Bilanz über eine bewegte Zeit in Frankreich.
    27 min
  • Angelica Moser: «Ich wäre nervös, wenn ich nicht nervös wäre»
    Die Europameisterin im Stabhochsprung steht vor dem nächsten Saisonhöhepunkt: In rund drei Wochen beginnen die olympischen Spiele in Paris. Im Tagesgespräch erzählt Angelica Moser von ihren Erwartungen und den harten Zeiten, die hinter ihr liegen.
    Der Sprung über 4.78 Meter in Rom war ihre bisherige Bestleistung und brachte Angelica Moser die Goldmedaille an den Europameisterschaften in Rom. Perfekt sei der Sprung aber nicht gewesen, sie habe noch Potential. Die Gold-Höhe von Rom würde in Paris vermutlich nicht für eine Medaille reichen. Ein paar Tage vor dem Wettkampf werde die Nervosität zunehmen, sagt sie. Moser weiss, was es heisst, wenn nichts mehr geht. Nach einem schweren Trainingsunfall wurde sie aus dem Sportlerinnenalltag gerissen und war auf fremde Hilfe angewiesen. Im Tagesgespräch erzählt sie von dieser schwierigen Zeit und erklärt, warum ein Fingerring manchmal mehr über sie weiss, als sie selbst.
    25 min
  • Conrad Schetter: «Ohne die Taliban geht es nicht»
    Vor drei Jahren übernahmen die Taliban die Macht in Afghanistan. Nun waren sie zum ersten Mal an einer Konferenz der UNO mit dabei. Man komme an ihnen nicht vorbei, sagt der Afghanistan-Experte Conrad Schetter.
    Die Taliban kamen nur unter der Bedingung an die Konferenz, dass keine afghanische Frauen mit am Verhandlungstisch sitzen. Menschenrechtsorganisationen warfen der UNO einen Kniefall vor den Taliban vor. Man komme aber nicht darum herum, mit den Taliban zu reden, sagt der Friedens- und Konfliktforscher Conrad Schett. Sie seien der entscheidende Machtfaktor im Land, humanitäre Hilfe an den Taliban vorbei funktioniere nicht. Und die Not im Land sei gross. Doch das Dilemma bleibt: Die Taliban schränken die Rechte der Frauen stets weiter ein, die Menschenrechtslage ist dramatisch. Conrad Schetter forscht schon lange zu Afghanistan, vor einem Jahr war er das letzte Mal im Land. Er ist Professor für Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Bonn und wissenschaftlicher Direktor des «Bonn International Centre for Conflict studies». Er verfasste das Buch: «Eine kleine Geschichte Afghanistans»
    26 min
  • Albert Rösti: Der Umweltminister und die Unwetter
    Die verheerenden Unwetter im Tessin und im Wallis sorgten für grosse Zerstörung und forderten Todesopfer: Auch Bundesrat Albert Rösti äussert sich betroffen. Stellt sich die Frage: Wie können sich die Dörfer und Täler besser schützen? Und macht die Schweiz genug beim Warnsystem? 
    Die Bilder der Unwetter im Tessin und Wallis sind eindrücklich: abgerissene Brücken, zerstörte Strassen, Autos, die unter Schlamm und Geröll begraben sind, fassungslose Menschen. Da stellt sich die Frage, wie man sich auf solche Situationen künftig besser vorbereiten kann. Der Bundesrat und Umweltminister Albert Rösti nimmt im «Tagesgespräch» Stellung zum Hochwasserschutz, Klimawandel und besseren Warnsystemen für die Schweiz.
    26 min
  • Christoph Hegg: «Diese Unwetterschäden sind nicht vorhersehbar»
    Die Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft analysiert Unwetter, um mit Vorhersagen Schäden möglichst zu vermeiden. Das Schlimmste wurde an den letzten Wochenenden nicht verhindert: Es kamen Menschen ums Leben. Was sind die Gründe? Fragen an Christoph Hegg, interimistischer Leiter der WSL.
    Aus allen Unwettern und Zerstörungen kann man lernen, um weitere Schäden möglichst zu verhindern. Dies ist die Aufgabe des WSL, der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft. Doch genau vorhersagen, welche Folgen ein Unwetter hat, lässt sich dadurch nicht. Die grossen Regenmengen, viel Geröll in den Bächen und durchnässte Böden bringen Murgänge und Erdrutsche mit sich, die sich nicht vorhersehen lassen. Wie genau der Klimawandel die Ereignisse in Zukunft verändern wird, weiss Christoph Hegg, interimistischer Leiter der WSL, nicht. Es müsse damit gerechnet werden, dass solche Ereignisse zunehmen. Dennoch ist Hegg überzeugt, dass es auch für die betroffenen Berggemeinden eine Zukunft gibt. Christoph Hegg ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
    26 min
  • Samstagsrundschau: Spielt Martin Schwab Energie gegen Umwelt aus?
    Mehr Strom aus Sonne, Wind und Wasser. Das Ziel des Stromgesetzes ist klar. Offen ist aber, wo die neuen Anlagen gebaut werden sollen und ob das Netz rasch genug angepasst wird. Die Elektrizitätsunternehmen warnen, dass zu viel Naturschutz die Energiewende unmöglich mache.
    Noch vor kurzem hat der Verband der Schweizerischen Elektrizitätsunternehmen VSE gemeinsam mit den Umweltverbänden fürs neue Stromgesetz gekämpft. Nun, da es um die Umsetzung geht, bröckelt die Allianz. Umstritten ist beispielsweise, wer noch welche Einsprache und Beschwerdemöglichkeiten haben soll. Zudem warnt der VSE, dass die Biodiversitätsinitiative, die im September zur Abstimmung kommt, dem Stromgesetz gleich wieder den Stecker ziehen würde. Unbegründete Angstmacherei sei das, heisst es bei den Umweltverbänden.
    Die Standorte der neuen Kraftwerke sind das eine, etwas anderes sind die Leitungen, die gebaut oder ausgebaut werden müssen, um den Strom wegzubringen. Der Bundesrat will hier mehr Tempo machen. Den Elektrizitätsunternehmen passt die Vorlage zum beschleunigten Ausbau der Übertragungsnetze, die der Bund diese Woche vorgestellt hat, aber nur teilweise. Sie fordern, dass auch die Rahmenbedingungen für den Ausbau und die Finanzierung der Verteilnetze, die Elektrizitätsunternehmen selbst unterhalten, verbessert werden. Mit Recht?
    Martin Schwab, der neue Präsident des Verbands der Schweizerischen Elektrizitätsunternehmen VSE ist gefragt. Er ist hauptberuflich seit sechs Jahren Chef des Zentralschweizer Energiekonzerns CKW und diese Woche Gast in der «Samstagsrundschau» bei Klaus Ammann.
    Ergänzend zum «Tagesgespräch» finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle «Samstagsrundschau».
    30 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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