Transaktionsanalyse fürs Ohr

Transaktionsanalyse fürs Ohr

By Christin Nierlich und Jürg BolligerBusinessScienceSocial SciencesEducation
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Transaktionsanalyse fürs Ohr episodes

  • Pädagogische Beziehungsmuster – vom Klassenzimmer ins Erwachsenenleben
    Episode 189

    Weshalb widersprechen manche Menschen Lehrenden oder Führungskräften immer wieder? Weshalb möchten andere unbedingt alles richtig machen, konkurrieren um Aufmerksamkeit oder bleiben in Gruppen nahezu unsichtbar?

    Anisha Pandya und Giles Barrow gehen davon aus, dass Beziehungsmuster nicht nur in der Familie entstehen. Auch das Klassenzimmer ist ein bedeutsamer Ort: Hier erleben wir Autorität, Bewertung, Zugehörigkeit, Konkurrenz und die Aufmerksamkeit von Lehrpersonen.

    In dieser Episode stellen wir die acht pädagogischen Beziehungsmuster ihres Modells vor. Wir sprechen darüber, wie Erfahrungen aus der Schulzeit bis ins Erwachsenenleben weiterwirken können und was Lehrende, Beratende und Führungskräfte dazu beitragen können, neue Beziehungserfahrungen zu ermöglichen.

    33 min
  • Führen wie ein DJ
    Episode 188

    In dieser Episode greifen wir den Artikel "The Three Levels of Leadership" von Sari van Poelje auf. Die Autorin knüpft an Eric Bernes Theorie von Gruppen und Organisationen an und beschreibt Führung auf drei Ebenen: der Organisationsebene, der Beziehungsebene und der psychodynamischen Ebene.

    Wir sprechen darüber, welche Aufgaben Führung auf diesen drei Ebenen hat, mit welchen Spannungsfeldern Führung verbunden ist und weshalb wirksame Führung das Zusammenspiel aller drei Ebenen braucht. Dabei geht es unter anderem um Strukturen und Grenzen, Delegation und Kontrolle, Zusammenhalt und Zugehörigkeit sowie um Erwartungen an Führung, die oft unter der sichtbaren Oberfläche wirksam sind.

    22 min
  • Die Beziehungsmatrix
    Episode 187

    Wir unterhalten uns mit Nicole Gugger über die Beziehungsmatrix.

    Die Beziehungsmatrix ist ein Modell, das hilft, Paarbeziehungen differenziert zu betrachten. Im Zentrum stehen vier Dimensionen: die intellektuelle, die emotionale, die soziokulturelle und die körperliche Ebene. Sie zeigen, was Menschen verbindet, was Beziehungen trägt und wo Spannungen oder unerfüllte Bedürfnisse sichtbar werden können.

    Nicole erzählt, wie die Beziehungsmatrix aus persönlicher Reflexion, fachlicher Auseinandersetzung und dem Austausch mit anderen entstanden ist. Dabei fließen unter anderem Impulse aus der Transaktionsanalyse, den Beziehungsbedürfnissen nach Richard Erskine sowie weiteren Modellen, Ansätzen und Studien aus Paar-, Sexualitäts- und Beziehungsforschung ein.

    Besonders spannend ist die Frage, wie die Beziehungsmatrix praktisch genutzt werden kann: als Reflexionshilfe für Einzelpersonen, als Orientierung in Beratungsprozessen und als Möglichkeit, genauer zu verstehen, was in einer Beziehung trägt, fehlt oder neu gestaltet werden möchte.

    Außerdem sprechen wir über das dazugehörige Kartenset und darüber, weshalb die Karten weniger als "Paarübung" gedacht sind, sondern vor allem als Einladung, die eigene Beziehungserfahrung differenziert zu erforschen.

    27 min
  • Stroke-Trübungen – wenn Tun und Sein verschwimmen
    Episode 186

    In der Transaktionsanalyse sprechen wir von Strokes, wenn ein Mensch die Gegenwart eines anderen anerkennt. Es geht darum, dem Gegenüber in irgendeiner Form zu zeigen: "Ich nehme dich wahr."

    "Ein Stroke ist jede Aktion, mit der eine Anerkennung der Gegenwart des anderen verbunden ist."

    — Eric Berne

    "In der Sprache der TA bezeichnet man jede Handlung, mit der jemand anders zur Kenntnis genommen, d. h. seine Existenz anerkannt wird, als Stroke."

    — Ian Stewart & Vann Joines

    Strokes sind damit so etwas wie die „Nahrung“ für unseren Anerkennungshunger – ein grundlegendes menschliches Bedürfnis, gesehen und beachtet zu werden.

    Dabei unterscheiden wir:

    Bedingte Strokes

    beziehen sich auf Verhalten oder Leistung, also auf das, was jemand tut.

    Bedingungslose Strokes

    beziehen sich auf die Person, auf das Sein

    Was in der Theorie klar scheint, verschwimmt im Alltag oft.

    Der erlebte Stroke entspricht nicht immer dem gegebenen Stroke.

    Dazwischen liegt eine unbewusste Deutung.
    Und genau dort entstehen Stroke-Trübungen.

    Stroke-Trübung

    Kennst du das?

    Du erhältst eine Rückmeldung zu deinem Verhalten – und plötzlich fühlt es sich so an, als ob du als Person infrage gestellt wirst.

    Das Konzept der Stroke-Trübungen beschreibt, wie leicht sich die Ebenen von Tun und Sein vermischen können – beim Geben wie beim Empfangen von Strokes.

    22 min
  • Ohne Worte: Die Bedeutung des Schweigens
    Episode 185

    Was passiert, wenn nichts gesagt wird?

    Schweigen ist nicht einfach Leere. Es ist Teil der Kommunikation – und kann ganz Unterschiedliches bedeuten: Zustimmung, Rückzug, Nachdenken oder Widerstand.

    In dieser Episode schauen wir mit Modellen der Transaktionsanalyse auf das Phänomen Schweigen: Wir beleuchten Transaktionen und die Frage, wie schnell wir das Verhalten anderer interpretieren. Wir werfen einen Blick auf die Zeitstrukturierung zwischen Rückzug und Intimität und gehen der Frage nach, welche Rolle unsere Skriptmuster und frühen Erfahrungen dabei spielen. Auch das Thema Passivität und Nichtstun kommt in den Blick – ebenso wie der professionelle Umgang mit Schweigen in Beratung, Coaching und Führung.

    Eine Einladung, deine eigenen Deutungen von Schweigen bewusster wahrzunehmen – und vielleicht neu zu verstehen.

    26 min
  • Professionelle Begleitung gestalten mit dem Prozess-Steuerungs-Modell
    Episode 184

    Was tust du eigentlich, wenn du begleitest – in Supervision oder in anderen Kontexten?

    Geht es um konkretes Handeln?

    Um Rollenklärung?
    Um Wissen und Modelle?
    Oder um persönliche Entwicklung?

    In dieser Episode greifen wir das Prozess-Steuerungs-Modell von Johann Schneider auf, vorgestellt im Sammelband Transaktionsanalytische Supervision in Theorie und Praxis.

    Das Modell hilft, professionelle Begleitungsprozesse klarer zu unterscheiden – und bewusster zu gestalten.

    Die Struktur des Modells

    Schneider unterscheidet sechs Themenfelder:

    **Praxis **– konkretes Handeln

    **Kontext **– Struktur, Kultur, Rahmenbedingungen
    **Konzepte **– Wissen, Modelle, Theorie
    **Person **– biografische Muster und Entwicklung
    **Ziel **– die Ausrichtung des Prozesses
    **Rolle **– Schärfung des Rollenverständnisses

    Die vier inhaltlichen Felder bilden den Raum professioneller Begleitung. Das Ziel steht im Zentrum. Die Rolle markiert die Perspektive, aus der begleitet wird.

    Warum das Modell hilfreich ist

    In Begleitungsprozessen kommt es häufig zu Verschiebungen: Ein Strukturproblem erscheint als Persönlichkeitsfrage. Fehlendes Wissen wird als mangelnde Kompetenz erlebt. Ein Rollenkonflikt bleibt unbenannt.

    Das Prozess-Steuerungs-Modell unterstützt dabei, diese Ebenen zu unterscheiden und gezielt zu klären:

    Woran arbeiten wir gerade?

    In welchem Feld bewegen wir uns?
    Auf welches Ziel hin gestalten wir den Prozess?

    Quelle

    Johann Schneider (2021), Die Unterscheidung verschiedener professioneller Begleitungsformen mithilfe des Prozess-Steuerungs-Modells. In: Karola Brunner & Matthias Sell (Hrsg.), Transaktionsanalytische Supervision in Theorie und Praxis. Junfermann Verlag.

    23 min
  • Über Hubschrauber und U-Boote
    Episode 183
    Worum es geht

    Rosemary Napper versteht Supervision als Prozess, der Aufgabe, Beziehung und Lernen miteinander verbindet.

    Hubschrauber oder U-Boot?

    Die beiden Metaphern stehen für unterschiedliche Ebenen des Arbeitens in der Supervision – sie beeinflussen, wie zugehört, wahrgenommen und auf ein Thema geblickt wird.

    Der Hubschrauber steht für Distanz, Überblick und Mustererkennung. Aus der Höhe werden Zusammenhänge sichtbar, Strukturen erkennbar, Parallelprozesse verstehbar.

    Das U-Boot taucht ein in die Tiefe. Hier geht es um Emotionen, Körperempfindungen, Schwingungen, um das phänomenologische Wahrnehmen im Hier und Jetzt – stark verbunden mit dem Kind-Ich.

    Beides hat seinen Platz. Entscheidend ist, bewusst zu wählen, auf welcher Ebene gerade gearbeitet wird – und dies auch vertraglich zu klären.

    Weshalb das mehr ist als eine schöne Metapher

    Die Bilder lassen sich nicht nur in der Einzel-, sondern auch in der Gruppensupervision nutzen: Beobachter:innen können gezielt eingeladen werden, aus Hubschrauber- oder U-Boot-Perspektive Rückmeldungen zu geben. So entsteht Lernen auf mehreren Ebenen gleichzeitig.

    Zugleich laden die Metaphern zur Selbstreflexion ein:

    Wo bin ich gerade unterwegs?
    Im Überblick? In der Tiefe?
    Und was braucht der Prozess jetzt?

    Darüber hinaus lassen sich die Metaphern nicht nur in Supervisionen nutzen, sondern auch auf andere Settings übertragen.

    22 min
  • "Ich hätte nie gedacht, dass es mich trifft" - Burnout persönlich
    Episode 182

    Rebecca Petersen spricht offen über ihre persönliche Burnout-Erfahrung und darüber, wie aus dieser Zeit ihr Buch Tsunami im Kopf entstanden ist.

    Im Gespräch geht es um Burnout als individuelles und gesellschaftliches Phänomen, um Warnsignale, die oft lange übersehen werden, und um innere Muster, die Menschen in chronische Überforderung führen können. Gemeinsam beleuchten wir, wie Konzepte der Transaktionsanalyse - etwa Antreiber, Strokes und die Okay-Haltung - helfen können, Erschöpfung besser zu verstehen und frühzeitig gegenzusteuern.

    Eine Episode für alle, die sich mit dem Thema Burnout auseinandersetzen möchten – aus persönlichem Interesse, aus professioneller Perspektive oder weil sie sich selbst oder andere achtsamer begleiten wollen.

    Rebecca Petersen ist die Gründerin von Triflect GmbH. Als Coach, Supervisorin und Organisationsberaterin sowie als psychologische Beraterin, Autorin und Transaktionsanalytikerin unterstützt sie Menschen bei der persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung. Ihr liegen die Stärkung der Autonomie, Achtsamkeit, Resilienz und Selbstwirksamkeit besonders am Herzen.

    Webseite

    Buch "Tsunami im Kopf"

    31 min
  • Ikigai & Transaktionsanalyse
    Episode 181

    In dieser Episode stellen wir Ikigai in seiner ursprünglichen Bedeutung vor - jenseits des bekannten Vier-Kreise-Diagramms. Wir sprechen darüber, was Ikigai im Alltag ausmacht, welche Dimensionen dahinterstehen und weshalb dieses Verständnis so gut zur Transaktionsanalyse passt.

    Du erfährst, wie Ikigai Impulse für Lebenssinn, Energie und kleine, alltagsnahe Schritte geben kann und wo sich natürliche Verbindungen zur TA zeigen.

    Wenn du neugierig bist, wie beides zusammen ein wertvoller Kompass für ein bewussteres und lebendigeres Leben werden kann - ob du gerade an einer Weggabelung stehst oder einfach neue Energie für deinen Alltag suchst: diese Episode lädt dich ein, deinem persönlichen Lebenswert ein Stück näher zu kommen.

    Viel Freude mit der Episode!

    --

    Ikigai-Dimensionen nach Mieko Kamiya

    • Lebenszufriedenheit
    • Veränderung und Wachstum
    • Eine gute Zukunft
    • Resonanz
    • Freiheit
    • Selbstverwirklichung
    • Bedeutung und Wert
    • Ikigai-Säulen nach Ken Mogi

      • Klein anfangen
      • Loslassen
      • Harmonie und Nachhaltigkeit
      • Freude an kleinen Dingen
      • Im Hier und Jetzt sein
      • 25 min
      • Von Okay-Positionen zu Beziehungsbildern
        Episode 180

        In dieser Episode sprechen wir mit Michael Korpiun über das Konzept der inneren Beziehungsbilder. Michael zeigt, wie sich Grundhaltungen auf einer tieferen, relationalen Ebene verstehen lassen - nicht nur als „Position“, sondern als innere Vorstellung davon, wie ich in Beziehung zu anderen bin.

        Wir gehen gemeinsam der Fragen nach:

        • Was geschieht, wenn wir Idealbilder aufrechterhalten, die mit der Realität wenig zu tun haben?
        • Wie entstehen dadurch Spaltungen – in Organisationen, Teams oder in der Gesellschaft?
        • Und was braucht es, um wieder zu einer realistischen, erwachsenen Ebenbürtigkeit zu finden?
        • Dr. Michael Korpiun ist lehrender und supervidierender Transaktionsanalytiker (TSTA-O), Organisationsentwickler, Lehr-Coach, Lehr-Supervisor und Lehr-Trainer. Er geschäftsführender Gesellschafter der In Stability GmbH & Co. KG in Hannover.

          Quellen

          • Michael Korpiun (2024): Innere Beziehungsbilder, in: ZTA 4/2024
          • Michael Korpiun (2025): Der organisationale Entwicklungsraum, in: ZTA 3/2025
          • 22 min

          About Transaktionsanalyse fürs Ohr

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          Gespräche über Modelle und Konzepte der Transaktionsanalyse und deren Anwendung

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