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Eine Kanzlerwahl im Deutschen Bundestag ist normalerweise ein zeremonieller Akt, aber nicht besonders spannend. Doch was am Dienstag passiert ist, ist historisch: Friedrich Merz fällt im ersten Wahlgang bei der Kanzlerwahl durch, die Fraktionen von Union und SPD verweigern ihm die erforderliche Mehrheit von 316 Stimmen. Das gab es in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie.
Und obwohl im zweiten Wahlgang, mehrere Stunden später, dann doch die erforderlichen Stimmen zusammenkommen und Merz zum neuen Bundeskanzler gewählt wird ist klar: An diesem Tag ist ein schwerer Schaden entstanden, der seine Kanzlerschaft und seine neue Regierung belastet. Wie Friedrich Merz unter diesen Umständen regieren kann, das analysiert in dieser Folge Claus Hulverscheidt aus dem SZ-Parlamentsbüro in Berlin.
**Weitere Nachrichten: **Israel greift Stellungen in Libanon und Jemen an, EU-Parlament hebt Immunität von AfD-Politiker auf.
Moderation, Redaktion: Leopold Zaak
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Jetzt ist klar, mit wem die SPD in die neue schwarz-rote Regierung zieht. Lars Klingbeil wird Vizekanzler und Finanzminister, Boris Pistorius bleibt Verteidigungsminister. Ansonsten wird kräftig umgebaut bei der SPD: Bärbel Bas wird Arbeitsministerin, Stefanie Hubig Justizministerin, Verena Hubertz Bauministerin, Carsten Schneider bekommt das Umweltministerium, Entwicklungsministerin wird Reem Alabali-Radovan. Damit sorgt Klingbeil für einige Überraschungen – und er schickt mehr Frauen als Männer in sein Kabinett.
Hubertus Heil und Co-Parteichefin Saskia Esken gehen leer aus, Klingbeil hat sie nicht berücksichtigt. Was Klingbeil mit diesen Nominierungen erreichen will und was das über ihn als Parteichef aussagt, das analysiert in dieser Folge Vivien Timmler aus dem SZ-Parlamentsbüro in Berlin.
Weitere Nachrichten: AfD klagt gegen Einstufung, Präsidentschaftswahl in Rumänien, Israel will Gazastreifen kontrollieren.
Zum Weiterhören und -lesen:
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Weil Friedrich Merz noch nie Teil einer Regierung war, sind die Fragezeichen kurz vor seinem Amtsantritt als Regierungschef groß: Was für ein Kanzler wird er wohl sein? Als er in der vergangenen Woche, die Ministerinnen und Minister vorgestellt hat, war das vielleicht ein erster Hinweis darauf, wie Merz das Kanzleramt – und das Regieren – angehen will. Er habe vor allem auf die „fachlichen Fähigkeiten“ geachtet, hat er am Montag gesagt. Und: Er habe mit der Zusammensetzung des Kabinetts Aufmerksamkeit auslösen und Erwartungen übertreffen wollen. Mit Blick auf die Auswahl kann man sagen, zumindest hat Merz mit der Wahl seiner Ministerinnen und Minister eines: überrascht.
Gerade weil Merz so unkonventionelle Personen aus Wirtschaft und der zweiten Reihe der Politik ins Kabinett holt, stellt sich die Frage: Was kann man von seiner Auswahl schon jetzt über Kanzlerschaft von Merz ableiten?
Zum Weiterhören und -lesen:
Den Text von Theresa Palm zu den Ursachen des Stromausfalls in Spanien und Portugal lesen Sie hier.
Die SZ-Plus-Serie „German Angst“ finden Sie hier.
Den Text zu dem Besuch bei Fußballtrainer Friedhelm Funkel lesen Sie hier.
Hier finden Sie einen Überblick mit allen Texten zum Schwerpunkt „Zuversicht“ der SZ-Volontärinnen und -Volontäre.
Den Text von Florian Hassel zum Leben in den russisch besetzten Gebieten lesen Sie hier.
Redaktionsschluss für diese Sendung war Freitag, 02.05.2025, um 16 Uhr.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Jakob Arnu
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über phoenix.
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Bisher galt die gesamte AfD lediglich als rechtsextremer Verdachtsfall. Doch jetzt hat der Verfassungsschutz die Partei als “gesichert rechtsextremistisch” eingestuft. Diese Einordnung gilt jetzt für die ganze Partei, nicht nur für einzelne Landesverbände wie bisher. Der Verfassungsschutz hat dafür die AfD lange beobachtet und umfassend bewertet.
Weitere Nachrichten: US-Wirtschaft leidet unter Trumps Zöllen; Deutschland rutscht im Pressefreiheitsranking aus der Top Ten.
**Zum Weiterhören und -lesen: **
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über phoenix.
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Die SPD ist im Dauerkrisenmodus. Die Umfragewerte sind schlecht, die Mitglieder unzufrieden. Trotzdem haben sie im Mitgliedervotum entschieden, wieder in die Regierung zu gehen und damit den in der SPD unbeliebten Friedrich Merz zum Kanzler zu machen.
Weitere Nachrichten: Pakistan erwartet Überfall durch Indien; neue Wirtschaftsentwicklungen.
Zum Weiterlesen:
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über dpa.
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Zum Amtsantritt hat Donald Trump seinen Landsleuten den Beginn eines "goldenen Zeitalters” versprochen. Nach 100 Tagen verstören aber vor allem die Massen an Ungeheuerlichkeiten dieser Regierung.
Viele von Trumps Initiativen seien impulsgesteuert, sagt der ehemalige US-Korrespondent Christian Zaschke. Und viele seine Entscheidungen haben fatale Folgen für so viele Menschen wie die Kürzung der Entwicklungshilfe, die Abschiebung von Einwanderern oder seinen Kampf gegen die Justiz. Trump führe mit Furor einen Kulturkampf gegen das "woke” Amerika. Aber vielleicht gehe dem ganzen Irrsinn ja auch mal die Luft aus, hofft Zaschke.
Weitere Nachrichten: Liberale gewinnen Wahl in Kanada; Anklage wegen Spionage gegen Ex-Mitarbeiter von AfD-Politiker Krah; Stromausfall in Spanien und Portugal.
Zum Weiterhören und -lesen:
Hier können Sie noch einmal die “Auf den Punkt”-Folge vom 20. Januar 2025 zu Trumps Amtsantritt hören.
Hier lesen Sie eine Bilanz von Trumps ersten 100 Tagen unserer US-Korrespondeten.
Den Podcast "Deutsch-Amerikanische Freundschaft" mit Christian Zaschke und Boris Herrmann hören Sie hier.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Imanuel Pedersen
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über ABC7.
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Friedrich Merz und Markus Söder haben als Vorsitzenden von CDU und CSU die Ministerposten für das schwarz-rote Kabinett verteilt. Unter anderem soll demnach Johann Wadephul Außenminister werden und Thorsten Frei Kanzleramtsminister. Überraschend ist die Nominierung von Katherina Reiche und Karsten Wildberger, als Leiter des neu zu schaffenden Digitalministeriums. Bisher war Wildberger Vorstandschef der Media-Markt-Saturn-Gruppe. Auch die CSU-Personalie des gelernten Metzgermeisters Alois Rainer als neuen Landwirtschaftsminister hat einige Beobachter überrascht.
Es ist eine Mischung aus konservativen und gemäßigteren Kräften, sagt Nicolas Richter, Leiter der SZ-Parlamentsredaktion in Berlin. So repräsentiere etwa der designierte Kulturstaatsminister Wolfram Weimar eine konservative Ausrichtung der kommenden Bundesregierung. Andererseits würden Politiker wie Johannes Wadephul und Karin Prien als neue Familienministerin moderate Kräfte vertreten. Berechtigt sei aber die Kritik der CDU-Arbeitnehmer, dass keine Vertreter dieses Flügels im Kabinett sitzen.
Weitere Nachrichten: Konklave beginnt am 7. Mai; Wahlen in Kanada; Rekord bei weltweiten Rüstungsausgaben.
Zum Weiterlesen:
Hier lesen Sie Kurzportraits der von CDU und CSU nominierten Minister und Ministerinnen.
Ein Portrait über den designierten Digitalminister Karl Wildberger lesen Sie hier.
Und hier finden Sie die Kritik des CDU-Arbeitnehmerflügels an den Personalien.
Im Newsblog bleiben Sie über die Entwicklungen in Berlin informiert.
Über die Bauernkriege vor 500 Jahren finden Sie hier ein paar Lesetipps:
https://www.sueddeutsche.de/bayern/500-jahre-bauernkriege-bauernaufstand-bauern-bayern-li.3233022
https://www.sueddeutsche.de/bayern/bauernkrieg-greding-eichstaett-li.3233037
https://www.sueddeutsche.de/kultur/beste-sachbuecher-bauernkriege-erste-demokratische-revolution-kritik-li.3191380
https://www.sueddeutsche.de/meinung/heribert-prantl-bauernkrieg-geschichte-demokratie-deutsche-freiheitskaempfe-li.3179131
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Jonathan Brandis
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Phoenix.
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Anfang Mai wählt ein Konklave einen neuen Papst. Wird er die von Papst Franziskus angestoßenen Reformen vorantreiben - oder wird es eine konservative Wende geben? "Ich kann mir nicht vorstellen, dass sein Nachfolger zum Prunk und Pomp der vergangenen Jahrhunderte zurückkehren kann", sagt Matthias Drobinski, Chefredakteur der Zeitschrift Publik-Forum.
Für ihn hat der gebürtige Argentinier mit vielen Traditionen gebrochen und die Kirche in eine neue Richtung geführt: "Er hat Türen geöffnet, durch die sein Nachfolger erst gehen muss." Drobinski erwähnt Franziskus' Solidarität mit den Armen, Geflüchteten und Menschen am Rande der Gesellschaft. Er kritisierte aber auch, dass Franziskus bei Reformen wie der Rolle der Frauen in der Kirche oder den Umgang mit Homosexualität nicht mutiger war. Franziskus habe vielmehr versucht, Gegensätze auszugleichen, anstatt schnell zu handeln.
Weitere Nachrichten: Erdbeben in Istanbul; Münchens Eisbachwelle nach tödlichem Unglück bis auf weiteres gesperrt; SPD-Mitglieder entscheiden über Koalition mit Union.
Zum Weiterlesen und -hören:
Franziskus war ein Menschenfreund, er kämpfte für die Armen und für die Umwelt. Unseren Nachruf lesen Sie hier.
Unseren Podcast zum Tod von Papst Franziskus mit unserem Italien-Korrespondent Marc Beise hören Sie hier.
Die neueste Folge "Im toten Winkel" unserer Podcast-Serie "Am Abgrund – ein Leben vor Gericht" mit der SZ-Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger können Sie hier hören: sz.de/abgrund.
Redaktionsschluss war am Freitag, 25. April 2025, 16 Uhr.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Aylin Sancak
Zusätzliches Audiomaterial über WKYC Channel 3.
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US-Präsident Donald Trump hat den Unis in den USA den Kampf angesagt. Wenn sie nicht in seinem Sinne agieren, dann entzieht er ihnen Gelder und stellt Programme für Vielfalt ein. Er setzt sie unter Druck, das zu machen, was er will.
Weitere Nachrichten: Konflikt zwischen Pakistan und Indien flammt wieder auf; kaum noch Lebensmittel im Gazastreifen.
Zum Weiterlesen:
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
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Die USA haben einen Plan vorgelegt, wie der Krieg Russlands gegen die Ukraine zu einem Ende kommen soll: Die Ukraine solle auf die Krim und auf die derzeit besetzten Gebiete verzichten – so die Idee. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij lehnt den Plan ab und auch die EU will ihn nicht akzeptieren. Die USA drohen allerdings: Sollte die Ukraine sich weigern, dann würden sie sich aus den Gesprächen ganz zurückziehen. Dieser Plan sei “das letzte Angebot”, heißt es.
Was das für Europa und die Ukraine bedeuten würde, analysiert SZ-Brüssel Korrespondent Hubert Wetzel.
Weitere Nachrichten: Habeck korrigiert Konjunkturprognose nach unten, CSU will Spahn als Fraktionschef, Spannungen zwischen Indien und Pakistan.
Zum Weiterlesen: Lesen Sie hier die Reportage über ukrainische Soldaten in Charkiw.
Moderation, Redaktion: Leopold Zaak
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