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Vergangene Woche haben die Freien Wähler und die CSU einen neuen Koalitionsvertrag bis 2028 unterschrieben. Seitdem ist klar: Markus Söder (CSU) wird wieder Ministerpräsident. Seine offizielle Wahl zum Regierungschef an diesem Dienstag war dann eigentlich nur noch eine Formsache. Mit 120 Ja-Stimmen hat er dann auch eine komfortable Mehrheit bekommen, insgesamt sind es 203 Abgeordnete im Bayerischen Landtag. Söders anschließende Rede war in weiten Teilen vor allem ein Best-of-Wahlkampf, sagt Johann Osel, der für die SZ im Landtag dabei war. Aber bei einer Sache war Söder dann noch deutlicher als bisher: bei der Abgrenzung von der AfD.
Weitere Nachrichten: Bundesverfassungsgericht kippt Reform zur Wiederaufnahme von Strafverfahren, Schauspieler Elmar Wepper ist tot
**Weiterlesen: **
[Den Text von Nele Pollatschek zu den Erkenntnissen nach dem 7. Oktober lesen Sie hier.](https://www.sueddeutsche.de/kultur/dagestan-ausschreitungen-progrom-israel-gaza-hamas-1.6295738 )
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Redaktion: Nadja Schlüter, Tami Holderried, Antonia Franz
Produktion: Imanuel Pedersen
Zusätzliches Audiomaterial über BR24.
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Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat eine “neue Phase” des Krieges verkündet. Für ihn ist das Ziel klar: Die Geiseln sollen befreit und die Hamas zerschlagen werden. Aber ist das realistisch? Der SZ-Militärexperte Sebastian Gierke sagt: “Die Frage ist, ob Israel tatsächlich bereit ist, diesen Kampf zu führen.” Denn schon jetzt sei klar, dass ein Kampf gegen die Hamas Monate dauern würde. Und auf beiden Seiten viele Opfer fordern wird. Im Podcast erläutert Sebastian Gierke, welche Probleme die israelische Armee im Kampf gegen die Hamas bewältigen muss. Und er erklärt, warum die Hamas einen großen strategischen Vorteil hat.
Weitere Nachrichten: AfD-Abgeordneter festgenommen, Inflation erstmals wieder sehr niedrig, Staatsbesuche in Afrika.
Weiterlesen:
Verdacht auf Volksverhetzung: AfD-Abgeordneter festgenommen.
Theaterstück in Jena: Die Hundekot-Attacke.
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Redaktion: Antonia Franz
Produktion: Jakob Arnu
Zusätzliches Audiomaterial über x@IsraeliPM_heb.
Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version des Podcast wurde Benjamin Netanjahu als Präsident Israels bezeichnet, er ist allerdings Premierminister. Wir haben die entsprechende Stelle korrigiert.
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Schon vor dem Krieg zwischen Israel und der Hamas waren die meisten Menschen im Gazastreifen auf Hilfslieferungen angewiesen. Mehr als zwei Millionen Menschen leben dort, die Hälfte davon sind Kinder. Der Terroranschlag der Hamas am 7. Oktober und die israelische Antwort darauf haben die humanitäre Situation in dem Landstrich noch einmal drastisch verschlimmert. Es fehlt an Nahrungsmitteln, Medizin und Trinkwasser. “Einige schildern, dass sie mittlerweile Salzwasser trinken”, sagt Matthias Schmale. Er leitete die UN-Mission zur Versorgung von Geflüchteten im Gazastreifen von 2017 bis 2021. Inzwischen arbeitet er in Nigeria für die UN, hat aber immer noch viel Kontakt in den Gazastreifen.
Zum Weiterlesen und -hören
Eine kurze (englische) Besprechung von Moritz Baumstiegers Buchtipp “Enemies and Neighbours” von Ian Black lesen Sie beim Guardian.
Ein SZ-Interview mit dem Autoren des zweiten Buchtipps, Tom Segevs “1967”, lesen Sie hier.
Den Text von Ronen Steinke zu den Gemeinsamkeiten der jüdischen und palästinensischen Diaspora lesen Sie hier.
Redaktionsschluss für diese Sendung war Freitag, 27.10.2023 um 18 Uhr.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Redaktion: Nadja Schlüter, Tami Holderried, Franziska von Malsen
Produktion: Imanuel Pedersen
Zusätzliches Audiomaterial über euronews (YouTube), WDR aktuell, phoenix, Forbes Breaking News (YouTube).
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In den letzten Jahren ist Ägypten immer wieder als Vermittler zwischen Israel und der Hamas aufgetreten. Gelingt das wieder? Dann könnte das Land im Krieg in Nahost eine entscheidende Rolle spielen. Der SZ-Nordafrika Korrespondent Bernd Dörries erklärt im Podcast, dass sich Ägypten politisch in einem Spagat befindet. Denn auf der einen Seite will der Präsident seinen politischen Einfluss ausbauen. Auf der anderen Seite werden seit Kriegsbeginn immer mehr israelfeindliche Stimmen in der Region laut.
Weitere Nachrichten: Zweiter Tag des EU-Gipfels in Brüssel, Deutsche Bahn versucht Warnstreiks abzuwenden.
Weiterlesen:
Was wird aus der Annäherung von Israel und Saudi-Arabien?
Hilft positives Denken, wenn das politische Weltgeschehen gerade düster aussieht?
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Redaktion: Tami Holderried, Johannes Korsche
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Audiomaterial über The National News.
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Wochenlang hat das US-Repräsentantenhaus einen neuen Speaker gesucht. Am Mittwoch hat dann ein Republikaner die notwendigen Stimmen bekommen: Der rechte Hardliner und Trump-Supporter Mike Johnson. Und der muss sich jetzt ziemlich beeilen, sonst stehen die USA bald wieder vor einem Shutdown, sagt US-Korrespondent Peter Burghardt im Podcast. Denn der Übergangshaushalt steht nur noch bis Mitte November und es geht um viel Geld, zum Beispiel Hilfen für Israel, palästinensische Zivilisten oder Waffenlieferungen für die Ukraine.
Das werden schwierige Verhandlungen, sagt Burghardt: “Mike Johnson will sich selbst und auch seine Unterstützer, vor allen Dingen ganz rechts, auf jeden Fall befrieden. Und auch Donald Trump. Das Ganze steht eindeutig immer im Zusammenhang mit dem Wahlkampf für 2024. Das ist immer auch ein Duell Biden gegen Trump.” Denn Mike Johnson braucht die Unterstützung von Donald Trump, ohne den er gar nicht erst Sprecher des Repräsentantenhauses geworden wäre.
Weitere Nachrichten: Regierung in Bayern steht, Israelische Bodeneinsätze in Gaza, EZB hebt Leitzins nicht weiter an.
Moderation, Redaktion: Antonia Franz
Redaktion: Tami Holderried, Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Jakob Arnu
Hier können Sie die neue Folge von "Das Thema" hören.
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Die Bundesregierung will beim Thema Migration mehr Härte zeigen - und in Zukunft Asylsuchende ohne Aufenthaltsrecht schneller abschieben. Einen entsprechenden Gesetzentwurf der Innenministerin Nancy Faeser hat das Bundeskabinett am Mittwoch gebilligt. Doch daran gibt es unter anderem von Asylverbänden Kritik - sie befürchten, dass das Asylrecht in Deutschland ausgehöhlt werden könnte.
Dazu sagt der Leiter der SZ-Parlamentsredaktion, Nicolas Richter: "Das Gesetz erleichtert zwar das Verfahren - aber es schränkt auch die Bürgerrechte ein." Im Podcast erzählt er, warum der Ton in der Migrationsdebatte zuletzt rauer geworden ist und wie sich die einzelnen Parteien dazu positionieren. Und es geht auch um die Haltung von Bundeskanzler Olaf Scholz.
Weitere Nachrichten: Schwarze Menschen in Deutschland erleben rassistische Diskriminierungen, Israelische Politiker fordern Rücktritt von UN-Generalsekretär Antonio Guterres.
Weiterlesen:
Eklat im Sicherheitsrat: Kritik an UN-Generalsekretär Guterres.
SZ-Test: Welche Spaghetti schmeckt am besten?
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Redaktion: Tami Holderried, Antonia Franz
Produktion: Jakob Arnu
Zusätzliches Audiomaterial über: dpa.
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Seit dem Terror der Hamas am 7. Oktober wissen alle, dass Benjamin Netanjahu sein Versprechen, für die Sicherheit der Israelis zu sorgen, nicht gehalten hat. Der SZ-Israel-Korrespondent Peter Münch sagt: "Das war ein kolossales Versagen auf ganzer Linie: Bei der Armee, bei den Geheimdiensten. Aber verantwortlich ist der Regierungschef.” Warum Netanjahu dazu öffentlich immer noch nicht Stellung bezogen hat, ob – und wann es zu einem Machtwechsel kommen könnte, das erklärt Peter Münch in dieser Folge.
Weitere Nachrichten: Bombendrohungen an Einrichtungen in Deutschland, gesunkenes Frachtschiff in der Nordsee
Die Protokolle, in denen Menschen über ihre Angst und ihren Alltag in Gaza sprechen, finden Sie hier.
Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen
Redaktion: Johannes Korsche
Produktion: Jakob Arnu
Zusätzliches Audiomaterial über: Youtube “Sky News”
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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen lässt wenig Zweifel daran, dass sie im Krieg im Nahen Osten auf der Seite Israels steht. Doch der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell und EU-Ratspräsident Charles Michel werfen ihr vor, dass sie damit den Interessen der EU in der Region schadet. Auch würde ihre Position Spannungen und Hass verschärfen, statt deeskalierend zu wirken. Borrell hat vor dem Treffen der EU-Außenminister am Montag in Luxemburg betont, dass im Moment das vorrangige Anliegen sein müsse, humanitäre Hilfe in den Gazastreifen zu bringen.
SZ-EU-Korrespondent Hubert Wetzel sagt: Die EU sei in diesem Konflikt zwar kein wichtiger Akteur. Und es gebe wegen historischer Erklärungsmuster traditionell "sehr unterschiedliche Einschätzungen in der EU": So sei zum Beispiel Irlands Blickwinkel auf den Nahostkonflikt davon geprägt, dass sie einst selbst von Großbritannien kolonialisiert wurden und sich befreit haben. Deutschland aber stehe wegen des Holocausts in einer ganz anderen Verantwortung für Israel. Deshalb habe er, sagt Wetzel, seine Zweifel, ob bei einer gemeinsamen EU-Position mehr herauskommen wird als unverbindliche Floskeln.
Das Interview mit der neuen IG-Metall-Chefin Christiane Brenner finden Sie HIER.
Weitere Nachrichten: Wagenknecht gründet neue Partei, Stichwahl in Argentinien, Christiane Benner führt IG Metall
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Franziska von Malsen
Produktion: Imanuel Pedersen
Zusätzliches Audiomaterial über Euronews, Handelsblatt, European External Action Service und Phoenix.
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Der Krieg in Nahost hat auch in Deutschland etwas verändert. Das zeigt sich zum Beispiel an den Schulen, wo in den vergangenen Wochen viele Konflikte hochgekocht sind. Und Juden und Jüdinnen in Deutschland erleben seit Kriegsausbruch wieder vermehrt antisemitische Übergriffe. Was kann helfen, wenn die Stimmung derart angespannt ist?
Die Historikerin Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentationszentrums in München, plädiert im Podcast für mehr Bildungsarbeit: “Alle haben das Gefühl, sie wissen wahnsinnig viel über jüdische Geschichte. Und dann fragt man nach dem Wahrschauer Ghetto und darüber wissen die Leute ganz wenig.” Dabei hat die Historikerin auch einen Tipp für die Menschen, die bisher Berührungsängste hatten, sich mit der Geschichte des Nahostkonflikts auseinanderzusetzen.
Redaktionsschluss für diese Sendung war Freitag, 20.10.2023 um 18 Uhr.
Weiterlesen:
Antisemitismus im Podcast von Lanz & Precht: Lernen mit Lanz.
Ausblick auf die Wahl in Argentinien: Der Zerstörer.
Lesestoff: Bücher für den Herbst.
Deutscher Buchpreis 2023: Tonio Schachingers Roman “Echtzeitalter”.
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Audiomaterial über phoenix, dpa, youtube.com/@DonaldTusk, MDR.
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Bis Sonntag trifft sich die Grüne Jugend in Leipzig zu einem Bundeskongress. Dort wird eine neue Spitze gewählt. Aber schon jetzt ist eines klar: Die jungen Grünen sind sehr unzufrieden. Mit der Ampelregierung – und auch mit den Grünen selbst. Was die Grüne Jugend fordert, darüber spricht Constanze von Bullion aus dem Berliner SZ-Parlamentsbüro in dieser Folge von “Auf den Punkt”. Sie sagt: Auch wenn kaum eine der Forderungen wirklich umgesetzt werden wird, sind sie nicht sinnlos. Sie haben noch einen ganz anderen Zweck.
Weitere Nachrichten: Baerbock reist in den Nahen Osten, Russlands Offensive in der Region Donezk bleibt erfolglos.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Franziska von Malsen
Produktion: Annika Bingger
Sprecherin: Ann-Marlen Hoolt
Zum Weiterlesen
Den Gastbeitrag "Sehr verehrte Antisemiten" lesen Sie hier.
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