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Gerade läuft es nicht schlecht für den SPD-Kanzlerkandidaten. Und das wohl vor allem, weil es gerade nicht gut läuft für seine beiden schärfsten Konkurrenten: Armin Laschet von der CDU und Annalena Baerbock von den Grünen. Die beiden stolpern durch den Wahlkampf, machen unter Druck Fehler, kleine und große, und lassen es aus Sicht der Kritiker an Gravitas mangeln. Die große Frage ist nun: Kann Olaf Scholz davon profitieren? Wird er zum lachenden Dritten? Scholz' Kalkül ist, dass die Grünen schon bald hinter die SPD rutschen und die Republik dann wieder das altbekannte Duell SPD gegen CDU erleben könnte – mit dem Unterschied, dass es diesmal keinen Amtsinhaber gibt, der sich erneut für das Kanzleramt bewirbt. Scholz hofft, dass der merkelsche Amtsbonus dann auf ihn als Vizekanzler übergeht.
Aber kann das funktionieren? Darüber diskutieren wir diese Woche mit unserem Kollege Peter Dausend, Redakteur im Hauptstadtbüro der ZEIT und Autor der Kolumne "Dausend Prozent". Wir fragen ihn: Auf welche Koalition setzt Scholz? Kann man mit 18 Prozent Kanzler werden? Und wenn ja, wie würde er Deutschland regieren? Wie wichtig ist ihm Klimaschutz? Und wann lächelt er mal?
Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik aktuell beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Marc Brost zu hören.
Ab dem 15.1.2025 Teile des Archivs von "Das Politikteil" nur noch exklusiv mit einem Digitalabo der ZEIT zu hören – auf ZEIT ONLINE, auf Apple Podcasts und auf Spotify. Ein kostenloses Probeabo können Sie hier abschließen. Wie Sie ihr Abo mit Spotify oder Apple Podcasts verbinden, lesen Sie hier.
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Vor einer Woche wurden große Gebiete in Nordrheinwestfalen und Rheinlandpfalz überschwemmt – und die Folgen des Hochwassers sind verheerend. Angesichts von mehr als 170 Toten, vielen Vermissten und Tausenden zerstörten Häusern und Straßen diskutieren wir in der neuen Folge von "Das Politikteil" die drängenden politischen Fragen: Was lief schief in der Klimapolitik und beim Katastrophenschutz, das diese Tragödie begünstigte? Was sind die Lehren aus der Katastrophe? Welche Partei hat die besten Konzepte? Und hat die Flut das Potenzial, den Bundestagswahlkampf so zu beeinflussen wie 2002, als der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder dank seiner öffentlichkeitswirksamen Auftritte beim Elbehochwasser Sympathiepunkte einsammelte?
Zu Gast ist Mariam Lau, Politikredakteurin bei der ZEIT, die gerade aus dem Hochwassergebiet zurückgekehrt ist. Mariam Lau berichtet bewegend von den Nöten der Menschen – und verrät ihren persönlichen Blick auf das Agieren der Kanzlerkandidaten. Dieser Ausnahmezustand sei ein adäquater Charaktertest für die Kanzlerkandidaten, meint Lau. Die Grünen hielten sich zu bedeckt, findet sie. Und Armin Laschet? "Er wollte am liebsten auf einem ruhigen Floß ins Kanzleramt treiben." Nun habe die Naturkatastrophe seine Strategie umgeworfen, er müsse sich etwas Neues ausdenken.
Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt, Heinrich Wefing, Ileana Grabitz und Marc Brost zu hören.
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Im Jahr des 100. Geburtstags der Kommunistischen Partei Chinas scheint der Höhenflug der Volksrepublik kaum noch zu stoppen zu sein: Unter der Führung der allein herrschenden KP hat sich das Land vom verarmten Bauernstaat zur zweitgrößten Wirtschaftsmacht der Erde entwickelt, die auch durch ihre zunehmend aggressive Außenpolitik immer wieder für Irritationen sorgt. "Eine starke Nation muss eine starke Armee haben", sagte Staatschef Xi Jinping bei der Feier zum Jubiläum der KP Anfang Juli und warnte davor, die Entschlossenheit Chinas zu unterschätzen, seine territoriale Integrität zu verteidigen. Die Volksrepublik rüstet auf, und auch das chinesische Atomprogramm hat an Fahrt aufgenommen.
In der neuen Folge von "Das Politikteil" diskutieren wir mit Matthias Naß, internationaler Korrespondent der ZEIT, über die Hintergründe der aggressiven Außenpolitik Chinas – und die Folgen für die asiatische Region und den Westen. Matthias Naß ist ein großer Chinakenner und hat erst in diesem Jahr das Buch Drachentanz – Chinas Aufstieg zur Weltmacht und was er für uns bedeutet herausgebracht (Beck 2021).
Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt, Heinrich Wefing, Ileana Grabitz und Marc Brost zu hören.
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Die Kanzlerkandidatin der Grünen steht seit Wochen in der Kritik. Sie musste nachträglich dem Bundestag Nebeneinkünfte melden und ihren im Internet veröffentlichten Lebenslauf korrigieren. In ihrem vor Kurzem veröffentlichten Buch hat sie offenbar wörtlich aus anderen Quellen abgeschrieben, ohne diese zu nennen. Gleichzeitig sinken die Umfragewerte der Grünen und der Traum von der ersten Kanzlerschaft rückt in immer weitere Ferne. Ist das alles eine Kampagne? Wie berechtigt sind die Vorwürfe gegen Annalena Baerbock? Und was sagt diese Krise, aber auch der Umgang mit der Krise, eigentlich über Baerbock selbst aus?
In der neuen Folge von "Das Politikteil" analysiert ZEIT-Autorin Jana Hensel gemeinsam mit den Moderatoren Marc Brost und Heinrich Wefing die Vorwürfe gegen die erste grüne Kanzlerkandidatin. Sie berichtet von ihren Recherchen aus dem innersten Zirkel einer verunsicherten Partei und von ihrem Treffen mit Robert Habeck kurz nach Bekanntgabe von Baerbocks Kandidatur. Und sie erzählt, wie die Grünen die Wahl im September doch noch gewinnen wollen.
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Am Dienstag dieser Woche endete nach 20 Jahren der längste und verlustreichste Auslandseinsatz der Bundeswehr, die letzten deutschen Soldaten verließen Afghanistan. Was bleibt nach diesem Krieg? Und vor allem: Was wird aus den Menschen im Land?
In der neuen Folge von "Das Politikteil" erzählt ZEIT-Reporterin Lea Frehse von ihren Recherchen in Afghanistan und von ihren Begegnungen in der Hauptstadt Kabul und in Masar-I-Sharif im Norden des Landes, wo die Bundeswehr zuletzt ihr Camp hatte. Sie berichtet von der Begegnung mit afghanischen Flüchtlingen, die sich von der Bundeswehr Schutz versprachen und nun auf sich gestellt sind. Von Roadtrips durch Kabul und der bevorstehenden Machtübernahme durch die Taliban. Und vom alltäglichen Leben – und den Ängsten – der Mädchen und Frauen.
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Zum Podcastfestival von ZEIT und ZEIT ONLINE unternahm "Das Politikteil", der politische Podcast von ZEIT und ZEIT ONLINE, eine ganz besondere Reise: ZEIT-ONLINE-Autor Mathias Peer beschreibt eine ungewöhnlich stille Khao San Road in Bangkok und schildert, wie sich Thailand darauf vorbereitet, dass ab 1. Juli erstmals wieder Touristen ins Land kommen dürfen. Alice Bota, die für die ZEIT aus Russland berichtet, beschreibt, wie Swetlana Tichanowskaja von einer belarussischen Hausfrau zur Heldin der Revolution wurde und warum vor allem die Frauen den Kampf gegen Diktator Alexander Lukaschenko führen.
Der Kriegsreporter Wolfgang Bauer, der für ZEIT und ZEIT ONLINE schreibt, ist gerade aus Afghanistan zurückgekehrt und erzählt von einem Land, das nach dem Abzug der US-Truppen in Panik ist. Viele Menschen fürchten, dass sie nach der Rückkehr der Taliban in eine finstere Zeit zurückkatapultiert werden, die sie überwunden geglaubt hatten. Und Kerstin Kohlenberg ist in New York extra für uns zu nachtschlafender Zeit am Mikro und berichtet, warum ein scheinbar elitäres Debattenthema wie die "critical race theory" auch Durchschnittsamerikaner in Wallung bringt und das Land zu spalten droht.
Im Podcast "Das Politikteil" sprechen wir jede Woche über das, was die Politik beschäftigt, erklären die Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Marc Brost zu hören. Diesmal moderieren Heinrich Wefing, Tina Hildebrandt und Ileana Grabitz zusammen. Marc Bost, der ausnahmsweise nicht dabei sein konnte, übernimmt als fünfter Gast die beliebte Rubrik Flop 5 und verrät, welche Sätze zur Innenpolitik er im Wahlkampfjahr 2021 nicht mehr hören kann.
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Angesichts der jüngsten Entwicklungen im Bundestagswahlkampf, könnte man meinen, es seien amerikanische Verhältnisse eingekehrt: Seien es die persönlichen Diffamierungen der grünen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, die in der Kampagne der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ihren Höhepunkt fand. Die Antisemitismusvorwürfe gegen die Publizistin Carolin Emcke nach ihrer Rede auf dem Grünen Parteitag. Oder die von rechtsextremistischen Codes durchzogenen Botschaften von Konservativen wie Hans-Georg Maaßen – das Werben um die Wählergunst war selten so aggressiv, so polarisierend, wie es derzeit zu beobachten ist.
In der neuen Folge von "Das Politikteil" diskutieren wir mit der Wiener Politikwissenschaftlerin Natascha Strobl, ob der Wahlkampf tatsächlich trumpeske Züge angenommen hat. Strobl ist Expertin für die Codes und Chiffres der Identitären und neuen Rechten und erklärt anhand konkreter Beispiele, wie sich vor allem konservative Politiker, aber auch Medien zunehmend dieser Narrative bedienen, um bei den Wählern und Wählerinnen zu punkten. Eine bewährte Methodik sei etwa der „Riding-the-News-Circle“, sagt Strobl. „Umso mehr sich die Anderen aufregen desto besser."
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Joe Biden ist zu seiner ersten Europareise als Präsident gekommen. Eine Woche wird er hier sein, in London, Brüssel, Genf, ein fast endloser Wirbel von Pomp und Proklamationen, von Empfängen und Erklärungen. In Das Politikteil schauen wir hinter die Rituale der Diplomatie und fragen: Was will Joe Biden eigentlich außenpolitisch? Ist jetzt alles wieder gut zwischen Europa und den USA? Und wie wird das Gipfeltreffen mit Putin?
Zu Gast im Podcast ist diese Woche Jörg Lau, der außenpolitische Koordinator der ZEIT. Er erklärt, was Bidens strategisches Ziel ist, das alles zusammenhält – der Konflikt mit China. Warum ist die Auseinandersetzung mit dem autoritären Regime dort so zentral? Und Jörg Lau erzählt, warum Biden sich in vielen Punkten gar nicht so sehr von Trump unterscheidet. Und was das für Deutschland bedeutet.
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Angesichts der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt versuchte sich der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, dieser Tage an einer Erklärung für den anhaltenden Höhenflug der AfD in den ostdeutschen Bundesländern: Ein nicht unerheblicher Teil der AfD-Wähler im Osten sei "leider dauerhaft für die Demokratie verloren", sagte der CDU-Politiker. Es gebe keine Lösung, außer die Brandmauer möglichst hoch zu ziehen.
Vor allem in Ostdeutschland erntete Wanderwitz mit diesem Erklärungsansatz viel Widerspruch, so auch von Martin Machowecz, Redaktionsleiter der ZEIT im Osten. In der neuen Folge von "Das Politikteil" erklärt er, was aus seiner Sicht die tatsächlichen Gründe dafür sind, dass die AfD vor allem im Osten so hohen Zuspruch erfährt – und wir diskutieren, was die Politik tun kann und tun müsste, um das zu verändern. Machowecz wurde ein Jahr vor dem Mauerfall in Meißen geboren und berichtet im Podcast sehr persönlich über die Nachwendejahre, die ihn und seine Generation bis heute prägen. "Mindestens die Hälfte der AfD-Wähler ist mit guten politischen Angeboten auch wieder davon abzubringen, die AfD zu wählen", ist Machowecz überzeugt.
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65 Prozent der jungen Menschen hatten während der Pandemie das Gefühl, nicht gehört zu werden. 75 Prozent fühlten sich zu Hause zwar wohl, haben aber trotzdem ihre Freunde als wichtigste Ansprechpartner vermisst. Was hat Corona mit denen macht, deren Leben erst relativ am Anfang steht? Was hat ihnen Angst gemacht, was gibt ihnen Hoffnung?
Für die aktuelle Folge von Das Politikteil haben wir junge Menschen aufgerufen, mit uns über ihre Erfahrungen zu sprechen, und lassen sie zu Wort kommen.
Außerdem sprechen wir mit Severine Thomas von der Universität Hildesheim, die am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik über die Situation von Jugendlichen forscht. Als Teil eines Teams hat sie mit JuCo die erste bundesweite Studie dazu gemacht, wie es jungen Menschen zwischen 15 und 30 Jahren ergangen ist. Thomas erklärt, warum Generation Corona ein positiver Begriff sein sollte und sie die zunehmende Wut vieler Jugendlicher gut verstehen kann. Sie kritisiert, dass in politischen Gremien kaum Menschen unter 30 Jahren zu finden sind, und fordert, dass Jugendbeteiligung "kein Schönwetterrecht" sein darf.
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