Die fünfte Schweiz

Die fünfte Schweiz

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Die fünfte Schweiz episodes

  • Roberto Cavoli: «Wir sind eine grosse Familie!»
    Roberto Cavoli lebt mit seiner Frau Victoria in Palimé, der viertgrössten Stadt von Togo in Westafrika. Vor dreizehn Jahren hat das Paar ein Waisenhaus gegründet. 
    Mittlerweile wohnen achtzehn Mädchen und Buben bei den Cavolis: «Ich bin selber ein Waisenkind und weiss, wie hart es ist, ohne Eltern aufzuwachsen.»
    Für Roberto Cavoli ist klar, jedes Kind hat eine Zukunft verdient: «Es sind traurige Schicksalsgeschichten, aber es ist unglaublich, was für starke Persönlichkeiten meine Kinder sind. Kämpferinnen und Kämpfer!»
    «Sie nennen ihn liebevoll Nonno»
    Der ehemalige Laborant aus Stein am Rhein am Bodensee, besuchte Togo zum ersten Mal im Jahr 2000. Er sah das Elend auf den Strassen: «Mir war sofort klar, dass ich Kindern eine gesicherte Zukunft schenken möchte.»
    Zusammen mit seiner togolesischen Frau Victoria, baute er ein grosses Haus. Heute gehe es wie in einem Bienennest zu und her, sagt der 77-Jährige: «Langweilig wird es mir nie. Im Gegenteil, die Kinder sind eine Bereicherung fürs Leben.»
    13 min
  • Marianne Bernadotte vermittelt Schweizer Kultur in Amerika
    Vor vierzig Jahren wanderte Marianne Bernadotte mit ihrem Mann nach Amerika aus. Von Anfang an, war für sie eines klar: «Ich wollte nicht eine typische Schweizer Expat Mutter werden, die nicht auf Aromat und Knorrsuppe verzichten kann.»
    Marianne Bernadotte aus Zürich lebt heute mit ihrer Familie in Cleveland im Bundesstaat Ohio. Die gelernte Spitallaborantin hatte es am Anfang nicht einfach im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
    Ohne Matura, konnte sie damals nicht auf ihrem Beruf arbeiten. Als ihre Kinder eine internationale Schule besuchten, kam ihr die zündende Idee. Kurzerhand gründete sie einen Schweizer Elternverein und wurde in den Schulrat gewählt.
    Von der Spitallaborantin zur Honorarkonsulin von Ohio
    Marianne Bernadotte fühlt sich auch nach vierzig Jahren im Ausland, ihrer Heimat Schweiz sehr verbunden. Sie verbindet Schweizer Kultur mit der Amerikanischen.
    Die 62-Jährige hat sich über die Jahre ein gutes Netzwerk aufgebaut, was in der Schweiz nicht unbemerkt blieb. Vor vier Jahren wurde Marianne Bernadotte vom EDA zur Honorarkonsulin des Staates Ohio auserwählt: «Mit viel Engagement, Initiative und Beziehungen kann man sich hier in Amerika schnell integrieren.»
    15 min
  • Theo Minder: «113 Tage war unser Balkon die einzige freie Zone»
    Theo Minder lebt seit 22 Jahren in Santiago, der Hauptstadt von Chile. Die Stadt hat nach wie vor strenge Corona-Regeln. Für Theo Minder kehrt nach vielen Wochen in der Isolation endlich ein Stück Normalität zurück.
    Gefehlt haben Theo Minder und seiner Frau Antonia während der Corona-Krise vor allem die sozialen Kontakte. «Einfach mal draussen mit Freunden einen Kaffee trinken gehen, war monatelang nicht möglich», sagt der 55-Jährige. Trotzdem hatte der strenge Lockdown auch seine positiven Seiten: «Das Leben ist sowas von ruhig und entschleunigt. Die Agenda ist absolut leer.» Immerhin: Jetzt dürfen er und seine Frau wochentags wieder ohne Bewilligung auf die Strasse.
    Ein spannendes Jobangebot lockte nach Südamerika
    Theo Minder ist gelernter Elektromechaniker. Seinen Beruf hat er aber schon lange an den Nagel gehängt. Er hat die Rolle des Hausmannes übernommen. Seine Frau Antonia arbeitet als Lehrerin an einer Schweizer Schule in Santiago. Mühe mit dem Rollentausch hat Theo Minder überhaupt nicht: «Wir ergänzen uns super!»
    17 min
  • Petra Ehrismann – Musik ist ihre Welt
    Petra Ehrismann hat Musik im Blut. Nach dem Gymnasium studierte sie Querflöte in Winterthur. Doch schon bald entdeckte sie ihr zweites Instrument: Ihre Stimme. Vor neunzehn Jahren wanderte Petra Ehrismann deshalb für ein Gesangsstudium nach Amsterdam in Holland aus – und blieb.
    Sich einen Namen in der klassischen Musikbranche zu machen, ist ein langer und steiniger Weg. Petra Ehrismann hat es geschafft und sich in den letzten Jahren zu einer wandelbaren und vielseitigen Sängerin entwickelt. Heute lebt die freischaffende Musikerin in Haarlem, unweit von Amsterdam. Es ist die Hochburg der klassischen Chorgesänge.
    «Es zieht mich zurück in die Schweiz»
    Auch wenn sich Petra Ehrismann in all den Jahren einen Namen in der klassischen Szene gemacht hat, spielt die 48-Jährige mit dem Gedanken, in die Schweiz zurück zu wandern: «Die Konkurrenz schläft nicht. Mir war immer bewusst, dass ich nicht ewig als freischaffende Sängerin leben kann.»
    15 min
  • Elisabeth Demuth kennt die indonesische Kultur in- und auswendig
    Elisabeth Demuth lebt in der Stadt Tomoho im Norden der Insel Sulawesi. Seit vierzig Jahren ist Indonesien das Zuhause der 69-Jährigen aus Hombrechtikon (ZH). Sie kennt die indonesische Kultur bestens und hat lange Zeit Dorfhebammen in den abgelegensten Winkeln und Inseln ausgebildet.
    Elisabeth Demuth hat sich in Indonesien auf die Bewegungswissenschaft der Kinesiologie spezialisiert. Sie hält Vorträge und Vorlesungen über die Techniken und gibt Kurse auf Java, Bali oder Sumatra.
    In Tohomo wohnt sie in einem traditionellen «Minahasa Chalet»: «Es ist mein kleines Paradies inmitten von vielen verrosteten Blechdach Häusern.»
    15 min
  • «Der 'Indian Summer' in Vermont ist magisch»
    Fritz Walther kommt ins Schwärmen, wenn er vom kleinen US-Bundesstaat Vermont erzählt. Seit mehr als 40 Jahren lebt der Hotelier in der Ortschaft Burke: Er sagt: «Ich habe hier meine neue Welt gefunden.»
    Burke ist ein bekanntes Ski- und Wandergebiet im US-Bundesstaat Vermont, unweit der kanadischen Grenze. Fritz Walther aus Kehrsatz (BE) ist gelernter Koch. Er und seine amerikanische Frau führten mitten im Ski-Resort über drei Jahrzehnte ein Restaurant und Hotel. Seit sie es verkauft haben, geniessen die beiden ihre freie Zeit in der Natur. Der «Indian Summer» hat es ihnen besonders angetan. «Dann ist Vermont magisch», sagt Fritz Walther. Er freut sich schon jetzt auf die kommende Skisaison: «Letzten Winter bin ich jeden Tag auf den Skiern gestanden.»
    16 min
  • Hans Schneider ist Besitzer einer Wasserquelle
    Hans Schneider ist viel in Brasilien herumgekommen. Der diplomierte Elektromonteur arbeitete in São Paulo und in Rio. Heute lebt er mit seiner Familie in der Hafenstadt Ilhéus im Bundesstaat Bahia. Er ist stolzer Besitzer einer Wasserquelle und einer Fazenda.
    Vor über vierzig Jahren zog es Hans Schneider nach Brasilien. Er arbeitete dort für diverse internationale Firmen. Anfang der neunziger Jahre hatte er das Glück, eine Mineralwasserquelle ersteigern zu können.
    Bis er die Bewilligung für den Wasserverkauf bekam, war es allerding ein langer und beschwerlicher Weg, sagt der 76-Jährige: «Ich wartete zehn Jahre auf die Bewilligung, weil ich kein Schmiergeld zahlen wollte. Entweder man schmiert in Brasilien oder man hat Geduld.» Seine Geduld wurde belohnt. Heute kann er von der Quelle gut leben.
    Fazenda «Hilda Rose»
    Oberhalb von Ilhéus besitzt Hans Schneider eine grosse Fazenda mit Blick aufs Meer. Auf hundertfünfzig Hektaren Land hat der Berner unter anderem eine Kakaoplantage und pflanzt Gummibäume an.
    12 min
  • Familie Hemmelmayr lebt ihren Traum in der Provence
    Mit ihrem bunt bemalten Hippie-Bus fuhr die fünfköpfige Familie vor vier Jahren nach Südfrankreich los und erfüllte sich ihren lang ersehnten Wunsch. Patrick Hemmelmayr und seine Frau Natascha erwarben in Salernes ein altes Weingut mit Ferienwohnungen.
    Patrick Hemmelmayr ist ein erfahrener Hotelier und Kunstmaler mit Leidenschaft. Darum ist es nicht ungewöhnlich, dass man auf dem Anwesen immer wieder auf Kunstobjekte trifft.
    Das Auswandern hat zusammengeschweisst
    Das Weingut steht abgelegen inmitten der provenzalischen Natur. Nach Südfrankreich auszuwandern, habe die Familie zusammengeschweisst, sagt der 52-Jährige: «In der Schweiz führte ich zwanzig Jahre lang einen Gasthof und hatte kaum Zeit für die Familie.»
    21 min
  • Selina Niederberger in Trinidad und Tobago
    Der karibische Inselstaat Trinidad und Tobago liegt direkt vor der Küste Venezuelas. Hier prallen zwei Welten aufeinander: Die beliebte karibische Feriendestination ist gleichzeitig auch Zufluchtsort für Flüchtlinge. Selina Niederberger arbeitet dort für das UNO Flüchtlingskommissariat.
    Selina Niederberger arbeitet seit rund zwei Jahren in Port of Spain, der Hauptstadt von Trinidad und Tobago. Sie betreut Flüchtlinge, die einen Asylantrag stellen. Viele von ihnen seien traumatisiert und könnten nicht über ihre Geschichte reden, sagt die 33-Jährige: «Die Lage in Venezuela ist schlimm. Die Menschen haben keinen Zugang zu Nahrungsmitteln, und die Gesundheitsversorgung ist katastrophal.». Viele Familien kommen nach Trinidad und Tobago, in der Hoffnung bleiben zu können.
    14 min
  • Rolf Steiner bäckt Schweizer «Gipfeli» in Zimbabwe
    Ein echtes Schweizer «Gipfeli» in Afrika zu backen sei schwieriger als einen Porsche zu flicken, sagt der ehemalige Automechaniker aus Aesch (ZH). Mit viel Geduld hat Rolf Steiner den Sprung in die Bäckerszene doch geschafft: «Ich habe sechs Monate am Rezept herumexperimentiert.»
    Vor über dreissig Jahren kam Rolf Steiner als Automechaniker nach Afrika und blieb. Auf einer Safaritour hat er sich in Zimbabwe in das Land und die Leute verliebt. Heute arbeitet und lebt der 54-Jährige mit seiner Familie in Victoria Falls.
    Not macht erfinderisch
    Viele Jahre arbeitete Rolf Steiner als Safari-Tourguide und Lodge-Manager in diversen Nationalparks. Als die Börse 2010 den Bach runter ging, musste der ehemalige Automechaniker notgedrungen umdenken. Aus seiner Werkstatt zu Hause entstand eine professionelle Bäckerei. Heute beliefert Rolf Steiner mit seinen tiefgefrorenen Backwaren diverse Hotelanlagen in Afrika.
    15 min

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