Die fünfte Schweiz

Die fünfte Schweiz

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Die fünfte Schweiz episodes

  • Rahel Diener lebt am «Little Atlin Lake» in Kanada
    Vor 22 Jahren stürzte sich Rahel Diener aus Bülach (ZH) mit ihrem Mann ins Abenteuer «Kanada». Der «Little Atlin Lake» ist ein See im kanadischen Yukon Territorium. Direkt am See hat sich die Familie in all den Jahren ein kleines Paradies geschaffen. Wenn der See im kanadischen Winter gefroren ist, montiert Rahel Diener gerne mal ihre Schneeschuhe und geht damit auf dem See wandern. Ausspannen kann die ehemalige Pfarrerin durch die Wintermonate. In der Hochsaison gibt es rund um die Uhr was zu tun, sagt die 58-Jährige: «Die Gäste sollen sich wohl fühlen in unseren Lodges. Ich koche gerne Marmelade und backe Brot».
    Besucher aus der Wildnis
    Nicht selten kriegen sie Besuch von neugierigen Tieren, sagt Rahel Diener: «Manchmal sieht man Koyoten vorbei spazieren. Auch Bären besuchen uns ab und zu. Da muss man Distanz halten und die wilde Natur um uns herum respektieren».
    15 min
  • Australier durch und durch: Ernst Walther in Perth
    Australien gehört bis heute zu den beliebtesten Auswandererdestinationen der Schweizerinnen und Schweizer. Ernst Walther kam vor 35 Jahren nach Sidney. Heute lebt der 69-Jährige mit seiner Familie in Perth an der australischen Südwestküste. Mittlerweile ist Ernst Walther stolzer fünffacher Grossvater: «Ich fühle mich als Australier, doch in meinem Innern schlägt immer noch das Schweizer Herz!»
    Schon als Bub träumte Ernst Walther von Australien. Er kaufte sich sogar Weltkarten an der Tankstelle, um den einzigartigen Kontinent zu studieren: «Ich las viele Bücher und wusste: Da will ich irgendwann einmal leben.»
    Per Autostopp nach Australien
    Mit 32 packte Ernst Walther seinen Rucksack und stürzte sich ins Abenteuer Australien. Mehrheitlich über den Landweg und per Autostopp: «Für mich ist es eine unvergessliche Zeit. Ich reiste über Nord- und Südamerika, die Osterinseln, über Fidschi nach Neuseeland.» In Sidney angekommen, fand er damals sofort eine Stelle als Informatiker. Heute ist er freiwilliger Mentor an einer High-School in Perth: «Ich helfe Schülern mit Lernproblemen, wieder Fuss zu fassen.»
    14 min
  • Florance Zumstein fand ihre Liebe in Vietnam und blieb
    So schnell kann sich das Leben um 180 Grad drehen. Florance Zumstein aus Wil (SG) fand auf ihrer Asienreise ihre grosse Liebe. Freund Khai war ihr Touristenführer im Fischerdorf Bai Xep. Im Juni 2018 packte die 27-Jährige ihre Koffer und zog zu ihm. Bald bekommen sie Zuwachs. Das kleine verträumte Fischerdorf Bai Xep in der Provinz Bình, ist seit kurzem das neue Zuhause von Florance Zumstein. Der Ort ist ein Touristenmagnet und bekannt für seine goldfarbenen Sandstrände. Zwar ist die Liebe noch sehr frisch zwischen ihr und Freund Khai, aber das sei kein Stolperstein für die Wilerin: «Gefunkt hat es schnell und wir sind ein super Team. Die Vietnamesen sind sehr offene Menschen».
    Einzige Europäerin im ganzen Dorf
    Rund 900 Einwohner zählt das Fischerdorf Bai Xep. Florance Zumstein sei ein Unikum im ganzen Dorf, schmunzelt die 27-Jährige: «Ich bin die einzige Europäerin, die hier lebt und aus dem Rahmen fällt»!
    15 min
  • Trix und Marcel Buholzer auf Kreta
    Vor fünf Jahren wollten es Trix und Marcel Buholzer nochmals wissen. Sie verkauften ihr Haus in Aetigkofen (SO), um sich auf der griechischen Insel Kreta ihren Traum zu erfüllen. Eine Rock- und Blues Bar. Die kleine Stadt Agios Nikolaos auf der Insel Kreta haben Trix und Marcel Buholzer von Anfang an ins Herz geschlossen, erinnert sich Trix Buholzer: «Wir waren ein paar Mal in den Ferien hier. Jedes Mal, wenn wir nach Hause mussten, schmerzte unser Herz.» Kurzerhand starteten die beiden Mitte 50 nochmals durch.
    «Auswandern muss gut geplant sein»
    Das Abenteuer «Auswandern» haben Trix und Marcel Buholzer lange und gut vorbereitet. Einfach so ins Blaue auszuwandern, sei nicht empfehlenswert: «Hier in Griechenland geht gar nichts ohne die berühmte Steuernummer. Ich empfehle jedem Auswanderer, sich im Vorfeld alle nötigen Papiere zu beschaffen, bevor man sich ins Abenteuer wagt.»
    15 min
  • Silvia und Franz Laffer besitzen eine Ranch in Kanada
    «Horsefly», übersetzt Pferdebremse, so heisst die Gemeinde in der Cariboo-Region in British Columbia. Vor 26 Jahren liess sich dort die 6-köpfige Familie Laffer nieder. Ab und zu lassen sich da auch Bären und Pumas blicken, sagt Silvia Laffer: «Das gehört hier zum Leben auf dem Land mit dazu». Die Ranch ist umgeben von Bergen, Wäldern und Wiesenlandschaften. Die rund 70 Kühe auf der Ranch leben auch bei Minustemperaturen draussen, sagt Silvia Laffer: «Denen macht das nichts aus, sie tragen ein dickes Fell und werden im Winter gut durchgefüttert». Silvia Laffer ist ein Tausendsassa und braucht die Abwechslung im Alltag. Nicht nur die Kühe und Pferde müssen versorgt werden. Die ehemalige Metzgersfamilie verarbeitet Fleisch für Nachbarn und Jäger aus der Umgebung.
    Heiraten in der Scheune
    Als die Tochter unbedingt in der Scheune heiraten wollte, kam die Idee. Die Familie räumte die alte Scheune aus und richtete sie festlich ein. Seither finden immer wieder romantische Zeremonien statt: «Meine Tochter hat ihre Hochzeitsbilder auf Facebook gestellt. Es ist schön zu sehen, wenn sich Paare das Ja-Wort auf unserer Ranch geben.»
    15 min
  • Ein super Team – Beat Wisler und Maik Hoppler in der Normandie
    Die Gastronomen Beat Wisler und Maik Hoppler haben vor rund zwei Jahren ihren Traum verwirklicht. In der Normandie führt das Ehepaar ein schmuckes Gästehaus. Klein aber fein, lautet ihr Motto, sagt Beat Wisler. Bretteville-sur-Ay heisst die kleine Gemeinde in der Normandie. Der Ort hat nur gerade mal rund vierhundert Einwohner. Entschleunigen kann man in dieser Gegend allemal. Die schier endlos langen Sandstrände und Dünenlandschaften, laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein.
    Ein Auge fürs Detail
    Vom «Ernst des Lebens» lasse sich Beat Wisler nicht einholen, sagt der Schöngeist und Lebemann: «Zwar arbeiten wir hier rund um die Uhr, aber anders.» Beat Wisler und Maik Hoppler haben in nur kurzer Zeit ein Paradies erschaffen. Das geschichtsträchtige Landhaus aus dem 18. Jahrhundert haben die beiden mit viel Herzblut umgebaut.
    16 min
  • Brigitta Fink in der ligurischen Küstenstadt Levanto
    In Brigittas Bar kriegt man nicht nur feine Häppchen zum Apéro serviert, sondern auch wertvolle Ausflugstipps. Levanto ist bekannt für seine Wanderpfade durch idyllische Weinberge entlang der Steilküste. Seit 16 Jahren lebt Brigitta Fink in Levanto und pendelt als Barbesitzerin und Psychologin zwischen zwei Berufswelten.
    «Ich brauche Abwechslung im Leben»
    In den Wintermonaten arbeitet die 62-Jährige als Psychologin und Berufsberaterin und kommt ab und zu in die Schweiz. Den Sommer durch empfängt sie Gäste in ihrer Bar in Levanto: «Egal ob Italien oder die Schweiz, bei beiden Ländern habe ich das Gefühl, nach Hause zu kommen». In ihrer Freizeit geht Brigitta Fink auf Wanderungen und erkundet die Küstengegend.
    13 min
  • Thomas Wirth lebt mit seiner Familie auf Long Island, New York
    Thomas Wirth ist technischer Verkaufsingenieur bei einer internationalen Firma und ist viel unterwegs. Das stört den 65-Jährigen überhaupt nicht, im Gegenteil: «Ich bin mit dem Flugvirus angesteckt, ich reise gerne.» Erholung findet er auf seinem Grundstück in Huntington auf Long Island. Der studierte Elektroingenieur aus Burgdorf (BE) war schon als Bub ein begeisterter Tüftler: «Als kleiner Junge habe ich das ganze Elternhaus verkabelt!» Thomas Wirth arbeitete viele Jahre für die ehemalige Fluggesellschaft Swissair. Vor 33 Jahren kam er für die Airline nach New York und blieb für immer.
    «In meinem Garten bin ich Herr und Meister»
    Thomas Wirth lebt mit seiner Familie in Huntington auf Long Island. Das Haus hat einen grossen Umschwung, wo sich der Hobbygärtner austoben kann: «In meinem Garten finde ich Zeit zum Abschalten. Es ist Erholung pur.»
    15 min
  • Peter Kleiner aus Erice: «Auf Sizilien ticken die Uhren anders»
    Eines hat Peter Kleiner von den Italienern gelernt: La dolce Vita. Seit 21 Jahren lebt der Aargauer mit seiner Frau in Italien. Vor vier Jahren zog es das Paar ganz in den Süden, nach Erice in Sizilien. «Immer schön der Sonne nach!» lautet das Lebensmotto von Peter Kleiner und seiner Frau: «Wir mögen es lieber warm als kalt.» In Italien haben sie ihr Glück gefunden. Nicht nur das mediterrane Klima zog die beiden an, sondern auch die Kultur, sagt der 67-Jährige: «Das Leben hier ist viel gemächlicher und ruhiger. Die Leute sind herzlich, das Essen fantastisch und der Verkehr chaotisch.» Viele Jahre arbeitete Peter Kleiner in der Gastronomie. Heute ist er pensioniert und schreibt an einem Buch.
    15 min
  • Colette Bastin hat in Andalusien ein kleines Paradies geschaffen
    Ihr schmuckes Gästehaus liegt am Kap von Trafalgar. Los Caños de Meca ist ein kleiner verträumter Ort im Süden der Provinz Cádiz am Atlantik. Vor zwölf Jahren tauschte sie ihre Karriere bei der Swissair und Swiss gegen ein Leben als Gastgeberin. Geboren ist Colette Bastin in Hawaii, aufgewachsen in Belgien und hauptsächlich in der Schweiz. Die Weltenbummlerin fühle sich überall auf der Welt zu Hause: «Dort, wo ich gerade bin, schlage ich Wurzeln. Nur an einem einzigen Ort zu leben, wäre langweilig.» So pendelt sie immer wieder zwischen der Schweiz und Andalusien hin und her.
    Auch das Meer liegt ihr am Herzen
    Colette Bastin widmet sich nicht nur mit Herzblut den Gästen, sondern auch dem Meer. Regelmässig organisiert sie mit Gästen, Bekannten und Freunden aus der Region eine Reinigungsaktion am Strand: «Es werden täglich Plastikteile, Fischerhaken, Netze und Strandgut angeschwemmt.» Die Aktion sei wichtig für ein intaktes Meer.
    13 min

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