Die fünfte Schweiz

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Die fünfte Schweiz episodes

  • Marc-Olivier Oetterli: Nicht nur auf der Bühne im siebten Himmel
    Von den Singknaben der St. Ursen-Kathedrale ans Staatstheater Kassel: Marc-Olivier Oetterli sang sich von Solothurn nach Kassel in Nordhessen. Mit elf Jahren erhielt Marc-Olivier Oetterli Klavierunterricht und trat den Singknaben der St. Ursen-Kathedrale in Solothurn bei. Als Teenager sang der heute 48-Jährige bereits beim bekannten Theater Orchester Biel Solothurn. Seine Karriere führt über das Theater Luzern nach Deutschland. Seit sieben Jahren ist er Ensemble-Mitglied des Staatstheaters Kassel in Nordhessen.
    Per Flugzeug zum Auftritt
    Eigentlich wollte der Solothurner von klein auf aber Pilot werden. Heute verbindet er beide Berufe miteinander. Marc-Olivier Oetterli ist nämlich sowohl lizenzierter Fluglehrer als auch Opernsänger. Zwei Welten, die manchmal überraschende Berührungspunkte hätten: «Ich musste mal für einen kranken Opernsänger einspringen», erzählt Oetterli. «Also flog mich mein Flugschüler kurzerhand zum Auftritt. Das war praktisch.»
    16 min
  • Christa Vogel und Hans Hürlimann – Winzer mit Leib und Seele
    Pläne auszuwandern, hatte das Ehepaar Christa Vogel und Hans Hürlimann schon immer. Als die Lehrerin und der Musiker 1992 Ferien in der französischen Provinz Languedoc verbrachten, entdeckten sie ein Weingut aus dem 18. Jahrhundert. Heute sind die beiden stolze Winzer. Christa Vogel und Hans Hürlimann leben seit 23 Jahren in Alignan-du-Vent, ein kleiner Ort im Süden Frankreichs. Bevor sie das Weingut übernahmen, machten die beiden Weinliebhaber eine Ausbildung im Weinbau. Ihren Wein bauen sie im eigenen Keller aus: «Es steckt viel Arbeit dahinter, aber wir machen es mit Leidenschaft.» Die beiden sind ein eingefleischtes Team und kennen sich ein halbes Leben lang: «Wir waren im gleichen Kindergarten, sind im gleichen Haus aufgewachsen und wurden ein Paar.»
    13 min
  • Stephan Noger – Für die Liebe nach Mexiko
    Seit bald zwei Jahren lebt Stephan Noger in Guadalajara, der Hauptstadt des mexikanischen Bundestaats Jalisco. Die Stadt ist bekannt für Tequila und Mariachi-Musik. Wo die Liebe hinfällt. Im Fall von Stephan Noger nach Mexiko. Wobei er seine mexikanische Freundin Leticia in einem Pub in Schottland kennengelernt hat: «Als sich unsere Blicke trafen, war es um uns geschehen.» Für die Liebe zog der St. Galler in die mexikanisches Grossstadt Guadalajara. Seine neue mexikanische Familie hat ihn sofort ins Herz geschlossen: «Sie sind sehr offen und haben mir geholfen, mich rasch einzuleben.» Der 31-Jährige arbeitet heute als Office Manager für eine deutsche Firma.
    16 min
  • Helena Sommer-Murray liebt das Klima und die Weite Australiens
    Aufgewachsen ist Helena Sommer-Murray im bündnerischen Igis. Den Drang auszuwandern, hatte sie schon immer. Kaum war die Lehre als Hotelfachangestellte abgeschlossen, packte sie schon ihre Koffer. Seit 38 Jahren lebt die 57-Jährige in Melbourne, Australien. In einem Haus direkt am Meer. Helena Sommer-Murray hat an vielen Orten gelebt. Ihr Mann arbeitete für die australische Armee. So war die Familie unter anderem in Amerika und den Philippinen stationiert: «Ich lebte zeitweise wie eine Nomadin.» Heute geht es ruhiger zu und her, sagt die 57-Jährige: «Wir haben uns ein Haus am Meer gebaut. Auf unserem Dach weht die Schweizer Fahne!»
    12 min
  • Lisa Krauer surft in Marokko auf der Welle des Lebens
    Die marokkanische Kultur hat Lisa Krauer in den Bann gezogen. Vor fünf Jahren beendete sie ihre Karriere in der Schweiz, um ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen. Mit ihrem Partner Fayçal führt sie eine Surfschule in einem verträumten Fischerdorf an der Westküste Marokkos. Tafedna heisst das kleine Fischerdorf, das nur per Schotterweg zu erreichen ist. Dort lebt die 40-jährige Lisa Krauer aus Küsnacht (ZH). Ihre internationale Karriere hat sie für die Liebe zum Land und den Leuten an den Nagel gehängt: «Ich habe den Leistungsdruck in der Schweiz nicht mehr ausgehalten. Als ich das erste Mal in Marokko war, wusste ich, dass ich hier zu Hause bin!»
    Surfen und Yoga
    Auch die Liebe hat sie gefunden. Ihr Partner Fayçal war einst Kapitän auf einem grossen Fischerboot. Seit zwei Jahren führen die beiden eine Surfschule. Lisa Krauer gibt zusätzlich Yogaunterricht und hält die Fäden hinter den Kulissen zusammen.
    18 min
  • Dorly O'Sullivan: Per Autostopp nach Irland
    Als junge Frau wollte Dorly O'Sullivan ein Jahr lang per Autostopp die Welt bereisen. In Irland war dann Endstation. Der Autofahrer, der sie aufgabelte, ist heute ihr Mann. Dorly O'Sullivan lebt seit über 40 Jahren in Dunlavin, südwestlich von Dublin. Sie leitet den Kirchenchor, hat ein Jugendorchester ins Leben gerufen und betreibt mit ihrem Mann eine grosse Milchfarm.
    Endstation Irland
    Das Leben von Dorly O'Sullivan ist abenteuerlich. Die Lehrerin aus Biberist (SO) wollte als junge Frau die Welt entdecken – und traf in Dunlavin auf ihre grosse Liebe Barney.
    «Bei uns ist immer etwas los»
    Durch das Dorf führt nur eine einzige Strasse. Langeweile kennt Dorly O'Sullivan aber nicht. Die Milchfarm sei gleichzeitig ein Treffpunkt für Freunde und Bekannte, sagt die 69-Jährige: «Wir machen Musik, Essen zusammen, bei uns auf dem Hof ist immer etwas los. Das lieben wir als Grossfamilie!»
    15 min
  • Rolf Egli: «...wenn das Gute liegt so nah»
    Fast zwölf Jahre lang lebte Rolf Egli mit seiner Frau auf der Insel Maui in Hawaii. Dort führten die beiden ein Schweizer Café. Eine strenge, aber schöne Zeit, sagt der 62-Jährige: Jetzt wollen sie das Leben ruhiger angehen. «In Waldshut haben wir unser Paradies gefunden!» Wieso zieht jemand freiwillig von Hawaii nach Waldshut (D)? Diese Frage hört Rolf Egli fast täglich. Auch wenn auf der Insel Maui jeden Tag die Sonne scheint: Die Arbeit war sehr streng, weiss der Fotograf: «Unser Café hatte jeden Tag geöffnet, das ganze Jahr hindurch. Nach fast zwölf Jahren wurden wir langsam müde.»
    Ganz losgelassen hat die beiden Hawaii jedoch nicht, sagt Rolf Egli: «Wir haben einen kleinen Anhänger und verkaufen hawaiianische Spezialitäten.»
    15 min
  • Christian Henning: «Mein Herz schlägt für England»
    In Sachen Auswandern ist Christian Henning ein Profi. Mit seiner Familie lebte er in Texas, Florida und Frankreich. Vor zwei Jahren wurde der 56-Jährige in der englischen Stadt Reading, unweit von London, sesshaft. Christian Henning wuchs in Arbon (TG) auf. Früher flog er als Flight Attendant um die halbe Welt. Heute arbeitet der Vater von fünf Kindern als Headhunter für eine internationale Computerfirma. In der Stadt Reading ist Christian Henning endlich angekommen: «Ich habe zwar schon überall gewohnt, aber mein Herz schlug schon immer für England. Ich liebe die feine englische Art.»
    Theresa May wohnt in der Nachbarschaft
    Reading liegt auf halber Strecke zwischen London und Oxford. Auch prominente Leute mögen die ländliche Gegend, weiss Christian Henning: «Die Premierministerin Theresa May wohnt keine 10 Minuten von mir.»
    15 min
  • Emil Kündig in Liberia – Pilot mit Leib und Seele
    Schon als Kind war Emil Kündig fasziniert von der Fliegerei. Im Tessin lernte der Flugzeugmechaniker fliegen. Seit über 30 Jahre ist er Pilot für humanitäre Zwecke mit Stationen in Asien und Afrika. Die Start- und Landepisten, auf denen Emil Kündig mit seinem Kleinflugzeug jeweils landet, sind holprig und dreckig. Seit mehr als drei Jahren ist er zusammen mit seiner Frau Margrit in Monrovia, der Hauptstadt von Liberia stationiert. Täglich fliegt der 63-Jährige Leute von Hilfsorganisationen in Krisengebiete oder transportiert medizinisches Material. Als er damals das Flugbrevet bestand, dachte er eigentlich, dass er Langstreckenpilot wird: «Ich traf auf einen Piloten, der mir sagte, wenn du was tun willst, was Sinn macht, dann fliege für humanitäre Zwecke.» Diesen Schritt bereut er bis heute nicht.
    13 min
  • Die Toskana ist den Heimbergs ans Herz gewachsen
    Elisabeth und Fritz Heimberg leben seit zwanzig Jahren in der Provinz Lucca in der Toskana. Ihr 200-jähriges Haus liegt in den Hügeln von Matraia, inmitten von Olivenbäumen. Elisabeth Heimberg arbeitete auf der Gemeinde in Worben (BE). Ehemann Fritz bei der damaligen Telecom. Ein zu geregelter Alltag für die beiden, erinnert sich Elisabeth Heimberg: «Wir wollten zusammen einfach noch was Einzigartiges und Unvergessliches erleben.» Gefunden haben es die beiden in der Toskana. Ihr Haus haben sie in all den Jahren liebevoll renoviert. Mit ihnen leben drei Ponys, zwei Hunde und vier Katzen.
    11 min

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