Die fünfte Schweiz

Die fünfte Schweiz

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Die fünfte Schweiz episodes

  • Martin Wyss: «Das Valle Cannobina ist meine Oase der Ruhe!»
    Sein fester Wohnsitz ist das Valle Cannobina in Italien. Sein zu Hause ist die Welt. In Studienzeiten schrieb der Berner einst eine Masterarbeit über Hilfe und Entwicklung. Heute koordiniert Martin Wyss über 500 Mitarbeiter in verschiedenen Hilfsprogrammen. Seit über zwanzig Jahren arbeitet Martin Wyss für eine internationale Hilfsorganisation. Sein humanitäres Engagement sei zeitgleich immer wieder auch eine abenteuerliche Reise in andere Kulturen: «Als ich studierte war Ethnologie ein beliebtes Fach. In der Regel waren es Leute, die Interesse für den Rest der Welt zeigen. So einer bin ich eben!» Martin Wyss zog es zu den Menschen, die Hilfe brauchen. Er arbeitete in Moçambique und war viele Jahre in Moldawien stationiert. Eines der ärmsten Länder Europas.
    Das Valle Cannobina in Italien, ist der Rückzugsort von Martin Wyss und seiner Frau Irina: «Hier habe ich Bodenhaftung und kann auftanken. Es ist unser Paradies.»
    14 min
  • Ruth Soucek – Artistin aus Florida: «Ich bin klein, aber ich denke gross!»
    Ruth Soucek hatte nie Mühe mit ihrer Kleinwüchsigkeit. Sie misst gerade mal 97 Zentimeter. Als junge Frau zog es die Bernerin 1967 nach Amerika. Mit einem Ziel: Artistin einer grossen Bühnenshow zu werden. Ruth Soucek lebt seit über 50 Jahre in Amerika. Die gelernte Elektronikerin aus Spiegel (BE) traf in ihren Jugendferien auf eine spezielle Theatertruppe und war sofort hin und weg: «Es war eine Varietétruppe mit lauter kleinwüchsigen Artisten! Da wusste ich, das ist es!» Die selbstbewusste junge Frau machte ihren Traum wahr und reiste mit dem Theaterensemble Ende der 60er-Jahre quer durch Amerika und Kanada. «Das Showbusiness und das Reisen haben mich immer gereizt. Es war herrlich auf der Bühne zu stehen.» Oft stand Ruth Soucek auch für Filmproduktionen vor der Kamera. Heute geht die 74-Jährige ihren Alltag gemächlicher an und erinnert sich gerne zurück an die Zeit als Artistin.
    15 min
  • Franziska Gassmann – Professorin für Sozialpolitik an der Universität Maastricht
    Seit 27 Jahren lebt Franziska Gassmann in der Universitätsstadt Maastricht in Holland. Die Professorin für Sozialpolitik setzt sich schon viele Jahre für Entwicklungsländer ein: «Ich beobachte die soziale Entwicklung und schaue, welche Massnahmen nötig sind.» «Ich wollte mal eine berühmte Modedesignerin werden», verrät die 56-Jährige. Daraus wurde nichts. Für die grosse Liebe wanderte sie nach Holland aus. Die gelernte Handarbeitslehrerin studierte Internationale Wirtschaftswissenschaften. Die Lebensqualität in Maastricht sei sehr hoch: «Ich fahre jeden Tag mit dem Velo zur Arbeit». Einzig vermisst Franziska Gassmann die Schweizer Seen und Berge.
    17 min
  • Denise Bossert in Südkorea: «Ich habe Seoul in mein Herz geschlossen»
    An den schnellen Lebensrhythmus in Seoul musste sich Denise Bossert zuerst gewöhnen. Kaum ist die Bestellung im Restaurant aufgegeben, kommt schon das Essen. Auch die Züge fahren auf die Sekunde genau. Trotzdem hat die 46-Jährige in der Millionenmetropole Südkorea ihre innere Ruhe gefunden. Denise Bossert lebt seit mehr als zwei Jahren in Seoul. Die Kindergärtnerin und Akupunkteurin schreibt regelmässig einen Blog über ihre persönliche Sicht auf die südkoreanische Welt: «Ich möchte meine Eindrücke über dieses Land weitergeben. Seoul ist eine faszinierende Stadt.»
    Auch wenn die Hauptstadtstadt Südkoreas mit ihren gewaltigen Wolkenkratzern und dem hochkomplexen U-Bahnnetz sehr modern wirkt, so sind die Koreaner selber immer noch sehr traditionell: «Die Koreaner sind sehr zurückhaltend, aber trotzdem neugierig und interessiert.»
    15 min
  • Frauke Zauner: «Marokko ist eine Reise zu mir selbst»
    Als Frauke Zauner das erste Mal nach Marokko reiste, wusste sie: «Hier gehöre ich hin!» Es war eine Seelenreise zurück in die Vergangenheit. Und eine Reise zu ihrem Lebenspartner, einem Tuareg aus der Wüste. Die kleine Oase Nkob, in der Frauke Zauner lebt, liegt rund sechs Stunden von der ehemaligen Hauptstadt Marrakesch entfernt. Vor zwei Jahren kam Frauke Zauner mit zwei Koffern angereist und blieb. Für die Thurgauerin aus St. Margarethen war die Auswanderung alles andere als ein Kulturschock: «Man darf es nicht eins zu eins mit der Schweiz vergleichen. Hier in Nkob hat man noch Zeit. Für sich selbst und für die anderen.»
    Ein Hotel ohne Réception
    Gemeinsam mit ihrem Lebenspartner betreibt sie ein kleines Hotel in der Oase Nkob, die in der marokkanischen Provinz Zagora liegt. Satt am Hotelempfang die Réceptions-Glocke zu klingeln läuft man bei Frauke Zauner einfach durchs Eingangstor direkt in einen grünen Garten, voller Skulpturen aus Holz und Stein.
    Die 52-Jährige mag es, die Leute so offen zu empfangen und mit ihnen zu plaudern: «Es ist ein Ort zum Auftanken und Durchatmen.» Auch wenn die Zeit hier stehen geblieben ist, Langeweile kennt Frauke Zauner nicht: «Ich habe immer was zu tun und vor allem höre ich gerne den Geschichten unserer Gäste zu. Ich möchte, dass sich die Leute hier wie Zuhause fühlen.»
    16 min
  • Irene Swezey in Antigua: «Wir sind gewohnt, dass die Erde bebt»
    Irene Swezey lebt in der Stadt Antigua, eine von Vulkanen umgebene Kleinstadt im Süden Guatemalas. Am 3. Juni 2018 brach der Vulkan «Fuego» aus. Es war der stärkste Ausbruch seit 40 Jahren. Viele Menschen starben. Irene und ihre Familie hatten Glück. Auch ihr Haus blieb verschont. Irene Swezey hat sich an das Leben am Fusse der Vulkane gewöhnt. Mit dem Ausbruch des Feuervulkans «Volcán de Fuego» Anfang Juni 2018 hat sie aber nicht gerechnet. Ihr Haus befindet sich nur rund 20 Kilometer von ihm entfernt.
    «Ich dachte es regnet, dabei fiel Asche auf meinen Kopf»
    An den Tag erinnert sich die 50-Jährige ganz genau: «Ich arbeitete im Garten, dann fing es an, schwarze, feuchte Asche und Sand zu regnen. Mein Haar und mein Gesicht waren voll davon.»
    Irene Swezey kam vor 27 Jahren nach Antigua in Guatemala. Sie hat gelernt mit den Naturkatastrophen umzugehen: «Ich fühle mich hier sehr wohl, auch wenn die Erde immer wieder bebt. Ich bin fasziniert vom Land und seinen Vulkanen.» Irene Swezey führte viele Jahre ein Restaurant und einen Buchladen. Heute stellt sie handgemachtes Papier aus Gras und Baumwolle her.
    16 min
  • Die Bucheli’s – stetig auf Wanderschaft
    Ganze 25 Jahre verbrachte die Familie Bucheli in China und Asien. Zuerst in Hong Kong, dann Vietnam und zuletzt in Kuala Lumpur, der Hauptstadt von Malaysia. Mutter Fanny Bucheli lebt derzeit in der Schweiz. Mit dem Ziel, schon bald mit der Familie nach Malta auszuwandern. Fanny Bucheli verbrachte ihr halbes Leben im Ausland. Ihr Mann Edgar arbeitet für internationale Firmen im Elektronikbereich. In einer anderen Kultur zu leben, habe sie persönlich vieles gelernt, sagt die Luzernerin: «Ich sehe andere Gewohnheiten als interessante Chancen für mein eigenes Leben. Es sind Eindrücke, die mich prägen und weiter bringen.»
    Aktuell lebt Fanny Bucheli in der Schweiz. Ehemann Edgar pendelt zwischen Kuala Lumpur und Luzern. Sohn Joshua studiert in Bern, Tochter Taina in England. Schon bald werden wieder die Koffer gepackt. Diesmal geht es nach Malta, freut sich die 51-Jährige: «Wenn man so lange im Ausland gelebt hat, geht man die Dinge weniger verkrampft an und entscheidet spontaner.»
    16 min
  • Die Buchelis – stetig auf Wanderschaft
    Ganze 25 Jahre verbrachte die Familie Bucheli in China und Asien. Zuerst in Hong Kong, dann Vietnam und zuletzt in Kuala Lumpur, der Hauptstadt von Malaysia. Mutter Fanny Bucheli lebt derzeit in der Schweiz. Mit dem Ziel, schon bald mit der Familie nach Malta auszuwandern. Fanny Bucheli verbrachte ihr halbes Leben im Ausland. Ihr Mann Edgar arbeitet für internationale Firmen im Elektronikbereich. In einer anderen Kultur zu leben, habe sie persönlich vieles gelernt, sagt die Luzernerin: «Ich sehe andere Gewohnheiten als interessante Chancen für mein eigenes Leben. Es sind Eindrücke, die mich prägen und weiter bringen.»
    Aktuell lebt Fanny Bucheli in der Schweiz. Ehemann Edgar pendelt zwischen Kuala Lumpur und Luzern. Sohn Joshua studiert in Bern, Tochter Taina in England. Schon bald werden wieder die Koffer gepackt. Diesmal geht es nach Malta, freut sich die 51-Jährige: «Wenn man so lange im Ausland gelebt hat, geht man die Dinge weniger verkrampft an und entscheidet spontaner.»
    16 min
  • Monika Greter in Costa Rica: «Ich liebe die karibische Lebensart»
    Schon als Kind wusste Monika Greter ganz genau, wo sie später einmal leben möchte: «Ich sagte immer, ich werde einmal in einem Land leben, wo die Sonne scheint.» Und das ist heute Costa Rica. Die 47-Jährige lebt in Puerte Viejo de Talamanca an der Karibikküste. Monika Greter kam vor zwanzig Jahren nicht nur der Liebe wegen nach Costa Rica. Die Lebensart der Costa-Ricaner und das warme Klima haben sie nicht mehr losgelassen: «Die Menschen hier sind sehr offen und interessiert. Man fühlt sich hier nie alleine gelassen.»
    Der schönste Arbeitsplatz direkt am Strand
    Am Strand von Puerto Viejo de Talamanca betreibt Monika Greter einen kleinen Souvenirladen. Sie verkauft handgemachte Sachen aus Holz und Kokosnussschalen. Ihr grosser Stolz sind aber die selbst gehäkelten Kleider und Bikinis: «Jede freie Minute gehe ich an den Strand und häkle neue Modelle.»
    Monika Greter könnte sich ein Leben in der Schweiz nicht mehr vorstellen: «Wir machen jeweils im Juli Ferien in der Schweiz, aber dann freue ich mich wieder auf mein Zuhause in Costa Rica.»
    12 min
  • Hilde Birchmeier in New Mexico: «Nie zu alt für Abenteuer!»
    Zu ihrem 70. Geburtstag, vor drei Jahren, hat sich Hilde Birchmeier ein besonderes Geschenk gemacht: «Ich sagte Kalifornien adieu und fuhr mit meinem Auto samt Katze und Hunden in ein neues Leben.» Seit drei Jahren ist nun Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico ihr Zuhause. Hilde Birchmeier lebt seit 50 Jahren in Amerika. Kaum waren ihre vier Söhne aus dem Haus, studierte die ehemalige Lehrerin aus Horgen (ZH) in den USA Psychologie. Später war sie Direktorin einer Stiftung für ein Entzugsprogramm von Alkohol- und Drogensüchtigen.
    Engagement für die Schwächeren
    Hilde Birchmeier hat sich immer wieder für die Schwächeren eingesetzt. Zum Beispiel half sie als Scheidungsberaterin ausländischen Frauen im Scheidungsprozess, erinnert sich die heute 73-Jährige: «Das Scheidungsrecht in Amerika ist komplex und oft wollen die Anwälte viel Geld verdienen.»
    «Es ist nie zu spät für Veränderungen»
    Die Lebenslust und die Suche nach Neuem sind bei Hilde Birchmeier grenzenlos. Sie lässt sich auch nicht aus dem Konzept bringen, wenn mal etwas schiefgeht. Beispielsweise beim Umzug von Kalifornien nach New Mexico. Als sie in Albuquerque angekommen war, stand ihr gekauftes Haus nicht da: «Die hatten vergessen, es zu bauen.»
    Hilde Birchmeier nahm diesen Moment mit Humor. Ein eigenes Haus hat sie dann doch noch gefunden. Hilde Birchmeier lebt heute in einem hübschen Vorort von Albuquerque. Von den Kindern im Quartier wird sie liebevoll «Omi» genannt.
    16 min

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