Die fünfte Schweiz

Die fünfte Schweiz

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
Download on the App Store

Die fünfte Schweiz episodes

  • Beatrice Archer lebt mit ihrer Familie in Stockholm
    Für ihre Liebe zog Beatrice Archer vor 19 Jahren von Engelberg (OW) in die Millionenstadt Stockholm. Die 45-Jährige bildet persönliche Assistentinnen und Assistenten aus, die behinderte Menschen und deren Familien im Alltag unterstützen. Beatrice Archer ist quasi mit Skiern an den Füssen geboren. Die begnadete Skifahrerin ist auf einem Bauernhof in Engelberg (OW) aufgewachsen. Der Liebe wegen zog sie vor 19 Jahren zu ihrem Mann David in die Millionenstadt Stockholm in Schweden.
    Beatrice Archer engagiert sich für Menschen mit einer Behinderung. Sie ist Teamchefin in einer Organisation, die sogenannte Assistenzen ausbildet: «Mein Team hilft Personen mit einer Behinderung im Alltag und schafft dadurch viel Freiraum und Lebenskraft für die ganze Familie.»
    Selber ist die Engelbergerin Mutter von Zwillingen. Sohn Oliver kam mit einer Behinderung auf die Welt und muss rund um die Uhr betreut werden: «Ich bin froh, dass es diese Art von Unterstützung in Schweden gibt. Die Menschen können dank der persönlichen Assistenz ein selbständiges Leben führen.»
    15 min
  • Heidi Caluori im Dienste der Kinder von Sao Paulo
    1991 wollte Heidi Caluori nur ein halbes Jahr in Sao Paulo weilen und blieb. Die Kindergärtnerin aus Bonaduz (GR) hat dort eine Tagesschule eröffnet und ermöglicht Kindern aus einer Favela eine Schulbildung. Heidi Caluori wird von ihren Schülerinnen und Schülern liebevoll «Mami» genannt. Seit über zwanzig Jahren lebt die Bündnerin aus Bonaduz in Sao Paulo. In all den Jahren hat die 50-Jährige mit Herzblut und viel Überzeugungsarbeit eine Tagesschule für Kinder und Jugendliche aus einer Favela aufgebaut. Alles fing sehr bescheiden an. Heute bekommen ganze 600 Kinder und Jugendliche eine Schulbildung und die Chance fürs Leben.
    Die Umgebung ist aber nicht ungefährlich und auch die Schule wurde schon überfallen. Selber ist die Kindergärtnerin Mutter von Zwillingsbuben, die auf eine Schweizer Privatschule gehen. In diesem Land zu leben, sei ein Spagat zwischen reich und arm: «Es freut mich, dass meine beiden Buben Freundschaften pflegen, mit Kindern aus den unterschiedlichsten Verhältnissen.»
    10 min
  • Karen Weick lebt in der pulsierenden Metropole Kairo
    Karen Weick ist fasziniert von der lebendigen und pulsierenden Stadt Kairo. Seit vierzehn Jahren lebt und arbeitet sie mit ihrer Familie in der Hauptstadt Ägyptens. Der ständige Lärm und der viele Verkehr stören die 46-Jährige nicht: «Gerade das Lebhafte gefällt mir sehr an der Stadt.» Der Heimatort von Karen Weick ist die Gemeinde Gussigsberg (BE). Geboren ist sie in Irland, aufgewachsen in Zürich und Versailles. Der Vater Schweizer, die Mutter Französin: «Ich bin das «Vreneli von Versailles». Ihren Humor und die Gelassenheit findet sie auch in Kairo. Seit vierzehn Jahren lebt Karen Weick zusammen mit ihrem Ehemann in der Hauptstadt Ägyptens. Sie besitzen eine Werbe- und Marketingfirma und beschäftigen rund vierzig Leute. Die Menschen sagt sie, sind sehr weltoffen und beurteilen nicht: «Jeden Tag den ich beginne, weiss ich nicht, wie er zu Ende geht. Das macht die Stadt am Nil so spannend.»
    13 min
  • Irene Wyrsch – in Peru fand sie die grosse Liebe
    Auf ihrer Weltreise lernt Irene Wyrsch vor vier Jahren in Peru den peruanischen Bergführer Rayner kennen. Ein Jahr später kam ihr Sohn zur Welt. Heute lebt die kleine Familie in Cocachimba, hoch oben im Norden von Peru im Amazonasgebiet. Die Auswanderergeschichte von Irene Wyrsch ist abenteuerlich: Vor vier Jahren ging die Zürcherin auf Weltreise. In Lima fand die 32-Jährige ihren Mann fürs Leben und blieb: «Ich hatte Lust auf Outdoor-Aktivitäten und lernte Rayner bei der Kletterwand kennen.» Ein Jahr später kam Sohn zur Welt.
    Leben im Amazonas Gebiet
    Lima war für die frischgebackene Familie zu laut und zu hektisch. Irene Wyrsch und ihr Mann beschlossen kurzerhand, in seinen Heimatort Cocachimba, im Norden von Peru, zu ziehen. Etwas mehr als zweihundert Menschen leben in der kleinen Ortschaft im Amazonasgebiet. Es habe einige Zeit gedauert, bis sie angekommen sei, erinnert sich Irene Wyrsch: «Die Leute nennen mich hier «Gringa», Europäerin. Aber weil wir als Familie kamen, wurde ich schnell akzeptiert.» Irene Wyrsch und ein Italiener sind die einzigen Europäer im Dorf. Gerade baut die Familie ein Haus. Rayner ist Bergführer und bietet Touren zu den berühmten Gocta Wasserfällen an.
    13 min
  • Marcel Hollenstein ist glücklich in Neuseeland
    Neuseeland ist das Traumziel vieler Auswanderer. Marcel Hollenstein aus St. Margrethen (SG) haben die Inseln schon vor 29 Jahren in den Bann gezogen. Heute lebt der 58-Jährige mit seiner Frau Sharon in der Hafenstadt Tauranga auf der Nordinsel von Neuseeland. Marcel Hollenstein suchte schon als junger Mann das grosse Abenteuer. Sein Glück hat der St. Galler in Neuseeland gefunden: «Ich wusste immer, dass ich weit weg möchte.» Kaum hatte er seine Lehre als Feinmechaniker abgeschlossen packte er die Koffer. Das war vor 29 Jahren. Heute lebt er mit seiner Frau Sharon in Tauranga, auf der Nordinsel von Neuseeland. Die Hafenstadt ist bekannt für seine Traumstrände und ist ein beliebter Touristenort. Viele Jahre arbeitete der 58-Jährige als Ingenieur für einen grossen Molkereibetrieb. Heute ist er selbständig und hilft mit, neue Firmen aufzubauen. In Neuseeland, habe man unbeschränkte Möglichkeiten, sich zu verwirklichen, sagt Marcel Hollenstein: «Es war leicht, mich selbständig zu machen. Wenn man an sich glaubt, dann kann man seinen Traum leben.»
    15 min
  • Urs Lüscher, Finnland: "Finnen und Schweizer ticken ähnlich"
    Urs Lüscher (61) lebt im Süden Finnlands, im Grossraum Helsinki, in der Stadt Espoo, 25 Kilometer westlich von Helsinki. Seine Eltern waren 1955 nach Finnland ausgewandert. Am 14. Februar 1957 kam er auf die Welt. In Finnland ist er also ein Secondo mit Schweizer Pass. Die langen finnischen Winter mit wenig Tageslicht schätzt er nicht so besonders. Trotzdem hat er nicht die Absicht, in die Schweiz zurückzukehren, obwohl er einen starken Bezug zu seinem Heimatland Schweiz hat. Als junger Mann diente er rund 500 Tage in der Schweizer Armee. An der Uni in St. Gallen studierte er Wirtschaft und kehrte anschliessen nach Finnland zurück. In Finnland berät er grosse internationale Firmen und bereits regelmässig verschiedene europäische Länder.
    16 min
  • Die Merazzis fühlen sich wohl in der Weltmetropole Hongkong
    Seit acht Jahren lebt Sandra Merazzi mit ihrer Familie in der ehemaligen britischen Kolonie Hongkong, im südöstlichen China. Die 44-Jährige gibt angehenden Opernsängern Deutschunterricht. Hongkong ist mit ihren Wolkenkratzern, dem dichtbesiedelten Stadtzentrum und den unzähligen Leuchtreklamen eine atemberaubende Stadt. Seit acht Jahren lebt die Familie Merazzi auf dem Festland «Sai Kung». Sandra Merazzi hat sich gut in der pulsierenden Stadt eingelebt. Einzig die Schweizer Berge und der blaue Himmel fehlen ihr: «Wir haben hier in Hongkong leider ziemlich oft schlechte Luft.» Als Deutschlehrerin unterrichtet sie angehende Opernsänger. Zu Hause wird mit den Kindern Schweizerdeutsch gesprochen: «Es ist die Chance, dass meine Kinder ihre ursprüngliche Sprache beibehalten».
    18 min
  • Herr über sechs Tapasbars: Daniel Waldburger in Madrid
    Daniel Waldburger kennt das Leben in Madrid. Seit seiner Geburt lebt er in der spanischen Hauptstadt. Mit 17 kam er kurz in die Schweiz, um eine kaufmännische Lehre zu absolvieren. Danach übernahm er die Tapasbar seines Vaters in Madrid. Der Vater von Daniel Waldburger ist Schweizer, seine Mutter Spanierin. «Dieser Mix ist ideal», sagt er: «Ich habe die Lockerheit eines Spaniers, und die Genauigkeit eines Schweizers». Dies mache seine Tapasbar auch so erfolgreich. Sein kleines Imperium zählt bereits sechs Restaurants. Alle haben sich auf «Gambas» spezialisiert.
    Harte Konkurrenz
    Madrid ist ein hartes Pflaster: Die Stadt hat eine der höchsten Restaurantdichten Europas. Da dürfe man sich keine Fehler erlauben, sagt der 50-Jährige. «Wenn ein Spanier eine schlechte Erfahrung mit einer Tapasbar macht, kommt er nie mehr zurück».
    Das Leben findet draussen statt
    Die Schweiz besucht er oft. Seine älteste Tochter lebt in der Schweiz, ebenso ein Teil seiner Familie. Trotzdem gehe er immer wieder gerne nach Spanien zurück. Denn in Spanien findet das Leben draussen statt, anders als in der Schweiz. «In Spanien trifft man sich spätabends, und schlendert von Tapasbar zu Tapasbar, bis morgens um 1 Uhr». Das wolle er nicht missen.
    14 min
  • Cornelia Nesensohn zog von Zürich ins beschauliche Feldkirch (AT)
    Cornelia Nesensohns Traum vom Auswandern kam mit einer Harley Davidson: Vor über dreissig Jahren lernte sie am «Zürifäscht» ihren späteren Mann kennen. Mit ihm wanderte sie nach Feldkirch im Vorarlberg - seiner Heimatregion - aus. Von der grossen Stadt in den beschaulichen Vorarlberg
    In Feldkirch arbeitete sie viele Jahre als Quereinsteigerin in der Behindertenbetreuung. Zusammen mit anderen, baute sie eine Werkstatt für schwerst körperlich und geistig Behinderte auf. Dabei kam ihr ihre Erfahrung aus ihrer Jugendzeit zugute.
    Ihre Eltern führten viele Jahre Restaurants in der Zürcher Innnenstadt. Die multikulturelle Gesellschaft dort lehrte sie schon früh, mit Menschen umzugehen, die nicht immer dem Durchschnitt entsprachen.
    Ein leben im Grünen
    Heute lebt Cornelia Nesensohn am grünen Stadtrand von Feldkirch. Sie betreut einen Garten und lebt von einer kleinen Rente. Obwohl schon seit ewigen Zeiten gut integriert, gilt sie heute noch als 'die Schweizerin', denn: Mit den Einheimischen spricht sie Schweizerdeutsch, die sie allseits bestens verstehen.
    15 min
  • Robert Keller lebt als Selbstversorger in der Slowakei
    Bis zu seiner Frühpensionierung arbeitete Robert Keller in der Reisebranche und sah die Welt. Seit vier Jahren lebt er mit seiner Frau Eva in Hrnciarske Zalužany, südlich der Slowakei. In der 800-Seelengemeinde haben sich die Selbstversorger mit ihren Produkten einen Namen gemacht. Robert Keller und seine slowakischen Frau Eva haben definitiv einen grünen Daumen. Als Selbstversorger füllen sie ihren extra gebauten Erdkeller mit allerlei angebautem Gemüse, räuchern selber Fleisch oder machen Holunder- und Hagenbutten Likör: «Ob eingelagert, getrocknet oder eingemacht, wir haben für alles eine Lösung.» Seit vier Jahren leben die beiden in Hrnciarske Zalužany. Die kleine Gemeinde liegt südlich der Slowakei, nahe der ungarischen Grenze. Das Landleben ist dem Wiediker (ZH) vertraut, er wuchs mit sechs Geschwistern in Kappel (SO) auf. Die Einheimischen von Hrnciarske Zalužany, hätten ein falsches Bild von der Schweiz, sagt Robert Keller: «Die Slowaken stellen immer wieder die gleiche Frage: «Warum hast Du das Paradies Schweiz verlassen?» Hier in der Slowakei habe Robert Keller wieder zur Natur gefunden.
    12 min

About Die fünfte Schweiz

From the publisher's feed

Über 800'000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer haben ihren festen Wohnsitz im Ausland. Sie leben in über 65 Ländern.

More shows like Die fünfte Schweiz

Echo der Zeit by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Echo der Zeit

98 Listeners

Tagesgespräch by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Tagesgespräch

16 Listeners

HeuteMorgen by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

HeuteMorgen

11 Listeners

Input by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Input

21 Listeners

Persönlich by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Persönlich

11 Listeners

Focus by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Focus

12 Listeners

Hörspiel by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Hörspiel

10 Listeners

International by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

International

21 Listeners

Espresso by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Espresso

6 Listeners

Geschichte by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Geschichte

10 Listeners

Kafi am Freitag by Kafi Freitag, Judith Wernli

Kafi am Freitag

1 Listeners

Krimi by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Krimi

16 Listeners

mal ehrlich by Andrea Jansen & Michèle Widmer

mal ehrlich

5 Listeners

News Plus – das Thema des Tages in 15 Minuten by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

News Plus – das Thema des Tages in 15 Minuten

16 Listeners

NZZ Akzent by NZZ

NZZ Akzent

32 Listeners

Sternstunde Philosophie by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Sternstunde Philosophie

33 Listeners

Apropos – der tägliche Podcast by Tamedia

Apropos – der tägliche Podcast

24 Listeners

Sternstunde Philosophie: Zimmer 42 - mit Barbara Bleisch by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Sternstunde Philosophie: Zimmer 42 - mit Barbara Bleisch

21 Listeners