Die fünfte Schweiz

Die fünfte Schweiz

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Die fünfte Schweiz episodes

  • Marianne Götze-Benz - «Die Goldmine am Ort wird reaktiviert»
    Aus einem Freiflug als ehemalige Angestellte der Swissair in den 80er Jahren ist für Marianne Götze-Benz ihre Auswanderergeschichte entstanden. Zusammen mit ihrem Mann, der sich in Australien von der ehemaligen DDR abgesetzt hatte, lebt sie seit vielen Jahren im australischen Bundesland Queensland.Mount Morgan ist nicht nur ihr Wohnort, sondern auch der Ort, wo lange Jahre die grösste Goldmine der Welt betrieben worden war. In Kürze wird diese Mine reaktiviert. Eine stillgelegt Zahnradbahn zeugt von der industriellen Vergangenheit des Orts.Marianne Götze-Benz und ihr Mann leben in einem ehemaligen Goldgräberhaus. Dieses steht auf Stelzen. Nicht der Stürme wegen, welche die Gegend regelmässig heimsuchen, sondern gegen die Wärme des Bodens im heissen australischen Sommer.
    13 min
  • Barblina Mohr Schnyder - Mit Schlittenhunden am Polarkreis
    Barblina Mohr lebt hoch oben im Norden Europas, in Lappland; zusammen mit ihrer Familie und 44 Schlittenhunden. Ein Traum ist in Erfüllung gegangen.Mit Hundeschlitten durch die Weiten Lapplands, bei klirrender Kälte und schier unendlicher Natur: Das ist Teil des Auswanderertraums, den Barblina Mohr und ihr Mann Matthias in der Schweiz geträumt hatten. Für diesen Traum verliessen sie und ihre drei Kinder 2008 die Schweiz und auch ein damals erst kürzlich erworbenes Eigenheim.Eingetauscht haben sie ihr Leben in der Schweiz mit einem in der weiten Natur, selbständig und weitgehend selbstbestimmt. Im Winter bieten sie Hundeschlittentouren an, in den übrigen Jahreszeiten vermieten sie zwei Gästehäuser.
    13 min
  • Beatrice Strässle: «Ich habe mein Fleckchen Erde gefunden»
    Warum eigentlich immer dieser Stress im Alltag, fragte sich Beatrice Strässle und wagt den Schritt in ein neues Leben. Die 59-Jährige besitzt seit Anfang Jahr ein verträumtes piemontesisches Anwesen in der Nähe von Montabone, in der Provinz Asti: «Dieser Ort ist ein Stück Himmel auf Erden.»Ihr Beruf als Journalistin war geprägt von Hektik und langen Arbeitstagen. Bis Beatrice Strässle beschliesst, ihren Traum zu verwirklichen. Zusammen mit ihrem Partner Roberto Tredici findet sie ein schmuckes Haus inmitten piemontesischen Hügellandschaften. Dort, wo sich nicht nur Fuchs und Hase gute Nacht sagen: «Hier hat es viele Wildschweine und auch Siebenschläfer.» Beatrice Strässle vermietet drei ihrer Zimmer an Durchreisende: «Das ist mir wichtig, wir möchten diesen romantischen Rückzugsort mit anderen teilen.» Nicht unweit liegt die kleine Gemeinde Montabone, in der Provinz Asti.
    14 min
  • Kathrin Siegrist in Mexiko-Stadt: «Wir hatten grosses Glück»
    Am 19. September bebte in Mexiko die Erde. Kathrin Siegrist und ihre Familie bangten um ihr Leben. Zum Zeitpunkt der Katastrophe, befand sich die Kanzleiassistentin der dortigen Schweizer Botschaft zum Glück nicht im Bürogebäude.Seit bald sieben Jahren lebt Kathrin Siegrist in Mexiko. Seit über einem Jahr arbeitet die 40-Jährige als Kanzleiassistentin auf der Schweizer Botschaft in der Hauptstadt Mexiko-City. Das Erdbeben im September hatte eine Stärke von 7.1 auf der Richterskala. Im Moment als die Erde bebte, war Kathrin Siegrist zum Glück draussen auf der Strasse unterwegs: «Es war, als stünde ich auf einer stark schwankenden Hängebrücke!» Zu Fuss kämpfte sie sich zusammen mit ihrem Mann durch die Menschenmengen auf den Strassen und zwischen eingestürzten Häusern. Die Kinder waren zum Zeitpunkt des Geschehens im Kindergarten, erinnert sich Kathrin Siegrist: «Ich war froh als wir im Kindergarten ankamen und unsere Kinder unversehrt in die Arme schliessen konnten.»
    16 min
  • Valérie Locher lebt in der Stadt der Träume – Havanna
    In Havanna wurden die Träume von Valérie Locher wahr: In der Hauptstadt von Kuba hat sie nämlich seit kurzem ihr neues Zuhause gefunden. Mit ihrem kubanischen Mann Roger führt sie eine kleine «Casa Particular» im modernen Stadtteil «Vedado». Nicht unweit der berühmten Uferpromenade «El Malecón».Auf einer Kubarundreise lernte Valérie Locher vor sechs Jahren ihre grosse Liebe kennen: «Ich traf Roger vor einem Kino in Havanna. Wir waren beide alleine unterwegs.» Der Kubaner folgte Valérie in die Schweiz. Und Sohn Yoan macht das Familienglück perfekt. Zeit für die Familie hatte das Kubanisch-Schweizerische Paar aber kaum, erinnert sich Valérie Locher: «Wir lebten in der Schweiz aneinander vorbei. Hier auf Kuba haben wir jetzt mehr Zeit füreinander.» Ihr Ehemann Roger wuchs im modernen Stadtteil «Vedado» auf. Dort kauften sie sich eine Wohnung und vermieten ein schmuckes Zimmer an Touristen.
    12 min
  • Gabriela Gautschi rettet Podencos in Spanien
    Gabriela Gautschi lebt in Tarragona, im Süden Spaniens. Seit über zwölf Jahren engagiert sie sich für ausgesetzte «Podencos». Die aussergewöhnlichen Jagdhunde sind ihr ans Herz gewachsen: «Wenn ich einen Podenco aufgepäppelt habe und vermitteln konnte, bin ich glücklich.»Gabriela Gautschi hatte schon immer einen besonderen Draht zu Hunden. Aufgewachsen ist die 50-Jährige auf der Forch im Zürcher Oberland. Die ehemalige Hundezüchterin ist fasziniert von der spanischen Hunderasse «Podenco»: «Sie sind Sicht- und Hörjäger mit einer unglaublichen Sprungkraft.» In Spanien werden die Jagdhunde leider immer wieder ausgesetzt, sagt Gabriela Gautschi: «Wenn die Hunde ihre Leistung nicht mehr erbringen, landen sie oft auf der Strasse.»In der Provinz Tarragona, im Ebrodelta, besitzt Gabriela Gautschi ein Grundstück. Auf dem wohnt sie und versorgt die aufgegriffenen «Podencos»: «Ich versuche Ihr Vertrauen zu gewinnen, indem ich Futterstellen errichte. Mit der Zeit kommen sie immer näher und lassen sich anfassen.» Bei Gabriela Gautschi lernen die «Podencos» einen festen Tagesablauf kennen: «Futterzeiten, Leine laufen, Futterzeiten oder im Auto mitfahren. Letztendlich auch, dass Menschen toll sein können.» Die Tiere werden vom Arzt entwurmt und auf Mittelmeerkrankheiten untersucht. Danach werden sie nach Deutschland gebracht, sagt Gabriela Gautschi: «Auf der Pflegestelle werden sie total integriert und lernen das Familienleben kennen.»
    18 min
  • Regula Trutmann formt in Senegal Frauenskulpturen aus Lehm
    Für die Künstlerin Regula Trutmann ist Lehm ein Lebenselixier. Sie verarbeitet das Material nicht nur auf künstlerische Weise, sondern baute damit auch Ihr Haus in Senegal. Seit bald zehn Jahren wohnt die Schwyzerin in Abéné in der Region Casamance: «Der Ort hat mich von Anfang an verzaubert.»Ein kleines ParadiesAbéné ist ein Dorf direkt am Meer im Südwesten von Senegal. Der Ort hat die Künstlerin Regula Trutmann vor zehn Jahren in den Bann gezogen: «Ich bereiste damals Senegal. Ich kam nach Abéne und es fühlte sich an, als würde ich nach Hause kommen.»In all den Jahren hat sich die 63-Jährige ein kleines Paradies aufgebaut.Überall SkulpturenSie lebt in einem selbstgebauten Lehmhaus inmitten einer grünen Oase. Die Wände sind kunstvoll mit Mosaik verziert und überall stehen ihre Lehmskulpturen. Sie gibt Töpfer- und Malkurse. Wer zu ihr findet, lebt selber in einem prachtvoll verzierten Lehmhaus.Als Frau nicht einfachDer Weg zum Glück sei aber nicht immer einfach gewesen, sagt Regula Trutmann: «Als Frau muss man sich in Senegal zurücknehmen. Die Männerkultur ist hier sehr dominant.» Aber mittlerweile kennt und schätzt man die Schweizerin und ihre Kunst in Abéné.
    15 min
  • Michael Bonin lebt in Rio de Janeiro seinen Traum
    Michael Bonin zog es vor 22 Jahren nach Rio de Janeiro, der pulsierenden Stadt an der Copacabana in Brasilien. Es hat viel Durchhaltevermögen gebraucht, bis der Zürcher mit seinem Reisebüro erfolgreich wurde: «In Rio hat man keinen Schweizer Bonus.»Michael Bonin musste hart arbeiten, bis er mit seinem Reisebüro erfolgreich wurde. Vor 22 Jahren kam er nach Brasilien und blieb. Heute lebt er zusammen mit seiner Frau Valeria seinen Traum. In Buzio, an der Costa do Sol, nordöstlich der Millionenmetropole Rio de Janeiro, steht sein Haus mit Blick auf das Meer. Zwar arbeite er jeden Tag, aber eben anders, sagt der 55-Jährige: «Es macht mir Spass und ich kann auch von zu Hause aus arbeiten.» Für seine Kundschaft stellt er individuelle Reisen quer durch Brasilien zusammen.
    16 min
  • Ueli Sutter – Vom Lokomotivführer zum Reisbauer
    Der Liebe wegen zog es Ueli Sutter vor vier Jahren in den Nordosten Thailands, nach Satuk in die Provinz Buriram. Der pensionierte Lokomotivführer aus Bern, hat sich daran gewöhnt, auf den Reisfeldern zu arbeiten. An das thailändische Essen hingegen nicht.Das Leben in Satuk in der Provinz Buriram im Nordosten Thailands, sei manchmal wie zu Gotthelfs Zeiten schmunzelt Ueli Sutter. Beispielsweise wenn der 69-Jährige auf den Reisfeldern arbeitet und knöcheltief im Wasser steht. Den Reis erntet er meist von Hand. Seit bald fünf Jahren lebt er dort mit seiner thailändischen Frau Phantip. Viel laufe nicht gerade in Satuk, sagt Ueli Sutter: «Es ist ein verschlafenes Städtchen, man geht früh zu Bett und steht früh morgens auf.» Trotzdem gibt es ein Highlight in Ueli Sutters Freizeit. Wenn die örtliche Fussballmannschaft «Buriram United» spielt, dann brodelt es im Stadion: «Ich bin mir ganz sicher, dass sie dieses Jahr wieder Meister werden!»«Das thailändische Essen ist mir zu scharf»Thailand ist nicht nur das Land des Lächelns, sondern auch bekannt für seine pikante Küche. Nichts für Ueli Sutters Gaumen: «Bei mir kommt Währschaftes auf den Tisch.» Im nahegelegenen Einkaufszentrum findet er seine Esswaren und bei einem Schweizer Metzger kriegt er sogar Bratwürste. Auch wenn die kulturellen Unterschiede gross sind, für seine Liebe drückt Ueli Sutter gerne ein Auge zu.
    15 min
  • Josef Engesser – Seekrank mit dem Schiff nach Sydney
    Josef und Barbara Engesser kamen vor 50 Jahren auf abenteuerliche Weise nach Sydney. Fünf Wochen lang reisten die beiden frisch Verliebten mit dem Schiff über Rotterdam, London, Panama, Tahiti nach Sydney Australien. Eine Reise, die Josef auf den Magen schlug: «Ich war seekrank und grün im Gesicht!»Heute lacht Josef Engesser, wenn er sich an die Auswanderung vor 50 Jahren erinnert: «Unser Viererzimmer war zuunterst im Bug, mir war wochenlang schlecht!» Doch das Leid war schnell vergessen. Der gelernte Gürtler aus Wittenbach (SG) fand rasch Arbeit in einer Fabrik. Sein präzises Handwerk nach Schweizer Manier war sehr gefragt.Grosse RasselbandeAuf die Familie legt der 74-Jährige grossen Wert. Und gross ist sie auch, die Familie Engesser: Vier Söhne und zehn Enkelkinder sind sein ganzer Stolz: «Das Familienleben ist mir sehr wichtig und die Liebe zu meiner Frau hat bis heute gehalten.» Und auch die Liebe zur Schweizer Kultur. In Sydney wird nämlich gejodelt. Seit fünf Jahren führt Josef Engesser einen Schweizer Jodlerchor an: «Schon als Bub sang ich in Wittenbach im Chor.» Ein grosses Stück Heimat lebt in Sydney weiter.
    13 min

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