Die fünfte Schweiz

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Die fünfte Schweiz episodes

  • Bernhard Schwab in Schweden: «Ich liebe die langen Sommernächte»
    Bernhard Schwab tauschte die Schweiz mit Schweden ein, weil ihn unter anderem die langen nordischen Sommernächte faszinierten. Seit drei Jahren führt an einem idyllischen See in Südschweden einen Waldcampingplatz.Ein wenig abseits lebt und arbeitet Bernhard Schwab schon. Allerdings ist er nur 120 Kilometer südlich von Stockholm, was für das langgezogene Schweden nicht sehr weit ist.Der Campingplatz des Schweizers liegt am Ende eines kleinen Sees. Wohnen tut er am anderen Ende. Im Sommer fährt er deshalb immer wieder einmal mit dem Kajak nach Hause. Er ist zur Miete in einem alten schwedischen Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert.Zum ersten Mal erlebt hatte er Schweden als 20-Jähriger auf einer Reise. Das Arbeiten auf einem Reiterhof und eine lange Reise mit dem Velo blieben ihm unvergesslich.
    13 min
  • Alexandra Wenger, lebt in der Grossstadt direkt am Strand
    Wer auswandert, folgt einem Traum: Ein bestimmter Ort, ein Land, eine Liebe oder ein Job stehen im Fokus. Alexandra Wenger aus Frauenfeld aber wollte einfach an einen Ort, wo es warm ist.Gefunden hat sie ihren Traumort - zusammen mit ihrem Partner - an einem Strand in Sydney, Australien. Dort wohnt sie in der sechs Millionen - Metropole, direkt am Meer.Wildes Meer und HaieIhr Strand sei in einer ruhige Bucht. Sie habe aber grossen Respekt vor dem offenen und mitunter wilden Meer. Eher ein Medienhype denn eine akute Gefahr seien Haie. Es gäbe zwar Vorfälle, wo Menschen von Haien verletzt würden. Die wenigen Einzelfälle, gemessen an den tausenden von Kilometern Strand, seien aber in den europäischen Medien hochgespielt.Australischer AlltagGefährliche Tiere gibt es auch an Land. Als frisch gebackene Australierin weiss sie aber mit Spinnen & Co. umzugehen. Australier sind bekannt dafür, dass sie immer einen Grund finden zu grillieren. Auf dem Grill vermisst Alexandra Wenger den echten Schweizer Cervelat und träumt auch sonst manchmal von Schweizer Spezialitäten. Trotzdem bereut sie es nicht, vor sieben nach Australien ausgewandert zu sein. Ihre Auswanderung hatten sie und ihr Partner zwei Jahre lang minutiös vorbereitet.
    15 min
  • Olivia Keller in Kairo – fühlt sich wohl in der arabischen Welt
    Sie ist hektisch, laut und riesengross: Die Stadt Kairo. Seit acht Jahren ist die 25-Millionenstadt das Zuhause von Olivia Keller. Eigentlich wollte die 46-Jährige nie nach Ägypten auswandern. Heute hilft sie dort Menschen in Armut.Hätte man Olivia Keller vor zehn Jahren prophezeit, sie würde mal in Kairo leben, hätte sie laut heraus gelacht. Mit Ägypten hatte sie vorher nichts am Hut. Eine Freundin überredete die gelernte Topfpflanzengärtnerin zu Tauchferien am Roten Meer. Olivia Keller hat sich sofort in das Land und die Kultur verliebt.Seit acht Jahren lebt Olivia Keller nun schon in Kairo. Sie arbeitet für eine internationale Übersetzungsfirma. Aber ihr eigentliches Herzblut ist es, armen Menschen zu helfen: «Für mich ist es selbstverständlich, Benachteiligten zu helfen.» Ihre Seelenschwestern sind zwei muslimische Frauen, die sie bei sich aufgenommen hat: «Sie kommen aus Tanta, eine Stadt im Nildelta, wo es immer wieder Anschläge gibt. Sie sind sehr herzlich und wir sind wie eine Familie.»
    16 min
  • Ruedi Seiler – erlebte den Mauerfall in Berlin hautnah
    Ruedi Seiler aus Uetikon (ZH) lebt seit 45 Jahren in Berlin. Der Physik Professor lehrte viele Jahre an der dortigen Freien Universität. Zu DDR Zeiten setzte er sich oft für seine Kollegen aus dem Osten ein. Der Mauerfall war für ihn ein bewegender Moment.Der Physik Professor kennt Berlin wie seine eigene Westentasche. Seit 45 Jahren lebt und arbeitet Ruedi Seiler in der geschichtsträchtigen Metropole. Die Aufbruchstimmung in der DDR war für ihn die intensivste Zeit. Der 77-Jährige hat den Mauerfall miterlebt: «Es war sehr emotional. Ich hatte viele Freunde aus dem Osten.» Als die Stadt noch in Ost und West geteilt war, pulsierte das Leben auf eine spezielle Art, erinnert sich Ruedi Seiler: «Berlin war früher nett aber sehr verstaubt durch die politische Situation.» Der Physiker halft immer wieder Freunden aus dem damaligen Osten. Heute hilft er Flüchtlingen aus Syrien oder Afghanistan: «In den Flüchtlingsheimen bringe ich Kindern auf spielerische Art Physik bei.»
    14 min
  • Res Helfer – vom Sprachschüler zum Schuldirektor
    Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Im Falle von Res Helfer aus Murten (FR) trifft das zu. Vor 25 Jahren ging er als junger Sprachstudent nach San Francisco und blieb. Heute ist er Direktor und Besitzer derselben Schule.Es ist eine amerikanische Tellerwäscherkarriere. In diesem Fall muss man sie ein bischen umformulieren: Aus dem Sprachstudenten wurde der Direktor derselben Schule.Res Helfer aus Murten (FR) plante ursprünglich einen Sprachaufenthalt in San Francisco. Aus drei Monaten wurden 25 Jahre. Heute ist der 49-Jährige stolzer Besitzer des Brandon College in San Francisco: «Ich schrieb damals einen mehrseitigen Brief mit Verbesserungsvorschlägen an die Schule. Die damalige Besitzerin war derart angetan, dass sie mich bat, zu bleiben.» San Francisco sei sehr weltoffen und europäisch, sagt Helfer. «Hier gibt es von allem was. Das multikulturelle Leben bereichert mich sehr.»
    18 min
  • Susanne von Arx im Piemont – Mehr Zeit für die Familie
    Susanne von Arx und ihr Mann sind eigentlich keine typischen Auswanderer. Sie waren beide erfolgreich im Geschäftsleben. Dies hatte aber ihren Preis: Ihre Kinder holten sie meist erst in letzter Minute von der Kindertagesstätte ab. Ein Schicksalsschlag liess sie umdenken.Vor Vierzehn Jahren übernahmen sie in Piemont ein Gehöft und bauten die verschiedenen Steinhäuser darauf schrittweise zu Ferienhäuser um. Damit übernahmen sie eine verantwortungsvolle Aufgabe und kamen sich als Familie viel näher, als dass in der Schweiz je möglich gewesen wäre. Die Familie von Arx suchte nach dem Sinn des Lebens. Gefunden haben sie ihn in Cortemilia einer kleinen Gemeinde im Piemont.
    14 min
  • Kaspar Truninger pflegt seine Frau in Thailand
    Vor sieben Jahren ist Kaspar Truninger mit seiner Frau Thérèse nach Rayong, im Osten Thailands ausgewandert. Sie leidet an der Alzheimerkrankheit und muss rund um die Uhr betreut werden: «Es war ihr Wunsch zu Hause betreut zu werden. In Thailand haben wir es gefunden.»Jeden Tag führt Kaspar Truninger Basel Tagebuch über seine Frau. Vor dreizehn Jahren erhielt Thérèse die Diagnose Alzheimer. Der Verlauf der Krankheit ist schleichend, sagt der 72-Jährige: «Über unsere Erfahrungen habe ich ein Buch veröffentlicht.» In Thailand kriegt er Unterstützung von der Haushälterin «One» und der Betreuerin «Ta»: «Sie kümmern sich mit dem legendären thailändischen Einfühlungsvermögen um meine Frau.» Nach Thailand auszuwandern, sei der beste Entscheid gewesen: «Auch wenn sich meine Frau heute nicht mehr an mich erinnert spüre ich, dass sie sich hier sehr wohl fühlt.»
    18 min
  • «Im Herzen tragen wir zwei Kulturen» – Familie Sarid aus Israel
    Das Leben von Rahel Sarid, ist ein Leben in der Oase. Vor zwölf Jahren zog es die 40-Jährige aus Reinach (BL) in einen Kibbuz südöstlich von Haifa. Mit ihrem israelischen Mann hat sie mittlerweile drei Kinder: «Bei uns feiern wir jüdische und schweizerische Feste.»Die ehemalige Kindergärtnerin und Lehrerin verbrachte schon früher immer wieder einige Monate in einem Kibbuz. Als Rahel Sarid ihren Mann kennen lernte, entschloss sie sich, in Israel sesshaft zu werden. Seit zwölf Jahren wohnt die fünfköpfige Familie im Kibbuz «Dalia», etwa 30 Kilometer südöstlich von Haifa. Viel los sei da nicht, sagt sie: «Wenn man in ein grösseres Café möchte, dann fährt man schon 20 Minuten mit dem Auto.»Ständige SicherheitskontrollenDass der Alltag in Israel nicht immer ungefährlich ist, wusste sie von Anfang an. Aber man gewöhne sich an die Sicherheitskontrollen: «Im Einkaufszentrum wird beim Eingang automatisch die Tasche kontrolliert. Das ist normaler Alltag hier.»Die Kibbuz-Regeln sind längst nicht mehr so streng wie früher. Doch sei die Philosophie von einer Gemeinschaft noch immer zu spüren. Die Einstellung zum Leben im Kibbuz sei aber viel moderner und offener: Ganz früher hätten die Kinder gemeinsam in einem Kinderhaus gelebt. «Man hatte kaum Privatsphäre, das wäre mir zu eng», sagt Rahel Sarid. Heute würden die Kibbuz-Bewohner in ihren eigenen Häusern und Wohnungen leben, auswärts ihr eigenes Geld verdienen und in die grösseren Städte zur Arbeit pendeln.
    12 min
  • Tristan Rain – Maler und Fotokünstler aus Paris
    Vor 20 Jahren zog es den Basler Künstler Tristan Rain nach Paris – ohne Geld, ohne Papiere und ganz auf sich allein gestellt. Das erste Jahr in der Stadt der Liebe sei hart gewesen. Aber, es sei das spannendste und intensivste Jahr in seinem ganzen Leben gewesen.Tristan Rain ist ein Kenner der Pariser Künstlerszene. Selber ist er Maler und Fotokünstler. Er unterrichtet als Kunstdozent und hält regelmässig Vorträge über Filmgeschichte an der Cinémathèque Paris. Mit zweiundzwanzig Jahren suchte der Basler Architekt den Weitblick. Gefunden hat er ihn in der Metropole Paris.Ständig in BewegungWenn Tristan Rain malt, dann arbeitet er parallel an mehreren Werken: «Ich skizziere und schreibe alles auf, was ich um mich herum wahrnehme.»Egal ob in der Metro oder im einem Café, der Zeichnungsblock sei immer griffbereit. «Ich bin kein depressiver Künstler, der in einer Ecke sitzt und säuft. Meine Arbeit entsteht nur durch Disziplin.» Auch wenn er ständig in Bewegung ist, nimmt sich der Vater eines vierjährigen Sohnes immer Zeit für seine Familie.
    13 min
  • Hans Jakob Brunner lebt inmitten heisser Quellen
    Seit 21 Jahren geniesst Hans Jakob Brunner seinen Ruhestand in Stubicke Toplice. Der Kurort in Kroatien ist bekannt für seine wohltuenden Thermalquellen und liegt nicht unweit von der Hauptstadt Zagreb.Wer Gelenkschmerzen hat, sei hier genau an der richtigen Adresse, schwärmt der 74jährige aus dem Kanton Zürich. Einmal pro Woche geniesst Hans Jakob Brunner die warmen Thermalquellen in seiner Heimat Stubicke Toplice. Der Kurort mit nur rund 200 Einwohnern, liegt im Landesinneren von Kroatien. Viele kommen nicht nur wegen der Quellen kommen, sondern auch wegen der atemberaubenden Landschaft: «Die Landschaft gleicht dem hügeligen Appenzellerland in der Schweiz.»Trägt zwei Kulturen im HerzenMittlerweile ist der pensionierte Mechaniker aus Dietlikon (ZH) auch kroatischer Staatsbürger. Als Präsident des Schweizer Clubs lebt er gerne in beiden Kulturen: «Einmal die Woche treffen wir uns und tauschen uns aus. Viele der Schweiz-Kroaten sind Doppelbürger und sprechen vorwiegend kroatisch.» Und trotzdem wird der erste August typisch schweizerisch gefeiert, sagt Hans Jakob Brunner: «Mit Raclette und selbstproduzierten Schweizer Kalbsbratwürsten versteht sich!»
    20 min

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