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„Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da…“ Vielleicht kennen Sie diese Liedzeile?
Sorgen gibt es immer, jeden Morgen aufs Neue sind sie da. Vielleicht genau dieselben Sorgen wie gestern und vielleicht sind auch noch ein paar neue dazugekommen.
Dieses Lied klingt eigentlich ganz fröhlich und lustig und nimmt das ewige Sorgen ein wenig auf die Schippe.
Wenn das nur immer so leicht wäre, die Sorgen nicht so ernst zu nehmen…
Ich kenne Menschen, denen das richtig gut gelingt. Die bewundere ich sehr. Und auch in der Bibel gibt es Menschen, denen das richtig gut gelungen ist.
Paulus zum Beispiel. Der hat in seinem Leben manches Mal allen Grund, sich wirklich große Sorgen zu machen, weil er beispielsweise angegriffen und verfolgt wird. Mehrmals sitzt er auch im Gefängnis.
Während eines Gefängnisaufenthaltes hat er einen Brief an die christliche Gemeinde in Philippi geschrieben. Merkwürdigerweise beschreibt er darin nicht, dass er sich große Sorgen um die Zukunft macht und hofft, mit dem Leben davonzukommen.
Keine Klagen, keine Sorgen, stattdessen schreibt er an die Gemeinde: „Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden.“
Er selbst macht sich keine Sorgen und er ruft die Gemeinde dazu auf, es ihm gleichzutun. Woher kommt diese Gelassenheit? Woher diese Zuversicht?
Fast am Ende seines Briefes kommt die Aussage: „Mein Gott aber wird all eurem Mangel abhelfen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.“
Klar, viele Sorgen haben mit den Dingen zu tun, an denen ich Mangel habe. Zu wenig Zeit, zu wenig Geld, zu wenig Gesundheit, zu wenig Hoffnung…
„Mein Gott wird all eurem Mangel abhelfen…“ Klingt das nicht fast zu schön, um wahr zu sein?
Paulus schöpft diese Zuversicht aus dem, was er selber erlebt hat. Gott hat ihn versorgt. Nicht wie ein Wunscherfüllungsautomat, der alle Not und allen Mangel von vornherein verhindert.
Der Mangel von Paulus wird nicht dadurch behoben, dass plötzlich alles vom Himmel fällt, was ihm fehlt.
Stattdessen beschreibt er in diesem letzten Kapitel seines Briefes, dass die Gemeinde sich um ihn kümmert. Sie unterstützen ihn, so dass er um die Runden kommt. Sie geben etwas ab, um Paulus in seiner Not zu helfen.
Wenn ich etwas abgebe oder verschenke, da kann schon mal der Gedanke aufkommen: „Habe ich denn dann selber noch genug?“
Und es scheint, als wollte Paulus auf diesen Gedanken antworten, wenn er sagt: „Gott wird all eurem Mangel abhelfen…“
Gottes Hilfe fällt selten einfach vom Himmel. Ganz oft hilft Gott durch andere Menschen. Wie schön, wenn ich das erlebe. Und wie schön, wenn ich selber auch anderen helfe, etwas teile. Ich darf diese Sorge, dass ich selber nicht mehr genug habe, ganz weit wegschieben.
Paulus kennt Sorgen, Paulus kennt den Mangel. Aber er ist deswegen nicht verzweifelt. Nein im Gegenteil. Im letzten Kapitel seines Briefes ruft er die Gemeinde und ganz sicher auch Sie zur Freude auf. Er sagt: „Freut euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: freuet euch!“
Freut euch! Gebt die Sorgen bei Gott ab! Vertraut darauf, dass er alles gut macht!
Ich will gerne versuchen, heute dieser Aufforderung nachzukommen. Sie auch?
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: David Israel
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Viele gehen gerne auf Nummer sicher. Etwa die Hälfte der Bundesbürger hat 5 oder mehr Versicherungspolicen. Wenn schon was passiert, dann möchte man wenigstens gut abgesichert sein.
Steckt dahinter ein besonders hohes Sicherheitsbedürfnis? Vielleicht … Die Band Silbermond hat es in ihrem Song „Irgendwas bleibt“ mit den Worten besungen „Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit, in einer Welt, in der nichts sicher scheint…“.
Viele Versicherungen sind wirklich sinnvoll. Aber kann das Bedürfnis nach Sicherheit durch möglichst viele Versicherungen gestillt werden?
In der Bibel lese ich im Psalm 91 davon, dass jemand eine unglaublich große Sicherheit gefunden hat. Nicht bei anderen Menschen, auch nicht durch irgendwelche Garantien oder Versprechungen – sondern bei Gott. Der Psalmbeter beschreibt das mit wunderbaren Worten. Er fühlt sich bei Gott geborgen wie unter einem Schirm, Gott ist für ihn wie eine feste Burg. Außerdem beschreibt er, dass Gott seinen Engeln befohlen hat, ihn zu beschützen. Wow! Was für eine Sicherheit!
In diesem Gebet, in diesem Psalm passiert etwas Eigenartiges. Am Ende kommt Gott selbst zu Wort und bekräftigt das, was bisher gesagt wurde. Ich lese dort die Worte Gottes: „Er liebt mich, darum will ich ihn erretten.“
Ein bisschen neidisch bin ich schon auf dieses tiefe Sicherheitsgefühl, das der Psalmbeter ausstrahlt. Er fühlt sich so sicher und geborgen, dass er scheinbar ganz ohne Angst in die Zukunft schauen kann. Das würde ich wirklich auch gerne…
Wäre das nicht wunderbar, wenn die Worte Gottes auch mir gelten, wenn er dieselben Worte über Sie oder mich sagt: „Dieser Mensch liebt mich, darum will ich ihn erretten.“
Mir scheint, dass der Psalmbeter ganz bewusst andere auch unter den „Schutzschirm Gottes“ einladen will. Immer wieder spricht er seine Zuhörer direkt an, z.B. in Vers 9: „Denn der Herr ist DEINE Zuversicht, der Höchste ist DEINE Zuflucht.“
Ich glaube an Gott. Schon lange. Ich habe schon viel Wunderbares mit ihm erlebt. Und trotzdem lasse ich mich auch immer mal wieder von der Unsicherheit anstecken.
„Wie soll das werden?“, „Werde ich das schaffen?“ oder „Was ist, wenn etwas passiert?“ – solche Fragen kommen mir dann schon einmal.
Deswegen freut mich heute diese Einladung unter den „Schutzschirm Gottes“ hier in Psalm 91 ganz besonders.
Ein Missverständnis könnte es geben. Auch wenn ich zu Gott gehöre, ihn liebe und unter seinem Schirm Schutz und Sicherheit suche und finde, bedeutet das nicht, dass ich automatisch immun gegen Not und Schwierigkeiten bin.
In den Psalmen beschreiben viele Beter zur Genüge, dass sie auch mit Gott in Not geraten sind. Auch hier in Psalm 91 ist ja von Gefahren die Rede, in die ich kommen kann.
Aber es ist ein großer Unterschied, ob ich den Gefahren alleine begegne oder mit dem Wissen, dass der allmächtige Gott an meiner Seite steht.
Gott hat diese Welt geschaffen. Er hat sie in seiner Hand. Er kennt jeden Tag. Er kennt auch die Zukunft. Er weiß, was kommt. Er weiß, was ich brauche.
Ich glaube, meine Sehnsucht und mein Bedürfnis nach Sicherheit kann gar nicht besser gestillt werden, als wenn ich mich heute auf Gott einlasse und darauf vertraue, dass er mich und mein ganzes Leben und auch meine Zukunft in seiner guten Hand hat.
Dazu bin ich und sind Sie heute eingeladen!
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: David Israel
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Von dem großen Theologen und Naturwissenschaftler Karl Heim stammt das Wort: „Es gibt im Grunde nur zwei Arten von Menschen: Solche, die beten – und jene, die es aus welchen Gründen auch immer nicht tun“. Demnach zählt das Gebet zu den grundlegenden Merkmalen, durch die wir Menschen uns voneinander unterscheiden. Tatsächlich ist es so, dass auch in unserer säkularen Gesellschaft immer noch viele Menschen beten. Dabei sind sie häufig nicht wirklich davon überzeugt, dass ihre Gebete von Gott im Himmel gehört oder auch erhört werden. Für manche ist das Gebet eher ein meditatives Selbstgespräch mit der eigenen Seele mit dem Ziel, innerlich zur Ruhe zu kommen. Auf der anderen Seite aber sind manche Beter enttäuscht, wenn sie auf ihre Gebete keine Antwort bekommen. Viele stellen deshalb dann auch das Beten ein.
Im Neuen Testament ermuntert Jesus seine Anhänger immer wieder zum vertrauensvollen Gebet zu Gott als ihrem himmlischen Vater und verspricht ihnen dabei die Erhörung ihrer Gebete. So sagt er zu seinen Jüngern im Johannesevangelium, Kapitel 16, Vers 24: „Bisher habt ihr um nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr empfangen, auf dass eure Freude vollkommen sei“. Das klingt wie ein Blanko-Versprechen für die Erfüllung aller unserer Bitten, mit denen wir uns erwartungsvoll an Gott wenden.
Vor einigen Monaten starb der Württemberger Pfarrer Christian Lehmann im Alter von 48 Jahren. Er hat im Internet bis zuletzt offen über seine schwere Krebserkrankung gesprochen. Er hat dabei deutlich gemacht, dass er mit vielen anderen Gott inständig um seine Heilung bete und er die Hoffnung auf Heilung nicht aufgeben wolle. Aber dann sagte er in einem Gespräch mit dem ERF auch: „Wenn Gott mich in diesem Leben nicht wieder gesund macht, dann bin ich doch darin gewiss, dass er mir im künftigen Leben in seinem Reich völlige Heilung schenken wird“. Ich empfand diese Worte als ein starkes Zeugnis des Vertrauens, dass Gott sein Gebet um Heilung erhören werde – wenn nicht jetzt, dann später! Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich durch Zeugnisse wie dem von Christian Lehmann immer wieder zu solch vertrauensvollem Gebet ermutigen lassen.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Klaus Jürgen Diehl
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Vor einiger Zeit hielt ich in einem Seniorenheim eine Andacht über das Wort aus dem 90. Psalm: „Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden!“ Im Anschluss daran kam eine geistig noch rüstige Bewohnerin auf mich zu und meinte fast ein wenig empört: „Aber Herr Pastor, Sie tun ja gerade so, als ob mein letztes Stündlein schon geschlagen hat!“ Im Stillen dachte ich: Allzu weit sind Sie von diesem letzten Stündlein nicht entfernt. Aus Höflichkeit der alten Dame gegenüber habe ich mir diese Bemerkung dann aber doch verkniffen.
Nun ist der Glaube an eine Auferstehung der Toten und ein ewiges Leben ja alles andere als naheliegend oder gar von unserer Vernunft her begründbar. Die Evangelien schildern da auch ganz nüchtern, dass selbst die Jünger Jesu nach seinem qualvollen Tod am Kreuz nicht mit seiner Auferstehung gerechnet haben. Ja, sie haben sogar das Zeugnis der Frauen als frommes Wunschdenken abgetan, als die ihnen vom leeren Grab Jesu und der Botschaft der Engel berichteten, dass Jesus auferstanden sei. Da musste Jesus ihnen schon selbst begegnen und ihnen die von den Nägelmalen durchbohrten Hände zeigen, um sie von dem Wunder seiner leibhaften Auferstehung zu überzeugen.
Es verwundert daher auch nicht, dass der Apostel Paulus auf dem Areopag, wo im antiken Athen Philosophen und Weltdeuter vor einer interessierten Zuhörerschaft ihre Lehren vertraten, mit der Botschaft von der Auferstehung Jesu Hohn und Spott erntete. So lesen wir es in wie es der Apostelgeschichte 17, Vers 32 aufgezeichnet ist: „Als die Athener von der Auferstehung der Toten hörten, begannen die einen zu spotten: die andern aber sprachen: Wir wollen dich darüber ein andermal weiterhören.“ Allerdings gab es daneben auch Zuhörer, die bereit waren, sich diese Botschaft durch den Kopf gehen zu lassen und Paulus baten, später mehr darüber zu erfahren.
Nun weiß ich nicht, ob Sie den Glauben an die Auferstehung und ein ewiges Leben in Gottes Herrlichkeit teilen oder ihm wie die meisten Zeitgenossen heute eher skeptisch bis ablehnend gegenüberstehen. Zumindest wünsche ich Ihnen, dass Sie zu denen gehören, die damals dem Paulus auf dem Areopag in Athen zu verstehen gaben, dass sie darüber weiter nachdenken und Näheres von ihm hören wollten. Ich bin zutiefst davon überzeugt: Wer aufrichtig danach fragt und sucht, ob es eine begründete Hoffnung über den eigenen Tod hinaus gibt, dem wird der auferstandene Jesus auf die eine oder andere Weise begegnen. Er wird ihm die feste Zuversicht schenken, dass auch er einmal teilhaben wird am künftigen Leben in Gottes Herrlichkeit.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Klaus Jürgen Diehl
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Wasser ist in der Wüste lebensnotwendig. So waren Oasen mit frischem Wasser schon immer wichtig für Wüstenbewohner. Die Oase ist für uns sprichwörtlich zu einem Erholungsort geworden. Wenn wir von Oasen sprechen, meinen wir Orte, die uns guttun. Orte der Ruhe und Erfrischung. Wir brauchen sie immer wieder im Alltag unseres Lebens.
Der Prophet Jesaja erinnert sein Volk an die Zeit der Wüstenwanderung. Gott hat sein Volk befreit. Er führte sie aus der Sklaverei in Ägypten. Er führte sie durch die Wüste und er sorgte für sie. Sie finden hier keine Oase. Sie brauchen aber dringend Wasser. Gott greift wunderbar ein. Zweimal lässt er Wasser aus dem Felsen fließen für das durstige Volk. (2. Mose 17,1-7 und4. Mose 20,1-13)
Jesaja erinnert das Volk Gottes daran.
Diese Erinnerung kommt durch die Bibel auch zu uns. Was bedeutet sie für uns?
Er ist nicht nur da, er rüstet mich auch aus mit seinem Geist.
Wieder frage ich, was bedeutet das für mich, für uns? Wie sieht das in meinem Alltag aus? Sind dann plötzlich alle Fragen geklärt? Sind meine Probleme gelöst? Nein, so ist es nicht. Auf jeden Fall erlebe ich es nicht so.
Als ich das Gespräch annehme, ist es genau der Anruf, auf den ich gewartet habe.
So habe ich es immer wieder auf sehr unterschiedliche Art erlebt.
Wenn ich heute zurückblicke, entdecke ich immer wieder diese Punkte in meinem Leben. Bewahrungen in der Kindheit. Hilfe in schwierigen Zeiten meines Lebens. Nicht sofort. Aber im Rückblick dann doch.
„Sie litten keinen Durst, als der HERR sie leitete in der Wüste. Er ließ ihnen Wasser aus dem Felsen fließen.“ (Jesaja 48,21)
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Eberhard Adam
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Ein Märchen aus Österreich kam mir gleich in den Sinn, als ich über den Vers aus Jakobus 3 nachdachte.
Es war einmal in einem bitterkalten Winter. Ein Mann schlug Holz im Wald.
„Aus einem Munde kommt Loben und Fluchen. Das soll nicht so sein, meine Brüder und Schwestern“, schreibt Jakobus in seinem Brief (Jakobus 3,10).
Was ist denn überhaupt ein Fluch? In Wikipedia steht folgendes dazu: “Ein Fluch oder eine Verfluchung ist ein Spruch, der Unheil bringen soll oder auch zur Sühne bewegen.“
Ich finde, das dürfen wir doch getrost Gott überlassen, der den Überblick hat.
Schon als Kind haben meine Eltern mir beigebracht, dass man nicht fluchen soll.
So habe ich das Fluchen nie wirklich gelernt. Später habe ich dann verstanden, dass mit der Sünde auch der Fluch in die Welt gekommen ist. Ich habe auch verstanden, dass Jesus Christus in unsere Welt gekommen ist, um diesen Fluch von uns zu nehmen. Er ist für uns am Fluchholz, am Kreuz gestorben, um den Fluch hinweg zunehmen.
So bleibt es zwar bestehen, dass aus unserem Mund sowohl Warmes wie auch Kaltes kommen kann. Doch beides kann ein Segen sein.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Eberhard Adam
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Haben Sie sich schon einmal so richtig gefreut? So wahnsinnig gefreut auf etwas oder jemanden? Der Volksmund sagt: „Vorfreude ist die schönste Freude“. Ich zum Beispiel freue mich immer sehr, wenn ich nach langer Zeit liebe Freunde wiedertreffe, oder ich freue mich auf ein gutes Essen, ein Glas Weiß- oder Rotwein am Abend, auf ein Konzert, auf ein Karten- oder Brettspiel oder darauf, eine neue Predigt zu schreiben.
Freude reizt mich zu Höhenflügen an. In der Bibel wird die Freude erwähnt, die am größten ist.
Im 1. Petrusbrief, Kapitel 1, die Verse 8-9 heißt es: „Ihr habt [Gott] nie gesehen und liebt ihn doch. Ihr glaubt an ihn, obwohl ihr ihn auch jetzt nicht sehen könnt, und eure Freude ist herrlich, ja, grenzenlos, denn ihr wisst, dass ihr das Ziel eures Glaubens erreichen werdet: die Rettung für alle Ewigkeit.“ (Hfa)
Diese Sätze klingen so voller Freude, dass die Vorfreude darauf kaum auszuhalten ist. Um die Freude zu beschreiben, werden Adjektive wie „herrlich“ und „grenzenlos“ gebraucht.
Das Ziel der Freude ist „die Rettung für alle Ewigkeit“. Hier geht es um die Menschen, die an Jesus Christus, den Sohn Gottes, glauben und ihre Erlösung durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung für sich anerkennen. Sie nehmen Jesus in ihr Leben auf und folgen ihm nach, mit allem, was sie sind und haben. Der Glaube an diesen Jesus macht sie so froh, dass sie in freudiger Erwartung auf das Ziel schauen, das sie am Ende ihres Lebens erreichen werden. Nämlich: mit Jesus bis in alle Ewigkeit zu leben. Christen leben, um ewig zu leben.
Auf dieser Erde erleben Menschen sehr viel Leid. Liebe Angehörige sterben an einer unheilbaren Krankheit. Oder Menschen in Kriegs- und Krisengebieten leiden unter den unersättlichen Machtansprüchen von Politikern.
Oder: Jemand verliert den Job oder gar ein Kind.
Leid macht traurig und verzweifelt. Von Freude kann hier wohl kaum die Rede sein.
Im Bibelvers ist auch nicht die irdische Freude, die Freude an Umständen oder Menschen gemeint, sondern die Freude am ewigen Leben, in dem es keine Krankheit, keinen Tod, keine Tränen, kein Leid mehr geben wird.
Wir können Gott nicht sehen. Ich kann ihn auch nicht beweisen, wie es viele Theologinnen und Theologen versucht haben. Und trotzdem vertrauen Christinnen und Christen Gott und haben eine Beziehung zu ihm. Sie spüren Gott, lassen sich in schwierigen und traurigen Zeiten von Gott trösten.
Christinnen und Christen haben die Gewissheit, dass diese Erde nicht alles für sie ist. Das Leben endet hier nur für den Körper. Die Seele lebt bei Gott in der Ewigkeit weiter. Und dort wird Freude die Fülle sein. Nichts wird dann im Leben mehr fehlen. Alles Leid ist vorbei. Nur ungetrübte Gemeinschaft mit Gott und den anderen Christen wird dort in der Ewigkeit sein.
Wenn ich mich mal wieder nach dem Sinn des Lebens frage, dann besuche ich einen Friedhof. Dort finde ich Hoffnung. Ich sehe an den Gräbern, dass das Leben hier auf der Erde endlich ist. Doch ich weiß tief in meinem Herzen, dass hier nicht Schluss ist, sondern, dass es weitergeht. Der Grund dieser Hoffnung ist Jesus Christus. Er ist das Fundament, auf dem ich stehe. Er hat meine Schuld, meine Schwäche, meine Krankheit, meinen Tod am Kreuz getragen. Deshalb lebe ich nun mit Gott, meinem Vater, bis in alle Ewigkeit in völliger Freude. Wenn das mal kein Grund zum Feiern ist!
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Autor: Berit Merkel
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Jeder von uns hat bestimmt ein kleines Kind in der Familie oder in der Verwandtschaft. Kleine Kinder sind einfach nur süß, finde ich. Ich liebe sie, weil sie so niedlich, so knuffig und goldig sind. Von einem Baby oder einem kleinen Kind erwarte ich nicht, dass es etwas für die Liebe der anderen tut. Das Kind erhält die Liebe der Eltern, der Familie, Verwandten und Freunde einfach so – ganz ohne Leistung. Viele sagen, ein Kind ist ein Geschenk Gottes. Ein Kind vertraut seinen Eltern, einfach so. Niemand hat dem Kind gesagt, wie das genau funktioniert.
Genau so ist es auch mit dem Geschenk, ein Kind Gottes zu werden. Als biologischer Nachkomme oder auch als Adoptivkind kommen dem Kind Rechte zu, die es hat, weil es zu diesen Eltern und zu dieser Familie gehört.
Als Christin oder Christ haben Kinder Gottes Rechte. Kinder Gottes vertrauen Gott. Er ist ihr Vater. Gott hat in Jesus Christus, den er auf die Erde sandte, um für die Schuld der gesamten Menschheit zu sterben, alles für seine Kinder getan. Er hat sich selbst gegeben, um seinen Menschen das ewige Leben zu ermöglichen.
Gute Eltern geben alles für ihre Kinder. Ob Windel wechseln, Brei geben, oder später das Studium in Australien finanzieren oder gar dem erwachsenen Kind ein Auto schenken - gute Eltern bringen große Opfer für ihre Kinder.
Genauso ist Gott auch. Er gibt seinen Sohn Jesus Christus, damit wir als Kinder Gottes ewiges Leben haben können.
Deshalb heißt es in der Bibel im Johannesevangelium, Kapitel 1, Vers 12: „Die ihn aber aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden.“ (Hfa)
Was für ein Privileg!
Wenn ich mir die Welt so anschaue, erkenne ich leider, dass trotz dieses großen Privilegs, ein Kind Gottes werden zu können, viele Menschen keinen Gebrauch davon machen. Im Gegenteil: Sie lehnen Gott und sein Angebot für das ewige Leben durch seinen Sohn Jesus Christus ab.
Warum? Es gibt sicher verschiedene Gründe. Vielleicht ist es Reichtum, der Ehepartner, die Kinder, der Job, das Reisen oder etwas anderes, das scheinbar wichtiger ist als Gott.
Der Mensch stellt sich und sein Leben in den Mittelpunkt. Gott steht am Rand, er wird ausgeschlossen. Der Mensch, der ohne Gott lebt, will selbst entscheiden. Gott hat hier kein Mitspracherecht. Ich fasse es folgendermaßen zusammen: Narzissmus ist „in“, Demut ist „out“.
Doch ist es nicht das Beste, seine Schuld, die jeder Mensch nun einmal hat, und seinen Egoismus bei Jesus loszuwerden? Für mich klingt das nach einem Angebot, das ich nicht ausschlagen kann.
Schließlich hat Gott den Menschen geschaffen und deshalb weiß er auch genau, was der Mensch braucht.
Wenn ich das nächste Mal das kleine süße Kind in unserer Familie sehe, werde ich daran denken, was für ein Geschenk und Privileg Gott mir gegeben hat. Ich darf Jesus kennen, ihn lieben und ihm dienen. Etwas Besseres gibt es für mich nicht, egal was noch kommt!
Jesus ist auferstanden. Wer diese Botschaft annimmt, hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht Gottes.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Berit Merkel
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Irgendwann ist Schluss. Nach zahlreichen Verwarnungen des Kreditinstituts muss Jens das Auto zurückgeben. Er hatte sein Auto finanziert, dann jedoch andere unvorhergesehene Ausgaben, und konnte schließlich nicht zeitig zurückzahlen. Daher tritt nach einigen Mahnungen die rechtlich unausweichliche Folge ein. Jens muss sein Auto abgeben. Irgendwann ist halt Schluss. Solch eine Situation wie in dem Beispiel, ist natürlich nicht schön, trotzdem ist das Vorgehen des Kreditinstituts gerechtfertigt. Dem Kreditinstitut wird auch nicht per se böswilliges Verhalten unterstellt. Es sind halt die rechtlichen Vorgaben.
Wenn Gott in der Bibel Konsequenzen für Fehlverhalten ankündigt, denke ich allzu leicht, dass er ungerecht ist. Ist Gott nicht ein liebender Gott, dem ich folge? Tatsächlich sind die Gerichtsankündigungen in der Bibel meist in Bildsprache und recht hart formuliert. Im heutigen Losungsvers der Herrnhuter Brüdergemeine geht es auch um eine Gerichtsankündigung. Im Alten Testament in dem Buch Joel, Kapitel 2 Vers 1 steht: „Der Tag des Herrn kommt und ist nahe.“ Dass es hier um Gericht geht, wird aus den Versen davor und danach deutlich. Dort wird der Tag des Herrn als ein dunkler Tag beschrieben, an dem verzehrendes Feuer sich ausbreitet und feindliche Heere über das Land hereinbrechen. Ja, das klingt böswillig.
Der Tag des Herrn im Alten Testament wird als ein Tag beschrieben, an dem Gott selbst das Schicksal seines Volkes Israel neugestalten wird. Das Volk Israel scheitert immer und immer wieder daran, die Gebote und Weisungen Gottes zu befolgen. Deswegen wird der Tag des Herrn meist als ein schrecklicher Schlussstrich beschrieben, um dann noch einmal neu anzufangen. Ziel dieses Gerichtstages ist nicht die Vernichtung, sondern der Neuanfang. Durch die Ankündigung soll das Volk Israel schon zum Neuanfang gedrängt werden, bevor die Konsequenzen wahr werden. Sowie Eltern eine Strafe ankündigen, aber darauf hoffen, dass sich das Kind schon vor der Strafe zum Gehorsam entscheidet.
Hier wird deutlich: Die Androhung, dass der Tag des Herrn kommen wird, ist ein Aufruf zur Umkehr. Das Gericht ist nicht der Kern, der Gott ausmacht. „Denn er ist gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte.“
Wenn ein Kreditinstitut androht, ein Auto zu beschlagnahmen, kann es trotzdem optimale Bedingungen für eine Kreditaufnahme bieten, und ein sauberes Unternehmen sein. Gott kündigt Gericht an, aber er will nicht strafen, sondern Umkehr.
Ich möchte Sie heute daran erinnern, dass es einen Tag geben wird, an dem sich jeder vor Gott verantworten muss. Weil alle Menschen sündigen, kann keiner an jenem Tag bestehen. Jesus Christus wird Mensch und hat ein sündloses Leben gelebt, und am Kreuz die Strafe für meine Schuld getragen. Deshalb darf ich Jesu Gerechtigkeit an jenem Tag für mich in Anspruch nehmen. Auch Sie dürfen das. Wenn Jesus der Herr Ihres Lebens ist, ist er auch Ihr Retter. Das Ziel der Gerichtsankündigung ist, dass davor die Chance zur Umkehr genutzt wird. Dazu möchte ich Sie heute in Gottes Namen einladen.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Matias Wiens
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Ich möchte mit zwei Bildern starten. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Park in guter Gemeinschaft und strahlendem Sonnenschein. Es wird erzählt, gelacht, genossen. Der Austausch ist richtig entspannt und Sie haben eine gute Zeit.
Kann ich diese beiden Situationen miteinander verbinden? Das Entspannte miteinander Quatschen, mit einem besonderen Besuch, bei dem alles perfekt laufen muss?
Wohl kaum. Und wenn doch, wäre das irgendwie seltsam, vielleicht sogar unangebracht.
Aber genau das passiert in dem Bibeltext. Jesus kommt zu Besuch zu zwei Schwestern, Maria und Marta. Jesus ist der Ehrengast, und alles soll perfekt für ihn vorbereitet sein. Deswegen ist Marta im Stress. Und was macht Maria? Im Lukasevangelium, Kapitel 10 Vers 39 steht: „Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte ihm zu.“ Hey Maria, das ist doch Park-Verhalten, bei so einem Würdenträger… Sowas macht man doch nicht, oder? Genau das warf ihr auch Marta vor! Marta sagt es im folgenden Vers so zu Jesus: „Herr, findest du es richtig, dass meine Schwester mich die ganze Arbeit allein tun lässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen!“ Martas Anliegen ist gerechtfertigt – Arbeitsteilung wäre doch nur fair. Aber Jesus bringt einen neuen Blickwinkel in das Gespräch. Er sagt: „Marta, du hast viel Stress, aber nur eine Sache ist jetzt wirklich wichtig. Maria hat das Bessere gewählt, und das soll ihr nicht genommen werden.“
Sagt Jesus hier, dass ich nicht mehr im Haushalt mithelfen soll? Fordert Jesus durch diese Geschichte etwa, dass ich mich nicht mehr an die Etikette halten soll? Ich denke nicht.
Bei besonderem Besuch bin ich froh, wenn er vorbei ist. Bei einem lockeren Gespräch ist die Zeit viel zu schnell vorbei. Jesus ist ein ganz besonderer Gast, eindeutig. Aber er will mit mir ein lockeres Gespräch führen. Er will, dass ich gerne mit ihm Zeit verbringe. Deswegen sagt Jesus auch, dass Maria das Bessere gewählt hat. Mehr als ein aufgeräumtes Haus, großartiges Essen und vornehme Etikette wünscht sich Jesus Beziehung. Mehr als frommen Gottesdienstbesuch, ein ordentliches Leben und Pflichterfüllung im Glaubensleben wünscht sich Jesus Beziehung. Beziehung mit Marta, Maria, mit mir, und mit Ihnen.
Ja, um diese Beziehung möglich zu machen, kommt Jesus auf die Welt. Jesus kommt auf die Erde, um Beziehung zu uns Menschen zu ermöglichen, indem er das ausräumt, was der Beziehung im Weg steht. Sünde. Durch seinen Tod am Kreuz hat Jesus die Strafe der Sünde, den Tod, auf sich genommen. Durch seine Auferstehung hat er den Tod besiegt. Ja, er ist der allmächtige Gott, Ehrengast, und ja, er hat alle Hindernisse zwischen Gott und Mensch aus dem Weg geräumt und will Freund sein.
„Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte ihm zu.“ Ich ermutige Sie heute, sich Zeit zu nehmen für ein unkompliziertes Gespräch mit Gott. Nutzen Sie ein Gespräch im Park – mit Jesus. Leben Sie eine echte Beziehung mit Jesus.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Matias Wiens
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