
Sign up to save your podcasts
Or


In Alina Bronskys neuem Roman "Barbara stirbt nicht" findet ein älterer Mann seine Frau nach 52 Ehejahren eines morgens nicht neben sich im Bett oder unten in der Küche beim Kaffeekochen, sondern mit blutendem Kopf auf dem Badezimmerfußboden. Und in der Erzählung "Das Geschenk" fährt Peter, etwas jünger als Walter, mit seiner Frau Kathrin über Weihnachten in die nordhessische Provinz, um Klaus dort wiederzutreffen. Als die Kinder noch klein waren, haben sie mit Klaus und Almut und ihren beiden Kindern im gleichen Alter viel, viel, viel unternommen, dann wurde es still in dieser Freundschaft, vor kurzem ist Almut gestorben. In der pflichtschuldigen Erwartung, einem trauernden Witwer über die Festtage zu helfen, stehen die beiden schließlich vor einem vergnügten Mann – und vor einer jungen Frau, Sharon, die sich als seine neue Freundin entpuppt.
Das erste Buch endet an Weihnachten, das zweite spielt gleich ganz an den Weihnachtstagen. Dabei nennt sich ihre Autorin selbst gar "nicht weihnachtlich-christlich sozialisiert". Ein Gespräch mit Alina Bronsky über Abgründe und alte Männer, über entschleunigtes Schreiben und Geschichten, die am besten wachsen, wenn man sie nicht belauert.
Die Adresse für Anregungen, Lob und Kritik
"Das Geschenk" von Alina Bronsky auf der Website der Edition Chrismon in der Evangelischen Verlagsanstalt
"Barbara stirbt nicht" von Alina Bronsky auf der Website des Verlags Kiepenheuer & Witsch
"Zurück in die Todeszone": Interview von Anne Ameri-Siemens mit Alina Bronsky über russische Verhältnisse, alte Frauen und ihren Roman "Baba Dunjas letzte Liebe"
"Natürlich ist die Großmutter nur vordergründig rassistisch": Sarah Obertreis über die Hörbuchfassung von Alina Bronskys Roman "Der Zopf meiner Großmutter", gelesen von Sophie Rois
"Den Mörder ihrer Mutter behält sie im Blick": Andrea Diener über die Verfilmung von Alina Bronskys Debüt "Scherbenpark"
Schwarze sind keine Menschen, Gewalt gegen Schwarze ist das Genom menschlicher Erneuerung, alle Schwarzen sind Sklaven: Diese Thesen vertritt der Philosoph Frank B. Wilderson in seinem Buch „Afropessimismus“. Er untermauert sie mit persönlichen Anekdoten und einem facettenreichen Theoriekatalog.
Was daran so faszinierend ist und warum die Abhandlung das Zeug hat, einen Paradigmenwechsel in der Rassismus-Debatte herbeizuführen, darüber spreche ich mit dem Literaturwissenschaftler Wolfgang Matz.
Drei Empfehlungen aktueller Sachbuch-Titel beschließen die Episode des Bücher-Podcasts.
Die Adresse für Anregungen, Lob und Kritik
„Gegen alle liberale Zuversicht“: Wolfgang Matzʼ Besprechung von Frank B. Wildersons „Afropessimismus“
„Eine Spezies setzt sich durch“: Petra Ahnes Besprechung von Richard Girlings „Der Mensch und das Biest“
„Zukunftsklänge aus dem Zodiak“: Philipp Krohns Besprechung von Christoph Dallachs „Future Sounds“
„Wie einst alles enden wird“: Sibylle Anderls Besprechung von Katie Macks „Das Ende von allem*“
Wer Literatur nicht nur liest, sondern auch hört, kommt an Frank Arnold kaum vorbei: Mehr als dreihundert Titel umfasst die Liste des Mannes, der das gesamte Repertoire von Stendhal und Alexander von Humboldt bis zu Rüdiger Safranski, Philip Kerr und Tom Clancy beherrscht. Im Gespräch erzählt er von der Vorbereitung auf seine Arbeit, der Pflege der Stimme, überraschenden literarischen Funden und der Freude, zum Echoraum großer Texte aus mehreren Jahrhunderten zu werden.
Außerdem möchte ich Dank abstatten an F. M. Dostojewski, den Helden meiner Jugend, und an das dunkle Reich seines St. Petersburgs. Pünktlich zum 200. Geburtstag des russischen Erzählers in diesem Monat sind mehrere Neuübersetzungen seiner Werke erschienen: "Der Doppelgänger" und "Aufzeichnungen aus dem Untergrund". Dann werfe ich einen Blick auf die ungewöhnlichen Leistungen von Übersetzerinnen, die im vergangenen Jahrzehnt zahlreichen Klassikern der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts ein neues Gewand verpasst haben. Ein neues Literaturrätsel von Tilman Spreckelsen schließt diese Folge des Bücher-Podcasts ab.
Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik und des Rätsels Lösung
Der Preis des Literaturrätsels im November
Die Teilnahmebedingungen des Literaturrätsels
Dostojewskis "Doppelgänger", übersetzt von Alexander Nitzberg, ist bei Galiani erschienen (331 Seiten, 24 Euro), "Aufzeichnungen aus dem Untergrund", übertragen von Ursula Keller, bei Manesse (309 Seiten, 25 Euro).
Tolstois "Krieg und Frieden" und "Auferstehung" wurden übersetzt von Barbara Conrad (Hanser und dtv).
Wer kennt sie nicht, die Märchen vom "Kalif Storch", "Zwerg Nase" oder "Das kalte Herz"? Doch Wilhelm Hauff, dessen Nachruhm vor allem von ihnen herrührt, schrieb in seiner kurzen Lebenszeit noch eine Menge anderer, sehr unterschiedlicher Texte. Eines haben sie gemein: Sie blicken scharfsichtig auf ihre Entstehungszeit, das frühe Biedermeier, und nehmen zugleich hellsichtig die Industrialisierung und den entfesselten Kapitalismus vorweg: Denn was anderes als dessen Verkörperung wäre der gespenstische Holländermichel, der es auf unsere Herzen abgesehen hat?
Am 28. September lieh Christian Brückner an einem "Abend für Wilhelm Hauff" den Texten des Dichters seine unverwechselbare Stimme, Tilman Spreckelsen stellte sie in den Kontext einer an Umbrüchen reichen Epoche.
"Der Hobbit" und "Der Herr der Ringe" sind nur die bekanntesten Werke J. R. R. Tolkiens. Vor bald fünfzig Jahren starb der Fantasy-Autor, und immer noch findet sich in seinem Nachlass Veröffentlichungswürdiges. Tilman Spreckelsen spricht mit dem deutschen Tolkien-Lektor, Stephan Askani, über das gerade veröffentlichte Buch "Natur und Wesen von Mittelerde – Späte Schriften zu den Ländern, Völkern und Geschöpfen und zur Metaphysik von Mittelerde" und andere Entdeckungen in Tolkiens Nachlass. Eine Sonderfolge des Bücher-Podcasts vom F.A.Z.-Stand auf der Frankfurter Buchmesse.
J.R.R. Tolkiens "Natur und Wesen von Mittelerde – Späte Schriften zu den Ländern, Völkern und Geschöpfen und zur Metaphysik von Mittelerde" wurde aus dem Englischen übersetzt von Susanne Held und Helmut W. Pesch, herausgegeben Carl F. Hostetter, ist gerade bei Hobbit Presse / Klett-Cotta erschienen, hat 720 Seiten und kostet 28 Euro.
Mit ihrem Tagebuch "Fleckenverlauf" gibt die Schriftstellerin Terézia Mora Auskunft über die Herausforderung der Arbeit an einem großen Romanprojekt. Am F.A.Z.-Stand auf der Buchmesse spricht sie mit Elena Witzeck über das Buch, die Bücher und das Schreiben.
"Fleckenverlauf" von Terézia Mora ist im Luchterhand Literaturverlag erschienen, hat 288 Seiten und kostet 22 Euro.
Ursula Poznanski hat ein neues Jugendbuch veröffentlicht. Im Gespräch mit Tilman Spreckelsen stellt sie "Shelter" am Stand der F.A.Z. auf der Frankfurter Buchmesse vor – und auch ein neues Erstlesebuch namens "Clara sammelt".
"Shelter" von Ursula Poznanski ist im Loewe Verlag erschienen, hat 432 Seiten und kostet 19,95 Euro. "Clara sammelt", illustriert von Ina Hattenhauer, ist in der Edition Nilpferd erschienen, richtet sich an ein Publikum von 5 Jahren an, hat 48 Seiten und kostet 14,95 Euro.
In seinem Buch "Allein" ergründet Daniel Schreiber das Spannungsverhältnis zwischen dem Wunsch nach Rückzug und Freiheit und dem nach Nähe, Liebe und Gemeinschaft. Im Gespräch mit Tobias Rüther stellt der Autor sein Buch am F.A.Z.-Stand auf der Frankfurter Buchmesse vor.
"Allein" von Daniel Schreiber ist bei Hanser Berlin erschienen, hat 160 Seiten und kostet 20 Euro.
Von der ersten Benennung vor unserer Zeitrechnung bis zur weltweiten Corona-Bedrohung: In seinem Buch "Pandemien. Wie Viren die Welt verändern" schildert Philipp Kohlhöfer die Geschichte eines Erregers und der größten Waffe, die die Menschheit im Kampf gegen ihn hat: der Wissenschaft. Sonja Kastilan spricht mit dem Autor am F.A.Z.-Stand auf der Buchmesse.
"Pandemien. Wie Viren die Welt verändern" von Philipp Kohlhöfer erscheint am 27. Oktober bei S. Fischer, hat 544 Seiten und kostet 25 Euro.
From the publisher's feed

5 Listeners

31 Listeners

3 Listeners

18 Listeners

14 Listeners

2 Listeners

0 Listeners

7 Listeners

61 Listeners

59 Listeners

10 Listeners

27 Listeners

25 Listeners

36 Listeners

3 Listeners

0 Listeners

24 Listeners

0 Listeners

15 Listeners

4 Listeners

21 Listeners

6 Listeners

1 Listeners

0 Listeners

1 Listeners

2 Listeners