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Mit seiner „Kritik der großen Geste“ habe der Soziologe Armin Nassehi, so hält es Gerald Wagner in seiner Rezension des Buchs mit dem Untertitel „Anders über gesellschaftliche Transformation nachdenken“ in der F.A.Z. fest, „ganz ausdrücklich kein akademisches Buch vorgelegt. Es kommt fast ganz ohne Zitate und Literaturverweise aus, stattdessen entfaltet sein Autor sein soziologisches Argument in Form eines engagierten Essays. Weit ausholend, manchmal etwas mäandernd in der Variation seines Arguments, stellenweise auch polemisch.“
Es sei ja nicht so, dass sich in unserer Gesellschaft nichts ändert, sagt der Soziologe Armin Nassehi im Gespräch mit Ralph Bollmann am Stand der Frankfurter Allgemeinen auf der Buchmesse, aber auch disruptiv Gedachtes müsse sich im Alltag bewähren und restabilisieren.
„Kritik der großen Geste. Anders über gesellschaftliche Transformation nachdenken“ von Armin Nassehi auf der Website des Verlags C.H. Beck
„Das Kollektiv namens Gesellschaft ist nun einmal illusorisch“: Gerald Wagner rezensiert „Kritik der großen Geste“ von Armin Nassehi
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„Es ist ein autobiographischer Roman, fiktional verarbeitet“, sagt Sabin Tambrea, „es ist die Fluchtgeschichte meiner Familie. In einer Zeit, wo ich beobachte, wie sehr kalt mit Zahlen um sich geworfen wird, mit denen geflohene Menschen beschrieben werden, und wo immer mehr die individuelle Geschichte dahinter einfach keine Bedeutung hat, war es mir ein großes Bedürfnis, hinter unserer Zahl die absolut intime und individuelle Geschichte unserer Flucht zu erzählen und hoffentlich dadurch ein wenig Empathie in der Gesellschaft da draußen zu wecken dafür, was es bedeutet, seine Heimat zu verlassen, die Familie so zu verlassen, dass man denkt, man sieht sie niemals wieder, den Beruf zu verlassen, einfach komplett die Sozialisation aufzugeben, für die Hoffnung, in einem anderen Land ein Leben in Freiheit führen zu dürfen.“ Im Gespräch mit Maria Wiesner stellt der Schauspieler und Schriftsteller sein Buch „Vaterländer“ am Stand der F.A.Z. auf der Frankfurter Buchmesse vor.
„Vaterländer“ von Sabin Tambrea auf der Website des Verlags Gutkind
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„Eine mal halluzinierende, mal dozierende Erzählung über das Gewalterbe des Kolonialismus zwischen Großbritannien, Indien und Deutschland, zwischen gestern und heute, mitten drin: die gestaltwandelnde Drehbuchautorin Durga aus NRW“: So hat Tobias Rüther Mithu Sanyals Roman „Antichristie“ Mitte September in der F.A.S. beschrieben. Jetzt ist Mithu Sanyal an den Buchmessestand der Frankfurter Allgemeinen gekommen, um im Gespräch mit dem Literaturredakteur ihr neues Buch vorzustellen. Um die Buchmesse, den Stress der Buchpreis-Shortlist, das grausame Spektakel in Klagenfurt, Popkultur und die Vorzüge von Genre-Literatur geht es noch dazu.
„Antichristie“ von Mithu Sanyal auf der Website des Hanser-Verlags
„Wie geht es weiter nach dem Debüt?“ Tobias Rüthers Umfrage und Lektüre der neuen Bücher von Mithu Sanyal, Katharina Volckmer, Sven Pfizenmaier, Hengameh Yaghoobifarah und Dana von Suffrin
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In „Warum du schweigst“ bekommt Lenas Fußballmannschaft, bis dahin mäßig erfolgreich, einen neuen Trainer, und auf einmal startet sie durch. Lena wird Kapitänin des Teams. Und sie verändert sich. Zumindest Tim, ein Freund, in sie verliebt, versteht sie nicht mehr. Sie will mit dem Fußball aufhören, aber sie will nicht erzählen, wieso. Ihr Trainer hat sie vergewaltigt. In seinem neuen Jugendroman erzählt Martin Schäuble über Missbrauch im Jugendbreitensport.
Zunächst allerdings geht es im Gespräch mit Tilman Spreckelsen am Stand der F.A.Z. auf der Buchmesse um eine aktualisierte Neufassung seines Buchs „Die Geschichte der Israelis und Palästinenser – Der Nahost-Konflikt aus Sicht derer, die ihn erleben“, und Martin Schäuble erzählt, worin sich die Schulveranstaltungen, zu denen er mit diesem Buch eingeladen wird, von den Abendprogrammen mit Erwachsenen unterscheiden.
Martin Schäubles Jugendroman „Warum du schweigst“ auf der Website des Verlags Fischer Sauerländer
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Eine Familie verliert die siebzehn Jahre alte Tochter: Wie kam Daniela Krien darauf, sich eine solche Geschichte vorzunehmen? Was hat es mit ihr beim Schreiben gemacht? Immerhin ist kaum vorstellbar, als dass man es beim Schreiben selbst traumatisch erlebt. Im Gespräch mit Sandra Kegel stellt die Schriftstellerin ihren neuen Roman „Mein drittes Leben“ am Stand der Frankfurter Allgemeinen auf der Buchmesse vor. Daniela Krien erzählt von einer Stadt voller weißer Fahrräder, von der Schwierigkeit, als Eltern eines gestorbenen Kindes gemeinsam zu trauern, und vom intensivsten aller ihrer Schreibprozesse.
Daniela Kriens Roman „Mein drittes Leben“ auf der Website des Diogenes-Verlags
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Warum nennt er Gleichheit als großes Thema seiner politischen Bemühungen? Wie war es, einst mit Unionspolitikern Sondierungsgespräche im Bund zu führen? Was führte zu seinem Abschied von der Fraktionsspitze der Grünen im Bundestag? Und warum hat die ehemalige Bundeskanzlerin, die er einst der Unaufrichtigkeit bezichtigte, bei seinem Abschied aus dem Parlament sprechen sollen? Im Gespräch mit Ralph Bollmann stellt Jürgen Trittin seine politische Autobiographie „Alles muss anders bleiben“ am Stand der F.A.Z. auf der Frankfurter Buchmesse vor. Dabei antwortet er auch auf unbequeme Fragen.
„Alles muss anders bleiben. Eine politische Autobiografie“ von Jürgen Trittin auf der Website des Verlags Droemer
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In „Die Gesellschaft der Singularitäten“, seinem Theoriebestseller aus dem Jahr 2017, habe er sich mit der „Gewinnerseite des Modernisierungsprozesses“ befasst, jetzt solle es um die Schattenseite gehen, schreibt der Soziologe Andreas Reckwitz in der Einleitung seines neuen Buchs „Verlust. Ein Grundproblem der Moderne“. Das von ihm geschilderte Problem: Während den Menschen Fortschritt als Weg in einer bessere Zukunft versprochen wird, erleben sie eine gleich ganze Reihe von Verunsicherungen: Einstige Selbstverständlichkeiten stehen in Frage, die Arbeitswelt, die Umwelt, die Gesellschaft ändern sich drastisch. Verlusterfahrungen scheinen ebenso zu wachsen wie Verlustängste.
Wie lässt sich das erklären? Und was lässt sich daraus lernen? Andreas Reckwitz ist mit seinem Buch „Verlust. Ein Grundproblem der Moderne“ zu Gast am Buchmesse-Stand der F.A.Z. Sein Gespräch mit Patrick Bernau als Sonderfolge im Bücher-Podcast.
„Die Zukunft verliert ihre Anziehungskraft“: Marianna Lieder rezensiert Andreas Reckwitz' Buch „Verluste“
„Verlust. Ein Grundproblem der Moderne“ von Andreas Reckwitz auf der Website des Suhrkamp-Verlags
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Es beginnt wie ein Essay und wir dann richtiggehend lyrisch. Man könnte es für ein Langgedicht halten oder für einen Fußnotenroman. In Zeiten des Online-Datings und der Kurznachrichten möchte dieses Buch sprachkritisch ergründen, wie wir über Liebe kommunizieren, wie der Moment des Sich-Verliebens über SMS funktioniert. Und eine Liebesgeschichte erzählt Elke Schmitter in „Alles, was ich über Liebe weiß, steht in diesem Buch“ auch. Darauf vertrauend, dass Erwachsene bei diesem Hinweis nur davon ausgehen können, dass es sich um eine letztlich gescheiterte Liebe handelt. Im Gespräch mit Jan Wiele stellt Elke Schmitter ihren „Einbildungsroman“ – so der Untertitel – am Stand der F.A.Z. auf der Frankfurter Buchmesse vor.
„Erkundungen im Dickicht der Seele“: Jakob Hessing rezensiert Elke Schmitters Roman „Alles, was ich über Liebe weiß, steht in diesem Buch“
Elke Schmitters Roman „Alles, was ich über Liebe weiß, steht in diesem Buch“ auf der Website des Verlags C.H. Beck
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Mitte März 1990 haben zwei als Polizisten verkleidete Verbrecher die Nachtwächter des Isabella Stewart Gardner Museum in Boston in den Keller gesperrt und Kunstwerke im Wert von etwa 500 Millionen Dollar mitgenommen. In ihrem Roman „Kommando Ajax“ lässt Cemile Sahin einige dieser Werke wieder auftauchen, bei einem Geschäftsmann, in dessen Räumen ein korpulenter Dachdecker und Amateurmaler auf sie stößt.
Ali findet nichts dabei, ein paar der Gemälde mitzunehmen und dafür ein paar eigene dazulassen. Bei Cemlia Sahin fließen Kunstraub- und Fluchtgeschichte, Familien- und Mediengeschichte ineinander. Im Gespräch mit Julia Encke stellt sie ihr Buch am Stand der F.A.Z. auf der Frankfurter Buchmesse vor.
„Ali oder nichts“: Niklas Maak rezensiert Cemile Sahins Roman „Kommando Ajax“
Cemile Sahins Roman „Kommando Ajax“ auf der Website des Aufbau-Verlags
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Von außen sieht das Leben von Marie-Claire und Anahita super aus: Die beiden Frauen um die vierzig sind gut ausgebildet und beruflich erfolgreich, dabei Single und, ohne dass sie sich je dafür entscheiden hätten, kinderlos. Die Frage, ob sie das noch ändern können, stellt beide unter enormen Druck. Als sie selbst gerade vierzig wurde, erzählt die Schriftstellerin Jackie Thomae im Gespräch mit Andrea Diener am Buchmessestand der F.A.Z., hätte sie nicht darüber schreiben können. Aber sie habe gespürt, dass diese Zeit ihre großartigen Seiten hat, sie sie nur nicht genießen konnte. Jetzt hat ihr neuer Roman „Glück“ genau diese Lebensphase zum Thema. Und eine Pille, mit der sich Frauen in dieser Situation Zeit kaufen können.
Jackie Thomaes Roman „Glück“ auf der Website des Claassen-Verlags
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