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Wir kennen die Bilder aus den Filmen, deren Vorlagen Stephen King geschreiben hat: Jack Nicholson, wie er in «The Shining» mit irrem Blick und einer Axt in der Hand versucht, eine Tür zu zerstören, hinter der sich seine Frau vor ihm versteckt. Oder dann Cissy Spacek, die als «Carrie» im gleichnamigen Film grosses Unglück über eine Schule, in der sie gemobbt wird. Seit Jahrzehnten hat uns der US-amerikanische Autor Stephen King das Fürchten gelernt – mit seinen Romanen wie auch mit den Filmen, die daraus entstanden sind. King ist der Horror-Autor schlechthin, auch wenn ihm selbst das Wort Horror zu kurz greift. Er schreibt über das Grauen, das wir uns nicht vorstellen mögen; dennoch findet er mit seinen Büchern ein riesiges Publikum. Warum ist das so? Und warum mag die Leserschaft diese Geschichten so sehr? Zum Gespräch am Kulturstammtisch geladen sind der Journalist Mikael Krogerus und der Musiker Hank Shizzoe.
Gut und böse – alt und jung – Yin und Yang – oder auch: Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Seit Jahrhunderten organisiert sich die Menschheit die Welt in polaren Gegensätzen, und dies in den verschiedensten Wissensgebieten, von der Religion bis zur Politik. Das vereinfacht das Verstehen komplexer Sachverhalte – und doch stellt sich eine grundsätzliche Frage: Ist eine Einteilung der Welt in zwei Pole nicht etwas gar einfach? Lässt sich damit das Leben wirklich besser deuten, oder gehen vielmehr wichtige Zwischentöne verloren? Oder stimmt vielleicht sogar beides, je nach Fall. Zu Gast am Kulturstammtisch bei Eric Facon sind die Medien-Rechtsanwältin Chantal Bolzern und der Theologe und Germanist Andreas Mauz.
Von Generation zu Generation wiederholt sich dasselbe: die Älteren äussern Besorgnis, dass die Jüngeren sich nicht mehr für Kultur interessieren. Was heisst das? Geht das über einen Generationenkonflikt hinaus, oder stimmt es tatsächlich, dass sich die Jungen nicht mehr für Kultur interessieren? Oder eher für andere kulturelle Formen und Medien. Wir fragen nach, bei Menschen, die es wissen müssen. Zu Gast sind Franceso de Biasi, Leiter Educational Programm Locarno Film Festival, Mara Manzolini, Production Manager am Locarno Film Festival, Myriam Neuhaus, Projektleiterin, Koordinatorin und Initiatorin bei network4events. Und Geschäftsführerin des Vereins Kulturhauptstadt Schweiz. und verschiedene Tessiner Jugendliche, die sich an den Kinder- und Jugendprojekten des Festivals beteiligen.
Die digitale Welt hat vieles an unseren Leben verändert. Unter anderem die Medienszene: traditionelle Medien an Boden, an ihre Stelle treten unzählige andere, neue Kanäle wie soziale Medien, wo Menschen ihre Informationen beziehen. Auch über kulturelle Belange. Aber wo sind die neuen Kanäle für die kulturelle Szene, erfüllen die erwähnten Kanäle dieselben Funktionen wie diejenigen der nicht-digitalen Vergangenheit? Oder sind diese Informationskanäle nicht viel individueller zugeschnitten? Wohin wende ich mich als Teil des kulturell interessierten Publikums, wie muss ich mich als KünstlerIn verhalten? Zu Gast am Kulturstammtisch sind die Medienrechtsanwältin Chantal Bolzern, Cathy Flaviano, die Kulturchefin bei Radio und Fernsehen RSI, und der Singer/Songwriter Christoph Trummer.
Wo man hinhört, ob in der Politik, in der Kultur, in den Medien – überall ist vom «Storytelling» zu hören und zu lesen. Das Storytelling – ein Modewort, ein Zauberwort, oder weit mehr? Durch was unterscheidet sich dieses Storytelling von andern Formen des Erzählens? Gibt es auch Grenzen dafür? Die Gäste am Kulturstammtisch am Filmfestival von Locarno haben alle in verschiedenen Umfeldern mit dem Storytelling zu tun: Evy Vitija und Sabine Schmid sind Filmregisseurinnen und -Drehbuchautorinnen. Hinzu kommen der Podcaster This Wachter, Aurel Aebi vom Atelier OI aus Neuenburg, und Michael Sennhauser, Filmredaktor von Radio SRF2 Kultur. Dies ist eine Spezialausgabe des Kulturstammtischs aus der Rotonda by la Mobiliare am Locarno Film Festival. Eine Kooperation zwischen der genossenschaftlichen Mobiliar, dem Kulturstammtisch und dem Festival selbst.
Ein Blick in die Geschichte scheint es zu zeigen: kulturelle Werke können die Welt verändern. Nehmen wir den Vietnam-Krieg und die dagegen protestierende Musik der 60er Jahre, dies mit einem gewissen Erfolg. Nehmen wir den Roman «1984», veröffentlicht von George Orwell kurz nach dem zweiten Weltkrieg, ein Roman, der vielen Menschen als Symbol und als warnenden Stimme gegen politische Entwicklung im Gedächtnis bleibt. Wie sieht das heute aus, wo viel Kultur sehr individuell konsumiert wird?
Kreativ, ein Synonym für einfallsreich, für kombinationsschnell. Kreativ ist es zum Beispiel, wenn man zwei scheinbar unzusammenhängende Ideen kombinieren kann, aus denen dann wieder eine neue Idee entsteht. Aber, die Kreativität ist nicht auf den Kulturbetrieb beschränkt. Es gibt kreative Problemlösungen, kreative Fussballspieler, MusikerInnen und VermögensverwalterInnen. Was sind die Voraussetzung für eine kreative Stimmung, und, kann man lernen, kreativ zu sein, zum Beispiel im Rahmen eines Studiums an der Universität? Als was verstehen sich kreative Menschen? Als Antennen für kreative Einfälle? Zwei dieser kreativen Menschen sind zu Gast am Kulturstammtisch bei Eric Facon, bei kommen aus sogenannten Kreativwirtschaft: die Künstlerin und Kunstvermittlerin Patricia Schneider und der Singer/Songwriter Christoph Trummer.
Basel rühmt sich touristisch als Stadt der Museen, St. Gallen hat ein für eine Stadt dieser Grösse überraschendes Kulturangebot. Das zeigt die Bedeutung. Viele Städte entwerfen ein Kulturleitbild, in dem festgeschrieben steht, was und wie die zu fördernde Kultur einer Ortschaft ist. Damit wird die Kultur zu einem wichtigen Bestandteil der Charakteristika eines jeden Standorts – nebst zum Beispiel Bildung-, Sport- oder Infrstruktur-Angeboten. Nun stellt sich immer die Frage: was steht in diesen Leitbildern drin? Gibt es darüber einen Dialog zwischen Kultur und Politik, und wie sieht dieser aus? Sprechen sie dieelbe Sprache? Zu Gast am Kulturstammtisch in der Militärkantine in St. Gallen waren Menschen aus verschiedenen Betätigungsfeldern, die miteinander zu tun haben: Maria Pappa, die Stadtpräsidentin von St. Gallen, Ann Katrin Cooper, Künstlerische Leiterin des Panorama Dance Theater und Präsidentin IG Kultur Ost, und Thomas Keller, Geschäftsführer der Kaserne, Basel.
Die Schwestern Brontë mussten ihre Werke «Sturmhöhe» und «Jane Eyre» noch unter männlichen Pseudonymen herausgeben; heute zählen diese Romane zu Meilensteinen der Weltliteratur. Unzählige Literatinnen mussten erleben, wie ihre Werke von der männlich dominierten literarischen Welt klein geredet wurden. Noch eine Generation her konnte der Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki mit grosser Herablassung über weibliche Literatur herabziehen, ohne dafür einen Shitstorm zu ernten. Hat sich daran etwas geändert? Sind Frauen heute präsenter? Zu Gast sind Marie Fleury Wullschleger Literaturwissenschaftlerin an der Université Sorbonne Nouvelle in Paris, und Tanja Wirz, Musikerin. Das Buch dazu: «Frauen-Literatur - abgewertet, vergessen, wiederentdeckt» von Nicole Seifert. Am 18. und 19.6. laden das Autorinnen-Kollektiv RAUF und der Berufsverband A*dS Autorinnen und Autoren der Schweiz zu einem zweitägigen Symposium zu diesem Thema ein. Es findet im Zentrum Paul Klee in Bern statt.
Könnt Ihr Euch an das erste Buch erinnern, das Euch wirklich gepackt hat, das Euch mitnahm auf eine Reise durch die Zeit, in ferne Länder? Sei es «Pippi Langstrumpf» oder die «Schatzinsel», Bücher nicht nur der Jugend können eine Magie ausstrahlen, die viele Menschen nie mehr loslässt. Es gibt viele Gründe für das Lesen, die sich über ein Leben hinweg natürlich auch ändern und sicherlich auch individuell verschieden sind. Am Kulturstammtisch bei Eric Facon an den Solothurner Literaturtagen möchte mit seinen Gästen mehr herausfinden über diese Gründe, über die Leidenschaft für das geschriebene Wort. Die beiden Gäste an den Solothurner Literaturtagen kann man als professionelle (Viel-)LeserInnen bezeichnen: Esther Schneider, die ehemalige Leiterin der Literatur-Redaktion von SRF2Kultur, betreibt heute einen eigenen Podcast mit AutorInnen-Gesprächen, Martin Zingg ist Publizist in Sachen Literatur.
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