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Selbstorganisation und Synergetik sind häufig genutzte Begriffe in der Systemischen Therapie. Manchmal vielleicht auch etwas unscharf oder mit zu großer Selbstverständlichkeit. Gleichzeitig kommen wir ohne Konzepte wie Attraktor oder Ordnungsübergang nicht wirklich aus, wenn wir ein klinisches Modell der Systemischen Psychotherapie erläutern wollen. Schon seit den 1980er Jahren beschäftigt sich Prof. Dr. Dr. Günter Schiepek als einer der prominentesten systemischen Forscher mit genau der Frage, wie sich eigentlich psychotherapeutische Veränderungsprozesse erfassen und beschreiben lassen. Sebastian und Enno sprechen in dieser Folge mit Günter Schiepek über seinen Weg im Hinblick auf die systemische Therapie und deren Erforschung. Sie klären, was es mit dem Prozessmonitoring und dem Synergetischen Navigationssystem (SNS) auf sich hat.
Eine sehr gute Gelegenheit, einmal gezielt in systemisch relevante Theorie hineinzuhören und gleichzeitig wertvolle Hinweise für die Reflexion der eigenen Praxis zu erhalten.
Anregungen/Kommentare/Fragen - Gerne an: [email protected]
Diesmal schon vorab: Im Rahmen der Wissenschaftlichen Jahrestagung der DGSF in Wiesbaden wird es zum ersten Mal die "Nicht wahr aber nutzbar - Podcast-Lounge" geben, also eine Live-Aufzeichnung des Podcasts mit Publikum. Neben Tagungsteilnehmern können auch andere Interessierte kostenfrei teilnehmen. Der Termin ist der 14. September um 18.45 Uhr.
Systemische Therapie im Zwangskontext? Für Einige scheint das geradezu ausgeschlossen, Andere kennen es als ihre tägliche Arbeitsbedingung. Doch was bedeutet es, systemisch im Zwangskontext zu arbeiten und wo überhaupt endet Freiwilligkeit und beginnt "Zwang"?
Sebastian und Enno besprechen in dieser Folge, wo ihnen selbst sog. "Zwangskontexte" in ihrer Arbeit begegnet sind und auch weiterhin begegnen. Welchen Blick hatten und haben sie auf die Arbeit im Zwangskontext und wie sind sie selbst damit umgegangen. Hat sich im Laufe der Zeit etwas für sie verändert und wie ist es heute? Abschließend denken sie darüber nach, was sich methodisch besonders für ein solches Arbeiten eignet und laden die Hörerinnen und Hörer zum Teilen ihrer eigenen Erfahrungen ein. Viel Spaß!
Wenn Systemische Therapie in einem Atemzug mit einer anderen Methode genannt wird, dann ist dies oftmals die Hypnotherapie. "Hypnosystemische" Ideen und auch eigene Weiterbildungen gehören seit vielen Jahren ganz selbstverständlich zum Spektrum der Systemischen Therapie dazu. Eine Vertreterin dieses Ansatzes ist Anne M. Lang mit ihren AML Instituten in Bonn. Mit dem Bonner Ressourcenmodell hat Anne M. Lang einen prozessorientierten hypnsosystemischen Ansatz entwickelt, über den sie in dieser Podcast-Folge mit Sebastian Baumann und Enno Hermans ins Gespräch kommt. Wie klappt das im Gesundheitssystem? Und warum ist es aus hypnotherapeutischer Sicht geradezu paradox, in einer anfänglichen Diagnostikphase stark auf die Probleme zu fokussieren?
Eine Besonderheit ist, dass diesmal eine systemische Selbsterfahrungsgruppe live beim Podcast dabei ist.
Apropos live: Im Rahmen der Wissenschaftlichen Jahrestagung der DGSF in Wiesbaden wird es zum ersten Mal die "Nicht wahr aber nutzbar - Podcast-Lounge" geben, also eine Live-Aufzeichnung des Podcasts mit Publikum. Neben Tagungsteilnehmern können auch andere Interessierte kostenfrei teilnehmen. Der Termin ist der 14. September um 18.45 Uhr. Wenn auch ihr (kostenfrei) dabei sein wollt, dann meldet Euch an auf: [email protected]
"FuckUp Nights" kennt man eher aus dem Kontext von Unternehmen und insbesondere Startups. Gründer:innen und Unternehmer:innen berichten von ihren Misserfolgen und von dem, was nicht geklappt hat. Im therapeutischen Bereich hat das vielleicht weniger Tradition - eher werden in Fallvignetten, bei Vorträgen und in Lehrbüchern erfolgreiche Verläufe und Geschichten berichtet. In dieser Folge berichten wir von unseren weniger erfolgreichen Verläufen und woran das möglicherweise gelegen haben könnte. Außerdem laden wir noch einmal herzlich zur "Nicht wahr, aber nutzbar - Podcast Lounge" bei der DGSF Jahrestagung am 14. September um 18.45 Uhr in Wiesbaden ein! Anmeldungen sind ab sofort möglich per Mail an [email protected]. Und natürlich freuen wir uns über Eure und Ihre Anregungen zu Themen für diesen Podcast und vielleicht auch eigene Geschichten des therapeutischen Misserfolgs. Oder vielleicht auch nur über kurze Infos und Geschichten, wann und wo Ihr und Sie aus dem Ausland zuhören. Kontakt: [email protected] ; [email protected]
Wie ist es wohl, in Palo Alto mit Paul Watzlawick gemeinsam systemisch-therapeutisch zu arbeiten und sich in dieser Zeit zu einem eigenen Modell von Systemischer Psychotherapie inspirieren zu lassen? Nicht nur darauf liefert in dieser Podcast-Folge unser Gast Dr. Ilka Hoffmann-Bisinger spannende Antworten. Sie erzählt auch, wie sie zurück nach Deutschland kam und wie es dort dann weiterging. Sehr praxisnah wird deutlich, wie ihr die Synthese aus Elementen der lösungsorientierten Kurzzeittherapie und der Arbeit mit inneren Bildern als visuelle Anker gelingt und von den Klient:innen effektiv genutzt werden kann. Sie berichtet von der Entwicklung und Etablierung des Ask!-Modells (Analoge Systemische Kurztherapie) und dessen Weiterentwicklung. Ganz praktisch werden Kurz- und Langform auch anhand von Fallbeispielen erläutert und Anregungen zur Umsetzung für Therapeut:innen gegeben. Wir freuen uns sehr, mit dieser Folge in eine Reihe einzusteigen, in der wir verschiedene Modelle innerhalb der Systemischen Psychotherapie vorstellen möchten und dazu jeweils mit den Erfinder:innen ins Gespräch kommen.
Anmerkung von Dr. Ilka Hoffmann-Bisinger: Da innere Bilder starke Emotionen hervorrufen können, ist beim Ask!-Modell zu beachten, dass die Arbeit mit inneren Bildern Teil eines Gesamtkonzeptes in drei Phasen ist: Im Ask!-Modell setzt die Arbeit mit den Bildern am Umgang mit dem Problem (Muster) an, nicht am Problem!
Ihr Buch "Innere Bilder - der Schlüssel zur Veränderung" erscheint im September 2023 im Klett-Cotta Verlag.
Weitere Infos auf: https://iska-berlin.de/de/
Ankündigung: "Nicht wahr, aber nutzbar"-Lounge bei der diesjährigen DSGF Tagung in Wiesbaden am 14.09.2023 von 18:45-20:15 Uhr - Sei live dabei! https://dgsf-tagung-2023.de
Was haben Schuhe und eine Faust mit Systemischer Psychotherapie zu tun?
Wir haben uns nach viel positivem Feedback für eine zweite Methodenfolge entschieden, in der diese beiden Fragen auf jeden Fall beantwortet werden.
Wieder haben wir je eine Lieblingsmethode ausgewählt. Zuerst schauen wir noch mal in den Bereich der Aufstellungsarbeit. Es wird der „Zwischenraum“ der Möglichkeiten betrachtet zwischen dem Systembrett und der Aufstellung mit Stellvertreter:innen im Raum. Im zweiten Teil geht es um den Umgang mit Affekten und die emotionale Kommunikation in der Paartherapie. Konkret wird am Fallbeispiel der Einsatz einer Intervention erläutert. Auch hier wird eine spezifische methodische Möglichkeit vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Wir wünschen viel Spaß mit dieser Folge und freuen uns weiterhin über Anregungen, Kritik und Feedback an [email protected] und [email protected]
Schon seit 2011 gibt es sie, die ST PiAs, also die Psychotherapeut:innen in Ausbildung im Vertiefungsgebiet Systemische Therapie, sowohl in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, als auch in der Psychologischen Psychotherapie.
"Methoden können genau so wenig systemisch sein, wie sie grün oder weiblich sein können, sie sind erstmal nur Methoden", so in etwa lautet ein Zitat von Jürgen Kriz, das vielleicht etwas im Gegensatz zu den vielen systemischen Methodenbüchern und Kapiteln steht. Gemeint ist, dass erst der Einsatz von Techniken, Interventionen und Methoden vor einem bestimmten theoretischen Hintergrund und Erkenntnisinteresse sie vielleicht "systemisch" erscheinen lässt. In der aktuellen Folge stellen wir uns gegenseitig eine unserer Lieblingsmethoden vor, die wir besonders häufig nutzen. Am Fallbeispiel wird konkret erläutert, wie eine spezielle Form des Stühledialogs mit einem externalisierten inneren Anteil hilfreich in der Therapie genutzt werden kann und wie ein mögliches Vorgehen detailliert aussehen kann. Im zweiten Teil geht es um die Aufstellung mit dem Systembrett in Mehrpersonensystemen, die unabhängig voneinander zeitgleich von den Anwesenden durchgeführt wird. Ebenfalls am Beispiel wird deutlich, wie eine anschließende Betrachtung und Besprechung aussehen kann und darüber vielleicht neue Perspektiven und Möglichkeiten der Veränderung angeregt werden können.
Wir freuen uns über Kommentare, Anmerkungen, Kritik und vor allem auch thematische Vorschläge für weitere Folgen unseres Podcasts. Am besten per Mail: [email protected] / [email protected]
Zum neuen Jahr wieder eine Folge mit einer Interviewpartnerin. Wir freuen uns sehr, dass wir Dr. Susanne Altmeyer für ein Gespräch gewinnen konnten. Sie ist nicht nur Chefärztin einer systemisch orientierten Klinik, ehemaliges DGSF Vorstandsmitglied und Lehrtherapeutin und -superviorin, sondern auch eine ausgewiesene Traumaexpertin. Im Podcast geht es daher neben der Frage, wie Susanne Altmeyer zur systemischen Therapie gekommen ist, um das Konzept und die praktischen Erfahrungen in der Klinik „Gezeitenhaus“ und darum, wieso EMDR und Systemische Therapie sich aus ihrer Sicht ganz wunderbar ergänzen. Viel Spaß mit dieser Folge und alles Gute für 2023 wünschen Euch und Ihnen Björn Enno Hermans ([email protected]) und Sebastian Baumann ([email protected]).
Systemische Therapie und der Kontext - Vor fast genau 4 Jahren ist die Entscheidung zur sozialrechtlichen Anerkennung der Systemischen Therapie gefallen, vor drei Jahren erfolgte dann die Änderung der Psychotherapierichtlinie. Seit nun fast zweieinhalb Jahren wird (wenn auch in geringem Umfang) systemische Psychotherapie im ambulanten Bereich als Kassenleistung angeboten.
Welche Rolle spielt der Kontext, in dem sie erbracht wird, für die systemische Therapie? Welche Befürchtungen, wie der „Kassenkontext“ Systemische Therapie verändern könnte, sind eingetreten, welche nicht? Gab es ganz andere Beobachtungen und welche Unterschiede gibt es zu den vielen anderen Kontexten im heilkundlichen und nicht heilkundlichen Bereich, wie beispielsweise in der Jugendhilfe? Welche Kreativität ist vielleicht gefordert und wird auch schon genutzt?
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