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Prof. Dr. Arist von Schlippe zählt zu den bekanntesten Systemikern in Deutschland. Wir sprechen mit ihm über seine "systemische" Biografie, über das bekannte Lehrbuch der Systemischen Therapie und Beratung und dessen Entstehung. Auch die "Lehrbuch II - Debatte" zum Umgang der Systemischen Therapie mit störungsspezifischem Wissen wird beleuchtet. Arist von Schlippe gibt Einblicke in seine Sichtweisen zur Entwicklung der Systemischen Therapie in den letzten Jahrzehnten und zu aktuellen Herausforderungen. Er schaut mit uns auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des klinischen und wirtschafts- und organisationspsychologischen Bereichs, in dem er seit 2006 schwerpunktmäßig tätig ist und was Unternehmerfamilien von anderen Familien unterscheidet oder auch nicht.
„Der letzte systemische Scheiß“ - dieser Begriff kam in der allerersten Folge sehr spontan und ungeplant vor. Wir haben sogar kurz überlegt, ob wir die Stelle wieder rausschneiden sollen. Doch dann bekamen wir erste Feedbacks von Euch, was ihr darunter verstehen würdet und wir haben das aufgegriffen. In einer nächsten Folge haben wir dann eingeladen, uns schöne Geschichten und Beispiele zu schicken, die für Euch unter diese Kategorie fallen. Dabei war und ist nicht näher definiert, worum es sich denn eigentlich handelt. Besonders gelungene oder schief gegangene Prozesse oder Interventionen? Tolle Konzepte oder Handlungsfelder? Abgefahrene innovative Methoden, selbst erfunden oder abgewandelt? Oder noch etwas ganz anderes? Zu all dem haben wir Mails mit Geschichten bekommen und wollten eigentlich in jeder Folge dann eine vorstellen und besprechen. Mittlerweile sind es aber so viele, dass wir dem „letzten systemischen Scheiß“ heute eine ganze Folge widmen.
Wenn Euch das anregt, auch etwas zu der Kategorie beizutragen, dann schreibt uns gern an [email protected] und [email protected].
Vor etwas mehr als einem Jahr wurde im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) der Antrag auf Überprüfung der Systemischen Therapie bei Kindern und Jugendlichen als Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung gestellt. In der Zwischenzeit hat das mit der Prüfung beauftragte Institut IQWiG gearbeitet und im August den sogenannten Vorbericht aufgrund dieser Recherchen vorgelegt. Zu diesem Bericht konnte nun Stellung genommen werden und die Stellungnahmefrist endet morgen am 16. September 2022. Was hat der Vorbericht zu bedeuten und was sagt er aus? Welche Punkte werden in den Stellungnahmen auftauchen und vielleicht Eingang in einen Abschlussbericht finden? Was bedeutet das für das weitere Verfahren und wie und wann wird die Systemische Therapie für Kinder und Jugendliche (dann endlich) Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland? Darum geht es in dieser Folge des Podcasts, einem Spezial anlässlich des aktuellen Stellungnahmeverfahrens.
Nicht wahr, aber nutzbar – heute wieder mit einem Gast. Wir treffen Dr. Ulrike Borst, Wissenschaftlerin und Therapeutin, langjährige Vorsitzende der Systemischen Gesellschaft und Mit-Herausgeberin der Zeitschrift Familiendynamik.
Mit ihr sprechen wir über ihren Weg zur Systemischen Therapie und die Rolle der Systemischen Therapie in der Psychiatrie. Es geht um Ansätze des Open-Dialogue in der Psychose-Therapie, aber auch um ihre ganz aktuellen therapeutischen Erfahrungen mit dem Mehrpersonensystem. Ulrike Borst berichtet über ihre Begegnungen mit der Mailänder Gruppe, die Bedeutung der Affektlogik in der Ausbildung am von ihr geleiteten Meilener Institut und was sie von ihrer Vorgängerin Rosemarie Welter-Enderlin gelernt hat. Abschließend verrät sie uns ihre Wünsche für die Zukunft der Systemischen Therapie.
Diagnosen und Diagnostik in der Systemischen Therapie sind immer wieder ein durchaus auch kontrovers diskutiertes Thema. Wir haben von einigen Hörer:innen unseres Pocdasts Themenvorschläge erhalten und das Thema Diagnostik/Diagnosen war gleich mehrfach dabei. Deshalb diskutieren wir es in dieser Folge aus unserer Sicht und natürlich auch anhand von Beispielen aus der psychotherapeutischen Praxis. Außerdem nennen wir die vielen Namensvorschläge für den Podcast, die bei uns eingegangen sind und stellen eine neue Rubrik vor. Viel Spaß!
Mailadressen: [email protected] & [email protected]
Sommer-Spezial des Podcasts, der nun auch endlich einen Namen hat: Nicht wahr, aber nutzbar - der Systemische Psychotherapie-Podcast. Als ersten Interview-Gast dürfen wir Jochen Schweitzer begrüßen, der wie nur wenig Andere die systemische Szene in Deutschland in den letzten Jahrzehnten geprägt hat. Mit ihm kommen wir ins Gespräch über Systemische Therapie in der Psychiatrie, über die besondere Bedeutung des Mehrpersonensettings für die Systemische Psychotherapie und über das, worauf er rückblickend am meisten stolz ist. Viel Spaß beim reinhören und einen schönen Sommer!
Wieviel "Vergangenheit" macht Sinn in der Systemischen Psychotherapie? Eine Frage, die sich in Ausbildungskontexten und auch in der Diskussion mit Kolleg:innen immer wieder stellt. Radikal lösungsorientiert nur nach vorne schauen oder in einer eher psychodynamisch-familientherapeutischen Tradition transgenerationale Muster, Loyalitäten und Delegationen in den Blick nehmen? Oder sich ungünstigen Lebensereignissen zuwenden, die oft sozialer Natur sind? Vermutlich keine "entweder - oder" Frage, sondern ein "sowohl als auch". Doch worin könnte ein solches bestehen und was könnten Kriterien sein, sich im Therapieprozess zu entscheiden? Um dieses Thema dreht sich die zweite Folge des Podcasts.
Wir, Sebastian Baumann und Enno Hermans, haben uns für einen Systemischen Psychotherapie-Podcast entschieden, der monatlich erscheinen wird. Zielgruppe sind Systemische Psychotherapeut:innen und ein besonderer Fokus liegt auch auf Psychotherapeutinnen in Ausbildung. Miteinander möchten wir aktuelle Entwicklungen im Feld der Systemischen Psychotherapie aufgreifen, vor allem aber auch ganz persönlich auf für uns wichtige Aspekte der Therapie schauen. Zukünftig werden wir auch Gäste einladen und interviewen. In der ersten Folge stellen wir uns und das Projekt vor und steigen in eine erste Diskussion ein, wann und wie wir aus nicht gelungenen Sitzungen gelernt haben und wie es eigentlich aussieht mit der Wahrung der vielzitierten Neutralität.
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