Perspektiven

Perspektiven

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Religion & Spirituality
Download on the App Store

Perspektiven episodes

  • Der theologische Brückenbauer Romano Guardini
    Der Religionsphilosoph Romano Guardini (1885-1968) war seiner Zeit voraus. In seinem Denk-Universum vermittelte er zwischen dem christlichen Glauben und der modernen Lebenswelt.
    Die Texte von Romano Guardini sind bis heute aktuell. Papst Franziskus ist Guardini-Fan und wollte einst seine Doktorarbeit über den römisch-katholischen Theologen schreiben. Nun soll Romano Guardini seliggesprochen werden. Romano Guardini war ein scharfer Beobachter seiner Zeit und ein sensibler Mensch. Aus seiner Depression machte er kein Geheimnis und meinte: «Es ist der Ballast, der dem Schiff seinen Tiefgang gibt». Im Glauben fand er Ruhe und Zuversicht. Sein zentrales Anliegen war es, die menschliche Existenz und gesellschaftliche Entwicklungen durch die Brille des Glaubens zu betrachten. Der Theologe Martin Brüske ist einer der Gutachter im Seligsprechungsprozess von Romano Guardini. In der Sendung «Perspektiven» verrät er, was ihn an Romano Guardini fasziniert und warum es sich lohnt, dessen Werke heute noch zu lesen.
    29 min
  • Die Krux mit der Migration in der Bibel (W)
    Die Bibel ist voller Migrationsgeschichten. Das beginnt bei Adam und Eva und endet bei der urchristlichen Gemeinde. Doch der Umgang mit Migrantinnen und Fremden in der Bibel ist ambivalent. Wie sehr taugt sie wirklich als Inspiration für unsere heutigen Probleme?
    Moses war ein Bootsflüchtling, ein politisch Verfolgter. Abraham und Isaak würde man heute als Wirtschaftsflüchtlinge bezeichnen. Und David ist nicht der einzige, der in der Bibel vor Gewalt flieht. Migration ist in der Bibel allgegenwärtig. Doch die Geschichten bieten keine einfachen Lösungen, keine klaren Handlungsanweisungen. Die Sendung Perspektiven wirft einen fundierten Blick auf die Geschichten und Sprache der Migration in beiden Testamenten – mit erstaunlichen Erkenntnissen.
    Wiederholung vom 18.08.2019
    30 min
  • Auf der Flucht gestorben – namenlos begraben
    Was bleibt übrig von einem Menschen, der auf der Flucht übers Mittelmeer ertrunken ist? Kein Name, keine Identität. Religionswissenschaftlerin Daniela Stauffacher möchte diesen Toten ihre Würde zurückgeben.
    Tausende von Frauen, Männer und Kinder sind auf dem Weg übers Mittelmeer gestorben. Und wurden dann namenlos beerdigt auf süditalienischen Friedhöfen. Ihre Identität wurde nie festgestellt, ihre Angehörigen nicht informiert. Daniela Stauffacher erforscht, wie mit den toten Migrantinnen und Migranten umgegangen wird. Die Religionswissenschaftlerin will mit ihrer Arbeit dafür sorgen, dass diese Toten nicht vergessen gehen.
    28 min
  • Von der Religion der Freiheit zur Religion der Unterdrückung
    «Gottes falsche Anwälte – der Verrat am Islam» heisst das neuste Buch des islamischen Theologen Mouhanad Khorchide. Er beschreibt darin, wie der Islam kurz nach Mohammeds Tod als Machtinstrument missbraucht und uminterpretiert worden sei. Die ursprüngliche Botschaft sei weitgehend verloren gegangen.
    Mouhanad Khorchide braucht deutliche Worte: Er spricht von einer Manipulation des Islams, vom Verrat am Islam. Heute herrsche im Islam eine Kultur der Unterdrückung und das widerspreche fundamental der Botschaft des Propheten Mohammed. Denn der Islam, so Mouhanad Khorchide, wolle Menschen eigentlich zu selbstbestimmten Subjekten machen. Wie es dazu kam, dass der Islam zum Machtinstrument wurde, beschreibt der renommierte Islamwissenschaftler in seinem neuen Buch. Im «Perspektiven»-Gespräch wollen wir wissen, was das alles für heutige Musliminnen und Muslime heisst und ob es überhaupt einen «echten» und einen «manipulierten» Islam gibt.
    29 min
  • Musliminnen und das Kopftuch – keine einfache Beziehung (W)
    In Europa ist das muslimische Kopftuch ein Streitfall. Die einen sehen es als Symbol der Unterdrückung der Frau, die anderen als Ausdruck religiöser Gefühle. Doch wie beurteilen das die Musliminnen? Einig sind sich auch sie nicht.
    Manche Musliminnen beschäftigen sich wissenschaftlich mit dem Kopftuch. Als Theologinnen legen sie den Koran aus, auch in Sachen Kopftuch. Andere Musliminnen haben eher eine emotionale Bindung an das Kopftuch. Sie tragen es jeden Tag als Ausdruck ihrer Religion.
    Wieder andere halten wenig von dem Stück Stoff. Es gehört für sie nicht zum Glauben. Aber auch sie müssen sich mit dem Kopftuch auseinandersetzen, sei es wegen der Familie, der Tradition, aber vor allem auch wegen der westlichen Gesellschaft, die das Kopftuch immer wieder problematisiert.
    Wiederholung vom 12. Juli 2015
    28 min
  • Harmonikale Architektur und wie die Stille klingt
    Das Lassalle-Haus, ein religiöses Bildungszentrum im Kanton Zug, besteht in seiner heutigen Form seit 50 Jahren. Der Architekt André Studer orientierte sich damals am Prinzip der harmonikalen Architektur: Die Proportionen stehen in einem harmonischen Verhältnis zueinander.
    Das Lassalle-Haus basiert auf dem menschlichen Längenmass «Fuss», also auf etwa 30 Zentimetern. Alle Masse des modernen Betonbaus sind daher ein Vielfaches oder ein Bruchteil davon. Der renommierte Architekt André Studer war überzeugt, dass mit dieser harmonikalen Architektur ein ureigener Klang des Hauses entsteht – ein Klang, der die Gefühle der Menschen anspricht. Damit kann er nicht ganz falsch gelegen haben: Heute ist das Lassalle-Haus auch bekannt als Ort der Stille. Es werden etwa Zen-Meditationen oder Schweige-Exerzitien angeboten.
    Seit mehr als 20 Jahren ist Georg Frey hier als Zen-Schüler unterwegs. Als Architekt und ehemaliger Denkmalpfleger des Kantons Zug kennt er das Lassalle-Haus aber auch beruflich: Er hatte den Weg bereitet, dass das Haus heute denkmalgeschützt ist. Die reformierte Pfarrerin Noa Zenger hingegen lebt und wirkt im Lassalle-Haus zusammen mit der Jesuitengemeinschaft. Beide erzählen von ihren Raumerfahrungen und was die harmonikale Architektur mit Stille zu tun hat.
    29 min
  • Ein Gott zum Heulen
    Wieviel Gefühl verträgt der Glaube? In der Seelsorge jedenfalls kann die Vorstellung eines mitfühlenden Gottes trösten.
    Die Bibel steckt voller tiefer menschlicher Erfahrungen. Liebe, Zweifel, Zorn, Hass, Mord, Hoffnung. Sogar von Gott heisst es, er hätte bereut, den Menschen gemacht zu haben. Er wird aber auch als leidenschaftlich Liebender dargestellt. Wie können wir solche Beschreibungen heute einordnen?
    Eine Schlussfolgerung von Theologieprofessor Reinhold Bernhardt: Weil Gott sich den Menschen zuwendet, dürfen sie ihm auch ihr Herz ausschütten und ihren Glauben gefühlvoll leben. Theologieprofessorin Andrea Bieler betont die Verletzlichkeit des Lebens, die alle Menschen
    verbindet. Und dass Gottesbilder – auch kollektive – sich auf den Umgang damit auswirken. Es mache einen Unterschied, ob man sich mitten im Leiden Gott regungslos und distanziert vorstellt, oder nah, mitfühlend, sogar verletzlich.
    29 min
  • Mit Gesprächen den Klimawandel stoppen?
    Weniger Fleisch essen, weniger fliegen, weniger pendeln, nachhaltiger leben. Eigentlich wüssten wir, wie wir das Klima schonen können. Doch unsere Gewohnheiten zu ändern, fällt uns schwer. Fastenopfer und Brot für alle bringen jetzt eine neue Methode in die Schweiz: Das Klimagespräch.
    Jeder und jede kann den eigenen CO2-Fussabdruck um die Hälfte reduzieren. Das sagen die Köpfe hinter den Klimagesprächen. Das Problem ist nur, dass wir das alleine nicht schaffen. Deshalb haben eine britische Psychologin und ein Ingenieur die Klimagespräche entwickelt – geleitete Gruppengespräche, in denen über die eigenen Gewohnheiten nachgedacht und Gründe erforscht werden für Widerstände gegen Veränderungen. In der Schweiz bieten Fastenopfer und Brot für alle solche Klimagespräche an. Wie sehen sie aus, welche Erwartungen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und was wollen sie tatsächlich verändern? Das fragen wir in der Sendung «Perspektiven».
    30 min
  • Langeweile – eine mystische Übung
    Was tun mit dem Gefühl der Langweile? Die wenigsten sind sich gewöhnt, einfach nichts zu tun. Doch genau darin stecke grosses Potential, ist der Theologe und Autor Pierre Stutz überzeugt.
    Brotbacken, stricken, fensterputzen, aufräumen: Während der verordneten Corona-Pause galt für viele das Credo «ja keine Langeweile, keine Leere zulassen».
    Doch für den Theologen und Autor Pierre Stutz ist genau das der Moment, in dem sich die Chance auftut, etwas mehr zu erleben. Was soll man in der Langeweile erleben, in der Leere? Ist das nicht ein Paradox? Nicht für Mystiker*innen: Für sie ist die Langeweile, das Nichts-Tun oder die Leere nämlich jener Ort, an dem sich etwas vom Geheimnis des Lebens auftun kann. Pierre Stutz verbindet das Empfinden von Langeweile oder Leere stark mit dem Körper – als eine Erfahrung im Körper, die sich wiederum dann in Bewegung ausdrücken kann. Auch Bewegung kann Meditation sein, sagt er, egal ob das Tanz, Schwimmen oder Yoga sei. Für die mystische Übung der Langeweile brauche es sowohl den Mut sich auf das Nichts einzulassen als auch die Bereitschaft, sich inspirieren zu lassen.
    30 min
  • «Spiritualität für freie Geister» - zum Tod von Lorenz Marti
    Am 27. Mai ist der Berner Schriftsteller und ehemalige Religionsredaktor bei Radio SRF Lorenz Marti im Alter von 68 Jahren gestorben. Lorenz Marti sei «am Ende eines schönen Tages» unerwartet aus dem Leben gerissen worden, schrieb seine Familie in der Todesanzeige.
    Lorenz Marti hat 35 Jahre lang bei Radio DRS/SRF gearbeitet und sich im Jahr 2012 in die Frühpension verabschiedet. In den letzten acht Jahren hat er mehrere Bücher geschrieben, sein letztes erschien im vergangenen Sommer: «Türen auf: Spiritualität für freie Geister». Über dieses Buch haben wir mit Lorenz Marti im vergangenen September gesprochen und wiederholen nun, zu seinem Tod, diese Sendung.
    30 min

About Perspektiven

From the publisher's feed

Perspektiven aufs Leben. Der wöchentliche Podcast von SRF Kultur rund um Religion, Spiritualität und Ethik. Hier haben Glaube, Zweifel und Hoffnung Platz. Wir erzählen, erklären, debattieren und…

Best of Perspektiven

Ranked by our users in the last 21 days

More shows like Perspektiven

Echo der Zeit by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Echo der Zeit

90 Listeners

Tagesgespräch by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Tagesgespräch

16 Listeners

HeuteMorgen by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

HeuteMorgen

9 Listeners

Input by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Input

18 Listeners

Persönlich by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Persönlich

10 Listeners

Focus by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Focus

9 Listeners

International by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

International

20 Listeners

Espresso by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Espresso

8 Listeners

Geschichte by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Geschichte

12 Listeners

Regionaljournal Zürich Schaffhausen by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Regionaljournal Zürich Schaffhausen

1 Listeners

Krimi by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Krimi

16 Listeners

mal ehrlich by Andrea Jansen & Michèle Widmer

mal ehrlich

3 Listeners

SRF Wissen by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

SRF Wissen

5 Listeners

Beziehungskosmos by Sabine Meyer & Felizitas Ambauen

Beziehungskosmos

23 Listeners

News Plus – das Thema des Tages in 15 Minuten by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

News Plus – das Thema des Tages in 15 Minuten

18 Listeners

NZZ Akzent by NZZ

NZZ Akzent

34 Listeners

Sternstunde Philosophie by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Sternstunde Philosophie

37 Listeners

Apropos – der tägliche Podcast by Tamedia

Apropos – der tägliche Podcast

24 Listeners

Sternstunde Philosophie: Zimmer 42 - mit Barbara Bleisch by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Sternstunde Philosophie: Zimmer 42 - mit Barbara Bleisch

20 Listeners