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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Ratgeber episodes

  • Überwachungskameras fürs Eigenheim - das müssen Sie wissen
    Überwachungskameras sieht man immer mehr auch an Privathäusern. Allerdings ist das nicht immer erlaubt und die Kamera-Betreiber müssen sich an die Regeln des Persönlichkeitschutzes und des Datenschutzes halten.
    Die drei goldenen Regeln:
    * Eine Videoüberwachung darf im Privatbereich nur eingesetzt werden, wenn mildere Massnahmen (z.B. Alarmanlage) nicht die nötige Sicherheit bringen.
    * Der Eingriff in die Privatsphäre (z.B. von Besuchern oder Nachbar) muss verhältnismässig sein.
    * Die Betroffenen Personen müssen informiert und einverstanden sein. Dies mit einem Hinweisschild, mindestens aber mündlich.
    Das heisst also für die Kamera-Montage:
    * Es darf nur das eigene Grundstück gefilmt werden.
    * Verboten ist das Abfilmen von öffentlichem Grund, zum Beispiel das Trottoir vor dem Haus.
    * Tabu ist auch das Nachbarhaus. Ausser die Nachbarn zeigen sich damit einverstanden. Unbedingt vorher abklären. Ansonsten handelt es sich um eine Verletzung des Persönlichkeitsschutzes.
    Ebenfalls wichtig: Der Datenschutz
    * Die Videodaten müssen an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. Die Übertragung von der Kamera ins Haus sollte verschlüsselt sein, sodass Hacker nicht ihr Unwesen treiben können.
    * Videos dürfen nicht an Dritte abgegeben, geschweige denn im Netz verbreitet werden.
    * Die Videos müssen regelmässig gelöscht werden. Die Regel besagt nach 24 Stunden. In Ausnahmefällen darf man die Daten auch länger behalten, zum Beispiel, wenn man in die Ferien verreist.
    Auch Kamera-Attrappen können für Ärger sorgen
    Passanten oder Besucher können nicht wissen, dass es sich lediglich um Attrappen handelt. Daher entsteht das gleiche Gefühl, wie wenn man tatsächlich gefilmt wird. De Betroffenen vernehmen quasi einen Überwachungsdruck und das schränkt ihr Persönlichkeitsrecht ein. Der eidgenössische Datenschutzbeauftrage empfiehlt Kamera-Attrappen für die Abschreckung von Einbrechern daher nicht.
    Was kann man tun, wenn man ungewollt von privaten Überwachungskameras gefilmt wird?
    * Suchen Sie das Gespräch mit dem Kamerabetreiber. Streitet er eine Verletzung der Privatsphäre ab oder möchte die Kameraeinstellung nicht ändern, können Sie bei ihm schriftlich ein Auskunftsgesuch stellen. Der Kamerabetreiber hat eine Informationspflicht und muss Ihnen mitteilen, welche Daten über Sie bearbeitet werden. Sie können auch verlangen, dass ihnen ein Videoausschnitt mit den betreffenden Aufnahmen ausgehändigt wird.
    * Falls Sie tatsächlich betroffen sind, verlangen Sie, dass dies geändert wird. Nützt das nichts, bleibt der Gang zum Friedensrichter.
    * Wenn der Nachbar Ihr Grundstück offensichtlich absichtlich filmt, können Sie bei der Polizei einen Strafantrag stellen wegen Verletzung des Privatbereichs durch Aufnahmegeräte.
    5 min
  • Wie schone ich meine Smartphone-Batterie beim Navigieren?
    Mit einem Kartendienst auf dem Smartphone hat man die ganze Welt als elektronische Landkarte in der Hosentasche. Doch solche Apps leeren den Akku oft schneller, als man am Ziel der Reise ist. Wir geben Tipps, wie man Kartendienste benutzt und dabei die Batterie schont.
    Navigations-Apps wie Google Maps muten dem Smartphone viel Arbeit zu: Im Hintergrund gleichen sie den Standort des Geräts dauernd mit GPS-Satelliten im Weltall ab, um möglichst genau die Position zu bestimmen. Das ist ein rechenintensiver Vorgang, mit entsprechenden Folgen für die Batterie.
    Weil das Ausschalten der GPS-Ortung beim Navigieren keine gute Option ist, geben wir Tipps, wie sich der Akku trotzdem schonen lässt. Wir konzentrieren uns dabei auf Google Maps, den wohl beliebtesten Kartendienst. Die meisten Tipps gelten aber auch für andere solche Dienste.
    Bildschirm ausschalten
    Abgesehen vom GPS Signal hat die Helligkeit des Bildschirms beim Navigieren wohl den grössten Einfluss auf die Batterie. Die meisten Apps lassen den Bildschirm eingeschaltet, damit die Landkarte beim Blick aufs Smartphone gleich zu sehen ist.
    Um den Akku zu schonen empfiehlt es sich, den Bildschirm nur dann einzuschalten, wenn die Karte auch wirklich gebraucht wird. Wer unsicher ist, kann sich die restliche Zeit auch durch Sprachbefehle der App lenken lassen.
    Bildschirm-Helligkeit reduzieren
    Wenn man doch einmal aufs Smartphone schaut, sollte man die Helligkeit des Bildschirms möglichst dunkel einstellen. Problem: An der hellen Sonne wird der Bildschirm so zum Spiegel, der ausser dem eigenen Gesicht kaum mehr etwas zeigt. Am besten sucht man sich deshalb ein schattiges Plätzchen, um nach dem Weg zu suchen.
    Um den Bildschirm nicht zu hell leuchten zu lassen, kann man sich die Landkarte in der App auch im Nacht-Modus zeigen lassen. Statt Schwarz auf Weiss wird sie dann Weiss auf Schwarz dargestellt.
    Einfachste Kartenform wählen
    Damit das Smartphone möglichst wenig rechnen muss, sollte immer die einfachste Kartenform gewählt werden – also die schematische Darstellung von Strassen, Häusern, Flüssen, etc. Die Satelliten- oder 3D-Ansicht ist für das Smartphone viel aufwändiger umzusetzen, was die Batterie schneller leeren kann.
    Offline-Karte
    Wer schon genau weiss, wo die Reise langgeht, sollte sich die jeweiligen Kartenausschnitte schon zu Hause herunterladen. Diese definierten Bereiche sind dann in der App gespeichert und müssen unterwegs nicht ständig aktualisiert werden. Das spart nicht nur Daten, sondern auch Batterie.
    Stromsparmodus verwenden
    Sowohl bei Android-Smartphones und iPhones gibt es die Möglichkeit, das Gerät in den Stromsparmodus zu versetzen und so den Akku zu schonen. Die Benutzung eines Navigations-Dienstes kann das allerdings verhindern, weil die App ständig versucht, den aktuellen Standort abzufragen.
    In den Systemeinstellungen des Smartphones lässt sich festgelegen, wann eine App Zugriff auf die Ortungsdienste hat. Bei iOS-Geräten findet man die Möglichkeit unter Einstellungen -> Datenschutz -> Ortungsdienste.
    Bei Android ist es unter Einstellungen -> Sicherheit & Standort -> Standort. Gewährt man einer App nur Zugriff, während man sie benutzt, kann das Smartphone die restliche Zeit im Stromsparmodus arbeiten.
    Externer Akku mitnehmen
    Nähert sich die Batterieanzeige trotz aller Vorsichtsmassnahmen trotzdem der Null, kann ein externer Akku – eine sogenannte «Powerbank» – die Rettung sein. Solche Not-Akkus gibt es in allen möglichen Ausführungen, von leicht und billig bis schwer und teuer. Einige verfügen sogar über einen Solarbetrieb. Je nach Modell kann eine Powerbank einen leeren Akku ein halbes Dutzend Mal oder noch mehr aufladen.
    6 min
  • Die Odyssee zur Diagnose
    Bei seltenen Krankheiten zahlt sich Hartnäckigkeit aus. Denn endlich eine Diagnose zu erhalten, ist wichtig für die Betroffenen.
    Von jeder einzelnen seltenen Krankheit sind jeweils nur wenige Menschen betroffen. Weil es aber geschätzt etwa 7000 verschiedene seltene Krankheiten gibt, schätzt man, dass in der Schweiz etwa eine halbe Million Menschen von irgendeiner seltenen Krankheit betroffen ist. Insgesamt sind also etwa gleich viele Menschen von einer seltenen Krankheit betroffen, wie von Diabetes.
    Langer Weg bis zur Diagnose 
    Betroffene werden oft erst nach Jahren richtig diagnostiziert. Die Zeit ohne Diagnose kann belastend sein, oft werden Betroffene mit Symptomen wie Müdigkeit, Schmerzen oder Konzentrationsstörungen als faul oder unfreundlich abgestempelt.
    Das erlebt auch Albina Nowak, Oberärztin am Universitätsspital Zürich und Spezialistin für Innere Medizin, Nierenerkrankungen und Pharmazeutische Medizin bei ihren Patienten und Patientinnen. 
    Albina Nowak empfiehlt Menschen mit schwer fassbaren Symptomen, hartnäckig zu sein. Denn eine Diagnose zahle sich immer aus. 
    Akzeptieren und akzeptiert werden
    Das Benennen einer Krankheit kann allein schon befreiend für die Betroffenen sein. Zudem kann eine offizielle Diagnose im Umfeld Akzeptanz schaffen. 
    Für einige seltene Erkrankungen gibt es bereits Therapien, die den Betroffenen helfen. Weitere Therapien sind in Entwicklung. Und auch wenn keine krankheitsspezifische Therapie existiert, kann Betroffenen trotzdem durch unterstützende Therapien geholfen werden.
    Dazu gehört auch der Austausch mit anderen Betroffenen durch Selbsthilfegruppen. 
    Anlaufstellen für seltene Krankheiten
    Eine Anlaufstelle für Menschen mit seltenen Krankheiten ist die «Helpline Seltene Krankheiten», eine Initiative des Kinderspitals Zürich. Dort können sich sowohl Kinder als auch Erwachsene, die unter einer seltenen Krankheit leiden, melden. Die Hotline hilft dann dabei, Experten für die Krankheit, Selbsthilfegruppen oder andere Ressourcen zu finden. 
    Für Menschen, die trotz vieler Untersuchungen noch immer keine Diagnose haben, gibt es die «Anlaufstelle für Patienten ohne Diagnose». Dort können sich behandelnde Ärzte und Ärztinnen aber auch Betroffene melden. Anhand eines Dossiers, in welchem die Resultate aller bisherigen Untersuchungen gesammelt werden, versucht dann ein Team von Spezialisten, den Grund für bestimmte Beschwerden zu finden.
    7 min
  • Pfingstnelkenpracht
    Balkone, Terrassen und Sitzplätze gewinnen an Charme und Lebendigkeit, wenn sie mit Pfingstnelken (Dianthus gratianopolitanus) bevölkert werden. Im Garten sind Mauerkronen und heisse, trockene Stellen entlang von Hausmauern oder in Steingärten optimal für eine Pfingstnelkenpracht. 
    Pfingstnelken sind sehr langlebig und können gut über 10 Jahre alt werden, dabei bilden sie ein immer grösser werdendes Polster aus und wachsen kissenförmig über den Topfrand oder über Steinplatten. Ihre nach Vanille duftenden, pinkfarbenen Blüten sind ein Anziehungspunkt für Schmetterlinge, denn sie enthalten süssen Nektar. Ein Nelkentopf blüht von Anfang Mai bis weit in den Juli hinein wenn er mit Kartäusernelke (Dianthus carthusianorum), Steinnelke (Dianthus sylvestris) und Heidenelke (Dianthus deltoides) bepflanzt wird.
    5 min
  • 200 Jahre Kneipp
    Der deutsche Pfarrer Sebastian Kneipp ist vor 200 Jahren zur Welt gekommen und ist der Erfinder der Wassertherapie.
    Die Kneippkur basiert auf fünf Elementen: Wasser, Ernährung, Bewegung, Heilpflanzen und Lebensordnung. Unter letzterem wird die Ausgeglichenheit verstanden: Nicht zu viel und nicht zu wenig.
    Die wohl bekanntesten Kneipp-Therapien sind das Wassertreten und die Wechselduschen. Diese fördern die Durchblutung und sollen das Nerven- und Immunsystem stärken. Um zu kneippen gibt es in der Schweiz diverse Anlagen in der Natur. Kneippen kann man aber auch zu Hause in der Badewanne. Dafür muss man die Wanne bis zur Kniekehle mit kaltem Wasser (weniger als 18 Grad) füllen. An Ort kann man langsam treten. Das heisst: Den Fuss jeweils vollständig aus dem Wasser heben.
    Wechselduschen eignen sich ebenfalls, um die Durchblutung anzuregen. Dabei das kalte Wasser fussaufwärts in Richtung Kopf mit der Duschbrause über den Körper laufen lassen.
    Auswahl einiger Kneippanlagen in der Schweiz:
    * Kneipp-Parcour am Rheinufer (BS)
    * Kneipp-Anlage Heidipfad (SG)
    * Kneippgarten Gisikon (LU)
    * Sentier pieds nuds Rebeuvelier (JU)
    Auf der Homepage von Tourismus Schweiz finden Sie weitere Angebote für Barfusswege und Kneippanlagen.
    6 min
  • Das miese Hunde-Geschäft: Vorsicht bei Tierinseraten
    Im Internet sind viele Tierinserate mit Welpen zu finden. Die Bilder und Beschreibungen erwärmen unser Herz, doch leider steckt hinter diesen Angeboten häufig grosses Tierleid oder mieser Betrug. Deshalb: Aufgepasst bei Tierkäufen via Internet. Wir sagen Ihnen, wo der Hund begraben liegt.
    Kamerun-Inserate:
    Immer wieder zeigen Tierinserate äusserst niedliche – fast schon kitschige – Bilder von Welpen und dazu eine herzzerreisende Geschichte zu ihrem traurigen Schicksal. Das Problem: Dahinter stecken oft Betrüger aus Westafrika, daher auch der Begriff «Kamerun-Inserate». Die Bilder sind gestohlen, die Geschichten erfunden. Diese Tiere gibt es nicht. Lässt man sich auf ein solches Inserat ein, kann das viel Geld kosten. Man soll immer wieder vorausbezahlen: für den Hund, für den Tierarzt, den Transport, Zollgebühren und so weiter. Man bezahlt und bezahlt, den Welpen sieht man jedoch nie.
    Hinweise auf ein betrügerisches Inserat:
    * Inserate in schlechtem Deutsch
    * Sehr kitschige Welpenbilder
    * Viel zu günstiger Preis für Rassenhunde oder -katzen
    * Das Tier kann nicht vor Ort besichtigt werden
    * Erst ist das Tier in der Schweiz, plötzlich muss es aus dem Ausland importiert werden.
    Bei solchen Anzeichen sollte der Kontakt sofort abgebrochen werden. Man darf sich auch nicht von gefälschten Impf- oder Zuchtdokumenten täuschen lassen. Informieren Sie die Polizei und die Plattform-Betreiber.
    Inserate von der Welpen-Mafia:
    Hier handelt es sich um Züchter, die Muttertiere als Gebärmaschinen für Welpen-Massenproduktionen missbrauchen. Die Tiere leben unter erbärmlichen Umständen, die Jungen werden meist viel zu früh von der Mutter weggenommen und vom Ausland in die Schweiz transportiert.
    Viele Jungtiere sind dadurch geschwächt, krank, traumatisiert. Für die neuen Besitzer kann das hohe Tierarztkosten zur Folge haben, im schlimmsten müssen die Welpen eingeschläfert werden. Solche Qualzuchten sollte man auf keinen Fall unterstützen.
    Hinweise auf Inserate aus illegalen Tierzuchten:
    * Wenn der Züchter nicht seine komplette Adresse mit Telefonnummer preisgibt
    * Die Welpen sind jünger als acht Wochen
    * Der Züchter bietet verschiedene Rassen an
    * Ungewöhnlich günstige Preise
    * Die Übergabe soll irgendwo an einer Autobahn-Raststätte stattfinden. Vorher kann das Tier nicht besichtigt werden.
    Auch wichtig zu wissen:
    * Kaufen Sie nie ungesehen ein neues Haustier. Schauen Sie es sich vorher persönlich an. Es ist wichtig, sich zu beschnuppern und sicherzustellen, dass man sich mag. Prüfen Sie auch die Umgebung, in der es aufwächst.
    * Kaufen Sie wenn möglich nur Tiere in der Schweiz, von registrierten Züchtern oder Tierheimen. Falls Sie einem Tier aus dem Ausland eine Chance geben möchten – zum Beispiel einem Strassenhund aus der Türkei: Wenden Sie sich an eine Schweizer Tierschutz-Organisation, die vom Bund die Erlaubnis für den Import von solchen Hunden hat. Bedenken Sie aber, dass die Tiere sich zuerst an ihr neues Leben gewöhnen müssen. Die Organisation stehen Ihnen dabei aber mit Rat und Tat zur Seite.
    6 min
  • Was kann man gegen Cyber-Stalking tun?
    Cyber-Stalking, das heisst: Jemand wir über das Internet verfolgt, belästigt, verleumdet oder bedroht. Häufig kennt das Opfer den Täter, es ist zum Beispiel ein Ex-Partner, eine abgewiesene Verehrerin oder ein Nachbar.
    Wer sich vor Cyber-Stalking schützen möchte oder nicht weiss, wie in einem Fall von Cyber-Stalking vorzugehen, sollte folgende Punkte beachten:
    * Vorsicht bei dem, was man im Internet von sich preisgibt: Fremden nie seinen Nachnamen oder die genaue Adresse verraten. Auch seine E-Mail-Adresse nur Leuten verraten, denen man vertraut oder sonst auf eine Wegwerf-Adresse ausweichen.
    * Wer unsicher ist, was im Internet alles über ihn oder sie zu erfahren ist, kann von einem fremden Computer aus oder im Inkognito-Modus des Browsers nach dem eigenen Namen suchen.
    * Internetbekanntschaften erst im richtigen Leben treffen, wenn man weiss, mit wem man es zu tun hat. Und selbst dann sollte man mit persönlichen Daten wie Telefonnummer oder Adresse sehr vorsichtig umgehen.
    * In den sozialen Medien nicht auf die Nachrichten Fremder eingehen. Keine Freundschaftsanfragen von Unbekannten annehmen. Privatsphäre-Einstellungen möglichst restriktiv wählen.
    * Alle Konten (Social-Media, E-Mail, etc.) gut schützen. Starke Passwörter wählen und regelmässig wechseln. Wo immer möglich 2-Faktor-Authentifizierung einschalten.
    * Wer belästigt wird soll dem/der Unbekannten unmissverständlich klarmachen, dass kein Kontakt gewünscht ist. Danach auf keine Nachrichten mehr eingehen und die Nachrichten der Person wenn möglich automatisch blockieren.
    * Freunde und Familie darüber informieren, dass man online gestalkt wird.
    * Wenn das Cyber-Stalking nicht aufhört zur Polizei gehen und dort eine zivilrechtliche Fernhalteverfügung erwirken. Wird diese Verfügung nicht eingehalten, ist eine Anzeige möglich.
    * Polizeibehörden halten im Internet zusätzliche Tipps für den Umgang mit (Cyber-)Stalkern bereit. Unter diesem Link findet man zum Beispiel die Ratschläge der Stadtpolizei Zürich.
    8 min
  • Pflanzliche Heilmittel: Wirkung und Nebenwirkung
    Die Phytotherapie beruht auf jahrtausendealter Tradition. Doch wer mit Pflanzen heilt, muss sowohl Wirkung als auch Nebenwirkung kennen. 
    Die Wurzeln der modernen Medizin
    Viele synthetische Arzneimittel im Apothekerschrank haben ihren Ursprung in der Pflanzenheilkunde. So etwa das Aspirin, welches auf Wirkstoffe in der Weidenrinde zurückgeht, das Schmerzmittel Morphin aus dem Schlafmohn oder das herzwirksame Digitoxin aus dem Fingerhut.
    Im Gegensatz zu synthetischen Arzneimittel enthalten Heilpflanzen ein Wirkstoff-Gemisch. Ihre Wirkung basiert deshalb auf verschiedenen Inhaltsstoffen, die sich gegenseitig beeinflussen und ergänzen. 
    Das erklärt Matthias Rostock, Professor für Komplementärmedizin in der Onkologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Der Naturheilkundler und Onkologe hat ein Buch geschrieben, wie man Heilpflanzen aus dem eigenen Garten richtig verwendet.
    Wirkung und Nebenwirkung
    Die Wissenschaft erforscht mit Studien die Wirksamkeit traditioneller Heilpflanzen, etwa von Johanniskraut-Extrakten (u.a. gegen leichte Depressionen), Ingwer-Rhizom (gegen Übelkeit), Salbeitee (bei Halsschmerzen) oder Pfefferminzöl (bei Spannungskopfschmerzen).
    Man soll aber nicht vergessen, dass auch Heilpflanzen Nebenwirkungen haben können. Hochkonzentrierte Johanniskraut-Extrakte können etwa die Wirkung anderer Medikamente, wie Immunsuppressiva, Blutverdünnern, oral eingenommenen Verhütungsmitteln oder Anti-HIV-Medikamenten, abschwächen.
    Wechselwirkung zwischen Wirkstoffen
    Deshalb sollte man sich nicht nur über die Wirkungen, sondern auch über mögliche Nebenwirkungen einer Heilpflanze informieren.
    Bekommt man andere Medikamente verschrieben, sollte man zudem erwähnen, welche pflanzlichen Heilmittel man einnimmt. So können mögliche Wechselwirkungen zwischen Heilpflanze und synthetischem Medikament vermieden werden.
    Die Grenzen kennen
    Matthias Rostock gibt schlussendlich noch folgende Ratschläge: 
    1. Fingerhut und andere Giftpflanzen eignen sich grundsätzlich überhaupt nicht für die Selbstmedikation. 
    2. Nicht alle traditionellen Heilpflanzen sind auch heute noch zur Wildsammlung und Selbstmedikation zu empfehlen. Huflattich oder Pestwurz können zum Beispiel Pyrrolizidinalkaloide enthalten, die die Leber schädigen können. Mittlerweile verwendet man heute neuartig hergestellte Extrakte, die nur unbedenkliche Mengen Pyrrolizidinalkaloide enthalten.
    3. Krankheiten, die sich bei falscher Behandlung verschlimmern können, gehören in die Hände von Fachpersonen. Der Onkologe Matthias Rostock sagt: Gerade bei Krebs ist schon beim ersten Verdacht eine Diagnose anzustreben. Während die Phytotherapie ergänzend zu einer etablieren Krebsbehandlung wirken kann, ist sie keine Alternative dazu. 
    Zuletzt ist natürlich auch wichtig, dass man Heilpflanzen, die man selbst sammelt, eindeutig identifizieren kann. Dazu gehört auch, dass man weiss, welche ähnlichen Pflanzen es gibt.
    6 min
  • Gesunde Tomaten im Freiland ziehen
    Tomaten im Freiland zu ziehen, ist gar nicht so einfach: Oft leiden die Pflanzen unter der Krautfäule, einer Pilzkrankheit, die bei feuchtem und warmem Wetter auftritt. Wir erklären, wie Ihre Tomaten auch im Freiland gut wachsen.
    Der grösste Feind der Tomatenpflanze ist die Krautfäule (Phytophthora infestans), eine Pilzkrankheit, die bei feuchtem und warmem Wetter auftritt. Die Tomaten bekommen braune Flecken, die tief in das Fruchtfleisch gehen, werden bitter und ungeniessbar, schliesslich stirbt die ganze Tomatenpflanze ab.
    Doch mit neuen, Braunfäule-toleranten Sorten kann man Tomaten auch im Freiland ziehen. Folgende Sorten eignen sich:
    - Primabella, Matina, Celsior, De Berao, Rote Murmel, Gelbe Murmel, Resi, Rote Kirschtomate und Gelbe Kirschtomate
    - Limetto F1, Lizzano F1, Romello F1, Philovita F1, Phantasia F1
    Eine Tomatenpflanze im Freiland benötigt einen Quadratmeter Platz. Vor dem Setzen wird der Boden gelockert und drei Liter Kompost und 50 Gramm Hornspäne (oder organischer Gemüsedünger) eingearbeitet. Das Pflanzloch wird schräg ausgehoben, damit der Tomatensetzling möglichst tief bis zum ersten Blattpaar gesetzt werden kann – ihr Haupttrieb bildet in der Erde weitere Wurzeln aus.
    Nach der Pflanzung wird ausgiebig gewässert, mit gehäckseltem Stroh oder Schilf gemulcht und das Klettergerüst platziert. Die Tomatenstöcke wachsen lassen, nicht ausgeizen, nicht nachdüngen, nicht wässern: nur noch ernten!
    6 min
  • Gratis Training: Treppensteigen
    Der Lift oder die Rolltreppen haben eine grössere Anziehungskraft als die Treppe. Dabei würde Treppensteigen uns gut tun. Je älter wir werden, desto grösser der gesundheitliche Benefit.
    Wer im Alter nicht mehr selbst aufstehen oder absitzen kann, braucht Hilfe im Alltag. Oft ist mangelnde Beinkraft und fehlendes Gleichgewicht die Ursache für dieses Defizit. Studien zeigen: Wer täglich Treppen steigt, bleibt im Alter länger unabhängig. 
    Tägliches Treppensteigen habe nicht nur eine positive Wirkung auf die physische Gesundheit, sagt der emerittierte Professor von der Universtität Basel, Lukas Zahner: «Gesundheit hängt immer mit Bewegung zusammen.» Und ergänzt: «Lebensqualität und Wohlbefinden sind verbunden mit körperlicher Aktivität.» Gerade weil unsere Gesellschaft immer älter wird, eine wichtige Erkenntnis. 
    Für seine Studie hat er 30 Probandinnen und Probanden zwei Monate lang begleitet. Die Seniorinnen mussten, in Gruppen aufgeteilt, dreimal wöchentlich eine halbe Stunde Treppensteigen. Dieses Training hat man zusammen durchgeführt und so zusätzlich einen sozialen Rahmen geschaffen. Die Ergebnisse zeigten: Die Gruppe, die zwei Treppentritte auf einmal genommen hat, hat gesundheitlich am meisten profitiert. Vor allem die Gleichgewichtsfähigkeit, die Ausdauerleistung haben sich verbessert. Der Ruhepuls hat sich gesenkt.
    Natürlicher Trieb geht verloren
    Kinder bewegen sich gern. Im Erwachsenenalter geht dieser natürliche Bewegungsdrang im Alltag verloren. Wir werden bequem, nehmen den Lift statt die Treppe. Das Paradoxe dabei ist: Wir meiden die Bewegung im Alltag, gehen aber regelmässig ins Fitnesszenter, auf den Tennisplatz oder gehen spazieren. Dabei wäre Treppensteigen niederschwellig, gratis und gesund. Treppensteigen ist eine ideale Bewegung, um die Beinkraft, die Ausdauerleistung und das Gleichgewicht zu schulen. 
    Treppensteigen für Fortgeschrittene
    «Ich habe keine Zeit für Bewegung.» Diese Ausrede gilt grundsätzlich nicht mehr, denn wie viel länger dauert es, wenn man in den vierten Stock läuft? Eine Minute? 
    Für Menschen, die sich genug fit fühlen, können statt einem Tritt zwei Tritte auf einmal nehmen. Das hat zwei Vorteile. Es geht noch schneller (falls die fehlende Zeit ein Gegenargument zum Treppenlaufen wäre) und es hat noch den grösseren Effekt auf die Kraft und die Ausdauerleistung. 
    Was die Kalorien angeht: Bei 500 Tritten verbrennt man je nach Tempo zwischen 140 und 240 Kalorien.
    6 min

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