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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Ratgeber episodes

  • Tiere im Büro: Hier liegt der Hund begraben
    Hunde am Arbeitsplatz sorgen für weniger Stress und mehr Kreativität. Aber sie können auch Probleme schaffen, etwa wenn sie Arbeitsabläufe stören oder aggressiv sind. Welche Rechte haben Tierhalter? Und wie lassen sich tierische Konflikte Am Arbeitsplatz vermeiden? Hier erfahren Sie mehr darüber.
    Darf der Chef oder die Chefin Tiere am Arbeitsplatz verbieten?
    Das Mitbringen von Tieren ist nicht geregelt; es gibt kein «Hund-im-Büro»-Gesetz. Allerdings steht im Arbeitsgesetz, dass Vorgesetzte niemanden diskriminieren und keine willkürlichen Verboten aussprechen dürfen. Auf den ersten Blick scheint dem Hund im Büro also nichts im Wege zu stehen, es braucht einen guten, sachlichen Grund für ein Verbot.
    Allerdings gibt es solche guten Gründe durchaus. Zum Beispiel, wenn im Betrieb die Hygiene eine wichtige Rolle spielt. Oder wenn der Hund die Betriebsabläufe oder das Betriebsklima stören würde.
    Auch wenn Arbeitskolleginnen oder Arbeitskollegen bereits einen Hund dabei haben, gibt es sachliche Gründe dafür, weitere Hunde zu verbieten. So kann es sein, dass die Hotel-Buchhalterin ihren Bello bei sich im Büro haben darf, der Küchenchef jedoch nicht. Das würde gegen die Hygienevorschriften verstossen und kann daher nicht als Diskriminierung angesehen werden.
    Assistenzhunde am Arbeitsplatz
    Verbietet der Arbeitgeber einen Assistenz- oder Blindenführhundes am Arbeitsplatz, ist das grundsätzlich eine Schlechterstellung des Mitarbeitenden. Stellt der Hund bzgl. Hygiene ein Problem dar, sollte man gemeinsam mit der Firma eine geeignete Lösung finden.
    Auch ein nachträgliches Hundeverbot ist erlaubt
    Das Wohl der Mitarbeiter steht an erster Stelle. Stellt man also nach einer Weile fest, dass der mitgebrachte Büro-Hund bei einem Bürokollegen panische Angst auslöst oder eine Arbeitskollegin allergisch auf Hundehaare reagiert, kann der Chef ein Hundeverbot auch nachträglich aussprechen.
    Ebenso kann der Hund die Kündigung erhalten, wenn man feststellen muss, dass er die Miarbeitenden stört, sämtliche Kabel zerkaut, aggressiv reagiert oder auch nur einen unfeinen Duft im Büro verbreitet.
    Das Projekt Büro-Hund will gut vorbereitet sein
    Um solche Konflikte zu vermeiden sollten vorab diverse Dinge geklärt und geregelt werden.
    * Fragen Sie sich: Ist mein Hund überhaupt geeignet für meinen Arbeitsplatz? Ist Bello ein Wirbelwind, sucht man sich besser eine andere Betreuungslösung.
    * Vereinbaren Sie mit dem Chef oder der Chefin klare Regeln: Welche Räume sind für den Hund tabu? Wie werden Gassi-Pausen geregelt? Was, wenn der Hund etwas kaputt macht? Halten Sie das schriftlich fest, damit es später keine unnötigen Diskussionen gibt.
    * Schliessen Sie eine Privathaftpflicht-Versicherung ab, die für vom Hund verursachte Schäden aufkommt. Falls Sie schon eine haben: Prüfen Sie in den allgemeinen Versicherungsbedingungen, was genau wie gedeckt ist.
    * Sprechen Sie mit den Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen und geben Sie Ihnen eine Gebrauchsanleitung mit auf den Weg: Wann muss der Hund in Ruhe gelassen werden? Wie reagieren, wenn er spielen möchte? Sind Leckerlis erlaubt? Und so weiter.
    Des Pudels Kern: Das Hundewohl
    Sorgen Sie dafür, dass sich der Hund so wohl wie möglich fühlt. Geben Sie ihm einen eigenen fixen Platz, der nicht zu stark frequentiert ist. Zu diesem Platz gehört auch der Wasser- und Futternapf. Sorgen Sie regelmässig für Bewegung an der frischen Luft.
    6 min
  • Saubere Sache: Email-Posteingang immer im Griff
    Email ist 50 Jahre alt und bei vielen aus der Form geraten und fett geworden. Abertausende Emails verstopfen den Posteingang und hunderte Ordner gaukeln uns ein perfektes Archiv vor, das Email nicht ist. Was tun?
    Löschen
    Emails, die länger als zwei, drei Monate im Posteingang herumliegen, liest oder beantwortet niemand mehr. Das Ziel muss ein Posteingang sein, der möglichst leer ist oder zumindest nicht mehr als fünf Emails umfasst.
    Statt Emails zu löschen, haben viele die Angewohnheit, sie in Ordner zu verschiebenum vielleicht später noch einmal darauf zurückzugreifen. 
    Das Vorgehen ist kein sauberes Archiv sondern Sellbstbetrug: Man hat sich lediglich davor gedrückt, Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen, Emails zu löschen.
    Richtig archivieren
    Natürlich gibt es Emails, die man aufbewahren sollte, dafür ist aber das Emailprogramm weder geschaffen noch die erste Wahl.
    Zur Archivierung von Nachrichten und Anhänge eignen sich Programme wie Onenote oder Evernote. Sie nehmen fast alle Formate auf, die digital vorhanden sind: Text, Fotos, Videos, PDFs usw. und speichern sie in der Cloud. So haben wir überall und von allen Geräten Zugriff auf die Inhalte - wie beim Email, aber komfortabler und besser auffindbar.
    Wer für die Archivierung kein separates Programm einsetzen will, kann sich auf einem Speicher im Internet Ordner anlegen - Dropbox, Onedrive oder Google Drive etwa - und die wichtigen Emails dort ablegen.
    6 min
  • Gehirnerschütterung: Irrtümer und Mythen
    Nach der Gehirnerschütterung wochenlang im abgedunkelten Raum liegen? Das ist passé. 
    Die Neurologin Nina Feddermann leitet das Swiss Concussion Center Zürich, das Fachzentrum für Gehirnerschütterungen an der Schulthess Klinik. Ihr begegnen immer wieder Patient:innen, die sich nach einer Gehirnerschütterung zu lange geschont haben. Obwohl absolute Ruhe bis zur Besserung der Symptome früher als Therapie der Wahl galt, ist diese Ansicht heute überholt. 
    Nina Feddermann stellt klar: 
    * Eine Gehirnerschütterung kann man auch erleiden, wenn man beim Sturz einen Helm trägt. Obwohl der Helm den Sturz abfedert und einen Schädelbruch verhindern kann, schüttelt es das Gehirn unter Umständen so fest durch, dass man Symptome, wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Gedächtnisverlust bekommt.
    * Eine Gehirnerschütterung ist keine Bagatelle. Zwar heilt sie in zwei Drittel der Fälle aus, ohne dass eine Therapie nötig ist. Aber sie kann auch langwierige Auswirkungen haben, die den Alltag erheblich einschränken. Wenn Symptome nach einem Sturz nicht bessern oder gar schlimmer werden, ist ein Besuch beim Arzt oder der Ärztin angesagt.
    * Wochenlange, absolute Ruhe in einem abgedunkelten Raum ist kontraproduktiv. Ruhen sollte man nur für ein bis zwei Tage. Danach tastet man sich vorsichtig wieder zurück zur geistigen und körperlichen Aktivität. Ein schrittweises, geduldiges Vorgehen in Absprache mit der behandelnden Ärztin oder dem zuständigen Arzt ist allerdings notwendig, damit man im Zweifelsfall Symptome mit einer gezielten Therapie angehen kann.
    6 min
  • Biodünger macht den Rasen widerstandsfähig
    Die Gräser im Rasen brauchen viele Nährstoffe, weil sie immer wieder zurück geschnitten werden und das Schnittgut abgeführt wird. Auch Rasenflächen, welche mit einem Mähroboter gemäht werden, brauchen Dünger, denn mit der Zeit verfilzt das Schnittgut. 
    Mit einem biologischen Dünger werden zuerst die Bodenlebewesen ernährt und aktiviert. Ein aktivierter Boden vermag den Filz abzubauen und der Rasen wird dicht und trittfest – ideal um darauf zu spielen, zelten und Sonnenbaden.
    Was ist ein biologischer Rasendünger?
    * Die Hauptbestandteile des organischen Rasendüngers sind tierischen Ursprungs, z.B. Hornspäne, Hornmehl und Federmehl.
    * Die Dünger können auch pflanzlichen Ursprungs sein. Zum Beispiel Vinasse aus der Zuckerherstellung (vegane Variante)
    Was sind die Pluspunkte für den biologischen Rasendünger?
    * Er aktiviert die Bodenlebewesen und ist somit gut für die Humusbildung.
    * Die Ausgangsstoffe sind nachwachsend.
    Wie wirkt ein biologischer Rasendünger?
    * Man darf keine schnelle Wirkung erwarten, da die Bodenlebewesen den Dünger zuerst Pflanzenverfügbar machen müssen, d.h. die Wirkung zeigt sich erst in 3-4 Wochen.
    * Doch dann wirkt er lange! Das heisst er hat eine Langzeitwirkung für den ganzen Sommer.
    5 min
  • Intervallfasten ist alltagstauglich
    Intervallfasten ist einer der grossen Ernährungstrends. Intervallfasten – der Name verrät es schon: Phasen in denen man isst, und Phasen, in denen man nicht isst, wechseln sich ab.
    Die Forschungslage ist noch recht dünn und einig sind sich die vielen Studien auch noch nicht, ob Intervallfasten besser oder schlechter beim Abnehmen hilft als gewöhnliche Diäten.
    Die meisten wissenschaftlichen Studien tendieren jedoch dazu, dass Intervallfasten eine geeignete Methode ist, langzeitig die Ernährungsgewohnheiten zu ändern.
    Viele Studien kommen auch zum Schluss, dass Intervallfasten sich positiv auf den Blutdruck, die Entzündungswerte und den Stoffwechsel auswirkt.
    Arten von Intervallfasten
    Es gibt verschiedene Arten von Intervallfasten: 2/5; 20/4; 16/8 und weitere. Das heisst: Man isst fünf Tage normal, zwei Tage verteilt in der Woche isst man nichts.
    Oder man isst 20 Stunden am Tag nichts und vier Stunden normal. Oder man isst maximal 8 Stunden am Tag und die restlichen 16 Stunden fastet man. Die letzte Variante ist für viele Menschen sehr alltagstauglich. Entweder verzichtet man auf ein Frühstück oder ein Nachtessen – je nach eigenem Bedürfnis.
    Diese Art von Ernährungsumstellung basiert weniger auf Verzicht, denn man kann trotzdem mit Freundinnen und Freunden Abendessen oder am Sonntagsbrunch teilnehmen. Statt Verzicht steht die Planung im Fokus.
    Intervallfasten langsam starten
    Man kann das Intervallfasten auch langsam starten: Statt mit 16 Stunden beginnt man mit zwölf Stunden und steigert sich langsam. Diese Fastenart eignet sich für Menschen, die gerne geniessen und doch ein Stück Selbstdisziplin haben.
    Was man wissen muss: Aller Anfang ist schwer, aber der Körper gewöhnt sich daran und schreit nicht mehr zu gewohnten Esszeiten nach Nahrung.
    6 min
  • Tischfilter unter der Lupe
    In unserem Trinkwasser gibt es Rückstände von Pestiziden, Medikamenten, Chlor und so weiter. Soll man darum Wasser vor dem Trinken reinigen? Zum Beispiel mit einem Tischfilter? Nein, Labortests zeigen: Manchmal erreicht man damit genau das Gegenteil.
    Verschiedene Testinstitute haben Tischfilter – eine Art Wasserkrug mit integrierter Filterkartusche – schon unter die Lupe genommen. Immer mit demselben Ergebnis: Die Geräte filtern tatsächlich Rückstände aus dem Trinkwasser. Aber leider eröffnen sie dabei ein ganz neues Problem.
    Ein Eldorado für Bakterien
    Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass sich Keime und Bakterien auf der Filterkartusche im Krug wunderbar vermehren können und dann ins Wasser gelangen. Und das häufig auch, wenn man regelmässig den Filter wechselt und den Krug reinigt. Fachleute und zum Beispiel auch die deutsche Verbraucherzentrale sagen deshalb klar: Aus hygienischer Sicht ist von Tischfiltern abzuraten.
    Ist Leitungswasser also hygienischer?
    Ja. Unser Trinkwasser ist das Lebensmittel, das am besten kontrolliert wird. Zwar kann es nach wie vor Spuren von Schadstoffen enthalten. Allerdings sind diese so gering, dass sie unserer Gesundheit nicht schaden. Wenn es grössere Wasser-Verunreinigungen gibt, geschieht dies meist in der Hausinstallation, nicht in den Trinkwasserleitungen ausserhalb.
    Tipp: Um das zu vermeiden, reinigen Sie regelmässig Armaturen und Siebe. Wasserhähne, die lange nicht mehr in Betrieb waren, zuerst eine Weile «leer» laufen lassen. Und Apparate wie Boiler oder Enthärtungsanlagen regelmässig von Fachpersonen warten lassen.
    Entkalken die Tischfilter das Leitungswasser?
    Viele nutzen ihren Tischfilter auch, um das Wasser zu entkalken – zum Beispiel für das Bügeleisen. Aber auch diesbezüglich vergaben die diversen Testexperten keine guten Noten. Auf den Filterkartuschen steht jeweils, wie lange sie eingesetzt werden können. Es hat sich gezeigt, dass die Kartuschen spätestens nach der Hälfte ihrer Lebensdauer das Wasser nicht mehr genug entkalken. Expertenurteil: mangelhaft.
    Wenn Tischfilter, dann gut pflegen
    Wer seinen Tischfilter trotzdem benutzen möchte, kann das natürlich. Wichtig ist, dass die Kartusche regelmässig ausgetauscht und der Krug immer wieder gut gereinigt wird. Ansonsten kann es im schlimmsten Fall zu Durchfallerkrankungen führen.
    Weiter gilt: Das Wasser immer schnell verbrauchen. Sollte man es für längere Zeit aufbewahren müssen, tut man dies am besten im Kühlschrank. Das gilt natürlich auch für ungefiltertes Hahnenwasser.
    Mehr erfahren über die Qualität Ihres Trinkwassers
    Wenn Sie wissen möchten, wie die Wasserqualität an Ihrem Wohnort ist, können Sie dies wie folgt erfahren:
    * Die Wasserversorgungen sind verpflichtet, mindestens ein Mal im Jahr ihre Werte zu veröffentlichen. Viele tragen diese Daten online ein, auf www.wasserqualitaet.ch .
    * Falls sie dort nicht fündig werden, besuchen Sie die Internetseite Ihrer Gemeinde oder fragen Sie direkt bei Ihrer Wasserversorgung nach.
    * Möchten Sie erfahren, ob die Wasserqualität in Ihrem Haus in Ordnung ist? Dann können Sie eine Probe direkt ab Ihrem Wasserhahn in ein spezialisiertes Labor senden. Je nach gewünschter Analyse kostet das rund 100 Franken. Eine Liste von Testanbietern finden Sie auf der Internetseite des Verbandes Schweizer Laboratorien .
    5 min
  • Was nützt Gehirn-Jogging?
    Die Beliebte Computerspiel-Reihe «Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging» verspricht, das Gehirn auch im Alter fit zu halten. Wissenschaftlich ist das nicht bewiesen.
    Eines steht fest: Gehirn-Jogging zu spielen ist besser, als gar nichts zu tun. Doch es gibt keine Forschungsresultate, die Games wie «Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging» einen nachhaltigen, positiven Effekt auf die Gehirnleistung nachweisen. Besser schneiden dagegen Computerspiele ab, die uns in vielfältigerer Art und Weise fordern.
    Kein Mittel gegen Demenz
    Der japanische Hirnforscher Ry?ta Kawashima hat erkannt, dass die Leistungsfähigkeit des Gehirns mit dem Alter immer mehr abnimmt. Regelmässiges Training soll diesem Prozess entgegenwirken.
    Laut Kawashima lässt sich die Hirnaktivität vor allem durch leichte Rechenaufgaben deutlich steigern. Die Gehirn-Jogging-Spielereihe hält deshalb einige solcher Aufgaben bereit, zusammen mit Rätseln, bei denen wir uns zum Beispiel Wörter merken müssen.
    Wer diese Aufgaben wie vorgesehen täglich löst, wird sich dabei wohl tatsächlich verbessern. Auf andere Tätigkeiten lässt sich dieser positive Effekt aber nicht übertragen.
    Sprich: Wer viel Gehirn-Jogging spielt, optimiert sein Gehirn bloss fürs Gehirn-Jogging. Ein Mittel gegen Altersvergesslichkeit oder gar Demenz sind diese Spiele also nicht, auch wenn sie gerne als das angepriesen werden.
    Shooter-Games sind die bessere Lösung
    Doch man kann auf andere Art etwas tun, wenn der Geist nachlässt. Sportliche Betätigung zum Beispiel wirkt sich positiv auf die Hirnleistung aus, egal ob Ausdauer- oder Kraftsport. Auch Lesen oder das Lernen einer neuen Sprache kann helfen. Ebenso wie Musikmachen, das gleich verschiedene Regionen im Hirn aktiviert. Und soziale Kontakte sollten ebenfalls nicht vernachlässigt werden.
    Doch auch Computer-Games halten das Hirn auf Trab und können einen nachhaltenden Effekt haben – bloss ist es nicht die Art von Games, an die man dabei wohl am ehesten denkt: Genfer Forscherinnen und Forscher haben unlängst nämlich nachgewiesen, dass ausgerechnet die sogenannten First- und Third-Person-Shooter unsere neuronale Plastizität verbessern können.
    30 Minuten jeden zweiten Tag genügt
    Damit diese Effekte zum Tragen kommen, müssen die Spiele allerdings eine Reihe von Bedingungen erfüllen: Sie müssen die Spielerinnen und Spieler unter Zeitdruck setzen. Sie müssen von ihnen verlangen, ihre Aufmerksamkeit über den ganzen Bildschirm zu verteilen. Und sie müssen die Spielenden dazu zwingen, die Aufmerksamkeit ständig neu zu bündeln und zwischen verschiedenen Aufgaben schnell hin und her zu wechseln, etwa beim Zielen.
    Spielerinnen und Spieler solcher Games sollen eine bessere Aufmerksamkeitsspanne haben als Nicht-Gamer und sich auch besser auf visuelle Details fokussieren können. Damit diese Effekte zum Tragen kommen, muss weder besonders viel noch besonders lange gespielt werden. Bei der Studie des Genfer Forschungsteams spielten die Probandinnen und Probanden über einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten jeden zweiten Tag nur 30-60 Minuten.
    6 min
  • Young Carer: Wenn Kinder Angehörige betreuen
    Wenn Kinder und Jugendliche eine Unterstützungsrolle in der Familie übernehmen, müssen sie selbst gut begleitet werden.
    Fast 8 Prozent der Kinder zwischen 10 und 15 Jahren sind Young Carer. Sie betreuen zu Hause Geschwister, Eltern oder Grosseltern.
    Sie erledigen dabei Arbeiten, die Gleichaltrige noch einige Jahre lang ihren Eltern überlassen können: Kochen, Waschen, Medikamente eingeben, emotionale Unterstützung.
    Wann wird es zu viel?
    Oft wachsen Kinder und Jugendliche schon im jungen Alter in ihre Rolle als Young Carer hinein. Trotzdem, das Jonglieren der Betreuungsarbeiten mit Schule, Freizeit und Zeit mit Gleichaltrigen ist nicht einfach.
    Fehlt jungen Pflegenden die nötige Unterstützung, kann die Situation für sie belastend werden. Die soziale Entwicklung oder die Schulleistung droht darunter zu leiden.
    Es braucht Anlaufstellen
    Helfen kann neben der Unterstützung durch die Familie auch der Austausch mit anderen jungen Pflegenden. Anlaufstellen für Young Carer sind aber in der Schweiz noch rar.
    Zudem: Kinder und Jugendliche wissen nicht unbedingt, wo sie sich Hilfe holen können. Sie sind darauf angewiesen, dass sie von der Gesellschaft wahrgenommen und bei Bedarf aktiv unterstützt werden.
    5 min
  • So machen Minzen doppelt Freude
    Minzen im Topf müssen jeden Frühling geteilt und in neue Erde gesetzt werden. Wir erklären, was es dabei zu beachten gibt.
    Minzen bilden unterirdischen Ausläufer, sie sehen aus wie Schnüre und sie bilden neue Triebe und neue Wurzeln aus.
    Bei einer alten Minzenpflanze im Topf befinden sich die jungen Ausläufer mit ihren neuen Trieben am Rand. Durch das Teilen einer alten Pfefferminzpflanze entstehen mehrere Jungpflanzen, welche man verschenken kann.
    Geteilte und somit verjüngte Minzen schmecken besser, denn die Triebe der jungen Ausläufer besitzen das beste Aroma. So gehen Sie beim Teilen einer alten Pfefferminzpflanze vor:
    * Die zu teilende Pflanze einige Tage trocken halten, nicht giessen
    * Topf kippen und rütteln, bis die alte Pfefferminzpflanze herausfällt, dann die Erde aus den Wurzeln schütteln
    * Pfefferminzpflanze mit dem Messer oder einer Gartenschere hälften, dann vierteln, die Teilstücke sollten etwa faustgross sein
    * Die alten, braunen Wurzeln wegschneiden, nur die jungen, weissen Wurzelausläufer mit ihren neuen Trieben stehen lassen
    * Den Topf mit neuer Erde füllen und 1 Liter Komposterde oder eine kleine Handvoll organischen Dünger darunter mischen
    * Zwei junge Pfefferminzpflanzen in die neue Erde setzen und giessen
    6 min
  • Coronakonforme Wettkampfläufe
    Wegen Corona fanden seit einem Jahr keine Laufveranstaltungen mehr statt. Dank Apps müssen Läuferinnen und Läufer aber nicht vollkommen auf den Wettkampf verzichten. 
    Die App runterladen, den Lauf aussuchen, anmelden, losrennen. Im Grundsatz geht es so einfach, wenn man mit der App "viRace" an einen virtuellen Lauf teilnehmen möchte. "Es sind etwa 250 bis 300 Läufe im Angebot", sagt der Gründer von "viRace" Stefan Lombriser. 
    Mehrere Rennformate
    Bei "viRace" gibt drei verschiedene Rennformate. Das zurzeit beliebteste ist zeit- und ortsunabhängig. Das heisst: Der Veranstalter gibt ein Zeitfenster vor, in dem eine vorgegebene Anzahl Kilometer gelaufen werden müssen. Die Streckenführung ist dabei frei wählbar. Wer nach gelaufener Strecke ins virtuelle Ziel kommt, kann gleich seine Zeit mit der der anderen Läuferinnen und Läufern vergleichen. 
    Motivationsspritze unterwegs
    "ViRace" ist eine kreativ programmierte App, die einem beim Laufen akustisch begleitet. Alles, was man dazu benötigt ist ein Smartphone und Kopfhörer. Die App spricht mit dem Läufer und hält ihn resultatmässig auf dem Laufenden. Der Text hört sich zum Beispiel so an: "Lieber Dani, du bist jetzt bei Kilometer 3 auf dem 16. Platz. Der Läufer vor dir hat 15 Sekunden Vorsprung." 
    "ViRace" ist eine von zahlreichen Apps, die virtuelle Läufe anbietet, aber die einzige, mit ortsunabhängigen Läufen. Eine andere bekannte App ist "Strava". Dort findet man zu Beispiel die "Tour de Uetli". 
    Gesunde Spielerei
    Weil bei gewissen Rennformaten alle Teilnehmenden eine andere Strecke laufen, hält sich die Vergleichbarkeit in Grenzen. Teilnehmende, die eine flache Strecke wählen, laufen die im Normalfall schneller als jemand, der eine coupierte Strecke wählt. Dennoch bieten die Apps einen Anreiz, zu laufen, und sich dabei mit Gegnerinnen und Gegnern zu vergleichen. Die Zahlen zeigen dies auch: 2020 haben sich 100'000 Personen bei "viRace" registriert und haben im Schnitt an zwei virtuellen Rennen teilgenommen. 
    Links
    * Strava findet man bei allen Appstores (Laufen und Radfahren)
    * "viRace"
    6 min

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