Sicherheit bedeutete lange vor allem Grenzen zu schützen, Streitkräfte bereithalten und Angriffe abwehren. Verwundbar sind heute jedoch nicht nur Staatsgebiete, sondern auch Verkehrsströme, Datenverbindungen, Satellitensignale, politische Entscheidungsprozesse, wirtschaftliche Abhängigkeiten und letztlich das Vertrauen einer Gesellschaft in die Funktionsfähigkeit ihres Staates. Kann Europa verhindern, dass ein Gegner mit begrenztem Einsatz überproportional große politische Wirkung erzielt? Denn wer mit wenig Aufwand Unsicherheit, wirtschaftliche Kosten, politische Spannungen und gesellschaftliche Nervosität erzeugen kann, braucht nicht zwingend den großen militärischen Erfolg.
Die Widerstandsfähigkeit Europas wird nicht allein in Kasernen, Kommandozentralen oder Verteidigungshaushalten entschieden, sie entscheidet sich ebenso bei kritischer Infrastruktur und Industrie sowie in der Fähigkeit, Ruhe zu bewahren, ohne passiv zu werden.
Der strategische Vorteil liegt am Ende auch bei dem, der nicht nur widerstandsfähig ist, sondern auch schwerer manipulierbar.
Sollten Sie Fragen zum konkreten Podcast oder ganz allgemein zum Militär oder zu sicherheitspolitischen Themen haben, schreiben Sie mir bitte ein E-Mail an [email protected].
Gerne komme ich bei der Themenfindung auf ihre Fragen zurück.
Herbert Bauer, Generalmajor i.R. und Militärexperte
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