Die fünfte Schweiz

Die fünfte Schweiz

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Die fünfte Schweiz episodes

  • Familie Mendelin-Eugster und ihre Huskyfarm in Schweden
    Simone Mendelin und Jürg Eugster leben im Norden von Schweden. Sie sind stolze Besitzer von 72 Schlittenhunden. Die Huskyfarm befindet sich in Storberg in der Nähe der Ortschaft Arvidsjaur. Im Winter bietet die Familie abenteuerliche Schlittenhundetouren durch die nordschwedische Taiga an.
    Bei einem halbjährigen Aufenthalt auf einer Huskyfarm in Finnland, ist der Zürcher Jürg Eugster auf den Schlittenhund gekommen. Die Leidenschaft für die faszinierenden Alaskan Huskies ist auch auf Simone Mendelin übergesprungen. 2007 haben sie ihren Traum wahr gemacht und sind nach Schweden ausgewandert. Ihre Huskyfarm liegt in Storberg, ausserhalb der kleinen Ortschaft Arvidsjaur in der Provinz Lappand. Storberg ist ein kleiner Weiler inmitten der schwedischen Natur, sagt Simone Mendelin: «Unser Haus liegt direkt an einem kleinen See, umgeben von Wald.» Autos sind in der Umgebung kaum zu hören. Im Winter kommen viele Gäste und erleben einzigartige Schlittenhundetouren durch verschneite Landschaften der norwegischen Taiga.
    Vierbeiner die zum Laufen geboren sind
    Mittlerweile besitzt die Familie ganze 72 Alaskan Huskies. Die Welpen werden nach der Geburt automatisch ins Rudel aufgenommen und lernen sofort die Spielregeln des Zusammenlebens kennen, sagt Simone Mendelin: «Die langen Winter und die Trainingsfahrten über viele Kilometer durch die schwedische Wildnis schweissen Hund und Mensch so richtig zusammen.» Die grosse Lauffreude der Alaskan Huskies beeindruckt sie bis heute: «Es sind Hunde, die fürs Laufen geboren sind. Und es ist jedes Mal ein unglaubliches Erlebnis, mit ihnen in der schwedischen Wildnis unterwegs zu sein.»
    18 min
  • «Bärti» und Tabea – Eine Leidenschaft die verbindet
    Albert Würsch alias «Bärti» und seine Frau Tabea sind leidenschaftliche Surfer und Kletterer. Im Winter lebt die Familie mit Sohn Marlon im Surfer Paradies Sagres an der Algarve in Portugal.
    Albert Würsch ist in Engelberg (OW) aufgewachsen. Seine Mutter stammt aus Guatemala. Sein Vater ist ein Bergführer. So multikulturell aufzuwachsen, habe ihn geprägt, sagt der 49-jährige Softwareentwickler: «Meine Herkunft öffnete mir das Tor zur Welt.» «Bärti» ging auf Kletter-Weltreise. In Guatemala hat er die Leidenschaft fürs Surfen entdeckt: «Mich fasziniert es mit dem Brett auf den Wellen zu gleiten.» Auch seine Frau Tabe ist professionelle Surferin und Kletter-Lehrerin. Jeden Winter zieht es die beiden nach Sagres im Westen der Algarve. Für den 4-jährigen Sohn Marlon ein grosses Abenteuer: «Wir leben in dieser Zeit in einem schlichten Wohnwagen und geniessen die Zeit am Meer in vollen Zügen!»
    Bekannter Sänger und Songwriter
    Albert Würsch hat sich auch einen Namen als Sing- und Songwriter gemacht. Mit seiner Band «Al-Berto & The Fried Bikinis» war er SRF3 Best Talent im September 2015.
    17 min
  • Luca Costa – Produziert nachhaltigen Kaffee in Sambia
    Luca Costa ist ein Visionär. Der 33-jährige Agraringenieur wohnt und arbeitet am Fusse des Mount Sunzu in Sambia im südlichen Afrika. Mit zwei Kollegen hat der Jungunternehmer ein grosses Landstück gekauft und pflanzt Kaffeebohnen an. Das abenteuerliche Startup Projekt trägt bereits seine Früchte.
    Seit rund zwei Jahren lebt Luca Costa in Sambia im südlichen Afrika und baut umweltschonend Kaffee an. Mittlerweile beschäftigt die Kaffee Farm über hundert Leute: «Es ist ein sehr armes Land. Die Kleinbauern hier bekommen einen fairen Lohn und sind versichert.» Ziel ist es, nachhaltig und ökologisch Kaffee zu produzieren. Der Strom für die Bewässerungsanlage wird aus Sonnenergie gewonnen. Nur gerade auf 200 Hektaren wird Kaffee angebaut: «Auf dem restlichen Land schützen wir aktiv den bedrohten Miombo-Wald.»
    «Wir arbeiten Hand in Hand»
    Die Tage sind lang und die Arbeit hart. Jeden Tag verbringt Luca Costa draussen auf den Feldern und packt mit an: «Ich kann viel von den Einheimischen lernen. Umgekehrt kann ich mein Wissen als Agraringenieur weitergeben.». Auf der Kaffeefarm lebt der 33-jährige Solothurner bescheiden: «Ich hause in einem Safarizelt mit einer kleinen Solaranlage. Mehr brauche ich nicht.»
    17 min
  • Bernard Stauffer – Globetrotter par excellence!
    Bernard Stauffer und sein Mann Andy haben die Welt gesehen. Sie hatten eine Farm in Schottland, ein Restaurant in Florida und seit 20 Jahren lebt das Paar in Johannesburg. Heute züchtet der 61-jährige mit Leidenschaft Berner Sennenhunde: «Die Schweizer Hunderasse ist sehr gefragt hier in Südafrika.»
    Bevor Bernard Stauffer mit seinem Partner Andy vor zwanzig Jahren nach Johannesburg kam, arbeitete der gebürtige Neuenburger lange Zeit bei der Swiss und war Salesmanager von American Airlines. Zürich, sei bis heute eine der Top Städte der Schweiz: «Ich vermisse diese pulsierende Stadt am wunderschönen Zürichsee.» Aber auch Johannesburg ist mittlerweile seine zweite Heimat geworden. Auch wenn die grösste Stadt Südafrikas nicht gegensätzlicher sein könnte: «Das Gefälle zwischen arm und reich ist nach wie vor gross. Das Ende der Apartheid hat leider nichts gebracht und das ist sehr traurig.» Aktuell schreibt Bernard Stauffer ein Buch über das wahre Leben in Südafrika.»
    Schweizer Kultur auf vier Pfoten
    Seit geraumer Zeit züchtet Bernard Stauffer einer der bekanntesten Schweizer Hunderassen. Der Berner Sennenhund ist bekannt für seine Bodenständigkeit und Stärke. Die Rasse ist sehr beliebt in Johannesburg. Die Warteliste der Kundschaft ist dementsprechend lang, sagt Bernard Stauffer: «Für die nächsten zehn Jahre sind alle künftigen Welpen schon reserviert». Er achte sehr darauf, wohin die Berner Sennenhund platziert werden: «So ein Hund ist kein Spielzeug und braucht viel Bewegung und Zuneigung.»
    20 min
  • Clive Landis ist Uni-Rektor auf Barbados
    Sie gehört zu den renommiertesten Universitäten: Die University of the West Indies auf Barbados. Ungefähr 98 Prozent der Studentinnen und Studenten stammen aus der Karibik. Rektor dieser Universität ist ein Schweizer.
    Die Insel Barbados ist seit rund einem Jahr unabhängig. Sie hat sich von der britischen Krone losgelöst und ist seither eine Republik. Das habe der Insel gutgetan, sagt Clive Landis. Die Menschen wollen selbstbestimmt leben. 
    Clive Landis muss es wissen: Er lebt seit über 20 Jahren auf der Insel. Mit 13 Jahren zog er von der Schweiz nach England, wo er eine Privatschule besuchte. Anschliessend lernte er seine jetzige Frau kennen: Eine Barbadierin. 
    Im August 2021 wurde er zum Rektor der Universität auf Barbados ernannt und übernahm sogleich auch die Leitung der Covid-Taskforce.
    14 min
  • Carmen Nebe: «Arbeite um zu Leben. Lebe nicht, um zu arbeiten!»
    Die Gelassenheit der Australier ist schon längst auf Carmen Nebe übergeschwappt. Seit 25 Jahren lebt die gebürtige Baslerin in Brisbane, im Bundesstaat Queensland. So schnell bringt man die 62-Jährige nicht aus der Ruhe: «Hier geht alles viel gemächlicher zu und her.»
    Auf ihrer Hochzeitsreise in den 1980er Jahren reiste Carmen Nebe mit ihrem damaligen Mann quer durch Australien. Fasziniert vom Land, den Leuten und den unterschiedlichsten Kulturen beschloss das frisch vermählte Paar, nach Australien auszuwandern. Einfach war das Auswandererprojekt allerdings nicht, erinnert sich Carmen Nebe: «Ein Arbeits-Visum zu kriegen war schwierig». Trotzdem haben sie es auf die andere Seite der Welt, nach Down Under geschafft. Bis zur Pensionierung arbeitete Carmen Nebe für die australische Regierung.
    Heute geniesst sie mit ihrem neuen Partner Pierre jede freie Minute: «Wir gehen oft auf Wandertouren im Outback. Hier in Brisbane findet das Leben draussen statt!» Das sogenannte Bushwalking ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung der Australier.
    Exotischer Untermieter
    Vor sieben Jahren hat ich das Paar ein Haus in Brisbane gekauft. Inklusive eines besonderen Untermieters: «Die Schlange Oskar lebt friedlich unter dem Dach und frisst allerlei Ungeziefer». Auf der Speisekarte der Python landen zum Beispiel Gekos, Mäuse oder ab und zu ein junges Opossum.
    21 min
  • Ralph Brändle – Für immer und ewig Spanien!
    Ralph Brändle liebt und lebt die spanische Kultur. Seit bald zehn Jahren ist die kleine Gemeinde Almoradí in der Nähe von Alicante die ultimative Heimat des Winterthurers: «Hier bin ich zu Hause. Ich liebe die Offenheit und Gelassenheit der Spanier.»
    Ralph Brändle hat Spanien in den 1990er Jahren für sich entdeckt. Oft verbrachte der 61-Jährige seine Ferien dort und lernte Land und Leute kennen. In all den Jahren hat Ralph Brändle enge Freundschaften mit den Einheimischen geschlossen. Spanien ist nicht nur bekannt für Sommerurlaube, Siesta und gutes Essen, sondern auch für die weltoffene Mentalität der Leute: «Wenn sie merken, dass Du Dich für ihre Kultur interessiert, öffnen sie ihre Herzen.» Seit 2013 lebt Ralph Brändle in der kleinen Ortschaft Almoradí. Dort scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: «Mein Tag beginnt mit einem ausgedehnten Frühstück. Ich nehme jeden Tag wie er kommt!»
    Vermittler zwischen zwei Kulturen
    Ralph Brändle arbeitet als Immobilienberater. Er ist Dreh- und Angelpunkt zwischen den Kulturen: «Ich kenne die spanische Mentalität und vermittle bei wichtigen Verhandlungen.» Primär gehe es nicht darum attraktive Liegenschaften zu verkaufen, sondern die richtigen Kontakte zu knüpfen.
    23 min
  • Gabriela Stoffel – Ein Leben zwischen zwei Welten
    Douz ist eine kleine Oasenstadt im Süden von Tunesien. Gabriela Stoffel hat sie per Zufall entdeckt, als sie 2018 die Wüste bereiste. Heute ist der Ort ihre zweite Heimat. 
    Die gelernte Juristin pendelt zwischen der Schweiz und Tunesien hin und her. Dort kultiviert sie einen jungen Dattelhain - hier verarbeitet sie die Früchte zu leckerem Konfekt. Vor drei Jahren tauchte Gabriela Stoffel in eine komplett andere Welt ein. Zusammen mit ihrem tunesischen Partner hat sie einen Dattelhain erworben. Nach der ersten Ernte hat sie beschlossen, die Früchte in die Schweiz zu importieren. „Das Dattelgold erfreut die Kund:innen in der Schweiz, das Dattelgeld ermöglicht die naturnahe Pflege des Hains übers Jahr, sagt die 53-Jährige. 
    «Ich habe mir die Ferne aus der Nähe angesehen»
    In Tunesien wohnt Gabriela Stoffel in einem Weiler direkt am Eingang zur Wüste. Das einfache Leben, die Klarheit und die Stille dieser Landschaft habe sie schon immer fasziniert. «Und das Zusammenwirken ist ein Abenteuer mit dem Reiz, das Fremde und eine andere Kultur hautnah zu entdecken.»
    22 min
  • Suzanna Röthlisberger – Ein grosses Herz für Tiere
    Suzanna Röthlisberger rettet in Paraguay verwahrloste Tiere. Auf ihrem grossen Anwesen tummeln sich Hunde, Katzen, Pferde, aber auch Papageien und Schildkröten: «Für die Tiere ist es ein kleines Paradies hier.» Das Haus mit grosszügigem Umschwung liegt in der Nähe der Stadt Caacupe.
    Vor zweiundzwanzig Jahren entschloss sich Suzanna Röthlisberger mit ihrem Mann auszuwandern. In der Zeitschrift «Tierwelt» stiessen die beiden damals auf ein abenteuerliches Inserat, erinnert sich die 73Jährige: «Traumfinca mit viel Land zu verkaufen war der Titel!» Heute ist es tatsächlich ein Bijou. Und vor allem eine Auffangstation für Tiere. Seit Jahren rettet die Bernerin Tiere aller Art: «Ich hole sie und päppele sie wieder auf. Mein Haus mit Umschwung ist eine Art Gnadenhof geworden.»
    «Ich bereue keine Sekunde»
    Es braucht Mut, noch mit 51 Jahren auszuwandern. Für Suzanna Röthlisberger war es damals die richtige Entscheidung: «Ich habe den Schritt nie bereut und bin dankbar.» Ein Leben in der Schweiz könnte sie sich nach all den Jahren nicht mehr vorstellen.
    14 min
  • Franziska Boulter – Kleinkindererzieherin und Hüttenwartin
    Franziska Boulter ging 1984 als Au-Pair nach Kanada. Heute lebt die Bernerin in der Kleinstadt White Rock, in der Provinz British Columbia. Doch die Schweiz liess die Bernerin nie ganz los. In der Skisaison arbeitet die 58-Jährige regelmässig als Hüttenwartin und Kinderbetreuerin in der Lenk.
    White Rock ist eine idyllische Kleinstadt in der Nähe von Vancouver. Vor kurzem hat sich die Bernerin Franziska Boulter eine schmucke Wohnung direkt am Meer gekauft: «Ich gönne mir jeden Tag ein Whirlpool Ritual. Als ehemalige Kunstturnerin die beste Therapie für meine Gelenke!» Franziska Boulter arbeitet als Kleinkinderzieherin im örtlichen Kindergarten.
    Hüttenwartin in der Lenk
    Vor zwei Jahren besuchte Franziska Boulter ihre Familie. Wegen der Pandemie konnte sie für längere Zeit nicht zurück nach Kanada reisen. So bewarb sie sich als Hüttenwartin in der Lenk. Auch die nächste Skisaison ist fest gebucht: «Ich betreue jeweils die Kinder einer Skischule. Das macht grossen Spass und ich kann es gut mit Kindern.»
    16 min

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