Die fünfte Schweiz

Die fünfte Schweiz

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
Download on the App Store

Die fünfte Schweiz episodes

  • «Schweizerdeutsch zu sprechen ist mir bis heute enorm wichtig»
    Patrick Rychner lebt mit seiner Familie in Melbourne, Australien. Vor über zwanzig entschloss sich der Werber für die vielseitige Millionenmetropole im Bundesstaat Victoria: «Meine Frau wuchs dort auf, also packte ich die Chance.»
    Auch nach über zwanzig Jahren in Australien, hat Patrick Rychner bis heute einen engen Bezug zu seiner Heimat. Seine Schweizer Wurzeln pflegt der 56-jährige aus Wädenswil (ZH) regelmässig im ältesten Schweizer Club von Melbourne und ist Mitglied im Komitee: «Jeden Mittwochabend gibt es traditionell eine Jassrunde!»
    Selfmade Man
    Patrick Rychner hat sich als Werber und Art Director schon in der Schweiz bei angesehenen Agenturen einen Namen gemacht. Heute führt er als Creative Director seine eigene Werbeagentur in Melbourne. Mit seinen Kolleginnen und Kollegen hat er sich auf Fernsehen, Radio und Outdoorgeschichten spezialisiert hat.
    18 min
  • Stefanie Lanzrein macht Karriere als Solo Flötistin in Mexico
    Stefanie Lanzrein wusste schon mit zehn Jahren, dass sie Musikerin werden möchte. Die Bernerin startet eine steile Karriere als Solo-Flötistin. Seit dreizehn Jahren ist sie Teil des «Orquesta Sinfonica UANL» in der Millionenmetropole Monterrey in Mexico.
    Als kleines Mädchen ging Stefanie Lanzrein mit ihren Eltern oft an Sinfonie Konzerte. Aufgefallen ist ihr jedes Mal die Querflöte im Orchester: «Sie hat so schön geglänzt und da wusste ich, ich will mal Querflöte spielen!» Die Bernerin machte ihr Solistendiplom an der Hochschule in Zürich und den Master in Querflöte in New York. Als sie sich beim «Orquesta Sinfonica UANL» in Monterrey bewarb, wurde sie just nach Mexico zum vorspielen eingeladen: «Ich war nervös, ich musste die 1. Sinfonie von Mahler spielen.» Diese Prüfung hat sie mit Bravour bestanden. 
    Andere Vorstellungen von Mexico
    Stefanie Lanzrein hatte eine komplett andere Vorstellung vom Land und den Leuten, als sie damals dort ankam: «Ich kaufte mir einen Reiseführer. Darin stand, dass Monterrey viele arme Leute hat und die Kriminalitätsrate sehr hoch ist.» Die Millionenmetropole gilt als modernste Stadt Mexicos: «Ich wurde noch nie ausgeraubt. Ich glaube es kann überall auf der Welt passieren.»
    18 min
  • Björn Medernach rettet verwahrloste Hunde auf Bali
    Björn Medernach machte vor drei Jahren Urlaub auf der indonesischen Insel Bali. Statt am Strand unter Palmen zu liegen, entdeckte er die vielen Strassenhunde: «Es hat mir das Herz gebrochen.» Der 35-Jährige zögerte nicht lange und rief eine Organisation ins Leben, die Hunde von der Strasse rettet.
    Björn Medernach war in der Schweiz technischer Consultant einer internationalen Sicherheitsfirma. Seine Karriere hängte der Chamer vor drei Jahren an den Nagel, um sich für die verwahrlosten Hunde auf Balis Strassen einzusetzen. Er investierte sein ganzes Vermögen in eine Non-Profit-Organisation. Auf der Rehabilitations-Station werden die Tiere versorgt und aufgepäppelt: «Die Hunde sind oft in einem schlimmen Zustand. Sie wurden angefahren oder geschlagen.» Mittlerweile leben über zweihundert Hunde in seiner Auffangstation.
    Tropfen auf den heissen Stein
    Björn Medernach weiss, dass er nicht alle Tiere retten kann. Trotzdem ist er sich sicher, dass die Aktion nachhaltig ist: «Wir arbeiten eng mit den grossen Hotels zusammen und machen die Gäste auf die prekäre Situation der Hunde aufmerksam.» Beispielsweise gibt es die «Puppies-Therapy» - Kuscheln mit Welpen: «Es ist ein Geschenk zu sehen, wenn sich die Hunde erholen und wieder Vertrauen in den Menschen haben!
    14 min
  • Beat Schmid hilft benachteiligten Menschen
    Beat Schmid lebt seit dreissig Jahren in Lateinamerika und ist als Programmkoordinator in der Entwicklungszusammenarbeit tätig. Benachteiligten Menschen zu helfen, sei seine Lebensaufgabe: «Ich wollte schon immer einen Beitrag für eine gerechtere Welt leisten.»
    Beat Schmid wohnt seit siebzehn Jahre in San Salvador, der Hauptstadt von El Salvador. Zurzeit arbeitet der Zürcher als Projektkoordinator für ein Kinderspital in Managua, Nicaragua und pendelt regelmässig hin und her: «Die Krebsstation wurde ausgebaut und modernisiert. Dank den neuen Einrichtungen liegt die Heilungsquote von krebserkrankten Kindern bei fünfzig Prozent. Vorher lagen die Heilungschancen bei null!»
    13 min
  • Günter und Cornelia Bruttel haben ihr Glück in Spanien gefunden
    Günter und Cornelia Bruttel haben ihre Auswanderung gut geplant. Ursprünglich waren Kanada oder Uruguay die grossen Favoriten. Entschieden haben sich die beiden schliesslich für Spanien, sagt Günter Bruttel: «So sind wir nicht so weit weg von unseren Kindern.»
    Seit 2019 leben die beiden in der kleinen Stadt Pego, in der Provinz Alicante in Spanien. Pego liegt ganz in der Nähe der Küstenstadt Dénia, wo Günter und Cornelia Bruttel aus Toffen (BE) immer wieder ihre Sommerferien verbrachten. Ihr Traumhaus mit Blick aufs Meer und die Berge, haben sie auf dem Monte Pego gefunden.
    «Hier in Pego kann man abschalten»
    Das spanische Städtchen Pego ist ein wahrer Magnet für Touristen. Trotzdem finden die Bruttels ihre Ruhe in der eigenen Oase, sagt der 61-jährige Günter Bruttel: «Unser Haus ist ein herrlicher Rückzugsort mit Umschwung und Pool.» In der Stadt leben nur wenige Einheimische. Viele Spanier verbringen dort ihre Ferien in der Sommerresidenz. Aber auch Leute aus aller Welt leben in Pego: «Unsere Nachbarn kommen aus Belgien oder England. Es sind schöne Freundschaften entstanden!"
    16 min
  • Verena Renhorn aus Trelleborg – der südlichsten Stadt in Schweden
    Verena Renhorn war Swissair-Hostess, als sie 1962 mit einer Freundin für ein paar erholsame Tage nach Stockholm flog. Am Hafen lernte sie ihren künftigen Mann kennen: «Er lud mich auf einen Kaffee ein und dann hat es gefunkt zwischen uns!» 
    Über fünfzig Jahre ist es her, seit die Zürcherin der Liebe wegen nach Schweden ausgewandert ist. Heute lebt Verena Renhorn in der kleinen Stadt Trelleborg. Es ist die südlichste Stadt Schwedens und liegt rund dreissig Kilometer von Malmö entfernt. Verena Renhorn ganz in der Nähe des Strandes: «Die Ostsee ist wunderbar und von meiner Wohnung aus blicke ich ins Grüne.»
    «Die Schweden sind sehr hilfsbereit»
    Mit ihren 86 Jahren, ist Verena Renhorn trotz Arthrose emsig unterwegs: «Ich fahre immer noch Auto und gehe oft spazieren. Im Kopf bin ich voll da, das ist ein Geschenk!» Wenn sie Hilfe braucht, kann sie sich auf ihre Nachbarn und Freunde verlassen: «Die Schweden sind ungeheuer offenherzig und hilfsbereit.»
    17 min
  • Elisabeth und Kokou Sodjéhoun führen eine Klinik in Togo
    Elisabeth Sodjéhoun lernte ihren togolesischen Mann in der Schweiz kennen. Kokou war Gast-Arzt im Epilepsiezentrum in Zürich, wo sie als Krankenschwester arbeitete. Für ihn war klar, irgendwann würde er in seiner Heimat eine eigene Klinik aufbauen. 
    Elisabeth Sodjéhoun entschloss sich, 2007 mit ihrem Mann Kokou nach Togo in Westafrika zurückzukehren. Gemeinsam bauten sie die Poliklinik Sanguera auf. Die Klinik befindet sich ausserhalb der Hauptstadt Lomé und ist ausgerüstet für allgemeine medizinische und gynäkologische Untersuchungen. Elisabeth Sodjéhoun managt das Spital im Hintergrund.
    «Hier bin ich eine Exotin»
    Elisabeth Sodjéhoun ist weit über Sanguera hinaus bekannt. Die Krankenschwester aus Männedorf (ZH) ist die einzige Weisse in der Gegend: «Ich bin hier sozusagen eine Exotin!» Trotzdem hat sie sich in der westafrikanischen Kultur wunderbar eingelebt. Am Anfang habe sie sich allerdings viel zu oft über Dinge geärgert und Togo dauernd mit der Schweiz verglichen: «Eines morgens sass ich am Küchentisch und sagte mir, dass darfst Du nicht mehr machen.» Seither lebt Elisabeth Sodjéhoun die togolesische Gelassenheit in vollen Zügen.
    19 min
  • Cornelia Fischer hat in Rumänien ein Waisenheim mit aufgebaut
    «Valea Lupului» heisst übersetzt «Tal des Wolfes». Die Gemeinde in Westmoldawien ist die Heimat von Cornelia Fischer. 1991 kam sie nach Rumänien, um mit einer Hilfsorganisation ein Waisenheim aufzubauen. Dazu gehört eine kleine Pension, die Touristen aus aller Welt beherbergt.
    Die Gegend von «Valea Lupului» in Westmoldawien ist eine atemberaubende Landschaft mit vielen Besonderheiten. So windet sich etwa der Buzau-Fluss dem Schwarzen Meer entgegen. Und der Karpatenbär streift durch die bewaldeten Hügellandschaften. Dem scheuen Bären, sei Cornelia Fischer allerdings noch nie direkt begegnet: «Ich gehe oft wandern und finde Abdrücke von Bärentatzen.»
    Pension als Wegweiser für die Zukunft
    Die Pension von Cornelia Fischer befindet sich inmitten des beeindruckenden Naturschutzgebietes «Valea Lupului». Die ehemalige Krankenschwester und Ausbildnerin von Psychiatrieschwestern, steckt viel Herzblut in die Pension und das Waisenheim: «Wir versuchen den Heimkindern eine berufliche Perspektive zu geben, indem sie bei uns arbeiten.» Einige von ihnen haben es geschafft und haben eine tolle Zukunft vor sich: «Ein Junge ist sehr kreativ und hat sich als Coiffeur einen Namen gemacht!»
    20 min
  • Peter Jenni lebt dort, wo der Pfeffer wächst
    Der Journalist Peter Jenni gönnte sich vor fünf Jahren eine Auszeit und fuhr mit seinem Mountainbike quer durch Vietnam. Von Saigon bis in die Hauptstadt Hanoi und wieder zurück. Heute lebt der 64-Jährige mit seiner Frau Hiep in Krong Buk, fernab der Touristenströme.
    Der Zürcher Peter Jenni lebt seit vier Jahren in Vietnam. Krong Buk heisst die kleine Ortschaft im zentralen Hochland, rund 400 Kilometer von Saigon entfernt. Die Bauern leben hier hauptsächlich vom Fischfang und Kaffee- sowie Pfefferanbau. Sein Haus mit Gästezimmer liegt direkt am «Krong Buk Ha Lake»: «Mein Schwager hat hier eine schwimmende Fischereifarm.» Auch Peter Jenni hat ein schwimmendes Haus auf dem See. Allerdings diene es anderen Zwecken, sagt der 64-Jährige schmunzelnd: «Es ist ein schwimmendes Partyhaus für unsere Gäste».
    «Ich helfe wo ich kann»
    Seit einem Jahr engagiert sich Peter Jenni und seine Frau für arme Menschen aus der Gegend. Vor allem Kindern will er helfen: «Mit Spendengeldern kaufen wir Schulbücher und finanzieren die Schule. Oft können Familien das Schulgeld nicht bezahlen.»
    16 min
  • Peter Stotzer – ehrenamtlicher Radiomoderator aus Perth
    Peter Stotzer ist ein Abenteurer. Der 67-jährige aus Büren an der Aare (BE) ging nach seiner Maschinenschlosser-Lehre auf Wanderjahre. Zuerst als Matrose auf einem Rheinschiff, danach reparierte er Baumaschinen in südafrikanischen Minen. 
    Heute lebt Peter Stotzer mit seiner Familie in Perth im Westen von Australien. Als Radiomoderator engagiert er sich zugunsten blinder Mitmenschen und arbeitet ehrenamtlich für einen australischen Radiosender einer Blindenorganisation. Bis zu seiner Pensionierung war er Sprachlehrer an einer öffentlichen Schule. In seiner Freizeit fuhr der begeisterte Radsportler regelmässig Tandem mit Menschen, die eine Sehbeeinträchtigung haben. 
    «Radio ist meine Leidenschaft»
    Seit einiger Zeit ist Peter Stotzer Radiomoderator beim australischen Sender «Vision Australia» und moderiert regelmässig Sendungen: «Wir erzählen was in den Zeitungen steht, verkünden Fahrplanänderungen der Züge oder verlesen den Wetterbericht.» Sich sozial zu engagieren sei ihm wichtig: «Diese Arbeit gibt mir viel zurück und vor allem macht sie riesen Spass.»
    19 min

About Die fünfte Schweiz

From the publisher's feed

Über 800'000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer haben ihren festen Wohnsitz im Ausland. Sie leben in über 65 Ländern.

More shows like Die fünfte Schweiz

Echo der Zeit by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Echo der Zeit

98 Listeners

Tagesgespräch by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Tagesgespräch

16 Listeners

HeuteMorgen by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

HeuteMorgen

11 Listeners

Input by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Input

21 Listeners

Persönlich by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Persönlich

11 Listeners

Focus by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Focus

12 Listeners

Hörspiel by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Hörspiel

10 Listeners

International by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

International

21 Listeners

Espresso by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Espresso

6 Listeners

Geschichte by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Geschichte

10 Listeners

Kafi am Freitag by Kafi Freitag, Judith Wernli

Kafi am Freitag

1 Listeners

Krimi by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Krimi

16 Listeners

mal ehrlich by Andrea Jansen & Michèle Widmer

mal ehrlich

5 Listeners

News Plus – das Thema des Tages in 15 Minuten by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

News Plus – das Thema des Tages in 15 Minuten

16 Listeners

NZZ Akzent by NZZ

NZZ Akzent

32 Listeners

Sternstunde Philosophie by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Sternstunde Philosophie

33 Listeners

Apropos – der tägliche Podcast by Tamedia

Apropos – der tägliche Podcast

24 Listeners

Sternstunde Philosophie: Zimmer 42 - mit Barbara Bleisch by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Sternstunde Philosophie: Zimmer 42 - mit Barbara Bleisch

21 Listeners