Die fünfte Schweiz

Die fünfte Schweiz

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Die fünfte Schweiz episodes

  • Guy Dubuis: «Die Neuseeländer sind wie die Walliser – sportlich!»
    Guy Dubuis lebt seit einigen Jahren in Wellington, der Hauptstadt Neuseelands. Der Physiker hat die Insel auch untertags entdeckt. Mit seinen Freunden klettert er regelmässig in die bekannten Höhlen der Insel: «Es ist unglaublich, was für Höhlensysteme es hier in Neuseeland gibt.»
    Guy Dubuis ist begeistert von der Hauptstadt Wellington in Neuseeland. Seit ein paar Jahren ist die kulturelle Kleinstadt das Zuhause des 39-Jährigen aus Arbaz im Kanton Wallis. Der Physiker arbeitet für das neuseeländische Institut für Metrologie und sorgt dafür, dass gewisse Stromeinheiten weltweit die Gleichen sind: «Wenn Du eine Batterie in Neuseeland kaufst, entspricht sie auch den Standards in Europa.» Kürzlich hat sich Guy Dubuis verlobt: «Jetzt in der Pandemie macht Not erfinderisch. Die Feier fand per Zoom statt. Es war eindrücklich.»
    «Die Neuseeländer sind eine Segelnation»
    Guy Dubuis liebt es, seine Freizeit in der Natur zu verbringen. Neben Segeln und Wandern gehört auch die Höhlenforschung zu seiner Leidenschaft. Mit seinen Kollegen erforscht er regelmässig Höhlensysteme auf der Insel: «Manchmal verbringen wir fast eine Woche in der Höhle. Vor paar Jahren habe wir eine dreihundert Meter hohe Felswand im Innern eines Berges erklummen.»
    19 min
  • Suzette Preiswerk da Mota-Veiga – Älteste Hundezüchterin Portugals
    Suzette Preiswerk da Mota-Veiga wird bald 80 und sprudelt nur so vor Lebensenergie. Seit vielen Jahren züchtet die Baslerin portugiesische Hirtenhunde. Sogenannte «Cao Da Serra Da Estrela». Der imposante Herdenschutzhund verteidigt Schafherden mutig gegen Wölfe und Viehdiebe.
    Suzette Preiswerk da Mota-Veiga lebt schon seit über fünfzig Jahren in Portugal. Die Baslerin hat ein Anwesen in der Nähe der Kleinstadt Manteiga in der Serra da Estrela, in der Region Centro. Das Hochgebirge lockt Wandertouristen mit einsamen Wanderwegen, Wasserfällen, Schäferkultur und geschichtsträchtigen Dörfern. Die Zeit scheint dort stehen geblieben zu sein. Nicht so bei Suzette Preiswerk da Mota-Veiga.
    Immer in Bewegung
    Fünfzehn erwachsene Hunde tummeln sich im Gehege ihres Anwesens. «Sie haben grossen Freilauf und es hat viele Bäume», sagt Suzette Preiswerk da Mota-Veiga. Vor den mächtigen Tieren müsse man keine Angst haben: «Die Herdenhunde sind sehr umgänglich, aber keine Schosshunde.» Suzette Preiswerk da Mota-Veiga kam einst der Liebe wegen nach Portugal. Heute lebt sie zwar getrennt von ihrem Mann, aber die beiden haben immer noch einen sehr guten Draht zueinander: «Mein Mann hat mir sein Haus mit Umschwung vermacht. Wir sind ganz gute Freunde.»
    16 min
  • Guido Schönenberger fand in Zypern seinen «Ort der Ruhe»
    Dreissig Jahre sass Guido als Chauffeur eines Limousinen Dienstes einer Schweizer Bank hinter dem Steuer. Mit 52 Jahren liess er sich früh pensionieren. Es war Zeit, sich eine Oase der Ruhe zu suchen, sagt der heute 69-Jährige: «Hier auf Zypern geht alles viel gemächlicher zu und her.»
    Guido Schönenberger und seine Lebenspartnerin Elisabeth Renz haben sich vor siebzehn Jahren ein Stück Land im Norden von Zypern gekauft und einen Bungalow mit Sicht aufs Meer gebaut. Das Paar lebt in der kleinen Ortschaft Kumyali, im türkischen Teil des Landes. Der Alltag, sei weniger hektisch als in der Schweiz, sagt Guido Schönenberger: «Hier kann man die Seele so richtig baumeln lassen.» Als Chauffeur einer Schweizer Bank, hatte er in der Vergangenheit kaum eine freie Minute.
    Trotz Ruhe immer in Aktion
    Heute geniesst Guido Schönenberger sein Leben als Pensionist. Er gibt aber zu, eigentlich hätte er immer was um die Ohren: «Ich bin ein Tausendsassa. Wir haben einen grossen Garten und da gibt es immer was zu tun.» Seine Frau Elisabeth Renz müsse dementsprechend immer wieder die Handbremse ziehen: «Wenn ich mir mal was in den Kopf gesetzt habe, dann ziehe ich es durch!» Es sei halt ein anderer Stress als in der Schweiz.
    16 min
  • Familie Wermelinger inmitten der Stadt der Liebe
    Rebekka und Martin Wermelinger aus Hochdorf (LU) haben sich an das Grossstadtleben in Paris gewöhnt. Seit acht Jahren lebt die sechsköpfige Familie mitten in der berühmtesten Metropole Frankreichs. 
    Die Architektin Rebekka Wermelinger mag die pulsierende Stadt: «Hier geniesst man eine gewisse Anonymität, obwohl man sich kennt.» Martin Wermelinger arbeitet für die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD. Vor acht Jahren wurde er nach Paris versetzt. Für Rebekka Wermelinger war das kein Problem. Obwohl sie zugibt, nicht gerade sprachaffin zu sein. Trotzdem beherrscht die Architektin mittlerweile die französische Sprache. Und sie kommt auch klar mit der Pariser Mentalität, sagt die 38-Jährige: «Die Pariser sind eigen und sagen was sie denken. Wir Schweizer fühlen uns immer etwas unterdrückt.» Mittlerweile hat Rebekka Wermelinger gelernt, genauso direkt zu antworten.
    Mit einem Bein in der Schweiz
    Rebekka Wermelinger hat als Architektin in der Schweiz immer noch allerhand zu tun. Für ihre Bauprojekte pendelt sie regelmässig in die Schweiz: «Es erfüllt mich sehr, dass ich in der alten Heimat immer noch Architektur umsetzen kann.» Allzu lange darf sie allerdings nicht wegbleiben: «Zu Hause wartet jeweils die Rasselbande auf mich!»
    18 min
  • Franziska Rüegger – Als Aupair auf nach Toronto
    Aupair, Tagesmutter oder Buschauffeurin: Franziska Rüegger hat schon viele Jobs in der renommierten Millionenstadt Toronto gemeistert. Seit fünfzig Jahren lebt die 69-Jährige in der bedeutendste Metropole Kanadas. 
    Was Franziska Rüegger bis heute an Kanada fasziniert ist die Grösse und Weite des Landes: «Der Ontariosee hat die Fläche der Schweiz!» Die Baslerin liebt die kanadische Kultur und die Mentalität der Leute: «Sie sind sehr anständig und hilfsbereit.» Einst wollte sie nur für ein Jahr als Aupair nach Kanada. Sie lernte ihren damaligen Mann kennen und reiste zunächst zurück in die Schweiz: «Er folgte mir, aber dann entschieden wir uns doch nach Kanada auszuwandern.» Heute haben die beiden immer noch einen guten Draht zueinander. Franziska Rüegger ist Mutter von vier Kindern. Die beiden Söhne werden in naher Zukunft den Bücherladen des Vaters übernehmen.
    Camping Idylle Kanada
    Auszeit in der Pandemie gönnt sich Franziska Rüegger zusammen mit Lebenspartner Bill in ihrem Trail auf dem nahegelegenen Campingplatz: «Da finde ich Ruhe und Erholung und sammle Ideen für Neues.» Seit kurzem haben die beiden eine Webseite gegründet und bieten unter anderem selbstgemachte Masken oder feine Backwaren an: «Not macht ja bekanntlich erfinderisch!»
    13 min
  • Severino Diener: «Slowenien ist das zweite Tessin»
    Seit letzten November wohnt Severino Diener in der slowenischen Stadt Most na Soci. Sie ruht auf einem Felskamm und ist umgeben von Flüssen. Das Klima sei ähnlich wie im Tessin, sagt der 66-Jährige: «Es hat Palmen, Kastanienbäume und sogar Skorpione.»
    Slowenische Freunde haben Severino Diener das Auswandern leicht gemacht. Seit ein paar Monaten lebt der pensionierte Informatiker in ihrem Haus in Most na Soci. Die Stadt befindet sich in der Küstenregion Sloweniens, nahe der italienischen Grenze. Das mediterrane Klima gefällt ihm besonders gut: «Die hügelige Landschaft ist eindrucksvoll und auch die Menschen hier sind sehr offenherzig.» Und obendrauf, sei das Leben in Slowenien für Rentner viel erschwinglicher als in der Schweiz: «Mit meiner kleinen Pension komme ich hier viel besser über die Runden.»
    Von Hand einheizen
    Severino Diener lebt in einem alten Steinhaus: «Das Haus kann nur mit Holz beheizt werden.» Trotzdem fühlt er sich wohl dort. Vor dem Haus im Garten gebe es immer was zu tun: «Er ist komplett verwildert und ich versuche ihn zu zähmen.»
    17 min
  • Reto Jörg in Portugal: «Mein Herzstück ist das Weingut»
    Reto Jörg führt eines der Top-Weingüter im Süden von Portugal. Die «Quinta do Quetzal» liegt im Herzen der Region Alentejo: «Meine Passion ist der Wein und die feine Küche.» Daneben berät und leitet er landwirtschaftliche Betriebe und vermittelt Liegenschaften.
    Reto Jörg ist ein wahrer Polyglot und spricht sieben Sprachen fliessend. Geboren ist der 58-jährige in Holland und aufgewachsen auf dem elterlichen Bauernhof in Siebnen (SZ). Nach der landwirtschaftlichen Lehre mit Schwerpunkt Weinanbau zog es Reto Jörg rund um den Globus.
    «Évora ist einzigartig»
    Reto Jörg lebt seit 35 Jahren mit seiner Familie in Évora, die Hauptstadt der nördlichen Region Alto Alentejo. Die historische Stadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es sei eine besondere Stadt, sagt Reto Jörg: «Man hat hier eine hohe Lebensqualität. Nicht zuletzt auch wegen dem mediterranen Klima und den weltoffenen Menschen.»
    17 min
  • Tobias Burch: «San Diego ist ein Paradies für Aviatiker»
    Sein Hobby ist aussergewöhnlich. Der Flugingenieur und Pilot Tobias Burch hat sich sein eigenes Flugzeug gebaut. Ein sogenanntes Kitflugzeug startklar zu machen braucht viel Geduld und Nerven, sagt der 37-Jährige: «Viele geben auf bevor sie fertig werden.» 
    Tobias Burch aus Wilen (OW) lebt seit fünf Jahren in der kalifornischen Stadt San Diego an der Pazifikküste. Der Flugzeugingenieur hatte die Gelegenheit dort für die Armasuisse zu arbeiten. In seiner Freizeit widmet er sich der Fliegerei und dem Flugzeugbau. Ganze drei Jahre hat es gedauert, bis sein selbstgebautes Kleinflugzeug vom Boden abheben konnte. Der passionierte Pilot hat über zweitausend Arbeitsstunden in sein Herzblutprojekt gesteckt. 2019 wurde er sogar mit dem begehrten Oshkosh Preis ausgezeichnet. Auch Ehefrau Jacky ist begeistert und unterstützt ihn tagkräftig.
    Flugzeug-Camping
    Wann immer es geht, starten Tobias Burch und seine Frau Jacky ihr Flugzeug und fliegen irgendwo hin, um zu campieren: «Mit dem Kleinflugzeug kann man praktisch überall landen. Zum Beispiel in der Wüste von Nevada oder im Garten eines Freundes.» Ihre Erlebnisse dokumentieren sie auf Instagramm. Mittlerweile haben die beiden über achttausend Follower.
    17 min
  • Susy Wyler in Israel: «Tel Aviv ist eine traumhafte Stadt»
    Langeweile ist ein Fremdwort für Susy Wyler. Nicht nur, dass sie viel Zeit mit ihren drei Enkelkindern verbringt. Die pensionierte Schwimmlehrerin aus Luzern, nimmt mit ihren 74 Jahren regelmässig an Schwimmwettkämpfen in Tel Aviv teil.
    Susy Wyler liebt das Land und die Leute Israels. Seit achtzehn Jahren lebt sie in Tel Aviv. Ihre Tochter Yael ist Regisseurin und arbeitet als Kulturattaché für die Schweizer Botschaft.
    Susy Wyler war bis zu ihrer Pensionierung als Deutschlehrerin in einer privaten Schule tätig. Tel Aviv, sagt sie, ist eine wunderbare Stadt für Jung und Alt: «Das Strandleben, die vielen Restaurants und Kunstmuseen. Es ist eine pulsierende Stadt.» In der Bibliothek vom Goethe Institut verbringt sie gerne Zeit und liest Bücher. 
    Wohnen neben dem Central Park von Tel Aviv
    Susy Wyler lebt ein wenig ausserhalb von Tel Aviv. Gleich neben dem bekannten Hayarkon Park: «Es ist ähnlich wie der Central Park von New York.» Wenn man Glück hat, trifft man zwischen Olivenbäumen und Jasmin Sträuchern sogar auf Schakale, die sich dort einen Lebensraum geschaffen haben.
    18 min
  • Familie Hänni aus Gingin Westaustralien
    Vor über dreissig Jahren wanderten Verena und Peter Hänni vom Berner Seeland in den Westen Australiens aus. Sohn Jack und Tochter Jennifer sind dort geboren. Ihre Schweizer Wurzeln hat die Familie bis heute nicht vergessen. Jack ist vor vier Jahren gar von Australien in die Schweiz ausgewandert.
    Verena und Peter Hänni leben an der Westküste in der kleinen Ortschaft Gingin, etwa siebzig Kilometer nördlich von der Hauptstadt Perth. Gingin gilt als älteste Stadt Westaustraliens und hat viel von seinem Kolonialcharme bewahrt.
    Mit rund neunhundert Einwohnern kennt jeder jeden, sagt Verena Hänni: «Unser Haus liegt mitten im Dorfkern. Wir haben gerade mal zwei Läden und einen Metzger.»
    Bademeisterin mit Leib und Seele
    Verena Hänni arbeitet als Bademeisterin im Freibad von Gingin. Der Job, sei sehr abwechslungsreich, sagt die gelernte Gärtnerin: «Ich schaue zu den Badegästen, betreue den Kiosk, mähe den Rasen und putze auch die Toiletten. Wir sind ein kleines Team und es macht grossen Spass.»
    15 min

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