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Böden, die unter Wasser stehen, WCs, die demoliert und Wände, die verschmiert sind: «Fuck Lory» ist unter anderem hingekritzelt.
Mit Lory ist das Jugendheim Lory in Münsingen gemeint, wo sich die Meuterei, die erst von der Polizei gestoppt werden konnte, abgespielt hat im vergangenen Herbst. Die Zustände im Lory stehen stellvertretend für die steigende Jugendkriminalität unter Mädchen und jungen Frauen. Ihre Betreuung ist anspruchsvoll, die Plätze sind chronisch zu knapp und das Personal überfordert.
Wie konnte es im Lory-Heim überhaupt so weit kommen? Warum steigen die Urteile gegen junge Frauen stärker an als jene gegen junge Männer? Warum schlagen Mädchen aus anderen Gründen zu als Buben? Und was könnte diese Entwicklung stoppen?
Darüber spricht in einer neuen Folge des Podcasts «Gesprächsstoff» Redaktor Christian Brönnimann vom Tamedia Recherche-Desk. Er hat zusammen mit seinem Redaktionskollegen Roland Gamp zum Lory-Heim recherchiert.
Auch zu Wort im Podcast kommt die Berner Therapeutin und Psychologin Leena Hässig. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Gewalt, die von Mädchen und Frauen ausgeht.
Artikel zum Thema:
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann
Gäste: Christian Brönnimann, Leena Hässig
Recherche: Christian Brönnimann, Roland Gamp
Sounds: Ane Hebeisen und Tobias Holzer
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Am Dienstagabend kam es im Bierhübeli in Bern zu einem regelrechten Krimi-Gipfel. Die Autorin Regine Frei, die in den letzten 20 Jahren neun Krimis geschrieben hat, traf auf zwei Berufskollegen: auf den Berner True-Crime-Autor Peter Beutler und Paul Ott, der in seinem Buch über den Schweizer Kriminalroman festhält, dass sich das Bernbiet als Landschaft für den Kriminalroman besonders zu eignen scheine.
Und sein letztes Buch, das Anfang Jahr erschienen ist, spielt indes sogar in der Stadt Bern. «Berner Revolte» handelt von einer einstigen Grösse der Berner 1980er-Bewegung, die gewaltsam zu Tode kam.
Ott selber ist ein Punk aus der Ostschweiz gewesen, der nach Bern kam, wie er am Dienstagabend im Bierhübeli erzählt. «Man muss etwas machen im Leben», so der Autor, Lehrer und Historiker.
Ebenfalls über einen brisanten Fall in der Stadt Bern schrieb Peter Beutler. In seinem neusten Werk «Monbijou» geht es um den Gynäkologen Marcel W., der Mitte der 1990er-Jahre seine Schwägerin ermordete und zerstückelte – aber möglicherweise noch diverse andere Morde beging.
Auf die Frage des Moderators Alexander Sury, ob der Fall schon lange auf seiner Liste stand, winkt der promovierte Chemiker ab. Ein Gynäkologe habe ihn auf den Fall angesprochen, weil dieser ein schlechtes Gefühl hatte und befürchtete, ein Opfer von Marcel W. zu werden.
Auch überhaupt nicht auf ihrer Liste hatte Regine Frei die Übernahme der ungeliebten Kriminalabteilung in der Stauffacher-Buchhandlung, wo sie seit 38 Jahren arbeitet. Viel lieber wollte sie die Klassiker betreuen, wie sie erzählt. Trotzdem landete sie bei den Krimis und brachte 2005 ihren ersten eigenen Krimi, «Gerechtigkeit für Veronika», heraus – just im selben Jahr, wie ihr Sohn auf die Welt kam.
Moderation: Alexander Sury
Gäste: Regine Frei, Peter Beutler und Paul Ott
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Am Montag ist es an der Vereinsversammlung im Stadtberner Kulturlokal zum Umsturz gekommen. Der Vereinsvorstand trat geschlossen zurück, eine neue strategische Leitung übernimmt.
Gebrodelt hat es hinter den Mauern des Mehrspartenhauses schon länger. Kein anderer Kulturort in Bern steht im Moment mehr in der Kritik: Zu wenig dichtes Programm, der Berner Tanz schon lange untervertreten. Die städtische Kulturdirektion hat den neuen Leistungsvertrag mit der Dampfzentrale diesen Sommer erstmals öffentlich ausgeschrieben.
Wie konnte es in so einer etablierten Kulturinstitution so weit kommen? Wie will die Dampfzentralen-Crew mit einem neuen Vereinsvorstand und gerade mal einem Monat Zeit den Zuschlag für die nächste Subventionsperiode erhalten? Warum ist im neuen Vorstand der Berner Tanz trotz Kritik kaum vertreten? Und was hat der Song «Hansdampf» von Züri West damit zu tun?
Darüber spricht in einer neuen Folge des Podcasts «Gesprächsstoff» Regula Fuchs, Kulturchefin von «Bund» und «Berner Zeitung», die seit 20 Jahren die Entwicklungen der Dampfzentrale beobachtet. Auch zu Wort kommen die bestehende Leitung und der neue Vereinsvorstand.
Artikel zum Thema:
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann
Gast: Regula Fuchs
Sounds: Ane Hebeisen und Tobias Holzer
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«Geld ist Macht. Frauen haben immer noch nicht gleich viel Geld wie Männer und auch nicht gleich viel Macht.»
Sie ist Ökonomin, Unternehmerin, ehemalige SRF-Journalistin und bezeichnet sich selber als Finanzfeministin.
«Geld ist die letzte Grundlinie der Gleichstellung. Wenn wir nicht gleich viel Geld in den Händen von Frauen wie Männer haben, wird sich nie etwas ändern.»
Patrizia Laeri hat 2021 die Medien- und Finanzplattform ElleXX gegründet. Dort setzt sie sich für die Finanzbildung von Frauen ein, kämpft für die fehlende Gleichstellung von Frauen und Männern in Sachen Geld und bietet Beratungen in verschiedene Finanzthemen wie Investieren, Vorsorge oder Karriere an.
«Wir haben die grösste Finanzcommunity in der Schweiz. Und man hat uns immer gesagt, ja was wollen die da mit dieser Nische. Aber die Frauen sind keine Nische, wir sind die Mehrheit der Bevölkerung.»
Wie geht sie mit diesem Gegenwind als Frau in der Finanzwelt um? Mit was für Vorbildern bezüglich Finanzen ist sie selber aufgewachsen? Wie handhabt sie die Gelderziehung ihrer beiden Söhne? Und warum gibt es überhaupt immer noch so einen grossen Gendergap, wenn es um Geld geht?
Darüber spricht Wirtschaftsjournalistin Rahel Guggisberg in einer neuen Folge des Podcasts «Gesprächsstoff». Sie hat Patrizia Laeri zum Interview getroffen und die Geldhotline zum Thema finanzielle Absicherung betreut.
Artikel zum Thema
Modertation und Produktion: Sibylle Hartmann
Gast: Rahel Guggisberg
Sounds: Ane Hebeisen, Tobias Holzer
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Die Folge erschien erstmals am 13. April 2024 und wird während den Sommerferien wiederholt, bis der Gesprächssstoff wieder regulär alle zwei Wochen erscheint.
Beliebt, beliebter, Berndeutsch. In Umfragen zur Beliebtheit von Schweizer Dialekten machen Bündner-, Walliser- und Berner Dialekt die ersten Ränge unter sich aus. Fast alle mögen die Berner Mundart. Und auch Bernerinnen und Berner selbst finden ihren Dialekt ziemlich gut.
Warum ist das eigentlich so? Verändert sich das Berndeutsch gerade grundlegend? Warum reagieren einige auf Veränderungen im Berner Dialekt so allergisch? Und ist die Berner Mundart tatsächlich vom Aussterben bedroht, wie einige fürchten?
In einer neuen Folge des Podcasts «Gesprächsstoff» diskutiert Moderatorin Jessica King mit Mirjam Comtesse. Sie ist Redaktorin und Mundart-Expertin im Ressort Bern bei «Bund» und Berner Zeitung und hat schon einen Berndeutschkurs besucht, um sich als Ostschweizerin in Bern besser zurechtzufinden.
Ausserdem erklärt Berndeutsch-Fanatiker Fredi Frutschi, warum er einer Frau nie «Ig liebe di» sagen wird. Und Linguistin Christa Schneider analysiert, wie sich der Berner Dialekt wirklich entwickelt.
Host: Jessica King
Produzent: Noah Fend
Sound: Ane Hebeisen
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2016, 2018, 2023 und 2025: Es gibt wohl kaum eine andere Band, die so oft auf der Waldbühne gespielt hat wie die Troubas Kater. Wie schon vor zwei Jahren gehörte die Berner Band auch heuer zu den Highlights des diesjährigen Gurtenfestivals.
«Wenn ich das Konzert von vor zwei Jahren nochmals bekomme heute Abend, dann nehme ich das mit einem sehr breiten Lächeln», sagt der Frontmann und Rapper QC vor dem Konzert im Podcast. Und diesem Ranking sei man als Musiker immer ausgeliefert, es gäbe immer eine noch grössere Bühne.
Für ihn habe es viel mehr Wert, dass sie seit Beginn immer noch die gleiche Crew seien. Troubas Kater feiern in diesem Jahr das 10-Jahr-Jubiläum.
Darüber, wie die Band gealtert ist, mag er aber nicht sprechen. Dafür erzählt er von seinen ersten Camping-Erfahrungen, als es auf dem Gurten noch die Sleeping-Zone gab. Und er verrät, welchen Titel er dem Gurten geben würde, ist er doch für seine Wortspiele in den Songtiteln bekannt.
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann
Gurtengränni: Martin Erdmann
Sounds: Ane Hebeisen und Tobi Holzer
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Sein erstes Konzert vor zwei Jahren am Gurtenfestival ging in die Geschichte ein. Weil das Publikum so dermassen abging, brach der Tanzboden ein. Die Show musste abgebrochen werden.
Keine Tragödie. Im Gegenteil. Am nächsten Tag konnte Jule X sogar nochmals ein komplettes Konzert spielen für einen ausgefallen Act. Und zwar auf der Zeltbühne, der zweitgrössten am Gurtenfestival.
Auch wenn es nicht konsequenterweise die Hauptbühne war in diesem Jahr – der Hang vor der Waldbühne war am Mittwochabend brechend voll, das Publikum sang alle seine Hits mit.
«Ich kann nicht mehr über das Gelände laufen, ohne alle zwei Meter angesprochen zu werden», erzählt der Berner Rapper, was sich seither verändert hat. «Und ich habe viel mehr Erfahrung. Wir haben in den letzten zwei Jahren jedes zweite Wochenende ein Konzert gespielt.»
An diesen Konzerten merke er nichts davon, dass die Jugend offenbar weniger trinke. Rappt der 23-Jährige doch oft und gern über Partymachen und Trinken. Über seinen ersten Absturz am Gurtenfestival will er aber nichts verraten. Dafür über seinen ersten Gurten mit seinen Eltern, wo wie dieses Jahr auch der deutsche Cro auftrat.
Und was seither gleich geblieben ist: Jule X läuft ausser an seinem Konzerttag immer noch auf den Gurten rauf. «Es können sich ja nicht alle meine Homies hochkutschieren lassen wie ich, da bleibe ich solidarisch.»
Moderation und Produktion: Sibylle Hartman
Gurtegränni: Martin Erdmann
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«Mit zehn Jahren war ich am Gurtenfestival an meinem allerersten Konzert überhaupt. Und diese Energie, die ich Publikum gespürt habe, als alle zusammen gesungen haben, hat mich so begeistert, dass ich in diesem Moment entschieden habe, dass ich Musik machen möchte.»
Die Freiburger Musikerin und ESC-Vertreterin diesen Frühling in Basel kehrte am Mittwoch an den Ort zurück, wo ihre Karriere eigentlich begann. Vor ihrem Konzert auf der Waldbühne erzählte sie im Podcast Gesprächsstoff, wie sie nach ihrem ersten Konzert am Gurten zu Hause ihr erstes Lied schrieb. Und deshalb sei dieses Konzert auch wie ein Heimkommen und ein Danke-Sagen.
Auch wenn sie keine Bernerin ist, fühlt sie sich ein bisschen wie eine Lokalmatadorin am Gurtenfestival. Und trotzdem: «Ich rede vom Gurten und nicht vom Güsche, das sagt eigentlich schon alles.»
Moderation und Produktion: Sibylle Hartman
Gurtegränni: Martin Erdmann
Sounds: Ane Hebeisen und Tobi Holzer
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Die Folge erschien erstmals am 10. Mai 2024 und wird zum Auftakt der Sommerferien wiederholt.
Plötzlich haben alle ADHS. Promis erzählen davon in Podcasts, Betroffene posten darüber auf Social Media und das Internet ist voll von allerlei Tipps, Hinweisen oder Selbsttests.
Dass das Interesse an der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) tatsächlich gestiegen ist, zeigen auch die langen Wartelisten in Praxen und Kliniken: Wer sich im Kanton Bern auf ADHS abklären will, muss aktuell mit Wartefristen von rund einem Jahr rechnen.
Warum melden sich gerade immer mehr Erwachsene zu einer ADHS-Abklärung an? Warum kommt es bei Frauen eher zu späten Diagnosen als bei Männern? Und wie beeinflusst eine späte Diagnose im Erwachsenenalter das Leben von Betroffenen?
Im Podcast «Gesprächsstoff» erzählt eine betroffene Bernerin, die ihre ADHS-Diagnose erst im Alter von knapp 40 Jahren erhalten hat, wie sie damit lebt und was die Diagnose bei ihr verändert hat. Ausserdem ordnet Markus Frey ADHS aus medizinischer und gesellschaftlicher Sicht ein. Frey ist Hausarzt in Herzogenbuchsee und im Vorstand der Schweizerischen Fachgesellschaft ADHS.
Moderation & Redaktion: Sibylle Hartmann
Produktion: Noah Fend
Sprecherin: Anastasia Presta
Sounddesign: Ane Hebeisen
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Am Mittwoch ist es endlich so weit. Es ist Anpfiff zur Fussball-EM in der Schweiz mit Spielen unteren anderem in Bern und in Thun. Nebst dem Turnier selber ist es das Ziel der Euro 2025, die Anzahl der fussballspielenden Frauen schweizweit zu verdoppeln.
Wer sind die Mädchen und Frauen, die sich bereits heute für den Fussball engagieren? Wie gehen sie mit Vorurteilen um, wie spielen sie Fussball auf Profiniveau ganz ohne Lohn? Und wo trainieren sie beim akuten Platzmangel an Fussballplätzen in der Schweiz?
In einer neuen Folge des Podcasts «Gesprächsstoff» sprechen Regina Schneeberger, Redaktorin im Ressort Bern, und Gabriel Berger, Redaktor im Ressort Thun, über das ambitionierte Ziel des Turniers. Und sie erzählen von ihren Begegnungen mit den Femina Kickers Worb, dem einzigen reinen Frauenfussballclub im Kanton Bern, einer Schiedsrichterin, einer Profi-Torhüterin und einer Trainerin und Talentscout. Und sie verraten, wo und was in den beiden Host-Citys Thun und Bern nebst den Spielen noch läuft.
Fussball-Podcast Dritte Halbzeit
Moderation und Produktion: Sibylle Hartmann
Zu Gast: Regina Schneeberger und Gabriel Berger
Strassenumfrage: Gilles Camilleri
Sounds: Ane Hebeisen und Tobias Holzer
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