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Fussball ist ein Massensport und gleichzeitig ein Spektakel, ein Teil der weltweiten Unterhaltungsindustrie. Dabei geht es um riesig viel Geld: Spieler werden von Clubs für Unsummen ge- und verkauft. Show Business hin oder her: das Spiel an sich hat eine gewisse Unberechenbarkeit und einen hohen Unterhaltungswert behalten. Weshalb sich – bei allen moralischen Bedenken – immer noch ein grosses Publikum in Stadien, zuhause oder im öffentlichen Raum findet, das den Kampf von 22 Spielern um einen Ball mitverfolgen.
Der deutsche Regisseur Matthias Glasner nimmt uns mit seinem neuen Film mit ins Universum der Familie Lunies mit. Zentrale Figur ist Tom, er ist Dirigent, sein bester Freund Bernard ist Komponist. Sein Werk heisst «Sterben». Tom hat eine alkoholkranke Schwester, gebrechliche Eltern, eine gescheiterte Beziehung mit einer Frau, die ihn immer noch als Teilzeit-Vater braucht. In drei Stunden folgen wir Tom durch sein fast normales Leben. Ein Film mit hohem Identifikationspotential, der bereits mehrfach ausgezeichnet wurde.
Egal wo sich zwei oder mehrere Menschen treffen – im privaten Rahmen oder dann am Arbeitsplatz – überall gibt es verschiedene Meinungen, die diskutiert werden. Manchmal enden solche Auseinandersetzungen auch im Streit. Muss das sein? Ist Streit nicht ein Zeichen der Unsicherheit und eigentlich eine Zeit- und Energieverschwendung? Oder ist Streit nicht vielmehr sogar notwendig und gesund für Beziehungen? Wir sprechen darüber mit Menschen, die in ihrem auch beruflichen Alltag mit Streit und Auseinandersetzung zu tun haben. Chantal Bolzern ist als Medienrechtsanwältin und damit nahe am Thema, Nadja Zela führt als Musikerin ihre eigene Band, wo Meinungsverschiedenheiten auch zum Alltag gehören und Wolfgang Wörnhard ist beruflich Mediator, also ein Streitschlichter. Ebenfalls ist er Präsident der Stiftung Mühle Otelfingen, wo wir bei diesem Kulturstammtisch zu Gast waren.
Andrea ist Polizistin. Eine sehr korrekte Polizistin. Doch dann passiert etwas, was ihr Leben aus den Fugen geräten lässt. Auf dem Nachhauseweg von einem Geburtstagsfest, auf dem sie ihrem Gatten Andreas mitteilt, dass sie sich engültig scheiden lassen möchte, überfährt sie Andi auf nächtlicher Landstrasse. Anschliessend begeht sie Fahrerflucht. An ihrer Stelle wird der Religionslehrer und ehemalige Alkoholiker Franz als Täter ermittelt. Und nun geraten die Dinge ins Rollen – etliche Leben verändern sich in kürzester Zeit.
Freundschaften sind eine endlose Quelle von Sinnsprüchen und Bonmots. Das folgende wird dem irischen Schriftsteller Oscar Wilde zugeschrieben: «A true friend stabs you in the front». Sinngemäss, der wahre Freund sticht dir ins Herz, dein Feind hingegen rammt dir das Messer in den Rücken. Oder ein anderer, etwas kitschiger ausgefallener Spruch: „Ein wahrer Freund ist der, der deine Hand nimmt, aber dein Herz berührt.“
Die Kultur als Schlüssel zum Glück? Für viele Menschen bedeutet die Kultur im breitesten Sinn genau dies: Zerstreuung und Unterhaltung, Selbstverwirklichung und Gemeinschaft mit andern Menschen. Wie aber kann man solche «weichen» Argumente anführen, wenn es um den Nutzen der Kultur geht, um deren wahren Wert. Der Wert, der nicht in einer Kosten/Nutzenrechnung festgehalten werden kann. Die Gäste am Kulturstammtisch: Nico Lazúla, Leiterin des Living Museum in Lichtensteig, ein Kunstatelier für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung. Wir waren in den Ausstellungsräumen zu Gast; Philipp Kamm , Musiker, Chorleiter und Komponist, aus dem Toggenburg; Stefan Wagner, Geschäftsführer der an Wagner - Geschäftsführer der Kulturstiftung Thurgau. Ein Kulturstammtisch in Zusammenarbeit mit der IG Kultur Ost und dem Kulturmagazin Saiten.
Die Szenerie scheint geradezu unwirklich. In einem Garten blühen die Blumen, Kinder spielen, es wird über Alltägliches bei Kaffee und Kuchen parliert; hinter der Gartenmauer hört man die metallischen Geräusche einer Maschine, spitze Schreie und gebellte Befehle. Über der Mauer steht ein Wachturm. Klar, denn hinter der Gartenmauer liegt das Konzentrationslager Ausschwitz; diesseits liegt die Villa des Lagerkommandanten, der hier mit seiner Frau und Kindern lebt. Im Film von Jonathan Glazer sieht man kaum mehr als diesen Garten, das vornehme Haus – das Lager selbst sieht man nie. Was das Grauen in unserer Vorstellungskraft nur noch steigert.
Fülle - das Gegenteil der Leere - erleben wir jeden Tag rund um uns herum. Und obwohl die Leere ein Nichts anzudeuten scheint, ergibt eine Diskussion über den Begriff eine Fülle von Fragen. Das geht von philosophischen Fragen bis zu ganz praktischen: verspürt man etwa Angst vor dem leeren Blatt, bzw. vor dem leeren Bildschirm? Wie erlebt man leere Landschaften, die Sahara, das Meer in Nordeuropa, das schottische Hochland? Oder zu den lebensanschaulichen Fragen wie: ist die Leere ein guter Raum, um der Phantasie freien Lauf zu lassen? Wir haben solche Fragen diskutiert, mit folgenden Gästen: Gilgi Guggenheim, Künstlerin und Gründerin des «Museum of Emptiness», Marcy Goldberg, Kultur- und Filmwissenschaftlerin und Beda Senn, Musikberater bei Fernsehen SRF, Tonangeber und Kulturator.
Nicolas Cage ist eine schauspielerische Ikone, eines der bekanntesten Gesichter der US-amerikanischen Filmgeschichte der letzten 40 Jahre, mit bekannten Filmen wie u.a. «Moonstruck», «Rumblefish» oder «Adaptation». Er taucht in unzähligen Filmen spielt er, darunter auch einige, die ihm einen schlechten Ruf gegeben haben. In der Tragikomödie des norwegischen Regisseurs Kristoffer Borgli spielt er nun einen Universitätsprofessor, der sich gegen unberechtigte Vorwürfe im Internet wehren muss. Eine Rolle, die er mit Bravour meistert. Wie passt dieser Film in das umfangreiche Werk von Cage? Und wie geht dieser Film mit den bedrohlichen Seiten der Sozialen Medien um? Zu Gast am Kulturstammtisch bei Eric Facon im Kultkino Basel sind die Filmkritikerin, Schauspielerin und Performerin Ann Mayer und die Film- und Kulturwissenschaftlerin Marcy Goldberg.
Seit die Jugend entdeckt hat, dass es sie gibt, dass das Alter zwischen 15 und 25 nicht nur eine Art Vorstufe zum Erwachsenendasein ist – sagen wir mal grob Mitte der 50er Jahre – seither gibt es immer wieder aufmüpfige Jugendbewegungen. Das ging eine Zeitlang im 12er Schritt voran: 1968 mit weltweiten Protesten der Jugend gegen unter anderem gegen den Vietnam-Krieg, 1980 die Bewegung, hierzulande vor allem in Zürich, der Kampf um eigene Kulturräume – 1992, als die erste «Love Parade» in Zürich stattfand. Was ist an Techno politisch, aufmüpfig, wo äussert sich heute der Protest?
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