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Brüssel gilt oft als bürokratischer Elfenbeinturm. Für Antonio Fumagalli ist die Stadt ein hartes Pflaster für Informationen. Seit Sommer 2024 berichtet er für die NZZ aus der EU-Hauptstadt und muss sich seine Quellen und Informationen hart erarbeiten. In dieser Folge blicken wir hinter die Kulissen der EU-Hauptstadt.
Antonio erklärt, warum persönliches Vertrauen in der Brüsseler Bubble die wichtigste Währung ist und wie langwierig der Aufbau solcher Beziehungen sein kann. Wir erfahren, wie es sich anfühlt, bei nächtelangen EU-Gipfeln zwischen hunderten Journalisten im Ratsgebäude auszuharren, um einen kurzen Informationsfetzen von Diplomaten zu erhaschen. Zudem beleuchtet Antonio seine besondere Rolle als Schweizer Journalist, der zwar einen objektiven Blick von außen auf die EU hat, aber oft mehr um Gehör kämpfen muss als die Kollegen aus den Mitgliedstaaten.
Gast: Antonio Fumagalli, NZZ-Korrespondent in Brüssel für die EU, Nato und die Benelux-Länder
Mehr über Antonio und all seine Artikel findest du bei der NZZ.
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J.D. Vance war einer der wenigen in Donald Trumps Umfeld, die sich klar gegen einen Krieg mit Iran ausgesprochen haben. Nun steht ausgerechnet der US-Vizepräsident im Zentrum der diplomatischen Bemühungen, diesen Konflikt zu entschärfen. Für Vance ist das eine politische Zwickmühle und es hat Folgen für seine politische Zukunft und eine mögliche Präsidentschaftskandidatur 2028.
Gast: Christian Weisflog, USA-Korrespondent
Die Analyse von Christian findet ihr hier.
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In Guadalajara im Bundesstaat Jalisco suchen Angehörige mit Schaufeln, Eisenstangen und unerschütterlicher Hoffnung nach ihren verschwundenen Familienmitgliedern. Rund 160'000 Menschen gelten in Mexiko offiziell als vermisst – besonders betroffen ist der Gliedstaat Jalisco, ein Zentrum der Gewalt durch Drogenkartelle. Weil staatliche Behörden oft nicht ausreichend ermitteln, organisieren sich Familien in Suchkollektiven und gehen selbst auf Spurensuche.
Der Lateinamerika-Korrespondent Thomas Milz begleitet die Gruppe Guerreros Buscadores de Jalisco und trifft Maria Guadalupe, die fünf ihrer neun Kinder vermisst. Ihre Geschichte zeigt, wie falsche Jobangebote, Zwangsrekrutierung und organisierte Kriminalität das Leben vieler Familien zerstören. Gleichzeitig wirft die Episode Fragen nach staatlicher Verantwortung, internationalem Druck und der Rolle der Öffentlichkeit auf – besonders im Kontext der bevorstehenden Fussball-WM.
Heutiger Gast: Thomas Milz, Lateinamerika-Korrespondent
Die Reportage von Thomas könnt ihr auch in der NZZ lesen, inklusive vieler Bilder der Aktivistinnen in Mexiko.
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Die neuen Herrscher stehen vor einer gigantischen Aufgabe, einen neuen Staat zu bauen. Und die Ausgangslage könnte kaum schlechter sein: Syrien ist zerbombt, fragmentiert, traumatisiert. Scheitern die Herrscher, droht ein neuer Krieg.
Gast: Karin A. Wenger, Reporterin
Hier geht's zum aktuellen Folio](https://www.nzz.ch/folio/ausgabe-maerz-2026)):
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Ungarn erlebt einen politischen Umbruch: Viktor Orban ist abgewählt, Peter Magyar übernimmt nach einem historischen Wahlsieg die Regierung. Doch die Herkulesaufgabe beginnt erst, denn das System Orban ist in sämtlichen ungarischen Institutionen und der Wirtschaft tief verankert.
Gast: Meret Baumann, Osteuropa-Korrespondentin
Hier findet ihr weitere Informationen zur Wahl Magyars.
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Ein junger Iraner, nennen wir ihn Moji, möchte eigentlich nur ein normales Leben führen: Er hat einen Job, liebt die Kunst und lädt über Couchsurfing Reisende aus aller Welt zu sich nach Hause ein. Doch in einem Land, das von den Revolutionswächtern kontrolliert wird, ist diese Offenheit lebensgefährlich. Was mit einer Strafe von 80 Peitschenhieben für den Besitz von Alkohol beginnt, entwickelt sich zu einem jahrelangen Albtraum aus digitaler Überwachung, psychischer Folter und Verfolgung.
Samuel Meier berichtet in dieser Folge von NZZ Akzent, wie das iranische Regime modernste Technologie nutzt, um seine Bürger bis in das Privateste hinein zu kontrollieren. Wir erfahren, wie Moji in eine Falle auf Couchsurfing tappte, wie sein Handy getrackt wurde und warum er schließlich in einem fensterlosen Kellerverlies um sein Leben fürchtete.
Gast: Samuel Meier, NZZ-Redaktor
Mojis Illustrationen findest du in Samuels Artikel bei der NZZ.
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Die Menschen im Sudan durchleben seit Langem die größte humanitäre Katastrophe der Welt. Doch Berichte aus dem Inneren des Landes sind selten. NZZ-Afrika-Korrespondent Samuel Misteli ist es gelungen, über den Südsudan in die Nuba-Berge vorzudringen. Dort trifft er auf eine Bevölkerung, die sich vor ständigen Drohnenangriffen schütcode text herezt, und spricht mit Menschen, deren Leben durch körperliche und sexuelle Gewalt zerstört wurden.
Er lernt aber auch die andere Seite kennen und begegnet jungen Kämpfern der berüchtigten RSF-Miliz, denen schwerste Kriegsverbrechen und Völkermord vorgeworfen werden. In dieser Samstagsfolge von _sprechen wir über einen Krieg, der trotz Millionen hungernder Kinder weitgehend im Schatten der Weltöffentlichkeit stattfindet.
Gast: Samuel Misteli, NZZ-Korrespondent für Afrika
Mehr über Samuel und eine Übersicht seiner Texte findest du bei der NZZ.
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Monatelang ist Estela Lolon mit ihren drei Kindern auf sich allein gestellt, während ihr Mann als Tellerwäscher auf einem Kreuzfahrtschiff arbeitet. Im Podcast erzählt Andreas Babst wie Estela als philippinische Seemannsfrau Alltag, Kinderbetreuung, Nachtschichten und Fernbeziehung gleichzeitig bewältigt. Im Mittelpunkt stehen Einsamkeit, finanzielle Hoffnungen, Misstrauen, digitale Nähe per Kamera und die emotionale Belastung, wenn Partner über Monate getrennt leben.
Gast: Andreas Babst, Südostasien-Korrespondent
Den Artikel findet ihr hier.
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Nachdem US-Präsident Trump via Truth Social mit der Vernichtung der iranischen Zivilisation gedroht hatte, überraschte er kurz vor Ablauf der Frist mit einer zweiwöchigen Waffenruhe. Während sich sowohl Washington als auch Teheran bereits als glorreiche Sieger feiern, bleibt die Lage in der Region extrem fragil. NZZ-Korrespondent Daniel Böhm berichtet aus Beirut über eine Region im Schockzustand, in der trotz offizieller Feuerpause weiterhin Raketen einschlagen – insbesondere im Libanon, der von der aktuellen Vereinbarung kaum profitiert.
In dieser Folge von NZZ Akzent analysieren wir, wie fest das iranische Regime nach den Bombenkampagnen noch im Sattel sitzt und welche Rolle die strategisch wichtige Straße von Hormuz bei Trumps plötzlichem Kurswechsel spielte. Wir blicken auf die wirtschaftlichen Trümmer im Iran, die machtlose Position der Golfstaaten und die Frage, ob Donald Trump tatsächlich über eine langfristige Strategie verfügt oder die Weltwirtschaft nur vorübergehend vor dem Kollaps bewahrt hat.
Gast: Daniel Böhm, Nahost-Korrespondent
Daniels Analyse in der NZZ.
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Ein junger Kenianer reist für einen vermeintlichen Job nach Russland – und landet im Krieg gegen die Ukraine. Tony wird nach seiner Ankunft gezwungen, einen Militärvertrag zu unterschreiben und an die Front geschickt.
Afrika-Korrespondent Samuel Misteli erzählt, wie solche Rekrutierungen ablaufen – und wie Tony nur knapp überlebt. «Oft schickt Russland sie als Kanonenfutter», sagt er. Heute ist Tony zurück in Kenia, immer noch verletzt und verschuldet.
Heutiger Gast: Samuel Misteli
Samuels Porträt zum Lesen findet hier auf der Seite der NZZ.
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