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»Swingen läuft dann schief, wenn man dadurch seine Beziehung retten möchte«, sagt der Paartherapeut und Sexualberater Thomas. Er selbst ist verheiratet, und seine Frau und er teilen ihre Sexualität auch mit anderen, wie sie sagen. Swingen bedeutet für sie nicht nur sexuelle Abenteuer, sondern auch tiefe Verbindung, Freundschaft und Community. Den Podcast-Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm erzählt Thomas, warum für ihn eine stabile Beziehung mit Vertrauen, radikaler Ehrlichkeit und vielen Gesprächen die Voraussetzung für seine offene Ehe ist.
»Wir sind emotional nackt voreinander«, sagt Thomas über seine Partnerschaft und erklärt, wie es gelingt, Eifersucht, Unsicherheit oder unerwartete Verliebtheit offen zu besprechen. Und er räumt mit Klischees rund ums Swingen auf – wenn es etwa um Klubs, Anonymität und ständigen Sex geht. Als Therapeut begleitet er selbst zudem Menschen, die swingen. Und er sagt, es gibt drei Fragen, die jeder für sich beantworten sollte, ehe man seine Beziehung öffnet: »Wollen wir das beide? Kann ich ehrlich über Angst und Eifersucht reden? Und: Suchen wir eher Erweiterung oder Rettung?«
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Männer und Frauen berichten ähnlich häufig davon, in ihren Beziehungen körperliche Gewalt erfahren zu haben. Das belegt eine Dunkelfeldstudie des Bundeskriminalamtes. Wie kann das sein, denken wir bei Partnerschaftsgewalt doch vor allem an Männer als Täter? »Wir sehen Frauen oft nicht in ihrer Ganzheit, in ihrer Destruktivität, in ihrer Wut«, erzählt die Soziologin und Gewaltforscherin Rebecca Gulowski den Podcasthosts Melanie Büttner rund Sven Stockrahm.
Gewalt, die von Frauen ausgehe – egal, ob psychisch, physisch oder sexualisiert –, werde oft kleingeredet oder pathologisiert: »Das Bild von der verrückt gewordenen Furie«, sagt Rebecca, sei aber »eher konstruiert«. Und gleichzeitig gehöre zur Wahrheit, dass männliche Partnerschaftsgewalt meist intensiver und folgenschwerer sei und größere Angst oder sogar Todesangst auslöse als weibliche. In dieser Folge geht es um Frauen, die übergriffig werden, welche Rolle Scham, Geschlechterstereotype und eigene Gewalterfahrungen dabei spielen. Und wie sich die Gewalt verhindern lässt.
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Eine spezialisierte Psychotherapie kann dabei helfen, die Folgen von sexueller Gewalt und anderen Traumatisierungen zu bewältigen. Psychotherapeuten mit einer traumaorientierten Zusatzausbildung sind hier zu finden:
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»Was alle Beziehungen eint, ist das Bedürfnis, zu lieben und geliebt zu werden«, sagt der Psychologe und Beziehungstherapeut Agostino Mazziotta. Er ist überzeugt, dass Liebe wachsen kann, wenn wir sie teilen – auch abseits der Monogamie. Live auf der Bühne der Lindauer Psychotherapiewochen spricht Tino mit den Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm über offene Beziehungen, Polyamorie oder ganz grundsätzlich über konsensuelle Nichtmonogamie.
Für viele sind diese Modelle in ihren Partnerschaften längst Realität, in der Psychotherapie gelten sie aber oft noch als verdächtig oder sogar problematisch. Wir schauen, welche Chancen und Herausforderungen individuelle Beziehungsformen mit sich bringen und wie Menschen herausfinden, was wirklich zu ihnen passt.
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Der eine Satz zu viel im Streit. Die WhatsApp-Nachricht, die man nicht hätte lesen sollen. Eine Lüge. Oder das Gefühl, verraten worden zu sein: Manche Beziehungskrisen kommen schleichend, andere wie aus dem Nichts. Und dann gehen wir auf Abstand, obwohl wir gerade jetzt Verbindung bräuchten. Die Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm sprechen mit der Paartherapeutin Sharon Brehm darüber, was nach einem Vertrauensbruch hilft: Erst durchatmen, sich selbst spüren und den eigenen Schmerz ernst nehmen. Auch wenn es schwerfällt.
Entscheidend sei bei jedem Konflikt der Kontext, sagt Sharon: nicht allein die Schwere, sondern die Geschichte dahinter. Stress, Deutungen und alte Wunden bestimmen, wie hart uns etwas treffen kann. Wem es gelingt, neugierig zu bleiben, statt sich sofort zu verteidigen oder Schuld zu verteilen, macht den ersten Schritt. Letztlich geht es gerade in Beziehungen um die große Frage: Wie können wir uns voneinander erzählen, ohne uns zu verletzen?
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Anna Ewald würde gerne ein Wort aus unserem Wortschatz streichen: Entschuldigung. Denn oft sei es nur Teil eines hohlen Rituals, bei dem das, was wirklich passiert sei, weder gesehen noch gehört werde, sagt die Psychologin, Paar- und Sexualtherapeutin. Wer nur "Sorry" sagt, will meist schnell die Schuld loswerden, statt echte Verantwortung zu übernehmen. Das kennen wir alle. Hauptsache, alles ist wieder gut. Das repariere nichts, erklärt Anna den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm. Ohne Verhaltensänderung gehe es nicht.
"Konflikte sind kein Scheitern", sagt Anna, "sondern der wichtigste Türöffner für wahrhaftige Verbindung." Niemand könne uns triggern, denn wunde Punkte sind schon vorher da. Wichtig sei es, Auseinandersetzungen in Beziehungen besprechbar zu machen, ohne auszurasten. Wie das geht, verrät Anna in dieser Folge, und sie bringt drei einfache Formeln mit, die helfen, Verletzungen zu kurieren, statt nur zu versorgen. Denn all unsere Wunden sind in Beziehung mit einem anderen Menschen entstanden. Deshalb können sie auch nur in Beziehung heilen.
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Stress ist der Lustkiller Nummer eins, heißt es oft. Wenn Mental Load und echte Erschöpfung etwa durch Arbeit, Haushalt und Erziehung zusammenkommen, lässt oft die Energie in der Beziehung nach. Völlig normal. Nur versteckt sich hinter fehlender Nähe und Lust auch das, was Paare glauben, was gerecht ist und vor allem, wer für wen sorgt. Nicht nur emotional, sondern auch sexuell. Was Frauen und Männer vermeintlich wollen und zu leisten haben, sei noch immer bei vielen fest in bestimmten Rollenbildern verankert, sagt Julia Henchen. "Das ist nicht naturgegeben, das ist gelernt."
Lustlosigkeit sei selten ein "Du bist mir nicht wichtig", sondern habe oft strukturelle, gar politische Gründe. Mit den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm spricht Julia über falsche und unausgesprochene Erwartungen, die viele Paare unter Druck setzen und auseinandertreiben. Und weshalb gerade viele heterosexuelle Paarbeziehungen längst nicht so emanzipiert sind, wie wir es uns gerne erzählen.
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Was muss ich liefern, damit es gut war? Von Rough Sex bis "Ass-to-mouth": Heute sei vieles normal beim Sex, was manch ältere Menschen für pervers halten, sagt Sonja Bröning. Und gleichzeitig gilt: "Sex ist oft nicht lustbetont, sondern skriptbetont", sagt Johanna Degen. Die beiden Therapeutinnen und Wissenschaftlerinnen sprechen darüber, wie Pornos, Memes und Dating-Apps verschieben, wie Sex zu sein hat – und warum Konsens in der Realität oft scheitert. Ein klares Nein sei oft der Beginn der Verhandlung, ob das Gegenüber nicht doch überzeugt werden kann, bestimmte Praktiken mitzumachen, erzählt Johanna den beiden Podcast-Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm.
"Mich hat berührt, wie stark auseinanderfallen kann, was Leute innerlich wahrnehmen und was sie letztlich tun", berichtet Sonja aus ihren Forschungsergebnissen. "Natürlich wissen schon Jugendliche, dass Pornos keine Dokus sind und Influencer keine echten Freunde", sagt Johanna. Das ändere aber nichts daran, dass Menschen emotional abhängig werden oder das Gehirn denke, so gehe Sex. Darin liegt am Ende aber auch eine Chance: Viele müssten sich trauen, stärker danach zu handeln, was sie bereits wissen, was ihnen gutttue.
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Wer denkt mit, fängt auf – und wer hilft höchstens auf Ansage? Viele Menschen in Beziehungen beißen sich fest, sagt die Paar- und Psychotherapeutin Berit Brockhausen: in Kleinkriegen über die gerechte Aufgabenteilung im Haushalt und der Kinderbetreuung. Gerade wenn es stressig wird und der Mental Load wächst, scheitern selbst perfekte Pläne. Was dann, wie kommt man da wieder raus?
"Muss ich die Person sein, die mein Partner braucht, oder darf ich ich selbst sein?" Gefährlich werde es, wenn einer ausblenden könne, dass es dem anderen schlecht gehe, erzählt Berit im Gespräch mit den Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm. Entscheidend sei die Art, wie Menschen darüber verhandeln, Verantwortung zu teilen und Kontrolle aufzugeben. "Sieh' es ein, ändere dich – mit so einer Haltung liefere ich mich nur weiter aus", sagt Berit.
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Sexualität hört nicht einfach mit 60, 70 oder 80 auf – "Die haben dir was Falsches erzählt", sagt Elke Franzki. Oma und Opa, die Händchen haltend auf der Parkbank sitzen, aber keine Lust und kein Begehren mehr kennen? Ein Klischee, weiß die 75-jährige Gynäkologin und Sexualtherapeutin. Denn Sex im Alter werde noch immer zu oft als Tabu verhandelt, weil Körper und Psyche sich verändern und Intimität oft neu entdeckt werden muss.
Mit den Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm spricht Elke darüber, warum viele Menschen glauben, irgendwann zu alt zu sein. Dabei sei Sexualität anpassungsfähig, genau wie vaginale Feuchtigkeit und ausbleibende Erektionen. Übungen können helfen, den älter werdenden Körper wieder lieben zu lernen; und Gespräche wie diese ermuntern, alte Glaubenssätze zu hinterfragen.
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Von Hitzewallungen über Muskelschmerzen bis hin zu Lustlosigkeit und sogar Depressionen: Es gibt kaum etwas, was vor allem Frauen in den Wechseljahren angeblich nicht droht. Dabei sind die meisten Symptome gar nicht typisch für die Wechseljahre, sagt Kerstin Weidner. Und Männer kennen sie auch. Daten zeigen zudem: Die meisten Frauen kommen gut durch diese Zeit.
"Eine Phase natürlicher Veränderung wird gerade in eine potenziell pathologische, problematische Krise verwandelt", erzählt Weidner den beiden Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm. Nur woher kommen dann die Beschwerden? Oft haben sie ganz unterschiedliche Ursachen und es braucht individuelle Lösungen statt Supplements, Coachings und Therapien für alle. In dieser Folge schauen wir auf wissenschaftliche Evidenz. Und die zeigt, dass Erwartungen, Stress und der Alltag oft einen stärkeren Einfluss auf Symptome haben als der Hormonspiegel. Wann eine Therapie dennoch sinnvoll sein kann und warum das Risiko gefährlicher Nebenwirkungen so hoch ist.
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