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Lange Jahre fuhren Deutschland und Europa große Exportüberschüsse im Handel mit China ein. Doch in den letzten Jahren hat sich diese Entwicklung umgedreht. Die deutsche und europäische Industrie exportiert weniger nach China als zuvor. Sie leidet verstärkt unter chinesischer Konkurrenz in europäischen Binnenmarkt, aber auch auf Drittmärkten. Auch in Branchen, in denen sie traditionell stark war, wie Maschinenbau, Autoindustrie und Chemie.
Vor 20-25 Jahren erlitt die USA einen sogenannten China-Schock, in dessen Rahmen zahlreiche Industriearbeitsplätze verschwanden. Die Importe chinesischer Güter in die USA stiegen stark an. Nicht selten wird diese Deindustrialisierung im sogenannten Rust Belt der USA als ein Faktor gesehen, der den Aufstieg der MAGA Bewegung Donald Trumps befördert hat. Die Sorge, dass ähnliches auf Deutschland und in Teilen Europa zukommen könnte, ist groß.
Was sind die Ursachen der extremen Exportstärke Chinas? Erleben wir gerade einen China-Schock 2.0 für die deutsche und europäische Industrie? Wie kann Europa mit der chinesischen Konkurrenz umgehen? Was bedeutet die hohe Wettbewerbsfähigkeit der chinesischen Industrie für die Aspirationen mancher Schwellenländer, eigene Industrien aufzubauen?
Adam Tooze ist Wirtschaftshistoriker, Professor an der Columbia Universität in New York und Publizist. 2019 zeichnete ihn das Foreign Policy Magazine als einen der 10 bedeutendsten Wirtschaftsdenker des Jahrzehnts aus. Er ist Mitherausgeber des Wirtschaftsmagazins "Surplus". Sein Newsletter "Chartbook" informiert über weltweite wirtschaftliche und politische Entwicklungen.
Hosts: Jörg Haas und Sarah Ribbert, Referat Globalisierung und Transformation, Heinrich-Böll-Stiftung
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Ihr wollt in Kontakt bleiben? Dann findet ihr uns bei Bluesky: https://bsky.app/profile/globalisationboell.bsky.social
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Abonnieren: Märkte, Mächte, Emissionen
Folge hören: China-Schock 2.0? Industrie unter Druck
Weiterführende Links
Complementary, Cooperative or Competitive? The EU’s and China’s Engagement in Global Net-Zero Emissions Development | Studie von Germanwatch und Heinrich-Böll-Stiftung
China shock 2.0: The cost of Germany's complacency | Studie von Sander Tordoir und Brad Setser
OECD MAGIC Database of Industrial Subsidies
Deutscher Warenhandel mit China im Jahr 2025: China-Schock trifft vor allem die Auto-Industrie
IMF Country Report China
How China’s Economy Can Pivot to Consumption-led Growth
OECD Policy Brief | Zu nah an der Sonne: Die Subventionen
Kapitelmarken
(00:00) Intro
(02:28) Bedroht China die deutsche Industrie?
(08:29) Klima, Sicherheit oder Industriejobs?
(13:47) Industriepolitik und Währungsdruck
(22:12) Chinesische Subventionen
(30:45) Kapital und Finanzierung in China
(33:21) China-Squeeze in Ostasien?
(41:30) Wie weiter für Europa?
(45:15) Outro
Credits: © IMAGO / dts Nachrichtenagentur; Richard Bartz, CC BY-SA 3.0, Bearbeitung: hbs.
By Heinrich-Böll-Stiftung5
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Lange Jahre fuhren Deutschland und Europa große Exportüberschüsse im Handel mit China ein. Doch in den letzten Jahren hat sich diese Entwicklung umgedreht. Die deutsche und europäische Industrie exportiert weniger nach China als zuvor. Sie leidet verstärkt unter chinesischer Konkurrenz in europäischen Binnenmarkt, aber auch auf Drittmärkten. Auch in Branchen, in denen sie traditionell stark war, wie Maschinenbau, Autoindustrie und Chemie.
Vor 20-25 Jahren erlitt die USA einen sogenannten China-Schock, in dessen Rahmen zahlreiche Industriearbeitsplätze verschwanden. Die Importe chinesischer Güter in die USA stiegen stark an. Nicht selten wird diese Deindustrialisierung im sogenannten Rust Belt der USA als ein Faktor gesehen, der den Aufstieg der MAGA Bewegung Donald Trumps befördert hat. Die Sorge, dass ähnliches auf Deutschland und in Teilen Europa zukommen könnte, ist groß.
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Adam Tooze ist Wirtschaftshistoriker, Professor an der Columbia Universität in New York und Publizist. 2019 zeichnete ihn das Foreign Policy Magazine als einen der 10 bedeutendsten Wirtschaftsdenker des Jahrzehnts aus. Er ist Mitherausgeber des Wirtschaftsmagazins "Surplus". Sein Newsletter "Chartbook" informiert über weltweite wirtschaftliche und politische Entwicklungen.
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Credits: © IMAGO / dts Nachrichtenagentur; Richard Bartz, CC BY-SA 3.0, Bearbeitung: hbs.

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