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Geheimnis: Fokus.
Es gibt Aufgaben, die liegen wie ein Berg vor mir, groß und unübersichtlich. So ein Berg kann einschüchternd wirken, lähmend. Wie soll ich das alles nur erfolgreich erledigen? Am Ende fange ich gar nicht erst an und schiebe diesen großen, schweren Berg Tag für Tag vor mir her…
Hier kann ich vom Propheten Nehemia aus dem Alten Testament lernen. Er war im babylonischen Exil und bekam die Aufgabe, nach Jerusalem zu reisen. Dort sollte er die zerstörte Stadtmauer wieder aufbauen. Ein Mann, um eine ganze Stadtmauer aufzubauen? Ziemlich große Aufgabe. Aber Nehemia schaffte es in nur 52 Tagen mit der Hilfe von zahlreichen Männern, einer guten Strategie und: Fokus.
Im Kapitel 6 lese ich davon, dass eine Gruppe von Menschen ihn unbedingt an einem Ort fern von Jerusalem treffen wollte. Sie wollten ihn von der Arbeit an der Mauer abziehen. Dabei ließen sie auch nicht locker, kamen immer wieder. In Vers 4 lese ich Nehemias eindeutige und wiederkehrende Antwort auf diese Einladung: „Ich habe ein großes Werk auszurichten, ich kann nicht hinabkommen. Das Werk würde liegen bleiben, wenn ich davon abließe und zu euch hinabkäme.“
Das nenne ich fokussiertes Arbeiten. Nehemia hat diese Mammutaufgabe in nur 52 Tagen geschafft, auch, weil er sich nicht ablenken ließ.
Was lenkt mich heute ab, diese „eine Sache“ zu erledigen? Messengerdienste, Notifications, Anrufe und eine schier endlose To-Do-Liste… mir fehlt der Fokus. Nehemia zeigt mir, wie das gehen kann: „Nein“ zu allem anderen sagen, dass meine Aufmerksamkeit haben will.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Tobias Schier
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Neulich kam mal wieder ein Päckchen für mich an. Da halten sie einem ja dann dieses Ding unter die Nase, auf dem man unterschreiben soll. Bekommt da eigentlich irgendeiner eine vernünftige Unterschrift hin? Ich glaube nicht. Ich könnte auch mit Augusta Longbottom unterschreiben, den Unterschied zu Miri Langenbach kriegt keiner mit. Andere Unterschriften sind da schon wichtiger. Dokumente, Verträge, Ausweise, …
Was ich unterschreibe, das bestätige ich. Dazu sage ich Ja. Das gehört dann zu mir. Der Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an die Christengemeinde in Kolossä: „Egal, was ihr macht, ob ihr gerade redet oder irgendwas arbeitet, macht alles so, dass Jesus seine Unterschrift daruntersetzen könnte, und bedankt euch dabei bei eurem Vater im Himmel.“ (Kolosser 3,17 VXB)
So lautet eine neuere Übertragung. „Im Namen des Herrn“ soll ich alles tun, übersetzt Martin Luther. Ich finde das mit der Unterschrift ein hilfreiches Bild. Würde Jesus das unterschreiben, was ich da gerade tue oder sage oder nicht tue und verschweige? Würde er es so bestätigen? Würde es auch zu ihm passen?
Ein guter Vorsatz für heute, finden Sie nicht? Und wenn ich mir dann überlege, wie das bloß gehen soll (alles – wirklich alles alles im Namen Jesu??!), dann denke ich an den zweiten Teil: Die Kraft dazu kommt ja vom Vater im Himmel und nicht von mir.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Miri Langenbach
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Es war Anfang 2024. Ich führe eine Besuchergruppe durch das Medienhaus des ERF Plötzlich fahren die Jalousien an den Fenstern zur Verdunklung runter. Draußen ist es stürmisch, und so fahren sie unmittelbar danach wieder hoch. Wieder mal bin ich verwirrt von dem System, das dieses Auf und Ab steuert.
Zu dem Zeitpunkt war gerade das Thema künstliche Intelligenz medial in aller Munde, deshalb sage ich zur Besuchergruppe: „Wenn ich die Intelligenz hinter dieser Anlage so sehe, dann brauchen wir keine Angst vor der künstlichen Intelligenz zu haben“.
Mir war natürlich bewusst, dass da keine künstliche Intelligenz im Spiel war, sondern ein Automatismus. Doch ich wollte dem medialen Thema die Macht nehmen, die es zugesprochen bekam.
Nun, ein Jahr später, ernten wir im ERF schon manche Erfolge durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Vieles wurde einfacher, das macht Hoffnung auf mehr. Doch die Möglichkeiten sind auch vielfältiger geworden.
Man kann schon Angst bekommen, wenn man merkt, wozu alles künstliche Intelligenz genutzt werden kann. Doch Angst vor dem Morgen, vor dem, was kommt, brauchen wir uns nicht zu machen.
Die Frage nach der Zukunft und was sie wohl bringt, wird im Lieder- und Gebetbuch Israels, in den Psalmen, oft behandelt. In Psalm 118 zum Beispiel. Der Psalmist beschreibt Lebenslagen, die ihn einkesseln, Ja, sogar angreifen und gefangen nehmen. Doch auf alle diese Einschränkungen, Gefahren und Probleme hat er eine Antwort.
Er schreibt: „Der Herr ist mit mir, darum fürchte ich mich nicht; was können mir Menschen tun?“
Menschen können viel Schaden anrichten. Auch der Einsatz von künstlicher Intelligenz wird von Menschen gesteuert. Doch wenn wir, wie der Psalmist sagt, keine Angst vor Menschen haben müssen, dann kann ich auch mit ihm glauben: Ich weiß mich in der Hand Gottes getragen, deshalb habe ich keine Angst vor Morgen.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Bernd Kortmann
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Es gibt jede Menge Ratgeber darüber, wie man ein Vermögen aufbauen kann. Gerade habe ich wieder gelesen, dass die ersten 100.000 Euro am schwierigsten aufzubauen seien und wie man es schafft zur Million.
Es wirkt erstrebenswert, reich zu sein. Aber in einer 3.000 Jahre alten Sammlung von Weisheiten, im Buch der Sprüche Kapitel 11 Vers 4 erfahren wir etwas anderes: „Reichtum nützt nichts, wenn Gott zornig ist, wer Gott gehorcht, rettet sein Leben.“
Wir wissen, dass wir keinen Reichtum mit ins Grab nehmen können. Im Angesicht des Todes helfen keine gefüllten Bankkonten, die vermeintliche finanzielle Sicherheit sichert uns nicht vor Gottes Urteil, heißt es hier.
Was uns rettet, ist etwas anderes: Gott gehorchen. Ihn ernst nehmen. Nach seiner Art zu leben fragen. Das heißt: ehrlich sein, gerecht handeln, barmherzig leben. Nicht nur an sich selbst denken – sondern so leben, wie es Gottes Werten entspricht. Wer so lebt, hat nicht verloren – sondern gewonnen. Weil er sein Leben an dem ausrichtet, was bleibt.
Es wird einmal einen Tag geben, an dem Gottes Zorn Menschen trifft, die nicht nach ihm fragen und nur auf das setzen, was in diesem Leben zählt. Aber es wird auch ein Tag sein, an dem Gott Leben schenkt – denen, die ihm vertrauen und nach seinen Werten leben. Das zu wissen kann mir Anstoß sein, die Prioritäten richtig zu setzen.
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Autor: Susanne Thyroff
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Manchmal denke ich an meine Schulzeit zurück. Was habe ich da alles gelernt – und wieder vergessen. Von manchem weiß ich nur noch, dass es mal auf dem Lehrplan stand. Und damit ist meine Kenntnis erschöpft. Das ist ärgerlich. Und genauso normal, denn was ich nicht ständig einübe, geht verloren.
Gedächtnisschwund und Erinnerungslücken gibt es, seit es Menschen gibt. Der Apostel Paulus hat das Problem vor knapp 2.000 Jahren in seinem Brief an die Christen in Korinth angesprochen. Er betont dort wieder und wieder, was ihm wichtig ist und was die Korinther nicht vergessen sollen: Jesus Christus ist von den Toten auferstanden. Er rettet diejenigen, die sich an ihn halten. Wer das nicht tut, ist verloren.
In der Übersetzung der BasisBibel klingt der Appell des Paulus so:
„Brüder und Schwestern, ich will euch auf die Gute Nachricht hinweisen, die ich euch verkündet habe. Ihr habt sie ja angenommen, und ihr steht fest auf diesem Grund. Ihr werdet gerettet, wenn ihr daran festhaltet. Bewahrt den Wortlaut, den ich euch verkündet habe. Wenn ihr das nicht tut, wärt ihr vergeblich zum Glauben gekommen.“ 1. Korinther 15,1-2 (BB)
Mathematische Formeln vergessen, den genauen Ablauf der Photosynthese nicht mehr wissen – das kratzt vielleicht an meinem Selbstwertgefühl. Tragisch aber wird es, wenn ich die Grundlagen meines christlichen Glaubens vergesse oder mich nicht mehr damit befasse. Deshalb will ich mir täglich vor Augen halten, was Jesus auch für mich getan hat. Denn was für die Korinther galt, gilt auch heute: Wer sich treu an Jesus Christus hält, der ist gehalten.
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Autor: Annegret Schneider
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„Wie du mir, so ich dir“ – das ist eine Fassung, und zwar die kürzeste Fassung der so genannten „Goldenen Regel“, die es in so ziemlich allen Kulturen auf diesem Globus gibt. Etwas ausführlicher und in umgekehrter Reihenfolge findet sie sich bei Jesus im letzten Abschnitt der Bergpredigt, im Matthäusevangelium Kapitel 7: „Behandelt die Menschen so, wie ihr von ihnen behandelt werden möchtet.“
So ausgedrückt liegt die Initiative eindeutig bei mir. Ich soll und will und kann auch oft gar nicht abwarten, bis mir jemand zeigt, wie er oder sie auf mich zugehen will. Und wenn es nach Jesus geht, soll ich meinem Gegenüber zunächst einmal unterstellen, dass er oder sie mir nichts Böses will, sondern auch an einem guten Miteinander oder zumindest Nebeneinander interessiert ist – aus ganz egoistischen Gründen.
„Wie du mir, so ich dir“ – da reagiere ich nur, und da gerate ich leicht in die Abwärtsspirale des Aufrechnens bis hin zu Rachegedanken nach dem Muster „Das zahl ich dir heim!“ – Auch das hat Jesus in der Bergpredigt schon adressiert. Wie heißt es in Matthäus 5,46? „Wenn ihr nur die liebt, die euch auch lieben: Welchen Lohn erwartet ihr da von Gott?“ Klarer Fall: Das Prinzip „Wie du mir“ ist knapp daneben. Reziprokes Verhalten ist das Mindeste. „Du gibst mir was – ich gebe dir etwas dafür“ – dafür muss man sich nicht mögen, noch nicht einmal respektieren.
Jesus überbietet das deutlich, wenn er seinen Anhängerinnen und Anhängern gebietet: „Liebt auch eure Feinde.“ Darunter macht er es nicht. Anspruchsvoll. Aber wenn es das nicht wäre, warum sollte jemand dann Jesus nacheifern?
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Autor: Markus Baum
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Wenn Sie die Berichte über Jesus Christus in der Bibel lesen, fällt Ihnen sicher eines auf: Jesus verwendet immer wieder Bilder aus dem täglichen Leben, um den Menschen klarzumachen, was Gott wichtig ist. Zum Beispiel:
Jesus aber sprach zu ihm: "Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes."
Jesus spricht zu einem Mann, der mit Jesus gehen will. Aber nicht ohne vorher noch einmal „Tschüss“ zur Familie zu sagen.
Ist das so verkehrt?
In diesem Fall ja. Dieser Mensch verkündet selbst, dass er mit Jesus gehen will – aber zu seinen eigenen Bedingungen. Er selbst will den Start festlegen.
Wer Jesus aus eigener Kraft folgen will, wird scheitern. Vielleicht schon gleich zum Start, wie dieser Mann hier. Spätestens aber unterwegs, wenn Entscheidungen gefragt sind oder manches im Leben nicht so rund läuft, wie er sich es vielleicht vorgestellt hat.
Anders ist es, wenn klar ist: Jesus will mich in seinem Team haben. Weil er mich liebt und weil er mich für unersetzlich hält. Weil niemand sonst die Furche pflügen kann, so wie ich es kann, um im Bild zu bleiben.
Jesus legt mit seiner Einladung, ihm zu folgen ein Fundament, mit dem ich die Hand an den Pflug legen kann und dann – ja, dann los.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Claudia Mertens
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Eine Geschichte gut erzählt. Da habe ich schon als Kind genauer hingehört. Gelauscht. Gespürt, wenn das Erzählte wichtig für mich war. Die Bibel hat es daher leicht, wenn sie mir mit einer guten Geschichte kommt. Im Lukas-Evangelium, Kapitel 14, steht so eine: Jemand will einen Turm oder Haus bauen, erzählt Jesus. Damit das gelingt muss er als erstes die Kosten überschlagen. Damit das Geld auch reicht, bis alles fertig ist. Und das Haus nicht als Ruine endet, in der niemand lebt. Solch einen dummen Bauherrn werden am Ende doch alle auslachen, meint er. Worauf will Jesus mit seinem Beispiel hinaus? „Niemand von euch", sagt er, "kann mein Jünger sein, wenn er nicht zuvor alles aufgibt, was er hat“ (Lukas 14,33). Also eben die Kosten überschlägt, wie eine kluge Investorin, das machen muss. Ganz schön herausfordernd. Aber auch ehrlich und realistisch. Es ist nicht bequem, sich einem Glauben zu verschreiben, den viele für überholt halten. Der nicht nur Glück verspricht, sondern auch finstere Täler. Habe ich die Kosten gut überschlagen? Mir geht es wie Petrus, der zu Jesus meinte: „Zu wem sonst sollten wir gehen? Deine Worte bringen das ewige Leben“. Bislang fühle ich mich wohl, in meinem Lebenshaus mit Gott. Es wird von lieben Menschen und mir bewohnt. Es hat offene Türen. Es ist bunt und voller Geschichten. Da wird irgendeine Schadenfreude am Ende keine Chance haben.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Ute Heuser-Ludwig
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Menschen, die einer bestimmten Religion angehören, erkenne ich mitunter an bestimmten äußeren Erkennungszeichen oder einem bestimmten Verhalten bei Festen und Ritualen. Angehörige der Sikh tragen einen Turban, manche Hindus einen Punkt auf der Stirn, muslimische Frauen tragen oft Kopftuch oder sind komplett verschleiert, orthodoxe Juden fallen durch einen bestimmten Kleidungsstil und ihre Frisur auf. Aber woran erkenne ich Christen? Manche Christen tragen ein Kreuz als Schmuck, manche haben einen Fischaufkleber auf dem Auto. Aber eigentlich sollte ich Christen an ihrem Verhalten erkennen. Das jedenfalls sagt Jesus Christus selbst über die Menschen, die ihm nachfolgen. An einer Stelle sagt Jesus seinen Jüngern: "Ich gebe euch jetzt ein neues Gebot: Liebt einander! So wie ich euch geliebt habe, so sollt ihr euch auch untereinander lieben. An eurer Liebe zueinander wird jeder erkennen, dass ihr meine Jünger seid." (Johannes 13,34-35)
Es sind also keine bestimmten Kleidungsstücke oder Schmuckstücke, keine Rituale oder Gebete, an denen die Menschen erkannt werden, die Jesus nachfolgen. Sie sollen vielmehr an ihrer Liebe zueinander erkannt werden. Es soll eine Liebe sein, die der von Jesus für die Menschen gleicht, für die er sein Leben opfert. Das ist schon eine sehr herausfordernde Aussage, die Jesus hier macht. Menschen, die Jesus nachfolgen, sollen sich durch eine andere Art des Verhaltens von allen anderen unterscheiden. Sie sollen sich gegenseitig bedingungslos lieben.
Die zwei Jahrtausende, in denen das Christentum nun besteht, haben immer wieder gezeigt, wo dieses neue Gebot an seine Grenzen stößt und wo Menschen damit überfordert sind. Christen können und sollen einen Unterschied machen und vielleicht ist das heute noch viel notwendiger als vor zweitausend Jahren. Immer wieder erlebe ich es aber leider, dass Christen dieses Erkennungsmerkmal vergessen und vieles für ihre Mitchristen übrig haben, aber keine Liebe. Aber, wer, wenn nicht Jesus könnte das im Herzen von Menschen ändern! Ich habe die Hoffnung, dass am Ende die Liebe siegt, weil Jesus siegt.
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Autor: Horst Kretschi
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Es ist leichter, mutig zu sein, wenn das Risiko nicht so groß ist. Was kann schon passieren, wenn ich mit einer Seilbahn auf einen Berg hinauffahre, die bereits Millionen von Menschen transportiert hat. Na klar, Risiko ist immer, aber es ist doch überschaubar. Oder wenn ich in einen Zug steige, der mich von Hamburg nach München bringt. Ok, da wird es schon schwieriger. Das Verspätungsrisiko ist ja aktuell doch eher hoch. Anders sieht es natürlich aus, wenn ich zum Beispiel einen Gleitschirmflug unternehme. Der Erfolg ist von so vielen Faktoren abhängig, da kommt auch mein Mut mehr als an seine Grenzen.
Für viele Menschen ist das tägliche Leben schon Herausforderung genug und sie brauchen immer wieder Mut, sich morgens aus dem Bett zu wagen.
Als sich das Volk Israel im Alten Testament einmal mehr Angriffen ihrer Feinde ausgesetzt sah, sagte der Heerführer Joab zu ihnen: "Nur Mut! Lasst uns hart kämpfen, für unser Volk und für die Städte unseres Gottes. Der Herr soll dann tun, was er für richtig hält." Losgelöst von der Kriegsthematik in diesem Zusammenhang gefällt mir die grundsätzliche Haltung, die hier von Joab zum Ausdruck gebracht wird: Ich tue mit all meiner Kraft, was ich tun kann. Aber ich weiß mich immer in Gottes Hand und vertraue darauf, dass er mit meinem Handeln tut, was er für richtig hält. Die Verantwortung für mein Leben trage ich selbst, aber mit Gott kann ich mich immer wieder mutig auf den Weg machen. Jeden Tag neu.
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Hans Wagner
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