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Die Schweiz hat am Sonntag die Neutralitätsinitiative (70,2 Prozent Nein-Stimmen) und die Ernährungsinitiative (72,5 Prozent Nein-Stimmen) deutlich abgelehnt. Zwar war in beiden Fällen bereits im Vorfeld ein deutliches Nein erwartet worden. Die Deutlichkeit, mit der die Ideen gescheitert sind, ist dennoch bemerkenswert. Auch weil die Urheber der Initiativen unterschiedlicher nicht sein könnten.
Da der millionenschwere SVP-Übervater Christoph Blocher, der eine radikale Interpretation der immerwährenden und bewaffneten Neutralität in der Verfassung verankern wollte. Dort die Umwelt- und Trinkwasseraktivistin Franziska Herren, die am Schluss fast ohne Partner eine radikale Umstellung der Landwirtschaft anstrebte.
Warum waren die beiden Resultate am Schluss so deutlich? Was bedeutet das für die weiteren Debatten über die Schweizer Neutralität und über Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft? Und gab es an diesem Abstimmungssonntag auch Überraschungen?
Bundeshauschefin Larissa Rhyn ordnet die Ergebnisse und die Reaktionen dieser Abstimmung ein. Sie ist zu Gast in einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos».
Produzent: Noah Fend
Mehr zu den Abstimmungsresultaten:
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Die Geburtenrate in der Schweiz ist auf einem historischen Tiefstand, Mütter sind bei ihrem ersten Kind im Schnitt immer älter und viele entscheiden sich auch bewusst für ein Leben ohne Kind. Stress, Schlafmangel, mangelnde Flexibilität – die mühsamen und strengen Seiten des Elternseins sind, so scheint es, in der gesellschaftlichen Debatte übers Kinderkriegen ziemlich präsent. Präsenter manchmal als die schönen Seiten.
«Magazin»-Autorin Alice Britschgi steht für die Gegenerzählung. An Weihnachten 2025 wurde sie per Kaiserschnitt Mutter – und findet es grossartig.
Warum sie das so sieht, wie sie mit den anstrengenden und schwierigen Seiten des Mutterseins umgeht und wie sie ihre neue Rolle verändert hat, erzählt Alice Britschgi in einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos».
Host: Philipp Loser
Produzentin und Sprecherin: Jacky Wechsler
Hier geht es zum Text von Alice Britschgi
Hier die Apropos-Folgen zur Familiengeschichte von Alice Britschgi zum Nachhören:
Oder hier zum Nachlesen:
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Eine höhere Mehrwertsteuer? Ein Finanzierungsfonds? Oder soll doch die Schuldenbremse aufgehoben werden?
Seit Jahren streiten sich Bundesrat und Parlament über mehr Geld für die Armee. Die grosse Frage dabei: Wie soll das bezahlt (und wo stattdessen gespart) werden? Darüber war sich die Schweizer Politik bisher uneinig.
Nun gabs im Ständerat eine Einigung: ein 24-Milliarden-Franken-Sicherheitsfonds und für die Finanzierung eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,2 Prozentpunkte. Verteidigungsminister Martin Pfister sprach von einem «historischen Schritt».
Jetzt geht das Geschäft in den Nationalrat. Welche Chancen hat es dort? Was, wenn er den Vorschlag ablehnt? Und was hat die aktuelle Diskussion mit den Skandalen rund um die Beschaffung des Kampfjets F-35 zu tun?
In einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos» ordnet Bundeshausredaktor Quentin Schlapbach das Hickhack um die Armeefinanzierung ein und sagt, wie es jetzt weitergeht.
Host: Philipp Loser
Produktion: Sara Spreiter
Mehr Artikel zur Debatte über die Armeefinanzierung:
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In der Schweiz breitet sich eine neue Form der Onlinekriminalität aus. Foren mit unverfänglichen Namen wie «764» oder «1414» bringen die Strafverfolger an die Grenzen. Es handelt sich um sogenannte nihilistische Netzwerke.
Dabei handelt es sich um eine Form von Extremismus, in der Gewalt verherrlicht wird. Und Straftaten glorifiziert werden. Meist männliche Täter schreiben gezielt vulnerable Mädchen und junge Frauen an und bringen sie dazu, sich selbst zu verletzen. In einem Fall trieb ein Täter aus dem Ausland sein Opfer aus der Schweiz bis in den Suizid.
Was verbirgt sich hinter diesen nihilistischen Netzwerken? Wie funktionieren sie? Was macht die Ermittlungen so komplex? Und wie können sich Eltern und Jugendliche davor schützen?
Anielle Peterhans, Reporterin am Tamedia-Recherchedesk, und David Sarasin, Reporter im Ressort Zürich, haben zu dieser neuen Form der Onlinekriminalität recherchiert und exklusiven Einblick in die Netzwerke erhalten. Was sie dort gesehen haben und was das bedeutet, erzählen sie in einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos».
Host: Alexandra Aregger
Produzentin: Sara Spreiter
Die Recherche von Anielle Peterhans und David Sarasin zum Nachlesen:
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Der Anfang der neuen Liebesgeschichte zwischen der EU und Kanada geht so: Es ist Dienstag, der 20. Januar 2026, der zweite Tag am WEF in Davos. Das Forum findet unter angespannten Vorzeichen statt: Geopolitische Spannungen, neue Konflikte, Donald Trump droht mit Zöllen, schielt auf Grönland.
Dann, an diesem Dienstagabend, betritt Mark Carney die Bühne. Der kanadische Premierminister hält eine Rede, die nachhallen wird. Er zeigt schonungslos, wie sich die globale Realität unter US-Präsident Trump gerade verändert – und welche Folgen das hat. «Wenn wir nicht am Tisch sitzen, stehen wir auf der Speisekarte», sagt er.
Es könnte dieser Moment gewesen sein, in dem es zwischen der EU und Kanada gefunkt hat. Jetzt könnte diese neue Liebe eine konkrete Form annehmen. Kanada soll ein assoziiertes Mitglied der EU werden.
Was heisst das überhaupt? Welche Folgen hätte das? Und was würde eine assoziierte Mitgliedschaft für die Schweiz und ihr Verhältnis zu Europa bedeuten?
EU-Korrespondent Dominique Eigenmann hat sich zuletzt mehr mit Kanada als mit Brüssel befasst. Er erklärt die Annäherung zwischen der EU und Kanada in einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos».
Host: Philipp Loser
Produktion: Jacky Wechsler & Noah Fend
Mehr zur Annäherung zwischen Kanada und der EU
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Vor zwei Jahren deckte diese Redaktion einen Unterschriftenbetrug im grossen Stil auf: Kommerzielle Sammelfirmen hatten Tausende ungültige oder mutmasslich gefälschte Unterschriften für Initiativen und Referenden gesammelt. Der Skandal hallt bis heute nach: Noch immer ist kein Strafverfahren abgeschlossen. Diese Woche berät das Parlament ausserdem, ob das kommerzielle Sammeln von Unterschriften verboten werden soll.
In der Zwischenzeit ist eine der Schlüsselfiguren des Skandals lange untergetaucht: Franck Tessemo hat mit seiner Sammelorganisation Incop Unterschriften gesammelt, die sich als ungültig und teilweise als gefälscht erwiesen. Jetzt ist er in den USA wieder aufgetaucht. Dort hat er eine neue Firma gegründet – und weitergemacht wie zuvor.
Wie ging Tessemo in den USA genau vor? Was passiert jetzt mit ihm? Wo steht die Schweiz in der Aufarbeitung des Unterschriften-Bschiss? Und was würde ein Verbot des kommerziellen Sammelns von Unterschriften bringen?
Das weiss Thomas Knellwolf, Reporter am Recherchedesk. Er hat mit Markus Häfliger den Betrug aufgedeckt und Franck Tessemo jetzt erneut konfrontiert. Nun ist er zu Gast in einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos».
Host: Alexandra Aregger
Produzentin: Jacky Wechsler
Die neuste Recherche von Thomas Knellwolf zum Nachlesen:
Mehr zum Unterschriften-Bschiss:
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Eine der wichtigsten Schweizer Verhandlerinnen tritt ab: Helene Budliger Artieda hat überraschend als Chefin des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) gekündigt. Sie war in den vergangenen Jahren eine zentrale Figur bei den Verhandlungen im Zollstreit mit den USA, aber auch bei den Gesprächen mit der EU und beim Abschluss von Freihandelsabkommen.
Über die Gründe für ihren Abgang ist bislang nur wenig bekannt. Im Bundeshaus wird über Spannungen mit Wirtschaftsminister Guy Parmelin spekuliert. Andere vermuten, Budliger Artiedas Abgang könnte auch mit der laufenden Untersuchung der Geschäftsprüfungskommission zu den US-Zollverhandlungen zusammenhängen.
Was ist hinter den Kulissen passiert? Was hat Budliger Artieda während ihrer Amtszeit erreicht? Und was bedeutet ihr Abgang für die laufenden Verhandlungen mit den USA?
Bundeshausredaktor Fabian Fellmann ordnet die überraschende Kündigung in einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos» ein und erklärt, welche Folgen der Abgang der Seco-Chefin für die Schweizer Wirtschaftspolitik haben könnte.
Host: Philipp Loser
Produzent: Noah Fend
Mehr zum Rücktritt von Helene Budliger
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Ist eine in Plastik verpackte Bio-Gurke gut für die Umwelt? Oder schneidet die unverpackte Nicht-Bio-Gurke besser ab? Ist Gemüse aus Schweizer Gewächshäusern immer die bessere Wahl gegenüber Importen aus Italien oder Spanien?
Ernährungsinitiative hin oder her: Immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten wollen nachhaltig einkaufen. Doch das ist gar nicht so einfach. «Nachhaltigkeit ist ein vielschichtiges Konzept», sagt Gina Tüfer, Studiengangsleiterin des CAS Ernährungssysteme und pflanzenbasierte Kostformen an der Berner Fachhochschule. Einfache Antworten auf solche Fragen gebe es selten.
Warum ist das so? Und worauf kann man achten, wenn man das nächste Mal vor dem Gemüseregal steht?
Jan Bolliger und Nelly Keusch aus der Wirtschaftsredaktion haben sich mit Tüfer und weiteren Fachleuten über die gängigsten Ernährungsmythen unterhalten. In einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos» erklärt Jan Bolliger, welche Irrtümer am weitesten verbreitet sind – und warum sich diese Mythen nicht immer mit einem klaren Ja oder Nein beantworten lassen.
Host: Philipp Loser
Produzentin: Jacky Wechsler
Hier geht's zum Text von Jan Bolliger und Nelly Keusch
Mehr zur Ernährungsinitiative und Nachhaltigkeit:
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Künstliche Intelligenz entwickelt sich in rasantem Tempo: KI-Agenten können bereits heute eigenständig Aufgaben erledigen. Die Systeme werden leistungsfähiger, autonomer – und schwerer vorhersehbar.
Ausgerechnet führende Köpfe der KI-Branche fordern deshalb, die Entwicklung von künstlicher Intelligenz zu bremsen.
Gleichzeitig läuft der Wettlauf um die leistungsfähigste KI auf Hochtouren. Staatspräsidenten wie Donald Trump denken dabei auch geopolitisch: Hauptsache, die USA sind schneller und besser als China.
Baut die Menschheit etwas, was sie bald nicht mehr unter Kontrolle hat? Lassen sich staatliche Regulierungen der Technologie überhaupt noch durchsetzen? Und vor allem: Wie gefährlich ist diese Entwicklung wirklich?
In einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos» ist Digital-Experte Matthias Schüssler zu Gast. Er erklärt, welche Warnungen ernst zu nehmen sind und wo die grössten Gefahren liegen.
Host: Philipp Loser
Produzentin: Sara Spreiter
Mehr zur Debatte um die Entwicklung von KI
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Die Brillen sehen aus wie normale Sehhilfen doch sie beinhalten eine Kamera, die man kaum bemerkt. Was nach einem Spionagefilm klingt, ist mit den neuen Smart Glasses längst Alltag. Lediglich ein kleines blinkendes Licht am Gestell weist darauf hin, dass die Kamera läuft.
Mit den Smart Glasses kann man fotografieren, filmen, Musik hören, telefonieren und mit einem KI-Assistenten sprechen. Die Nachfrage nach den Gagets steigt: Allein im vergangenen Jahr verkaufte Meta über sieben Millionen Stück.
Währenddessen häufen sich in den sozialen Medien Videos von Menschen, die offenbar ohne ihr Wissen gefilmt wurden – im Fitnessstudio, auf der Strasse oder in der Badi.
Das beschäftigt zunehmend auch die Politik. In der Schweiz wird aktuell darüber diskutiert , inwiefern es neue Regulierungen oder Verbote braucht.
Redaktorin Lisa Füllemann und Redaktor Boris Gygax waren für ein Selbstversuch auf den Strassen in Zürich unterwegs. Sie wollten wissen, ob Passantinnen und Passanten auffällt, wenn sie unwissentlich gefilmt werden – und wie sie darauf reagieren.
Was ist mit solchen Brillen heute überhaupt möglich? Wo beginnt der Eingriff in die Privatsphäre? Und wie kann man sich wehren, wenn man nicht gefilmt werden möchte?
Das beantwortet Lisa Füllemann in einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos». Sie berichtet, wie die Menschen bei ihrem Selbstversuch in Zürich reagiert haben und was eigentlich mit dem aufgenommenen Material bei Unternehmen wie Meta geschieht.
Host: Philipp Loser
Produzentin: Valeria Mazzeo
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