Ist das normal?

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Ist das normal? episodes

  • "Viele Paare kämpfen gegen die Realität"

    Liebe ist etwas Großartiges und macht gleichzeitig emotional abhängig. Was bin ich bereit für eine andere Person zu geben und was brauche ich selbst von meinem Lieblingsmenschen? Irgendwann kommt in jeder Beziehung der Punkt, wo das nicht mehr zusammenpasst. "Die Illusion, wie die Liebe sein wird, hat eine Mindesthaltbarkeitsdauer", sagt die Psychologin und Paartherapeutin Berit Brockhausen.

    Dabei wüssten viele Paare, was eine gute Beziehung ausmache, dass Vorwürfe nicht helfen, Nähe wichtig ist und Kommunikation. "Es hapert nicht am Verstehen", sagt Berit im Gespräch mit den Sexpodcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm: "Es hapert am Können und am nicht Wollen." Streit sei oft einfacher als die Erkenntnis, dass ich bestimmte Dinge vom anderen nicht bekommen werde, egal, wie sehr ich sie mir wünsche. "Wenn ich es gut mit ihnen meine, kann ich Paaren diesen Schmerz nicht ersparen", sagt Berit. Denn dann geht es um den Kern, wie es Menschen gelingt, miteinander glücklich zu bleiben.

    Mehr zu unserer Gästin und weitere Infos

    • Die Psychologin und psychologische Psychotherapeutin Berit Brockhausen berät seit mehr als 30 Jahren Paare in der Krise. Mehr zu ihrer Arbeit, ihren Büchern und ihrem therapeutischen Hintergrund gibt es auf ihrer Facebookseite sowie auf ihrer Webseite partnerschaftsberatung.de.
    • Berit ist Teil von Desafinado, dem Berliner Büro für Paartherapie und Paarberatung. Dort arbeitet das Team inspiriert vom Ansatz des 2020 verstorbenen Psychologen und Arzt David Schnarch, einem der Pioniere der Sexualtherapie. 2023 hat Berit das Institut für Differenzierungsbasiertes Arbeiten gegründet, an dem Paartherapeutinnen und -therapeuten ausgebildet werden.
    • Weitere Sexpodcastfolgen zum Thema

      • "Commitment wird im blödsten Fall als Bedürftigkeit gesehen"
      • "In einer Beziehung braucht es auch emotionale Selbstbefriedigung"
      • "Es geht nie um die blöde Sachebene, sondern immer um Gefühle"
      • Alle Sexpodcastfolgen auch auf www.zeit.de/sexpodcast.

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        Folgt den Sexpodcasthosts, der Ärztin und Sexualtherapeutin Melanie Büttner und dem ZEIT-ONLINE-Ressortleiter Wissen, Sven Stockrahm, auf Instagram unter @melaniebuettner1 und @svensonst.

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        1 hr 5 min
      • "Verhütung ist keine Privatsache, sondern zutiefst politisch"

        Verhütung ist weltweit immer noch Frauensache. "Seit 50 Jahren heißt es, eine Art Pille für den Mann stünde kurz vor dem Durchbruch", sagt die Autorin, Podcasterin und Aktivistin Franka Frei. "Aber es ist nichts passiert." Woran liegt das? Geht es um Verhütung, gehe es eben nicht nur um Sex, Geld und Macht, sondern auch darum, wer das Sagen hat über unsere Fortpflanzung. Dabei gibt es außer dem Kondom für Männer nicht nur die Alternative, sich sterilisieren zu lassen. "Der Ansatz, mit Körperwärme zu verhüten, könnte für Menschen mit Penis und Hoden viel Potenzial haben", sagt Franka, die über die noch wenig bekannte Verhütungsmethode aufklärt und sie in Form eines Rings mitgebracht hat.

        Mit den Podcasthosts Sven Stockrahm und Melanie Büttner macht Franka auch einen Abstecher in die Geschichte der Verhütung, ihre gesellschaftliche und politische Dimension. Während für Frauen in den vergangenen Jahrzehnten neben Dutzenden Pillen auch zahlreiche Implantate, Ringe, Stäbchen, Spiralen, Kappen und Spritzen entwickelt wurden, gibt es diese Vielfalt nicht für Männer. Ein großes Problem dabei: Vieles greift direkt in den Körper ein und verändert den Hormonhaushalt. Was wird Frauen zugemutet, was wird Männern erspart? Eine Folge zu mehr kontrazeptive Gerechtigkeit, über die Franka auch sagt: "Es ist auch ein Eingriff in die Menschenrechte von Männern, dass ihnen Möglichkeiten zur Verhütung verwehrt bleiben, die es längst geben könnte oder schon gibt."

        Mehr zu unserer Gästin und weitere Infos

        • Franka Frei ist Autorin, Journalistin, Podcasterin (Tabufrei, finanziert vom Hygieneartikelhersteller Essity) und Aktivistin. Mehr zu ihr findet sich auf ihrer Website.
        • 2023 ist Frankas Buch Überfällig – Warum Verhütung auch Männersache ist erschienen. Auf ihrem Instagram-Kanal @frankafrei klärt sie zum Thema auf und zeigt unter anderem Bilder und Videos zum Thema thermische Verhütung für Männer und Menschen mit Penis und Hoden.
        • Mehr Hintergrund zur Verhütung ohne Hormone beim Mann bietet dieser Artikel aus dem Ärzteblatt. Und weitere Infos zum in der Folge erwähnten Andro-Switch.
        • Womit verhüten Erwachsene derzeit vor allem? Dazu gibt es Daten von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Verhütungsverhalten Erwachsener, 2018) und Erhebungen für junge Erwachsene (Journal of Health Monitoring: Hintzpeter et al., 2022).
        • Weitere Sexpodcastfolgen zum Thema

          • "Die Pille wird viel zu oft als alternativlos diskutiert"
          • Alle Sexpodcastfolgen auch auf www.zeit.de/sexpodcast.

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            1 hr 6 min
          • "Vielen fällt es schwer, zu spüren, was sie wollen"

            "Mein Vorschlag ist: Weg vom Kopf und hin zum Bauchgefühl", sagt Ondra Veltruský, "denn dein Körper hat immer recht." Der Sexualcoach und Einvernehmlichkeitstrainer begleitet Menschen auf der Suche nach dem, was ihnen beim Sex, in der Intimität und in ihren Beziehungen fehlt. Vor dem Sex werde viel zu wenig darüber gesprochen, was passieren soll und was sich die Beteiligten wünschen, sagt Ondra. Stattdessen macht man halt "wie immer".

            Wie sage ich, was ich wirklich will und brauche? Das wollen die Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm von Ondra wissen. Der sucht mit seinen Klientinnen und Klienten nach deren enthusiastischem Ja, was die eigenen Wünsche und Bedürfnisse angeht – statt nach dem enttäuschten Nein. Konkret heißt das nicht nur darüber sprechen, sondern zu üben und ins Spüren zu kommen – live und hautnah auch in dieser Podcastfolge.

            Mehr zu unserem Gast

            • Ondra Veltruský ist körperorientierter Sexualcoach und Consent-Trainer. Er gibt unter anderem Workshops zu Einvernehmlichkeit und Kommunikation. Mit seinen Klient:innen arbeitet er nicht nur im Gespräch, sondern auch mit traumasensiblen Berührungen.
            • Zentrales Konzept seiner Arbeit ist das Wheel of Consent von Betty Martin, das zwischenmenschliche Interaktions- und Kommunikationsdynamiken veranschaulicht (Diagramm des Konsensrads als Pdf). In einem Blog-Eintrag erklärt Ondra, wie er mit dem Wheel of Consent arbeitet.
            • Im Podcast stellt Ondra auch das Drei-Minuten-Spiel vor, in dem es um das Aushandeln und Besprechen von Berührungen geht.
            • Ondra setzt sich zudem für mehr Bewusstsein für Übergriffe und Trauma ein. Im Podcast erwähnt er dieses taz-Interview, in dem es um Grenzüberschreitungen beim Sexological Bodywork und Tantra geht.
            • Weitere Sexpodcastfolgen zum Thema

              • "Niemand spürt seinen Körper besser als du selbst"
              • "Viele Menschen wissen nicht, wie sie berühren sollen"
              • Alle Sexpodcastfolgen auch auf www.zeit.de/sexpodcast.

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                1 hr 20 min
              • "Es sind die sexuellen Inhalte, die Kinder am meisten verstören"

                "Was die allermeisten Pornos zeigen, hat mit der Sexualität, die Menschen miteinander erleben können, nichts zu tun", sagt Marc Jan Eumann. Er ist der Vorsitzende der Kommission für Jugendmedienschutz in Deutschland, die Kinder und Jugendliche vor Gewalt, Pornografie und Desinformation schützen soll. "Und ich spreche nicht über die 0,5 Prozent feministische Pornos, die es möglicherweise geben kann." Laut Gesetz sind pornografische Inhalte erst ab 18 Jahren erlaubt, allerdings stoßen Jugendliche und Kinder schon viel früher auf solche Inhalte. Das liegt auch an internationalen Anbietern, die sich – anders als deutsche Angebote – nicht an die Regeln halten, sagt Eumann. Ihn beunruhigen unter anderem Gewaltmotive und verzerrte Geschlechterrollen im Mainstreamporno und der Trend, bestimmte Clips, Bilder und Videos mit Begriffen wie "Teenager" zu versehen.

                Wie gut sind junge Menschen also auf das vorbereitet, was ihnen auch zufällig oder ungewollt an Pornos, Gewalt bis hin zu Hass im Netz begegnet? Was bedeutet es, wenn im Chat unter Freunden plötzlich Nacktbilder kursieren oder Sexclips? Spätestens ab zwölf Jahren nutzen praktisch alle Jugendlichen ein Smartphone, entweder allein oder gemeinsam mit den Eltern. Zum Schulstart sprechen die Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm mit Eumann nicht nur über die Frage, wann Kinder ihr erstes Handy bekommen sollten. Sondern auch welche Verantwortung die Gesetzgeberin, Anbieter und vor allem Eltern haben, ihren Nachwuchs zu schützen. Denn Kinder haben nicht nur ein Recht auf mediale Teilhabe, sondern auch darauf, sicher durchs Netz zu kommen.

                Mehr zu unserem Gast und weiterführende Infos

                • Marc Jan Eumann ist SPD-Politiker und Direktor der Medienanstalt Rheinland-Pfalz sowie Vorsitzender der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM). Ihr Auftrag: Kinder und Jugendliche in Deutschland vor Inhalten wie Gewalt, Pornografie oder Desinformation im Netz zu schützen. Dies ist über den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV; PDF) geregelt.
                • Unter Medien-kindersicher.de finden Eltern Informationen und Hilfe, wie sie etwa Smartphones oder Tablets, aber auch Dienste und Apps für ihre Kinder so einstellen, dass sie sicher im Netz unterwegs sind.
                • Auf klicksafe.de gibt es viele Hinweise und Angebote, wie sich Kinder und Jugendliche besser vor Cybermobbing, Hatespeech oder Gewaltdarstellungen schützen lassen. Zudem gibt es Antworten und eine Checkliste zur Frage, ob ein Smartphone für Erstklässler eine gute Idee ist.
                • Das Hilfeportal sexueller Missbrauch bietet Hilfe für Betroffene von sexueller Gewalt in der Kindheit, ihre Angehörigen und andere Menschen, die sie unterstützen wollen. Beratungen sind etwa per Telefon anonym möglich.
                • Mehr zu Studien und Quellen

                  • Wie nutzen Kinder das Internet und Medien? Darüber gibt die aktuelle KIM-Studie 2022 Aufschluss (KIM steht für Kinder, Internet, Medien). Darin gaben auch zwei Drittel der Eltern, deren Kinder das Internet nutzen, an, weder Filter noch Sicherheitseinstellungen zum Schutz ihrer Kinder zu verwenden.
                  • Schon 95 Prozent der Kinder zwischen sechs und neun Jahren nutzen Smartphone oder Tablet entweder allein oder gemeinsam mit den Eltern. Das zeigt eine Befragung, die der Verein Bitkom Ende 2021 beauftragt hat.
                  • Daten einer aktuellen Studie der Kinderbeauftragten von England legen nahe, dass bereits jedes zehnte Kind im Alter von neun Jahren schon Pornografie gesehen hat. Bis zum 13. Lebensjahr waren es die Hälfte.
                  • 2023 hat die Landesanstalt für Medien NRW 3.000 Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren zu ihren Erfahrungen mit Sexting und Pornos befragt. Jede dritte Person hatte bereits einen Porno gesehen, jede fünfte selbst schon mal sexuelle Inhalte verschickt.
                  • Eine weitere Befragung unter Jugendlichen ergab, dass der erste Kontakt mit harter Pornografie nur für die Hälfte gewollt war (Kumulierte Evidenzen: Quandt & Vogelsang, 2017).
                  • Eine wissenschaftliche Zusammenfassung zum Stand von rough sex legt nahe, dass Praktiken wie Haare-Ziehen, Schlagen oder Würgen populärer geworden sind (Zeitschrift für Sexualforschung: Döring, 2023).
                  • Laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2022 (PDF) waren 41 Prozent der Personen, die verdächtigt wurden, kinder- oder jugendpornografisches Material erworben, besessen oder hergestellt zu haben, unter 18 Jahren. Dies ist auch damit zu erklären, dass etwa Nacktbilder über Gruppenchats von jungen Menschen oft ohne Kenntnis des strafrechtlichen Hintergrunds geteilt werden.
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                    1 hr 29 min
                  • "Commitment wird im blödsten Fall als Bedürftigkeit gesehen"

                    "Beziehungen bedeuten auch eine gewisse Abhängigkeit – das macht vielen Angst", sagt der Psychologe und Paarcoach Amel Rizvanović. Wer heute ein Date hat oder frisch in einer Beziehung ist, fragt sich oft: Was sind Red Flags, also die Verhaltensweisen des anderen, die gar nicht gehen und im Zweifel das Aus bedeuten? Manche haben dabei schon eine Checkliste im Kopf. Schließlich geht es ja darum, sich und seine Freiheit zu schützen. Oder bedeutet das manchmal auch, Konflikte zu scheuen? "Sich ehrlich zu zeigen, ist oft ein schlechter Deal, denn die Verletzungsgefahr ist so groß", sagt die Paar- und Psychotherapeutin Felizitas Ambauen. Für manche spiele auch das Nicht-aushalten-Können von unangenehmen Gefühlen eine Rolle.

                    Amel und Felizitas beraten seit Jahren Paare und Menschen in Beziehungen, gemeinsam als Paar und einzeln. Sie nehmen einen ungeheuren Leistungs- und Erwartungsdruck wahr, der heute auf Menschen lastet: Hauptsache alles richtig und gut machen. Mit den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm sprechen Amel und Felizitas darüber, wie schwer es Menschen fällt, innezuhalten. In Beziehung gehen brauche Zeit und Langsamkeit, sagt Amel. Stattdessen werde nach schnellen Beziehungstipps auf Social Media, in Podcasts, Magazinen und Büchern gesucht. "Hinschauen bei sich heißt nicht, ständig mehr darüber zu lesen und zu hören", sagt Felizitas. "Ruhe muss man sich erst mal erlauben lernen, so sind viele nicht geprägt." Was braucht also eine Beziehung, die nicht danach strebt, perfekt zu sein, sondern einfach nur gut genug?

                    Mehr zu unseren Gästen

                    • Sie sind ein Paar, das einzeln und gemeinsam Paare berät: die Paar- und Psychotherapeutin Felizitas Ambauen und der Psychologe und Paarcoach Amel Rizvanović. Mehr zu den beiden und ihrer Arbeit findet sich auf der Seite Ambauen Psychologie.
                    • Felizitas spricht in ihrem Podcast Beziehungskosmos mit der Journalistin Sabine Meyer über den Alltag in Partnerschaften und wie Menschen wieder zueinanderfinden. Der Podcast ist einer der erfolgreichsten der Schweiz. Auch ein Buch ist daraus entstanden.
                    • Gemeinsam mit Amel hat Felizitas einen weiteren Podcast, in dem die beiden über Beziehungsprobleme sprechen: Du so. Ich so.
                    • Auf Instagram findet ihr Felizitas und Amel unter @ambauen_psychologie und @melonoclock
                    • Weitere Sexpodcastfolgen zum Thema:

                      • "Oft geht's nicht um Sex, sondern darum, dass mein Wunsch gehört wird"
                      • "In einer Beziehung braucht es auch emotionale Selbstbefriedigung"
                      • "Es geht nie um die blöde Sachebene, sondern immer um Gefühle"
                      • Alle Sexpodcastfolgen auch auf www.zeit.de/sexpodcast.

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                        1 hr 15 min
                      • "Dann macht das Handy Ping und das Mindgame in Beziehungen beginnt"

                        Vermutlich kennt es jede und jeder von uns: Plötzlich schaut das Gegenüber aufs Handy – mitten im Gespräch, im Streit oder auch während des Dates. Phubbing heißt es, wenn es uns vor den Kopf stößt, dass der andere sein Smartphone checkt, statt uns seine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Nur ein wenig unhöflich oder schon ein echtes Problem? Die Entwicklungspsychologin Sonja Bröning erforscht das Phänomen und was es mit unseren engsten Beziehungen macht. Tatsächlich kann der Blick aufs Handy Konflikte eskalieren, die ohnehin schon da sind, sagt sie. Und vermutlich spielt es eine Rolle, wer oder was da plötzlich dringender scheint als das direkte Gegenüber.

                        "Manche bezeichnen Phubbing schon als soziales Allergen", sagt Sonja. Eine Gewohnheit, die erst nur etwas stört, sich aber selbst verstärken kann. Und uns dann Intimität und Nähe zu den Menschen nimmt, die uns am wichtigsten sind. Oder auch das Gefühl, zu wenig Zeit füreinander zu haben. Denn im Smartphone stecke so gut wie alles: Freunde, Nachrichten und eben auch die liebgewonnene Bubble auf Instagram und TikTok. Die kann stärken, aber eben auch ständig ablenken. Mit den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm spricht Sonja darüber, wann Handynutzung zu intensiv wird und was erste Forschungsergebnisse zum Phubbing zeigen – das von jüngeren Menschen übrigens teils ganz anders bewertet wird als von älteren.

                        Mehr zu unserer Gästin und weitere Infos

                        • Sonja Bröning ist Professorin für Entwicklungspsychologie an der Medical School Hamburg. Sie forscht und arbeitet auch in eigener Praxis zu den Themen Prävention sowie Liebes- und Familienbeziehungen. Mehr zu ihrer Arbeit gibt es auch auf ihrer Webseite und auf Instagram.
                        • Welchen Einfluss könnte Phubbing in Liebesbeziehungen haben? Dazu hat Sonja Bröning einen Fachartikel veröffentlicht. (Computer in Human Behavior: Bröning & Wartberg, 2022)
                        • Das Handy ist ein ständiger Begleiter: So zeigt die bevölkerungsrepräsentative Digitalstudie im Auftrag der Postbank, dass im Jahr 2022 Menschen in Deutschland im Schnitt rund 20 Stunden pro Woche mit dem Smart­phone online waren. Die unter 40-Jährigen sogar fast 32 Stunden.
                        • Durch Phubbing kann auch die Partnerschaftszufriedenheit (Chotpitayasunondh & Douglas, 2018; Wang et al., 2017) und die Partnerschaftsqualität leiden.
                        • Manche Forschende sehen Phubbing bereits als soziales Allergen in Paarbeziehungen, dessen Störfaktor sich über die Zeit erhöhen kann (Human Behavior and Emerging Technologies: Roberts & David, 2022)
                        • In dieser Folge wird auch eine Untersuchung erwähnt, die zeigt, dass Paare, die gemeinsam Pornos schauen, davon profitieren können (Personal Relationships: Bridges & Morokoff, 2010).

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                          1 hr 3 min
                        • "Niemand spürt seinen Körper besser als du selbst"

                          "Grenzen zu setzen, ist ein Akt der Selbst- und zugleich der Nächstenliebe", sagt die Autorin Nadine Primo. Sie berichtet über ihre persönlichen Erfahrungen als Frau und bisexuelle Frau, wenn es um Einvernehmlichkeit geht. Egal, ob Dating, nicht monogame Beziehungsmodelle, mentale Gesundheit, Übergriffe oder auch die Debattenkultur in der Gesellschaft: "Es ist wichtig, mehr zu reden und wirklich zu reden."

                          Mit den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm spricht Nadine darüber, wie es gelingen kann, dass Menschen wieder zusammenkommen und für sich und ihre Bedürfnisse einstehen. Dabei machen alte Rollenbilder und falsche Vorstellungen vielen das Leben schwer – oft unbewusst. Und zu oft werde Menschen ihre eigene Wahrnehmung abgesprochen. Nadine Primo erklärt, warum wir einander genauer zuhören sollten – und wir als Gesellschaft eine tolerantere Fehlerkultur brauchen, um wirklich wachsen zu können.

                          Mehr zu unserer Gästin

                          • Nadine Primo lebt in Berlin und ist als freie Autorin, Speakerin und Redakteurin tätig. Auf ihrem Blog und Instagram teilt sie persönliche Erlebnisse aus ihrem Alltag als bisexuelle Frau sowie Vertreterin der queeren Community. Ihre Themen reichen von Konsens bis hin zu mentaler Gesundheit.
                          • 2023 ist ihr erstes Buch Konsens ist sexy – Von persönlichen Grenzen und weiblicher Lust erschienen. Darin berichtet sie unter anderem von eigenen Erfahrungen rund um Sexualität, offene Beziehung und Alltag als Frau.
                          • Weitere Sexpodcastfolgen zum Thema:

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                            • Consent ist sexy
                            • Alle Sexpodcastfolgen auch auf www.zeit.de/sexpodcast.

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                              58 min
                            • "Bei Sexsucht ist entscheidend, wofür Sex eigentlich genutzt wird"

                              Wenn Sexualität außer Kontrolle gerät, stellt sich trotz viel Sex – ob solo oder mit anderen – keine Befriedigung mehr ein. Im Gegenteil, wer über Wochen ein zwanghaftes Sexualverhalten hat, kann sich schnell selbst verletzen und anderen schaden. Der Alltag, Job oder die Beziehung leiden – ganz ähnlich wie bei anderen Süchten. Mit dem Sexualwissenschaftler Peer Briken sprechen die Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm über die psychische Störung, die erst seit 2022 als offizielle Diagnose anerkannt ist.

                              Die Ursachen sind vermutlich vielfältig, können genetisch mitbedingt sein und sind bis heute nicht komplett erforscht. Besonders gefährdet sind mitunter Menschen, die Traumatisches erlebt haben oder ein bestimmtes Bindungsverhalten zeigen. Auch kommt es nicht selten vor, dass Menschen mit obsessiver Sexualität Sex gleichzeitig als moralisch verwerflich betrachten. Was weiß die Forschung, was hinter Sexsucht wirklich steckt? Und warum es ein Mythos ist, dass Menschen mit der Erkrankung häufiger übergriffig werden als andere.

                              Mehr zu unserem Gast und zur Folge

                              • Peer Briken ist Sexualwissenschaftler und -mediziner, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Direktor des Instituts für Sexualforschung, Sexualmedizin und Forensische Psychiatrie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.
                              • Seit dem 1. Januar 2022 ist zwanghaftes Sexualverhalten eine offizielle Diagnose in der internationalen Klassifikation für Krankheiten, der ICD-11. Es ist dort unter dem Code 6C72 definiert und kann in dieser Übersicht nachgeschlagen werden. Briken war selbst an den Beratungen zur ICD-11 beteiligt (siehe zum Beispiel: Journal of Behavioural Addictions: Briken et al., 2022 und World Psychiatry: Reed et al., 2022)
                              • Repräsentative Daten zur Häufigkeit von Sex in Deutschland und damit verbundene Folgen erhebt die langfristig angelegte Studie Gesundheit und Sexualität in Deutschland (GeSiD).
                              • Sie suchen professionelle Hilfe zum Thema Sexsucht? Auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS) findet sich eine Liste an Sexualtherapeutinnen und -therapeuten sowie -beraterinnen und -beratern, ein ähnliches Angebot gibt es auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Sexualmedizin, Sexualtherapie und Sexualwissenschaft.
                              • Alle Sexpodcastfolgen auch auf www.zeit.de/sexpodcast.

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                                Folgt den Sexpodcasthosts, der Ärztin und Sexualtherapeutin Melanie Büttner und dem Ressortleiter Wissen bei ZEIT ONLINE, Sven Stockrahm, auf Instagram unter @melaniebuettner1 und @svensonst sowie auf Twitter: @svensonst.

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                                1 hr 25 min
                              • "Oft geht's nicht um Sex, sondern darum, dass mein Wunsch gehört wird"

                                Konflikte in Beziehungen sofort lösen zu wollen, hält uns oft vom Ziel ab, sagt Coach Laura Schnelle. Was helfe, sei Empathie, Akzeptanz, Aushalten – wenn man weiß, wie.

                                "Viele denken, ich mache Anti-Aggressions-Training", sagt die Trainerin für gewaltfreie Kommunikation Laura Schnelle. Dabei gehe es eher um das Gegenteil: "Ich lade Menschen ein, alle ihre urteilenden Gedanken auch mal rauszulassen." Jeder Mensch hat Wünsche und Bedürfnisse, nur sind sie nicht in jedem Moment deckungsgleich. Das Wie und Warum Menschen Dinge sagen und was sie wirklich meinen, ist oft entscheidend, denn sonst kommt es schnell zum Streit: In Beziehungen vielleicht darüber, wer seine Sachen rumliegen lässt, wer viel Zeit am Smartphone verbringt oder oft zu spät ist. Oder auch, wer mehr Sex will.

                                Wie bekomme ich, was ich will oder besser: Was ich brauche? Die Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm sprechen mit Laura Schnelle über das Konzept der gewaltfreien Kommunikation. Und wie es helfen kann, ganz neu zusammenzufinden. "Das Mantra ist: Ich bin okay mit meinen Gefühlen und Bedürfnissen und du bist okay mit deinen Gefühlen und Bedürfnissen", sagt Laura. Wer es schafft, das zu verinnerlichen und im Alltag umzusetzen, kann seine Beziehungen ungeahnt entspannen.

                                Mehr zu unserer Gästin und zur Folge:

                                • Laura Schnelle ist Coach, Trainerin für gewaltfreie Kommunikation und spricht in ihrem Podcast Peace, Love and Therapy über Selbstliebe und Beziehungen. Mehr zu ihr gibt es auf ihrer Webseite und auf Instagram.
                                • Mehr zu den Grundzügen des Konzepts der gewaltfreien Kommunikation, entwickelt von dem US-amerikanischen Psychologen Marshall B. Rosenberg, findet sich auf den Seiten des Infoportals GFK.

                                  Weitere Sexpodcastfolgen zum Thema:

                                  • "In einer Beziehung braucht es auch emotionale Selbstbefriedigung"
                                  • Alle Sexpodcastfolgen auch auf www.zeit.de/sexpodcast.

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                                    54 min
                                  • "Schmerzen beim Sex sind ein Teufelskreis"

                                    Jede fünfte Frau kennt Sex, der wehtut: In dieser Sprechstunde erklärt die Ärztin Laura Hatzler Endometriose bis Vaginismus – und was nötig ist, damit Schmerz nachlässt.

                                    +++ Aufruf +++ Ihr seid ein Paar, lange zusammen, habt kaum noch Sex und wollt das ändern? Bewerbt euch auf eine einmalige Therapiesitzung mit Ulrich Clement – einem der angesehensten Sexual- und Paartherapeuten im deutschsprachigen Raum. Beantwortet unseren Bewerbungsbogen unter www.zeit.de/sexualtherapie +++

                                    Ziehend, drückend, stechend: Schmerzen beim Sex sind nicht normal. Und doch erleben sie viele. Meistens Frauen, sagt die Ärztin Laura Hatzler – wenngleich die Forschung für alle anderen Menschen zu wünschen übrig lässt. Die Ursachen sind oft vielfältig und der Leidensdruck groß, denn schon die Angst vor Schmerz kann ihn verstärken – besonders in der Sexualität. Wie kann die Lust am Sex zurückkehren?

                                    Mit den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm geht Laura den Ursachen von Schmerzen auf den Grund. Sie erklärt, wie sich herausfinden lässt, was los ist und was es braucht, wenn sich erst mal nichts finden lässt. Wie läuft eine Untersuchung ab, was sollten Ärztinnen und Betroffene beachten und vor allem – wie funktioniert Schmerz?

                                    Mehr zu unserer Gästin und zur Folge:

                                    • Die Ärztin Laura Hatzler forscht und arbeitet an der Berliner Charité, sowohl in der Sexualmedizin als auch in der Gynäkologie und leitet dort die erste Arbeitsgruppe mit dem Schwerpunkt weiblicher Sexualität.
                                    • Etwa 20 Prozent aller Frauen erleben im Laufe ihres Lebens Schmerzen beim Sex, zeigen repräsentative Daten der Langfriststudie Gesundheit und Sexualität in Deutschland (GeSiD).
                                    • Über die Ursachen, Risikofaktoren, das Krankheitsbild sowie mögliche Therapien im Fall von Endometriose informieren unter anderem der Berufsverband der Frauenärzte und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe.
                                    • Die Kontrolle des eigenen Beckenbodens kann helfen, Schmerzen zu lindern und sie eventuell auch zu verhindern. Mehr dazu auf den Seiten der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologie Geburtshilfe Urologie Proktologie unter www.ag-ggup.de. Dort findet sich unter anderem auch eine Liste spezialisierter Therapeutinnen und Therapeuten.
                                    • Wer darüber nachdenkt, sich therapeutische Hilfe in Fragen rund um die Sexualität zu holen, der findet zunächst allgemeine Informationen zu Psychotherapie auf den Seiten der Bundespsychotherapeutenkammer. Aktuelle Anschriften und Qualifikationen aller in Deutschland niedergelassenen Ärztinnen und Psychotherapeuten hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung aufgelistet. Zudem gibt es mit ifsex und dem Netzwerk Sexualtherapie zwei Verzeichnisse von Sexualtherapeuten in Deutschland.
                                    • Weitere Sexpodcastfolgen zum Thema:

                                      • Endometriose – quälend, zehrend und unheilbar
                                      • Alle Sexpodcastfolgen auch auf www.zeit.de/sexpodcast.

                                        Kennst du unser Buch? Ist das normal? Sprechen wir über Sex, wie du ihn willst. Auf YouTube findest du eine Onlinelesung zum Nachschauen.

                                        Folgt den Sexpodcasthosts, der Ärztin und Sexualtherapeutin Melanie Büttner und dem ZEIT-ONLINE-Vizeressortleiter Wissen und Digital, Sven Stockrahm, auf Instagram unter @melaniebuettner1 und @svensonst sowie auf Twitter: @svensonst.

                                        Seit dem 15.1.2025 sind alle Folgen von "Ist das normal?", die vor dem 31.3.2021 erschienen sind, nur noch exklusiv mit einem Digitalabo der ZEIT zu hören – auf ZEIT ONLINE, auf Apple Podcasts und auf Spotify. Ein kostenloses Probeabo kannst du hier abschließen. Wie du dein Abo mit Spotify oder Apple Podcasts verbindest, liest du hier.

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                                        1 hr 13 min

                                      About Ist das normal?

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                                      Wie lieben Menschen heute? Was brauchen glückliche Beziehungen? Und guter Sex? Die Ärztin und Therapeutin Melanie Büttner und der Wissenschaftsjournalist Sven Stockrahm sprechen über alles, was Körper und Psyche guttut. Und über das, was uns verletzt, aber auch verbindet. Ohne Scham, mit Tipps für die eigene Entwicklung und ganz viel Nähe. Immer montags, alle zwei Wochen – mit spannenden Gästinnen und Gästen.

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                                      Frisch an die Arbeit by DIE ZEIT

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                                      So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle "Normalgestörten" by Stefanie Stahl / Lukas Klaschinski

                                      So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle "Normalgestörten"

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                                      Stahl aber herzlich – Der Psychotherapie-Podcast mit Stefanie Stahl by RTL+ / Stefanie Stahl

                                      Stahl aber herzlich – Der Psychotherapie-Podcast mit Stefanie Stahl

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                                      Ist das eine Blase? by DIE ZEIT

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                                      English, please! – ZEIT Sprachen by DIE ZEIT

                                      English, please! – ZEIT Sprachen

                                      1 Listeners

                                      WHITE – Geständnis eines Neonazis by DIE ZEIT

                                      WHITE – Geständnis eines Neonazis

                                      16 Listeners

                                      Deutsche Geister by DIE ZEIT

                                      Deutsche Geister

                                      8 Listeners

                                      Der Spion in unseren Handys by DIE ZEIT

                                      Der Spion in unseren Handys

                                      0 Listeners

                                      ZEIT Campus: Und was macht die Uni? by DIE ZEIT

                                      ZEIT Campus: Und was macht die Uni?

                                      0 Listeners

                                      48 Monate Trump by DIE ZEIT

                                      48 Monate Trump

                                      0 Listeners

                                      Anruf an alle by ZEIT ONLINE

                                      Anruf an alle

                                      0 Listeners

                                      War da was? – Geschichte einer Pandemie by DIE ZEIT

                                      War da was? – Geschichte einer Pandemie

                                      2 Listeners

                                      Irma. Das Kind aus Srebrenica by DIE ZEIT

                                      Irma. Das Kind aus Srebrenica

                                      0 Listeners