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Liebe ist etwas Großartiges und macht gleichzeitig emotional abhängig. Was bin ich bereit für eine andere Person zu geben und was brauche ich selbst von meinem Lieblingsmenschen? Irgendwann kommt in jeder Beziehung der Punkt, wo das nicht mehr zusammenpasst. "Die Illusion, wie die Liebe sein wird, hat eine Mindesthaltbarkeitsdauer", sagt die Psychologin und Paartherapeutin Berit Brockhausen.
Dabei wüssten viele Paare, was eine gute Beziehung ausmache, dass Vorwürfe nicht helfen, Nähe wichtig ist und Kommunikation. "Es hapert nicht am Verstehen", sagt Berit im Gespräch mit den Sexpodcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm: "Es hapert am Können und am nicht Wollen." Streit sei oft einfacher als die Erkenntnis, dass ich bestimmte Dinge vom anderen nicht bekommen werde, egal, wie sehr ich sie mir wünsche. "Wenn ich es gut mit ihnen meine, kann ich Paaren diesen Schmerz nicht ersparen", sagt Berit. Denn dann geht es um den Kern, wie es Menschen gelingt, miteinander glücklich zu bleiben.
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Verhütung ist weltweit immer noch Frauensache. "Seit 50 Jahren heißt es, eine Art Pille für den Mann stünde kurz vor dem Durchbruch", sagt die Autorin, Podcasterin und Aktivistin Franka Frei. "Aber es ist nichts passiert." Woran liegt das? Geht es um Verhütung, gehe es eben nicht nur um Sex, Geld und Macht, sondern auch darum, wer das Sagen hat über unsere Fortpflanzung. Dabei gibt es außer dem Kondom für Männer nicht nur die Alternative, sich sterilisieren zu lassen. "Der Ansatz, mit Körperwärme zu verhüten, könnte für Menschen mit Penis und Hoden viel Potenzial haben", sagt Franka, die über die noch wenig bekannte Verhütungsmethode aufklärt und sie in Form eines Rings mitgebracht hat.
Mit den Podcasthosts Sven Stockrahm und Melanie Büttner macht Franka auch einen Abstecher in die Geschichte der Verhütung, ihre gesellschaftliche und politische Dimension. Während für Frauen in den vergangenen Jahrzehnten neben Dutzenden Pillen auch zahlreiche Implantate, Ringe, Stäbchen, Spiralen, Kappen und Spritzen entwickelt wurden, gibt es diese Vielfalt nicht für Männer. Ein großes Problem dabei: Vieles greift direkt in den Körper ein und verändert den Hormonhaushalt. Was wird Frauen zugemutet, was wird Männern erspart? Eine Folge zu mehr kontrazeptive Gerechtigkeit, über die Franka auch sagt: "Es ist auch ein Eingriff in die Menschenrechte von Männern, dass ihnen Möglichkeiten zur Verhütung verwehrt bleiben, die es längst geben könnte oder schon gibt."
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"Mein Vorschlag ist: Weg vom Kopf und hin zum Bauchgefühl", sagt Ondra Veltruský, "denn dein Körper hat immer recht." Der Sexualcoach und Einvernehmlichkeitstrainer begleitet Menschen auf der Suche nach dem, was ihnen beim Sex, in der Intimität und in ihren Beziehungen fehlt. Vor dem Sex werde viel zu wenig darüber gesprochen, was passieren soll und was sich die Beteiligten wünschen, sagt Ondra. Stattdessen macht man halt "wie immer".
Wie sage ich, was ich wirklich will und brauche? Das wollen die Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm von Ondra wissen. Der sucht mit seinen Klientinnen und Klienten nach deren enthusiastischem Ja, was die eigenen Wünsche und Bedürfnisse angeht – statt nach dem enttäuschten Nein. Konkret heißt das nicht nur darüber sprechen, sondern zu üben und ins Spüren zu kommen – live und hautnah auch in dieser Podcastfolge.
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"Was die allermeisten Pornos zeigen, hat mit der Sexualität, die Menschen miteinander erleben können, nichts zu tun", sagt Marc Jan Eumann. Er ist der Vorsitzende der Kommission für Jugendmedienschutz in Deutschland, die Kinder und Jugendliche vor Gewalt, Pornografie und Desinformation schützen soll. "Und ich spreche nicht über die 0,5 Prozent feministische Pornos, die es möglicherweise geben kann." Laut Gesetz sind pornografische Inhalte erst ab 18 Jahren erlaubt, allerdings stoßen Jugendliche und Kinder schon viel früher auf solche Inhalte. Das liegt auch an internationalen Anbietern, die sich – anders als deutsche Angebote – nicht an die Regeln halten, sagt Eumann. Ihn beunruhigen unter anderem Gewaltmotive und verzerrte Geschlechterrollen im Mainstreamporno und der Trend, bestimmte Clips, Bilder und Videos mit Begriffen wie "Teenager" zu versehen.
Wie gut sind junge Menschen also auf das vorbereitet, was ihnen auch zufällig oder ungewollt an Pornos, Gewalt bis hin zu Hass im Netz begegnet? Was bedeutet es, wenn im Chat unter Freunden plötzlich Nacktbilder kursieren oder Sexclips? Spätestens ab zwölf Jahren nutzen praktisch alle Jugendlichen ein Smartphone, entweder allein oder gemeinsam mit den Eltern. Zum Schulstart sprechen die Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm mit Eumann nicht nur über die Frage, wann Kinder ihr erstes Handy bekommen sollten. Sondern auch welche Verantwortung die Gesetzgeberin, Anbieter und vor allem Eltern haben, ihren Nachwuchs zu schützen. Denn Kinder haben nicht nur ein Recht auf mediale Teilhabe, sondern auch darauf, sicher durchs Netz zu kommen.
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"Beziehungen bedeuten auch eine gewisse Abhängigkeit – das macht vielen Angst", sagt der Psychologe und Paarcoach Amel Rizvanović. Wer heute ein Date hat oder frisch in einer Beziehung ist, fragt sich oft: Was sind Red Flags, also die Verhaltensweisen des anderen, die gar nicht gehen und im Zweifel das Aus bedeuten? Manche haben dabei schon eine Checkliste im Kopf. Schließlich geht es ja darum, sich und seine Freiheit zu schützen. Oder bedeutet das manchmal auch, Konflikte zu scheuen? "Sich ehrlich zu zeigen, ist oft ein schlechter Deal, denn die Verletzungsgefahr ist so groß", sagt die Paar- und Psychotherapeutin Felizitas Ambauen. Für manche spiele auch das Nicht-aushalten-Können von unangenehmen Gefühlen eine Rolle.
Amel und Felizitas beraten seit Jahren Paare und Menschen in Beziehungen, gemeinsam als Paar und einzeln. Sie nehmen einen ungeheuren Leistungs- und Erwartungsdruck wahr, der heute auf Menschen lastet: Hauptsache alles richtig und gut machen. Mit den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm sprechen Amel und Felizitas darüber, wie schwer es Menschen fällt, innezuhalten. In Beziehung gehen brauche Zeit und Langsamkeit, sagt Amel. Stattdessen werde nach schnellen Beziehungstipps auf Social Media, in Podcasts, Magazinen und Büchern gesucht. "Hinschauen bei sich heißt nicht, ständig mehr darüber zu lesen und zu hören", sagt Felizitas. "Ruhe muss man sich erst mal erlauben lernen, so sind viele nicht geprägt." Was braucht also eine Beziehung, die nicht danach strebt, perfekt zu sein, sondern einfach nur gut genug?
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Vermutlich kennt es jede und jeder von uns: Plötzlich schaut das Gegenüber aufs Handy – mitten im Gespräch, im Streit oder auch während des Dates. Phubbing heißt es, wenn es uns vor den Kopf stößt, dass der andere sein Smartphone checkt, statt uns seine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Nur ein wenig unhöflich oder schon ein echtes Problem? Die Entwicklungspsychologin Sonja Bröning erforscht das Phänomen und was es mit unseren engsten Beziehungen macht. Tatsächlich kann der Blick aufs Handy Konflikte eskalieren, die ohnehin schon da sind, sagt sie. Und vermutlich spielt es eine Rolle, wer oder was da plötzlich dringender scheint als das direkte Gegenüber.
"Manche bezeichnen Phubbing schon als soziales Allergen", sagt Sonja. Eine Gewohnheit, die erst nur etwas stört, sich aber selbst verstärken kann. Und uns dann Intimität und Nähe zu den Menschen nimmt, die uns am wichtigsten sind. Oder auch das Gefühl, zu wenig Zeit füreinander zu haben. Denn im Smartphone stecke so gut wie alles: Freunde, Nachrichten und eben auch die liebgewonnene Bubble auf Instagram und TikTok. Die kann stärken, aber eben auch ständig ablenken. Mit den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm spricht Sonja darüber, wann Handynutzung zu intensiv wird und was erste Forschungsergebnisse zum Phubbing zeigen – das von jüngeren Menschen übrigens teils ganz anders bewertet wird als von älteren.
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"Grenzen zu setzen, ist ein Akt der Selbst- und zugleich der Nächstenliebe", sagt die Autorin Nadine Primo. Sie berichtet über ihre persönlichen Erfahrungen als Frau und bisexuelle Frau, wenn es um Einvernehmlichkeit geht. Egal, ob Dating, nicht monogame Beziehungsmodelle, mentale Gesundheit, Übergriffe oder auch die Debattenkultur in der Gesellschaft: "Es ist wichtig, mehr zu reden und wirklich zu reden."
Mit den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm spricht Nadine darüber, wie es gelingen kann, dass Menschen wieder zusammenkommen und für sich und ihre Bedürfnisse einstehen. Dabei machen alte Rollenbilder und falsche Vorstellungen vielen das Leben schwer – oft unbewusst. Und zu oft werde Menschen ihre eigene Wahrnehmung abgesprochen. Nadine Primo erklärt, warum wir einander genauer zuhören sollten – und wir als Gesellschaft eine tolerantere Fehlerkultur brauchen, um wirklich wachsen zu können.
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Wenn Sexualität außer Kontrolle gerät, stellt sich trotz viel Sex – ob solo oder mit anderen – keine Befriedigung mehr ein. Im Gegenteil, wer über Wochen ein zwanghaftes Sexualverhalten hat, kann sich schnell selbst verletzen und anderen schaden. Der Alltag, Job oder die Beziehung leiden – ganz ähnlich wie bei anderen Süchten. Mit dem Sexualwissenschaftler Peer Briken sprechen die Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm über die psychische Störung, die erst seit 2022 als offizielle Diagnose anerkannt ist.
Die Ursachen sind vermutlich vielfältig, können genetisch mitbedingt sein und sind bis heute nicht komplett erforscht. Besonders gefährdet sind mitunter Menschen, die Traumatisches erlebt haben oder ein bestimmtes Bindungsverhalten zeigen. Auch kommt es nicht selten vor, dass Menschen mit obsessiver Sexualität Sex gleichzeitig als moralisch verwerflich betrachten. Was weiß die Forschung, was hinter Sexsucht wirklich steckt? Und warum es ein Mythos ist, dass Menschen mit der Erkrankung häufiger übergriffig werden als andere.
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Konflikte in Beziehungen sofort lösen zu wollen, hält uns oft vom Ziel ab, sagt Coach Laura Schnelle. Was helfe, sei Empathie, Akzeptanz, Aushalten – wenn man weiß, wie.
"Viele denken, ich mache Anti-Aggressions-Training", sagt die Trainerin für gewaltfreie Kommunikation Laura Schnelle. Dabei gehe es eher um das Gegenteil: "Ich lade Menschen ein, alle ihre urteilenden Gedanken auch mal rauszulassen." Jeder Mensch hat Wünsche und Bedürfnisse, nur sind sie nicht in jedem Moment deckungsgleich. Das Wie und Warum Menschen Dinge sagen und was sie wirklich meinen, ist oft entscheidend, denn sonst kommt es schnell zum Streit: In Beziehungen vielleicht darüber, wer seine Sachen rumliegen lässt, wer viel Zeit am Smartphone verbringt oder oft zu spät ist. Oder auch, wer mehr Sex will.
Wie bekomme ich, was ich will oder besser: Was ich brauche? Die Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm sprechen mit Laura Schnelle über das Konzept der gewaltfreien Kommunikation. Und wie es helfen kann, ganz neu zusammenzufinden. "Das Mantra ist: Ich bin okay mit meinen Gefühlen und Bedürfnissen und du bist okay mit deinen Gefühlen und Bedürfnissen", sagt Laura. Wer es schafft, das zu verinnerlichen und im Alltag umzusetzen, kann seine Beziehungen ungeahnt entspannen.
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Jede fünfte Frau kennt Sex, der wehtut: In dieser Sprechstunde erklärt die Ärztin Laura Hatzler Endometriose bis Vaginismus – und was nötig ist, damit Schmerz nachlässt.
+++ Aufruf +++ Ihr seid ein Paar, lange zusammen, habt kaum noch Sex und wollt das ändern? Bewerbt euch auf eine einmalige Therapiesitzung mit Ulrich Clement – einem der angesehensten Sexual- und Paartherapeuten im deutschsprachigen Raum. Beantwortet unseren Bewerbungsbogen unter www.zeit.de/sexualtherapie +++
Ziehend, drückend, stechend: Schmerzen beim Sex sind nicht normal. Und doch erleben sie viele. Meistens Frauen, sagt die Ärztin Laura Hatzler – wenngleich die Forschung für alle anderen Menschen zu wünschen übrig lässt. Die Ursachen sind oft vielfältig und der Leidensdruck groß, denn schon die Angst vor Schmerz kann ihn verstärken – besonders in der Sexualität. Wie kann die Lust am Sex zurückkehren?
Mit den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm geht Laura den Ursachen von Schmerzen auf den Grund. Sie erklärt, wie sich herausfinden lässt, was los ist und was es braucht, wenn sich erst mal nichts finden lässt. Wie läuft eine Untersuchung ab, was sollten Ärztinnen und Betroffene beachten und vor allem – wie funktioniert Schmerz?
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