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Die Medizin hat trans Menschen viel angetan. Die Ärztin Annette Güldenring erlebte es: Als man sie passlich machen wollte, fing sie an, das System von innen zu verändern.
"Das existenzielle Thema geschlechtliche Identität löst für viele Menschen eine massive Bedrohung aus", sagt die Ärztin Annette Güldenring, die eine der Ersten in Deutschland war, die sich für trans und gendervariante Personen eingesetzt hat, als noch niemand wusste, was trans überhaupt bedeutet.
Den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm erzählt sie von ihrem Weg in die Medizin, wo sie mit ihrer Pionierarbeit half, ebendieses System mit wissenschaftlicher Expertise zu verändern. Ein Gespräch über Leid, Verunsicherung, falsche Diagnosen und die womöglich zu große Bedeutung der Medizin, wenn es um Geschlechtsidentität geht.
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Folgt den Sexpodcasthosts, der Ärztin und Sexualtherapeutin Melanie Büttner und dem ZEIT-ONLINE-Ressortleiter Wissen, Sven Stockrahm, auf Instagram unter @melaniebuettner1 und @svensonst sowie auf Twitter: @svensonst.
Seit dem 15.1.2025 sind alle Folgen von "Ist das normal?", die vor dem 31.3.2021 erschienen sind, nur noch exklusiv mit einem Digitalabo der ZEIT zu hören – auf ZEIT ONLINE, auf Apple Podcasts und auf Spotify. Ein kostenloses Probeabo kannst du hier abschließen. Wie du dein Abo mit Spotify oder Apple Podcasts verbindest, liest du hier.
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Judith Langer arbeitet und forscht für Deutschlands wohl größte Sex-Community. Dates, Kinks, Austausch und Aufklärung: Was suchen Millionen von Menschen bei Joyclub?
Am liebsten würden sich die Mitglieder von Joyclub von Elyas M'Barek und Sophia Thomalla spanken lassen: Auch sonst dreht sich fast alles bei der Community um Sex, Lust und Erotik. Vier Millionen Menschen sollen hier angemeldet sein, um zu flirten, sich per Nachricht, Livestream und Fotos über ihre Vorlieben auszutauschen, zu daten und gemeinsam zu feiern. Wie tickt die teils kostenpflichtige Community?
Das fragen die Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm die Sozialwissenschaftlerin Judith Langer. Sie arbeitet für Joyclub und forscht auf der Plattform. In ihren Umfragen geht es nicht nur um Deutschlands erotischsten Fußballtrainer, sondern auch darum, was Männer wirklich für ihr bestes Stück halten und wie wichtig Frauen ihre sexuelle Entwicklung ist. Ein Blick in den Maschinenraum von Deutschlands größter Sexcommunity.
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Inter Personen kommen mit männlichen und weiblichen Merkmalen zur Welt. Diese natürliche Vielfalt gilt in der Medizin bis heute als Störung – wider besseres Wissen.
"Ich war ein Mädchen mit einem XY-Chromosomensatz und kam im Biounterricht nicht vor", sagt Charlotte Wunn. Mit 12 Jahren erfuhr sie von ihren Eltern, dass sie intergeschlechtlich ist. Ein Schock, denn sie hatte sich selbst immer als Mädchen wahrgenommen. Wie Wunn, die heute erste Vorsitzende des Vereins Intergeschlechtliche Menschen ist, geht es vielen Personen, die mit männlichen und weiblichen körperlichen Merkmalen geboren werden.
"Das Beharren auf einer natürlichen Zweigeschlechtlichkeit ist gefährlich", sagt die Sexualwissenschaftlerin Katinka Schweizer. "Medizin und Psychologie haben sich jahrzehntelang schuldig gemacht." Inter Kinder wurden nach der Geburt therapiert, behandelt und ihre Körper operiert, um sie entweder dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuordnen zu können. Oft unnötig, ohne das Wissen der Kinder und mit lebenslangen Folgen für sie.
Im Podcast sprechen Wunn und Schweizer mit den Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm über die Sorgen von Eltern, die Macht von Ärztinnen und Ärzten, Sichtbarkeit, Aufklärung und warum Varianten der Geschlechtsentwicklung keine Ausnahme sind.
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Fehlgeburten werden oft verschwiegen. Mit Verlust und Trauer sind Frauen wie Natalya Pryvalova und Christin Gemoll meist allein. Was hilft, wenn Mütter Kinder verlieren?
Jede Minute sterben weltweit 44 Kinder noch im Mutterleib – Fehlgeburten sind häufiger, als viele denken. Und oft werden sie einfach abgetan. "Da gab es Sätze wie: Na ja, das passiert, das ist normal", erzählt die Sexologin Christin Gemoll, die selbst Kinder verloren hat. Für Abschied und Trauer gebe es selten Verständnis oder Mitgefühl: "Beim nächsten Mal klappt es, du bist noch jung, ist doch nur ein Zellhaufen – das war unglaublich verletzend." Ähnlich erging es der Sexualtherapeutin Natalya Pryvalova: "Ich wollte keinen Trost mit den Worten: 'Das wird schon'. Ein 'Es tut mir leid' reicht völlig", sagt sie.
Mütter, die ihre Kinder früh verlieren, können großen Verlust und auch Schuld verspüren. Und fühlen sich allzu oft alleingelassen. Die Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm sprechen mit ihren Gästinnen darüber, was Frauen und ihren Partnerinnen und Partnern in dieser Situation wirklich helfen kann und warum es wichtig ist, Frauen empathischer zu begegnen, die ihr Kind verloren haben – egal wie früh.
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Die perfekte Beziehung? Eine Disneyseuche, sagt Affärenmanagerin Melanie Mittermaier. Auch glückliche Paare verlieben sich fremd. Nur können die wenigsten damit umgehen.
Kann man einen Betrug nicht persönlich nehmen? Man muss sogar, sagt Melanie Mittermaier. Sie berät Menschen rund um das Thema Affäre: "Niemand geht gegen den Partner oder die Partnerin fremd, sondern für sich selbst." Letztlich sei jeder für sein eigenes Glück verantwortlich – ob in einer Beziehung oder ohne. Dorthin zu finden, könne sehr schmerzhaft sein: Für die Person, die hintergangen wurde, für die, die sich fremdverliebt hat und auch für die Affäre selbst.
Fremdgehen werde überbewertet und verteufelt, sagt Melanie Mittermaier. Dabei sei es normal, sich neu zu verlieben. Die Frage ist nur, wie lange der Rausch des Verknalltseins anhält und ob es sich lohnt, dafür die bestehende Beziehung aufzugeben: Den Podcast-Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm erzählt Mittermaier, warum Affären viel mehr mit einem selbst zu tun haben, als man denkt, warum der Rat von Freunden bei Seitensprüngen oft nicht taugt und warum eine neue Liebe eben kein neues Leben bedeutet.
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Ausbeutung oder Job? Sexarbeiterin Daria Oniér und Sexualforscherin Harriet Langanke sprechen über das verzerrte Bild von Prostitution und verlogene Moralvorstellungen.
Diskriminiert, stigmatisiert und dämonisiert: Wer in Deutschland sexuelle Dienstleistungen gegen Geld anbietet, arbeitet in einem Beruf, der gesellschaftlich und politisch im Abseits stattfindet. "Wenn ich manchmal sage, ich bin Prostituierte, springen die wildesten Bilder an", sagt die Sexualberaterin und Sexarbeiterin Daria Oniér. Ein großes Problem sei zudem der moralisierende Blick auf die Branche, erzählt die Sexualwissenschaftlerin Harriet Langanke: "Die Romantisierung von Sexualität beißt sich mit dem schlichten Bezahlen für Sex."
Im Sexpodcast sprechen beide Frauen mit den Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm über die Sexarbeit – ihre Vielfalt, Mythen und Vorurteile. "Prostitution ist kein Menschenhandel, sondern legale Arbeit", sagt Daria Oniér. Das könnten sich viele nicht vorstellen. Allerdings gelte auch: "Je prekärer die Prostitution, desto mehr Gewalt gibt es", sagt Harriet Langanke. Ein Gespräch über Kriminalisierung, sexuelle Gesundheit, Selbstbestimmung und fehlenden Diskurs.
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Erst das Vergnügen, dann die Arbeit: Das rät Therapeutin Judith Gastner Paaren in der Krise. Wie es gelingt, glücklich zu sein – und gar nicht erst daran zu scheitern.
Es knirscht, es kracht und kriselt: In vielen Beziehungen sind Menschen gestresst und unglücklich – und das, obwohl sie mit der oder den Personen zusammen sind, die sie lieben, und die sie lieben. "Leider gibt es nicht so was wie einen Beziehungsführerschein", sagt die Psychologin, Therapeutin und Coach Judith Gastner. Kaum jemand lerne von klein auf, was es braucht, um lange in einer Partnerschaft zufrieden zu sein. Und wenn es nicht läuft, ist das oft schon länger der Fall: "Die meisten, die in die Paartherapie kommen, sagen, sie brauchen so was wie eine umfassende Rehamaßnahme."
So weit muss es aber gar nicht erst kommen. Mit den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm bespricht Judith Gastner, warum jede und jeder sofort etwas für sein Beziehungsglück tun kann und wie. Paartherapie ginge auch erst mal allein. Wichtig sei es unter anderem, sich bewusst zu machen, was man selbst verändern kann und was nicht. "Beziehungsleben lässt sich eigentlich nie komplett im Griff haben", sagt Gastner. Doch man kann sich gewissermaßen für mehr Glück entscheiden.
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Bei "Im Namen der Hose" scheitern und höhepunkten sich Ariane Alter und Kevin Ebert durch Sex und Beziehungen. Uns verraten die Sexpodcasthosts, was das eigentlich soll.
In dieser Folge sind vier Sexpodcasterinnen und Sexpodcaster unter sich: Ariane Alter und Kevin Ebert von "Im Namen der Hose" schauen vorbei. Die beiden sprechen bei PULS, dem jungen Contentnetzwerk des Bayerischen Rundfunks, über Analverkehr, mit Callboys und warum Sex nicht nur schön, sondern auch mal scheiße sein kann.
Den Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm erzählen Ari und Kevin, wie viel von ihnen persönlich in ihrem Podcast steckt, was gerade junge Menschen von ihnen wissen wollen und ob sie überhaupt noch etwas Neues über Sex und Beziehungen lernen.
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Intimitätscoachin Yella Cremer sieht Menschen an, ob sie erfüllenden Sex haben oder nicht. Sie lehrt Slow Sex – ein Weg, um ungeahnte Nähe und Verbundenheit zu erleben.
"Wir tun manchmal so, als gäbe es nur eine Art guten Sex", sagt Yella Cremer. Die Intimitätscoachin und Autorin bringt Menschen und Paaren Slow Sex näher. Und der schaffe eine Nähe und Verbindung, die weit über Lust und Erregung hinausgehe. Wer sich auf Slow Sex einlasse, könne Druck und Stress aus der Sexualität nehmen und diese ganz neu entdecken. "Slow Sex kann tagelang nachwirken und den Alltag leichter machen", sagt Yella.
Mit den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm spricht Yella über den Sex ohne Vorbedingungen und warum viele Menschen Entspannung nicht mit Sex verbinden. Slow Sex sei eine Kulturleistung, die noch viel zu wenig bekannt sei, sagt Yella. Und jede und jeder könne guten Sex lernen. Warum Slow Sex nicht Sex im Schritttempo ist, worauf es dabei ankommt und was Intimität wirklich bedeuten kann.
Mehr zu unserer Gästin Yella Cremer
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Amen, aber sexy: Der queere Pfarrer Tim Lahr macht Kirche, die anders ist. Über die Folgen strenger Sexualmoral, Daddy Issues mit Gott und wie Religion menschlicher wird
In seinem Gottesdienst gibt es auch mal ein Mamma Mia statt eines Vaterunsers: Tim Lahr will eine moderne Kirche, die für Freude, Gemeinschaft und Halt stehen soll. "Ich mache mir die Kirche, die ich mir wünschen würde", sagt der evangelische Pfarrer. Und die ist nicht nur queer, sondern offen für alle Menschen. In seiner Gemeinde hinterfragt er nicht nur das heutige Bild von Religion und Christentum, sondern auch von einer längst überholten Sexualmoral.
"Natürlich hat man als schwuler Pfarrer ambivalente Gefühle", sagt Tim. Gerade in Zeiten, in denen Kirche vor allem in den Schlagzeilen ist, wenn es um Missbrauch und sexualisierte Gewalt geht und sie Mitglieder verliert. Im Sexpodcast sprechen die Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm mit Tim über Schuld und Verantwortung und wie Kirche ein Safe Space sein kann. "Auch ich brauche die Versöhnung mit der Kirche", sagt Tim. Aus dem ganz normalen Alltag eines Pfarrers, der Christmetten mit Dragqueens feiert und unter der Kölner Christuskirche am Stadtgarten die Partyreihe "Queer as hell" ins Leben gerufen hat.
Mehr zu unserem Gast Tim Lahr
Das Mamma Mia, angelehnt an das Vaterunser (gesungen auf die erste Strophe des gleichnamigen ABBA-Songs):
I feel blessed by you since the beginning of earth / So I made up my mind, it's a prayer to come / Heavenly God we will praise your name / Your kingdom comes and your glory will be done / On earth and in heaven's space / God is queer and we all say Amen / And they is blessing you all / Mamma Mia holy is your name
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